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News-Archiv (bis Februar 2017)

Holdorfer Oberschüler sollen Stärken stärken

Geschrieben von OV am 2014-07-05
66 Oberschüler feiern ihren Abschluss in Holdorf

Musik zum Abschluss: Lena und Alexander Strauch umrahmten die Entlassfeier an der Oberschule Holdorf. (Foto: Brauns)

Mit einem kleinen A bis Z fasste Judith Arlinghaus gestern die Erlebnisse der Abschlussklassen der Holdorfer Oberschule zusammen. Bei der Entlassfeier ging die Sprecherin der Klassenlehrerinnen der Abgangsklassen in ihrer Rede auf A wie Apple über H wie Hausaufgaben, I wie „Ich werde Euch vermissen“ bis Z wie Zeugnisse ein. Nach einem Gottesdienst waren Schüler, Lehrer und Eltern zur Entlassfeier in die Aula gekommen, um die Zeugnisvergabe zu feiern.

Doch vorher sollten noch einige zu Wort kommen, die stolz auf den Abschluss zurückschauten. Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug resümierte: „Und plötzlich sind sie groß“. Zudem rollte er den Entlassschülern eigenhändig einen roten Teppich für den großen Tag aus.

Musik, Tanz und eine kreative Version von „Romeo und Julia“ rahmten die Feierstunde ein. Katja Hesselfeld sprach im Namen der Eltern. Sie kam zu dem Schluss, dass aus den niedlichen, dann nicht mehr so friedlichen, teils motzigen Kindern, letztlich liebenswerte, verantwortungsvolle junge Erwachsene gereift seien.

„Von Chaosschülern zu Vorzeigeschülern“, so sahen es die Schülersprecher Stefanie Grimm und Nils Meyer. „Uns kann man nicht beschreiben, uns muss man erleben.“ Schulleiter Raimund Haskamp gab seinen Schülern mit auf den Weg: „Wenn der Wind der Veränderung weht, dann bauen die einen eine Schutzhütte, die anderen eine Windmühle.“ Von den Abschlussschülern werden 71 Prozent eine weiterführende Schule besuchen und 19 Schüler eine Lehre beginnen. Zum Abschluss hielt es der Schulleiter wie Dr. Eckhart von Hirschhausen: „Stärken stärken ist so viel besser, als an Schwächen herum zu doktern – Sucht das richtige Element, in dem ihr euch entfalten könnt“, so der Rat Haskamps.



Frühschwimmen im Holdorfer Bad angedacht

Geschrieben von OV am 2014-07-04
Beckentreppe immer noch auf Wunschliste

Freie Bahnen für Frühschwimmer: Im Holdorfer Bad gibt es das Angebot noch nicht. Das zu ändern, ist im Gespräch. (Foto: Köhne)

Frühaufsteher nutzen das Frühschwimmen gern. Zum Beispiel im Hallenbad Steinfeld. Jetzt denken auch die Holdorfer über ein solches Angebot nach.

Frühschwimmen ist eine tolle Sache, findet Daniel Fraß. Doch testweise ein oder zwei Tage würde der Holdorfer Schwimmmeister dieses Angebot nicht machen, sondern täglich. Nur für ein paar Stunden würde sich kein Kollege finden, der die Aufsicht übernimmt, ist er überzeugt.

In der vergangenen Schulausschusssitzung beschäftigte sich das Gremium mit der Frage, die Öffnungszeiten für das Bad zu ändern. Aus Sicht der Verwaltung sei das jederzeit möglich, aber nur mit mehr Personal, stellte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug gleich zu Beginn klar. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass vor Jahren das Personal von vier auf zwei Kräfte reduziert wurde. „Das Frühschwimmen wird kein Selbstläufer sein. Es ist mit Kosten verbunden.“

Dass das Schwimmbad bereits auf Erfolgskurs ist, zeigen Zahlen, die Fraß mitbrachte. So hat das Bad im Jahr 2008 Einnahmen von 13500 Euro erzielt. Damals war Fraß noch nicht Schwimmmeister. 2011 lagen die Gesamteinnahmen bei 30500 Euro. Dass sich die Einnahmen beziehungsweise Besucherzahlen noch auffallend steigern lassen, glaubt Fraß nicht.

