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News Archiv

Ohne Führerschein am Steuer

Geschrieben von OV am 2014-07-24
Holdorfer erhält Bewährung/Vor vielen Jahren deshalb in Haft

Mit der Berufung gegen ein Urteil des Amtsgerichtes in Vechta hat ein 53-Jähriger aus Holdorf Erfolg gehabt. Das Oldenburger Landgericht verurteilte den Angeklagten gestern wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu drei Monaten Haft, setzte die Strafe aber zur Bewährung aus. Damit hob die Berufungskammer das frühere Amtsgerichts-Urteil wieder auf. Danach hätte der siebenfache Vater für drei Monate ins Gefängnis gemusst.

Das Amtsgericht hatte strafschärfend gewertet, dass der Angeklagte 16 Mal vorbestraft ist, darunter sind mehrere einschlägige Verurteilungen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Die meisten dieser Urteile sind aber älter als zehn Jahre. Vor zehn Jahren war der 53-Jährige zu einer Haftstrafe verurteilt worden, die er auch verbüßen musste. Seitdem war er viele Jahre nicht mehr aufgefallen.

Nun allerdings hatte der Angeklagte eine neue Serie des Fahrens ohne Fahrerlaubnis gestartet. Dabei hatte er mit dem Auto seines älteren Sohnes eine Panne. Routinemäßig hatte ihn die Polizei dabei kontrolliert. Dabei flog der Wiederholungstäter auf.

Die Oldenburger Berufungskammer stellte gestern aber die zehnjährige Straffreiheit des Angeklagten in den Vordergrund. Und wegen der neuen, aktuellen Serie des Fahrens ohne Fahrerlaubnis müsse er nicht gleich wieder ins Gefängnis, so der Vorsitzende Richter. Die Furcht, die Bewährung könnte widerrufen werden, soll den 53-Jährigen nun von weiteren Taten abhalten.



Ein Tausendsassa für St. Peter und Paul

Geschrieben von OV am 2014-07-23
Küster, Messdiener, Kommunionhelfer und Schneider –Werner Richter ist für seine Kirchengemeinde unersetzlich

Immer noch mit der Nähmaschine aktiv: Fast täglich steigt der gelernte Schneider Werner Richter in seinen Arbeitsraum im Keller, um Ausbesserungen und Änderungen an Kleidungsstücken vorzunehmen. (Foto: Timphaus)

Für seine Kirche ist der gebürtige Vördener in vielen Positionen im Einsatz. Er ist auch mit 75 Jahren noch ein Hansdampf in allen Gassen.

Werner Richter ist ein gläubiger Mensch. Dies zeigt sich bei dem Holdorfer nicht nur in seiner Haltung, sondern auch durch seine Taten. Am letzten Wochenende war er wieder einmal im Einsatz: Nachdem der eigentlich für die Schützenmesse am Samstag vorgesehene Küster Richard Keßling kurzfristig ausfiel, sprang Richter spontan ein. „Das ist für mich selbstverständlich“, sagt der 75-Jährige.

Doch Richter ist nicht nur seit einigen Jahren als ehrenamtlicher Küster aktiv. Ob als Seniorenmessdiener oder Lektor und Kommunionhelfer bei Beerdigungen – Werner Richter ist für seine Kirchengemeinde St. Peter und Paul unentwegt im Einsatz. Sein Engagement hat für eine große Bedeutung. „Wenn ich mal nicht kann, besorge ich eine Vertretung“, sagt er. Durch seine langjährige Tätigkeit schöpft Richter aus einem großen Erfahrungsschatz. Er stellt fest: „Jeder Geistliche hat seine Eigenarten.“

Pfarrer Albert Holzenkamp, Michael Kenkel oder heute Christian Wölke – Richter kam mit allen gut klar. Seit 1966 – dem Jahr seiner Hochzeit – wohnt er mit seiner Frau Veronika in Holdorf. Anschluss fand der gebürtige Vördener schnell durch seine Mitgliedschaft im Kirchenchor. Dort ist Richter seit 55 Jahren aktiv. Seine Frau und er seien „mit Spaß und Freude“ dabei, sagt der Tenorsänger.

