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Große Resonanz: 4. Auflage des Holdorfer Neubürgertreffens

Geschrieben von Gemeinde Holdorf am 2016-11-21
Nützliche Informationen zur Gemeinde und über Vereine
Der Saal im Hotel zur Post war gut besetzt am Samstag, 19. November: Bereits zum vierten Mal hatte die Gemeinde Holdorf ihre Neubürgerinnen und Neubürger zu einem Informationsnachmittag eingeladen. (Foto: Themann)

Im Saal des Hotels zur Post begrüßte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug neben einigen Ratsmitgliedern und den Allgemeinen Vertreter Heiner Themann rund 60 Neubürger, die in der Zeit vom Oktober 2015 bis zum September 2016 ihren Erstwohnsitz in Holdorf angemeldet hatten.

In lockerer Runde stellte der Bürgermeister die politische Gemeinde mit ein paar kurzen Fakten vor und verwies dabei auf das umfangreiche Prospektmaterial, das anschaulich Informationen über die Gemeinde in ihren vielen Facetten gibt.
Das gesellschaftliche Leben präsentierten die anwesenden Vereinsvorsitzenden, die erläuterten, wie vielfältig sich Holdorf gestaltet. Sie stellten ihre Vereine vor und sprachen zugleich eine große Einladung an alle Neubürger aus, sich in diesen zu engagieren; zum beiderseitigen Vorteil. Selbstverständlich bieten die Vereine erst einmal eine Schnupperzeit an, ehe man sich für eine feste Mitgliedschaft entscheiden muss. Die Mitgliedsbeiträge in den Holdorfer Vereinen sind anerkannt niedrig, somit steht einer Integration in die Gesellschaft auf diesem Wege nichts entgegen.

Da auf die Nachfrage des Bürgermeisters, ob die Veranstaltung in der gewählten Form das richtige Format hat, die Gäste ein eindeutiges Ja äußerten, wird es im nächsten Jahre mit Sicherheit eine gleichartige Veranstaltung geben.



Großes Lob für Amphibieninformationstafeln der Oberschüler

Geschrieben von Heinrich Vollmer am 2016-11-17
S.U.N.-Geschäftsführer Rudolf Stukenberg auf Stippvisite
Lob für Informationstafeln: S.U.N.-Geschäftsführer Rudolf Stukenborg zeigte sich in Begleitung von Naturschützer Bernard Schonhöft und dem allgemeinen Stellvertreter des Bürgermeisters Heiner Themann (von links) beeindruckt von den Amphibieninformationstafeln, die von den Oberschülern angefertigt wurden. (Foto: Vollmer)

Das Engagement der Holdorfer Oberschüler im Bereich des Amphibienschutzes beeindruckt Rudolf Stukenborg. Der Geschäftsführer der Stiftung für Umwelt- und Naturschutz im Landkreis Vechta (S.U.N.) zeigte sich während seiner Visite der Informationstafeln begeistert, die von den Oberschülern während einer Projektwoche angefertigt wurden. „Da ist unsere Förderungssumme in Höhe von 350 Euro sehr gut angelegt“, lobte Rudolf Stukenborg. Ebenso positiv bewertete er die seit dem Jahr 2013 jährlich durchgeführten Sammelaktionen, damit die Amphibien schadlos über die Straßen kommen. Er dankte insbesondere den Naturschützern Bernard Schonhöft und Werner Schiller für deren Anregungen und Begleitungen während der Aktionen, die positive Auswirkungen auf den Amphibienbestand hätten. So sei im Nordkreis ein Rückgang der Tiere festzustellen, während im Südkreis die Populationen zunehmen würden.



Erste Selbsthilfe-Fahrradwerkstatt in Holdorf eröffnet

Geschrieben von Heinrich Vollmer am 2016-11-16
Unterstützung durch Caritas Sozialwerk und Bürgerstiftung
Erste Selbsthilfe-Fahrradwerkstatt in Holdorf: Aktive und Förderer trafen sich zur offiziellen Eröffnung (von links): Ali Alsadi, Daniela Berding, Günther Koch, Mustafa Allolwi, Heiner Themann, Khaled Jassin, Dr. Wolfgang Krug, Elisabeth Vodde-Börgerding und Stefan Witte. (Foto: Vollmer)

Defekte Fahrräder müssen nicht länger wegen Werkzeug- oder Geldmangel unrepariert in der Ecke stehen bleiben. Ab sofort können Hilfesuchende, die knapp bei Kasse sind und denen das notwendige Werkzeug fehlt, mit ihrem Drahtesel die erste Selbsthilfe-Fahrradwerkstatt in Holdorf aufsuchen.