Im benachbarten Steinfelder Hallenbad wird jeden Tag Frühschwimmen angeboten. Das werde auch sehr gut angenommen, wusste Fraß.

Das Problem sei, dass der Schwimmmeister keine Aufgabe neben dem Aufsichtsdienst übernehmen dürfe. Er dürfe also beispielsweise nicht, während Badegäste schwimmen, kassieren. Daher müssen zwei Angestellte auch beim Frühschwimmen anwesend sein. Ein Rettungsschwimmer, auch darauf wies Fraß hin, könne keine Betriebsaufsicht leisten. Denn er wisse beispielsweise nicht, was bei einem Chlorgasunfall zu tun sei. Inge Olberding (SPD) schlug vor, die Verwaltung solle die Kosten ermitteln, die das tägliche Frühschwimmen und mehr Personal mit sich brächten. Dem stimmte auch der Ausschussvorsitzende Jan-Dierk Brand (CDU) zu. Allerdings äußerte er auch Bedenken, „denn wir haben ja schon mal alles zusammengeschrumpft“. Außerdem diskutierte die Runde den immer noch bestehenden Wunsch nach einer Treppe, die in das Becken führt. Wie Fraß berichtete, sei der Lifter nicht unbedingt das, was sich die älteren Badegäste von ihm versprochen hätten. „Es ist ein Behindertenlift“. Wer ihn benutzt, braucht fünf Minuten, um sanft ins Wasser abgesenkt zu werden. Genauso lange dauere es, von dem Lifter aus dem Wasser gehoben zu werden. Die meisten, die nicht gut zu Fuß seien, würden sich angesichts der Zeit, dann doch lieber über die Leitern ins Wasser quälen.

Eine Hubbodentreppe bedeute, dass man eine Bahn nicht zu Ende schwimmen könne. Man könne die Treppe zwar aus dem Wasser nehmen und wieder einbauen, was jedoch nicht so einfach sei. „Man muss dafür ganz ins Wasser und auch tauchen, um den Unterschwimmschutz zu lösen beziehungsweise zu verankern“, so Fraß. Von einer Treppe, die vom Becken aus in das Bad geschlagen wird – wie Silvia Boye (CDU) vorschlug – würden Architekten zurückschrecken, so Krug. Inge Olberding hat beim Schwimmen in Dinklage eine Treppe gesehen, „die sehr einfach zu handhaben ist“. Die Verwaltung will sich jetzt in Dinklage erkundigen.



Eingrenzung der Oberschule nicht in Sicht

Geschrieben von am 2014-07-03
Holdorfer Schulleiter wünscht sich einen Zaun / Verwaltungsausschuss stimmt 30000Euro für Möbel zu

Das trennende Element ist weg: Nach dem Abbruch der Fahrradhäuschen stößt das Grundstück der Holdorfer Oberschule unmittelbar an den Gehweg. Eine Reihe von Fahrradständern sollen auf dem Grenzbereich künftig Platz finden. (Foto: Köhne)



Auf der Baustelle der Oberschule wurde in der Vergangenen Woche randaliert. Für Schulleiter Raimund Haskamp wäre ein Zaun eine logische Gegenmaßnahme.

Von Kerstin Köhne Holdorf. Die maroden Fahrradhäuschen an der Oberschule Holdorf sind weg. Jetzt ist der Blick frei auf den neuen, fast fertigen Mensa-Anbau. „Es ist ein ganz anderes Bild als vorher“, zeigt sich Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses zufrieden.

