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News-Archiv (bis Februar 2017)

Bach einziger Punkt im Planungsausschuss

Geschrieben von OV am 2014-09-01
Experten stellen Fachgremium in öffentlicher Sitzung Varianten


Der Handorfer Mühlenbach ist der einzige Tagesordnungspunkt auf der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses.
Die öffentliche Sitzung findet am Dienstag (9. September) um 18 Uhr im Ratssaal in Holdorf statt.


Die Experten der beauftragten Planungsbüros DSL und Rötker werden über die verschiedenen Varianten informieren, wie der Handorfer Mühlenbach künftig um Holdorf herumgeleitet werden könnte.


Die Bürgerversammlung, die zwei Tage später, am 11. September ab 18 Uhr, stattfindet, hat die Gemeinde bereits aus dem Ratssaal in das Hotel zur Post verlegt. Der Grund: es wird mit einem großen Interesse der Bevölkerung gerechnet. Das dürfte jetzt möglicherweise auch bei der vorausgehenden Fachausschusssitzung groß sein. Denn seit kurzem gibt es eine Bürgerinitiative „Rettet den Mühlenbach“, die nochmals zeigt, dass die Bürger an ihrem Bach interessiert sind.



Bachumleitung: Bürger wollen mit ins Boot

Geschrieben von OV am 2014-08-30
Bürgerinitiative „Rettet den Mühlenbach“ setzt sich bei Hochwasserschutz für Beteiligung der Öffentlichkeit ein

Wo der eingewachsene Handorfer Mühlenbach ins Rohrsystem verschwindet: Hier vor der Tankstelle Dinkgrefe könnten sich Andreas E.Thyen (links) und Carsten Völkerding mit Sohn Mika den Beginn einer künftigen Bachumleitung vorstellen. Im Gespräch sind derzeit allerdings Varianten, bei denen der Handorfer Mühlenbach bereits vor dem Naturlehrpfad umgelenkt wird. (Foto: Köhne)


Bei der Diskussion um den Hochwasserschutz für Holdorf vermissen die Initiatoren einer neuen Bürgerinitiative die frühzeitige und umfassende Beteiligung der Bevölkerung. Deshalb mischen sie sich jetzt ein.

300 Unterschriften hat die Bürgerinitiative „Rettet den Mühlenbach“ schon gesammelt.Heute zwischen 13 und 16 Uhr werden ihre Initiatoren am Rewe-Parkplatz über ihre Sichtweise auf eine von Rat und Verwaltung anvisierte künftige Verlegung des Handorfer Mühlenbaches aus demOrtskern informieren.

Andreas E. Thyen vom Organisationsteam der Bürgerinitiative erklärt, dass im Gespräch mit den Bürgern deutlich werde, dass viele Holdorfer zunächst nicht geglaubt hätten, dass ein kompletter Bach aus seinem Bett geholt werden solle. Aus Sicht der Bürgerinitiative wurden die Einwohner im vergangenen Dezember bei einer Bürgerversammlung zu spät informiert. Wirklich miteingebunden in die Planungen wurden sie auch anschließend nicht, findet wie Thyen auch Carsten Völkerding von der Initiative.

Am 9. September (Dienstag) wird der Planungs- und Umweltausschuss der Gemeinde ab 18 Uhr im Ratssaal öffentlich über die sechs verschiedenen Umleitungsvarianten beraten. Zwei Tage später am 11. September (Donnerstag) sollen sie der Bevölkerung in einer Bürgerversammlung ab 18 Uhr im Hotel zur Post vorgestellt werden. Im Oktober sollte ein Ratsbeschluss über den künftigen Verlauf des Mühlenbachs fallen.

Von diesem Zeitplan will CDU-Fraktionschef Norbert von Handorff abrücken. „Ich bin gegen eine Entscheidung im Oktober und glaube, die Fraktion wird mir folgen“, sagte er gestern auf OV-Anfrage. Im Frühjahr solle sie aber vorliegen. Wie alle anderen Fraktionsvorsitzenden auch hat von Handorff einen Brief von der Interessengemeinschaft erhalten. „Wir wollen uns anhören, was die Bürger wollen.“ Deshalb sieht der Zeitplan der CDU-Fraktion am 8. September jetzt einen Besuch bei Thyen vor.