Auch in der Kolpingsfamilie ist Richter seit 55 Jahren. Dort bekleidete er viele Jahre verschiedene Ämter im Vorstand. Im April dieses Jahres schied er auf eigenen Wunsch aus. „Es ist langsam an der Zeit, ein paar Abstriche zu machen und mit den Kräften zu haushalten“, sagt Richter. Von 2002 bis 2011 organisierte er überdies zweimal jährlich die Fahrten der Kolpingsfamilie. Meist waren es rund 50 Männer und Frauen aus dem Landkreis Vechta, die seiner Organisation vertrauten. Dabei sei er nicht von Beginn an mit einem Talent in diesem Bereich gesegnet gewesen, sondern eher langsam „in die Rolle reingewachsen“, gibt Richter zu.

Gemeinsam mit Pfarrer Michael Kenkel oblag ihm einige Jahre auch die Planung der Reisen der Kirchengemeinde. „Wir haben uns als Team immer gut ergänzt.“ Als Kenkel im Jahr 2011 ins westfälische Raesfeld abberufen wurde, stand Richter vor einem Problem: Für 2012 hatten sie eine Tour nach Irland geplant. Diese musste Richter plötzlich als Alleinverantwortlicher stemmen – doch er löste seine Aufgabe auch dank der Hilfe von Rechnungsführerin Tanja Heidler mit Bravour.

Der gelernte Schneider, der über 30 Jahre bei der Textilfabrik Bahlmann & Leiber in Damme arbeitete und dort unter anderem für die Ausbildung der Lehrlinge zuständig war, ist heute noch eng mit seinem Beruf verbunden. „Nähen ist mein Leben“, sagt Richter. Sein Handwerk sei Gold wert, stelle er immer wieder fest.

Sein Talent und seine Fingerfertigkeit kommen ihm auch im Paramentenverein, den er 2006 neu aufleben ließ, zugute: Gemeinsam mit drei Frauen ist er dort für die Ausbesserung und Herstellung der Gewänder und kirchlichen Textilien zuständig. Demnächst wird ein passendes Gewand für eine kleinwüchsige Messdienerin geschneidert. Diese war ihm am letzten Samstag in ihrer zu langen Kleidung aufgefallen – da ist Werner Richter wieder voll in seinem Element.



20 Teams beim „Spiel ohne Grenzen“

Geschrieben von H. Vollmer am 2014-07-23
Organisatoren melden Rekordteilnehmerzahl in Handorf-Langenberg

„Das wird wieder eine lustige Party geben“, ist sich Udo Klose sicher und denkt dabei an die nicht so ganz ernst zu nehmenden sportlichen Herausforderungen beim „Spiel ohne Grenzen“.

Der Sportplatz des SV Handorf- Langenberg ist am kommenden Samstag (26. Juli) ab 14 Uhr zum wiederholten Mal Treffpunkt von Menschen jeden Alters, die Spaß an Sport und Spiel haben. Und davon gibt es nicht wenige, denn das zwölfköpfige Organisationsteam um Udo Klose hat erstmals 20 Mannschaften auf dem Starterzettel. Darunter Teams wie „Die Scheinheiligen“, „FC No Name“, „Jubelbuben 06“, „Emma’s Lieblinge“, „Königskinder“, „Plauzenponys“ oder „SC Faul mit Steel“.

Der Andrang der teilnehmenden Teams ist in diesem Jahr demnach besonders hoch. Damit das Spiel ohne Grenzen den organisatorischen Rahmen nicht sprengt, wurde die Zahl der teilnehmenden Mannschaften auf 20 begrenzt. „Wir freuen uns, dass diese Art von Veranstaltung, die den Aktiven und auch den Zuschauern große Freude bereitet, eine so große Resonanz findet“, sagt Udo Klose.