In einem Schuppen des ehemaligen Hofes Münzebrock an der Bundesstraße 214 gibt es Hilfe zur Selbsthilfe. Dort steht jeden Montag von 14 bis 18 Uhr Günther Koch mit einem Team den Hilfesuchenden zur Seite, damit diese ihre Mobilität auf Zweirädern wiederherstellen können. „Nutzen kann diese Selbsthilfe-Fahrradwerkstatt jeder, der Leistungen zur Grundsicherung oder Arbeitslosengeld II erhält. Zudem Flüchtlinge, die beim Jobcenter gemeldet oder formell als Flüchtlinge anerkannt sind", klärt die Caritasmitarbeiterin und Ideengeberin Elisabeth Vodde-Börgerding auf.

Um keine Konkurrenz zu den beiden im Ort ansässigen Fahrradgeschäften Woolff Bike und Drahteselklinik zu schaffen, haben die Verantwortlichen den Nutzerkreis beschränkt. Zudem wurden die Geschäftsbetreiberinnen Daniela Berding und Michaela Decker mit einbezogen. Beide Fahrradfachfrauen stehen mit Rat und Tat zur Seite. In der Fahrradwerkstatt repariert Günther Koch, unterstützt von den Irakern Ali Alsad, Mustafa Allolwi und Khaled Jassin, auch Fahrräder, die von Spendern für die Flüchtlingshilfe abgegeben wurden. Da ist jeder fachliche Tipp willkommen.

Die Iraker wohnen in der nebenstehenden Flüchtlingsunterkunft und helfen gern mit. „Da lernen wir etwas und bekommen Übung in der deutschen Sprache", sagt Ali Alsad, der in seiner Heimat Betriebswirtschaft studiert und seinen Lebensunterhalt in einem Supermarkt verdient hat. Stefan Witte, Geschäftsführer der Bürgerstiftung Holdorf, findet es klasse, dass die Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund steht und von vornherein die örtlichen Fahrradgeschäfte mit einbezogen wurden. Neben der Bürgerstiftung Holdorf, die hilfreiche Kontakte, guterhaltene Fahrräder und andere Gegenstände für die Flüchtlingshilfe vermittelt, fördert auch das Caritas Sozialwerk (CSW) durch finanzielle Hilfe das noch junge Projekt. Ganz im Sinne von Günther Koch, dessen Motto lautet: „Man muss nicht so viel reden. Man muss machen!“

Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug zeigt sich erfreut über das Engagement und nennt die Fahrradwerkstatt ein hervorragendes Beispiel für die engagierte Bürgerschaft in seiner Gemeinde. „Die Gemeinde-Mitarbeiter allein würden das gar nicht schaffen“, spricht er seinen Dank an alle Aktiven und Förderer aus. Besonders beindruckt zeigt er sich im Fall der Fahrradwerkstatt von dem Engagement, das die Initiatorin Elisabeth Vodde-Börgerding, das Team um Günther Koch sowie das Caritas Sozialwerk und die Bürgerstiftung Holdorf aufbringen.