Die neue Bürgerinitiative ist gegen eine Verlegung des Bachs. Sie setzt sich für den Erhalt des Mühlenbachs im Ortskern und damit auch für den Erhalt des Naturlehrpfads am Mühlenbach ein. Thyen ist der Vorsitzende des Vereins Naturerlebnis Holdorf und durch sein Grundstück verläuft auch der Bach. Dass er deshalb auch ein ureigenes Interesse daran hat, dass der Bach weiterhin so verläuft wie bisher, stellt er gleich klar. Außerdem fordern er und seine Mitstreiter, keine weiteren Kosten mehr im Zusammenhang mit Planungen zu verursachen. Was sie besonders stört, ist dass bisher auf das Tempo gedrückt wurde. Sie fordern, dies zugunsten einer intensiven Bürgerbeteiligung zu ändern. In den Wasserrahmenrichtlinien sei fixiert, dass die Öffentlichkeit frühzeitig und umfassend in die Planungen miteinbezogen werden solle. Nach der ersten Bürgerversammlung, bei der das zunächst von der Mehrheitsfraktion favorisierte und inzwischen verworfene Konzept der Regenrückhaltebecken kritische hinterfragt wurde, hätten die Bürger vergeblich gehofft, mit ins Boot geholt zu werden, so Thyen. Von Handorff merkt an, dass es auch zuvor öffentliche Sitzungen gab, in denen das Thema behandelt wurde. Bürger nutzten diese Möglichkeit aber nicht.

Die Initiative will aber nicht als Bremsklotz agieren. Auch sie ist an einer raschen Lösung interessiert. Diese solle der Gemeinde ermöglichen, zu wachsen, aber gleichzeitig für Lebensqualität sorgen. Ein Vorschlag der Bürgerinitiative ist, eine Umleitung erst im Ort auf Höhe der Tankstelle Dinkgrefe anzusetzen. Der Bach könnte dann an einer nahen Waldgruppe vorbei Richtung Heideweg fließen. Ein Bürgerpark könnte so im Ortskern entstehen. Nicht nur mit einer kompletten Umleitung, sondern eben auch mit anderen Lösungen könne man viel für die Ökologie tun, sagt Thyen. „Wir sagen nicht, dass unsere Lösung die beste ist“, sagt Völkerding. „Aber wenn man gemeinsam nachdenkt, lässt sich besser eine finden, mit der alle leben können.“

SPD-Fraktionsvorsitzender Martin Fischer findet das Engagement der Bürgerinitiative gut. „Ich hätte mir das etwas eher gewünscht.“ Die SPD habe sich immer wieder dafür ausgesprochen, den Zeitdruck aus der Planung zu nehmen. Wie von Handorff spricht auch er sich für eine Entscheidung im Frühjahr aus. Er plädiert für einen runden Tisch, an dem sich Gruppen, Verbände, Bürgerinitiative und Privatpersonen einbringen, um einen gemeinsamen Weg zu finden.



Mitsingen und mitklatschen

Geschrieben von OV am 2014-08-29
Die Gruppe Vielfalt gastiert in Fladderlohausen
Die Gruppe Vielfalt gibt am 19. September (Freitag) in der Christus- Kirche in Fladderlohausen ein Konzert.

Es ist das zweite Mal, dass die Gruppe in der evangelischen Kirchengemeinde gastiert. „Das letzte Konzert, das sie bei uns gegeben haben, hat große Freude und Begeisterung ausgelöst. Es wurde mitgeklatscht und mitgesungen“, heißt es im aktuellen Gemeindebrief, der das Konzert ankündigt. Der Eintritt zu dem Konzert ist frei.

Die Mitglieder der Musikgruppe Vielfalt stammen aus der hiesigen Region. Sie singen bereits seit Jahren zusammen.