Für Schulleiter Raimund Haskamp ist der schöne Anblick gleichzeitig mit einem Wunsch verbunden, der vorerst nicht erfüllt wird: „Ich möchte gern einen Zaun.“ Die Vorfälle in der vergangenen Woche, als auf der Baustelle der Oberschule randaliert wurde und Baufahrzeuge beschädigt wurden (die OV berichtete), hätten gezeigt, dass es zu Beschädigungen komme, wenn das Gelände offen zugänglich sei. Für Haskamp wäre ein Zaun eine „gute und günstige Möglichkeit, um Kosten zu sparen und Vandalismus zu verhindern.“ Inge Olberding (SPD) bringt den Aspekt der Optik ins Spiel: „Ich fände es ganz furchtbar das Gebäude einzuzäunen.“ Allerdings spricht ihrer Ansicht nach nichts dagegen, uneinsehbare Ecken einzugrenzen.

Bernhard Schonhöft (UWG) findet einen Zaun als Grenze sinnvoll. Ohne Zaun hat er Bedenken mit Blick auf die Verkehrssicherheit. Künftig sollen Fahrradständer das Gelände der Schule zum Bürgersteig am Roggenkamp hin abgrenzen. Haskamp und Schonhöft befürchten, dass Schüler mit ihren Rädern so direkt auf Gehweg und Straße durchbrechen könnten.

Krug sieht das gelassener: „Auf dem Roggenkamp ist weniger Verkehr als auf der Schulstraße.“ Gäbe es einen Zaun, würde das Tor vermutlich an der Schulstraße liegen, wo sich auch der Haupteingang der Schule befindet. Nach der Diskussion ist klar, in diesem Jahr wird es den Zaun nicht mehr geben. Wenn überhaupt könnte Haskamps Wunsch 2015 erfüllt werden.

Haskamps zweites Anliegen wurde allerdings schon gestern erfüllt – auch wenn es zunächst gar nicht danach aussah. Für die Möblierung der Schulverwaltung werden ihm 30 000 Euro zur Verfügung gestellt.Wie Bürgermeister Krug gestern mitteilte, hatte der Verwaltungsausschuss dafür am Dienstagabend sein Ja gegeben. Gestern konnte Krug dies einem erfreuten Schulleiter mitteilen.

Mit einer so schnellen Finanzierung war nach der Entscheidung im Schulausschuss nicht zu rechnen. Dort wurde der Antrag des Schulleiters zunächst in die Fraktionen zur Beratung verwiesen (zwei Enthaltungen). Mit der Einführung der Oberschule als Ganztagsschule wurde die neue Stelle der didaktischen Leiterin innerhalb der Schulleitung geschaffen. Sie und der Konrektor teilen sich aktuell ein Büro. Lehrer sind aufgrund der Ganztagsschule länger in der Schule. „Deshalb sollen innerhalb der Verwaltung neue Büroräume, Lehrerarbeitsplätze und ein Besprechungsraum entstehen“, hatte Haskamp seinen jetzt bewilligten Antrag begründet.



Fossilfinder gesucht

Geschrieben von OV am 2014-07-03
Post ohne Absender erreicht Holdorfer Rathaus

Ungewöhnliche Post: Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug mit den Fossil-Fotos. (Foto: Köhne)

Ungewöhnliche Post hat Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug erreicht: die Abbildungen eines Ammoniten. Auch der Fundort ist dabei akribisch notiert: Holdorf am 30.5.2014. Nur eines hat der Absender vergessen: seine eigene Adresse.

Der Bürgermeister würde allerdings gern mit dem Finder Kontakt aufnehmen. Schließlich findet er den Fund des Ammoniten spannend und möchte noch mehr darüber erfahren. Schön fände er auch, das Fossil im Rathaus auszustellen. Deshalb bittet er jetzt den Finder und Absender des Briefes, sich mit ihm im Rathaus in Verbindung zu setzen. Erst kürzlich hatte der Archäologe Andreas Hummel einen Teil der Grabungsfunde am Baugebiet Lagerweg Krug überreicht.





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