Gespannt dürfe man sein, ob der Vorjahressieger „Mensch ist der United“ seinen Pokalerfolg wiederholen kann. Dafür müssten sie den Großteil der zehn Herausforderungen wie Sackhüpfen mit Hindernissen, Splash-Wasserschlacht, Workout- Seilspringen; Spongebob Schwammkopf, Löcherstopfen und die traditionelle Reise nach Jerusalem für sich entscheiden.



Mit ruhiger Hand: Der neue Regent Ludger II.

Geschrieben von H. Vollmer am 2014-07-22
Gleich drei Kandidaten erzielten 28 Ringe / Die Entscheidung über die Thronfolge in Holdorf fiel im Stechen

Strahlende Gesichter: Gestern Abend proklamierte Präsident Nicolas Vogt den neuen Holdorfer Schützenthron. Vordere Reihe von links: Nicole und Ludger Middendorf, Königspaar Claudia und Ludger II. Barklage sowie Günther und Heike Weddehage. Hintere Reihe von links: Antje und Andreas Hein, Swantje und Stefan Schneider sowie Janette und Thomas Albers. (Foto: Vollmer)

Drei Tage feierten die Schützen in Holdorf ihr Fest. Den Höhepunkt stellte gestern Abend das Königsschießen und die anschließende Proklamation des neuen Königspaares Ludger II. und Claudia Barklage dar.

Spannung pur auf dem Schießstand: Gegen 17 Uhr sollte gestern Nachmittag klar sein, wer die Nachfolge von Seiner Majestät Ludger I. Echtermann antreten wird. Gleich drei Kandidaten erzielten 28 Ringe. Die Entscheidung über die Thronfolge musste bei einem Stechen fallen. Die ruhigste Hand bewies dabei Ludger Barklage mit 26 erzielten Ringen vor Peter Skrzeba (25 Ringe) und Ludger Middendorf (23 Ringe).

Der Neue Schützenregent Ludger II. stellte sich seine Ehefrau Claudia als Königin zur Seite. Als erstes Adjutantenpaar benannte er seinen „Mitstreiter“ Ludger Middendorf und dessen Ehefrau Nicole. Günther und Heike Weddehage übertrug er das Amt des zweiten Adjutantenpaares. Dem Hofstaat gehören zudem an: Andreas und Antje Hein, Stefan und Swantje Schneider sowie Thomas und Janette Albers. Präsident Niclas Vogt überreichte nach der Königsproklamation Orden an die besten Schützen nach dem König. Zudem vergab er die beim Fest ausgeschossenen Pokale So erwies sich Malte Koldehoff mit 30 Ringen als bester Nachwuchsschütze und erhielt den Juniorenpokal.

Den Damenpokal sicherte sich Walburga Themann mit 47 Ringen, während der Kompaniepokal mit 366 Ringen an die erste Kompanie Kreuzritter ging. Mit dem Alfred Wernke Gedächtnispreis, der höchsten Auszeichnung des Schützenvereins Holdorf, zeichnete bereits am Sonntag der Vorstand den Sportschützen Werner Sporkmann für dessen jahrelanges Engagement für den Schießsport aus. Werner Sporkmann ist seit 1991 Schießwart im Holdorfer Verein. 1981 trat er in den Verein ein. 2002 erhielt er den Sonderorden und wurde im Jahr 2003 zum Oberfeldwebel befördert. Sein größter Erfolg war im Jahr 2005 der Deutsche Meistertitel in der Disziplin Luftgewehr-Auflage. „Wir schätzen Werner Sporkmann für sein Engagement und seinen Einsatz zum Wohle des Schießsportes in Holdorf. Das Protektoratsabzeichen des Deutschen Schützenbundes in Silber erhielt Richard Zumloh für seinen Einsatz an der Spitze des Vereins. Er war von 2005 bis 2014 insgesamt neun Jahre Präsident des Vereins und hat in dieser Zeit viele schwierige Entscheidungen getroffen.

Nachdem das Dorfgemeinschaftshaus nicht gebaut wurde, hat er maßgeblich die positive Entwicklung rund um den Schützenplatz und die Gebäude vorangetrieben. Größtes Highlight seiner Karriere war die Organisation des 150-jährigen Jubiläums im Jahr 2011.





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