Häufiger zu hören sind sie, laut Gemeindebrief, beispielsweise in der evangelischen Kirchengemeinde in Damme.





Die Badesaison steuert das Finale an

Geschrieben von OV am 2014-08-28
Die Wassertemperatur am Heidesee beträgt noch 20 Grad / Holdorfer Zeltplatz bei Campern beliebt

Einsamer Spaß im See: So sah es gestern Mittag am Heidesee aus. Hält das gute Wetter ein paar Tage an, könnte sich dieses Bild wieder ändern. Bis zum Ferienende ist die DLRG-Wachstation besetzt. (Foto: Köhne)


Keinen Grund über den Sommer zu klagen hat Rosi Bahlmann. Sie freut, dass viele Gäste von nah und fern zum Heidesee.

Das Rollo am Kassenhäuschen ist heruntergelassen, die Tore zum Heidesee sind weit geöffnet. Spiegelglatt ruht die Fläche des tiefen Baggersees. Ist das Ende der Badesaison schon da? Das Zirpen der Grillen klingt nach Bestätigung. Kommen.

Doch Rosi Bahlmann, die gemeinsam mit ihrem Mann Martin den Zeltplatz und das Café am Heidesee betreibt, weiß es besser. „Die Badetemperatur des Heidesees beträgt jetzt 20 Grad.
Das ist noch schön warm“, sagt sie. Wenn das Wetter sich jetzt noch ein paar Tage so schön halte, würden auch wieder vermehrt Badegäste den See ansteuern, ist sie sicher.

Schon jetzt ist sie mit dem diesjährigen Sommer zufrieden: „Für uns war es ein guter, weil er so früh angefangen hat.“ Viele Gäste aus Nordrhein-Westfalen konnten die Bahlmanns in diesem Jahr auf ihrem Campingplatz begrüßen. Die Zahl der Urlauber, die den Heidesee mit dem Wohnmobil ansteuern, nimmt jedes Jahr zu. „Dieses Jahr hatten wir viele Niederländer hier.“ Die seien im Internet sehr aktiv, gäben gute Bewertungen ab und das spreche sich eben rum, so die Geschäftsfrau. Wie immer kamen auch Skandinavier, aber auch Spanier und Italiener haben inzwischen den Zeltplatz in Holdorf für sich entdeckt. Auch eine größere Gruppe konnten die Zeltplatzbetreiber jetzt verbuchen: die Feuerwehr Osnabrück war mit ihren Kameraden und deren Familien angerückt. „Sie haben auch eine Feuershow veranstaltet, zu der sie alle anderen Camper eingeladen haben. Das war toll.“

Egal ob Sonne, Regen oder Schnee – die Taucher zählen zu der wetterfesten Kundschaft am Heidesee, den Christian Bahlmann gepachtet hat. Für ihre Tauchgänge steuern sie aus einem Umkreis von 200 Kilometern den See an. Für die Taucher sei es ideal, wenn im Sommer ein paar Tage starker Badbetrieb ausbleibt, sagt Rosi Bahlmann. „Dann wird der See nicht so aufgewühlt und die Sicht unter Wasser ist klar.“ Bis 15. Oktober, so lange haben Zeltplatz und Café geöffnet, können Tauchflaschen am Café befüllt werden.

Einen Steinwurf vom Café entfernt schauen von der Wachstation aus DLRG-Rettungsschwimmer aus Dinklage auf den See. Wie Wachleiter Sven Kolbeck erklärt, haben sie die Holdorfer Rettungsschwimmer vor fast zwei Wochen abgelöst. Jetzt werden sie bald von den Rettungsschwimmern aus Twistringen für den Rest der Ferien abgelöst. „Bis zum Ende der Sommerferien ist die Wachsstation besetzt“, sagt Kolbeck.

Zwei Jungs haben sich weiter in den See gewagt, zwei Mädchen lassen sich das Wasser um die Waden spülen. „Schade, dass wir kein Badezeug dabei haben“, ruft eines der Mädchen seiner Großmutter zu, die durch das seichte Wasser am Strand watet.Noch ist die Saison nicht zu Ende.





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