Holdorfer Oberschüler setzen sich für Amphibienschutz ein

Geschrieben von Heinrich Vollmer am 2016-11-11
Während Projekttage Informationstafeln entwickelt und gebaut
Fleißige Amphibiensammler unter sich: Aus Anlass der eigens von Oberschülern entwickelten und angefertigten Informationstafeln zum Thema „Amphibienschutz in Holdorf“ trafen sich die Aktiven der Oberschule Holdorf sowie deren Unterstützer und Begleiter am Aufstellungsort in Grandorf. (Foto: Vollmer)

Aktiven Naturschutz mit nachhaltigem Effekt für Mensch und Tier leisten Schüler der fünften bis zehnten Klassen der Oberschule Holdorf. Sobald im Frühjahr die Krötenwanderung einsetzt werden etwa 100 Mädchen und Jungen im Bereich Grandorf und Handorf-Langenberg aktiv. Sowohl an der Gramker Straße wie auch am Diekhauser Weg sammeln sie, ausgestattet mit Handschuhen, Eimer und Warnweste, die Amphibien an den zuvor am Straßenrand aufgestellten Fangzäunen ein und bringen diese über die vielbefahrenen Straßen. Auf diese Weise erreichen Gras- und Wasserfrösche, Teich- und Bergmolche sowie Erdkröten sicher ihre Laichgewässer. Die Anzahl der unterschiedlichen Amphibien wird täglich von jeder drei bis fünf Schüler starken Sammelgruppe dokumentiert und am Ende der Aktion dem NABA gemeldet.

Seit dem Frühjahr 2013 unterstützen die Schülerinnen und Schüler der Arbeitsgemeinschaft (AG) Amphibienschutz aktiv den Naturschutzbund (NABU) bei dessen alljährlichen Amphibienschutzaktion. Die Idee dazu entwickelten Bernard Schonhöft vom NABU und der Schulleiter Raimund Haskamp im Hinblick auf eine nachhaltige Umweltbildung. Ein vorzeigbares Ergebnis sind diese im Rahmen der Projekttage erstellten Schautafeln, die entlang der Straßen, an denen eine Amphibienschutzwanderung stattfindet, aufgestellt wurden. Die Tafeln informieren über die verschiedenen Amphibien und deren Fortpflanzung sowie die Schüleraktion. Die entsprechenden hölzernen Gestelle für die Lehrtafeln wurden ebenfalls von Schülergruppen hergestellt. Unterstützung erhielt die Oberschule durch die kostenlose Überlassung des Baumaterials vom heimischen Unternehmen Holzkontor, das Aufstellen der Tafeln durch den Bauhof der Gemeinde Holdorf und der Unterstützung durch die Stiftung für Umwelt und Naturschutz im Landkreis Vechta (S.U.N.) sowie weiteren Gönnern und Sponsoren. Die Aktion fand ebenso beim Heimatbund des Oldenburger Münsterlandes große Beachtung. Während des Münsterlandtages in Steinfeld zeichneten der Heimatbund-Präsident Hans-Georg Knappik im Beisein des CDU-Europaparlamentsabgeordneten David McAllister und Steinfelds Bürgermeisterin Manuela Honkomp die Holdorfer Oberschule mit dem zweiten Schülerpreis des Wettbewerbs „Unsere Region macht Schule!“ aus.

Das ungewöhnliche Schülerengagement kommt nicht von ungefähr, denn in jedem Frühjahr vor Beginn der Sammelaktion durch die Arbeitsgemeinschaft Amphibienschutz erhalten die Teilnehmer durch Werner Schiller (NABU) oder dem Amphibienschützer Martin Schulze Informationen über die verschiedenen Amphibien. Mit Freude unterstützen und begleiten zudem die Lehrkräfte Claudia Totzke und Michael Averbeck die AG. „Der Einsatz der Jugendlichen ist umso bemerkenswerter, da die Amphibien sich ja nicht an die freien Tage wie Wochenende und Ferien halten. Auch in dieser Zeit sammeln die Schülergruppe sogar in den Osterferien zuverlässig weiter“, lobt der Schulleiter. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Nach Auskunft von Bernard Schonhöft konnte über die letzten vier Jahre durch Aktion eine deutliche Zunahme der verschiedenen Amphibienarten festgehalten werden. So habe sich insbesondere die Zahl der auf der ,Roten Liste‘ als gefährdet eingestuften Bergmolche von etwa 15 auf jetzt 135 entwickelt. „Dieses positive Ergebnis zeigt: Natürlich ist es sinnvoll Frösche über die Straße zu tragen“, betont Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug. In Hinblick auf so ein großes Engagement für die Natur sprach er allen an der Amphibiensammelaktion Beteiligten eine Einladung zum Eisessengehen aus.





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