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Der Platzwart leiht Straße seinen Namen

Geschrieben von OV am 2014-05-26
In Handorf-Langenberg soll eine neue Straße nach dem verdienten Bürger Herbert Klose benannt werden

Der Mann am Rand: Herbert Klose stellte sich selbst nicht in den Mittelpunkt. Das Foto zeigt ihn (rechts stehend) mit der 1. Herrenmannschaft des SV Handorf-Langenberg im Jahr 1986. (Foto: Archiv SV Handorf-Langenberg)

Jedes Kind kannte ihn. Zumindest jedes Kind, das in Handorf-Langenberg Fußball spielte. Denn Herbert Klose war der gute Geist des Fußballvereins.

Er sprengte den Rasen, er reinigte die Kabinen, er betreute Mannschaften – Herbert Klose war beim Sportverein Handorf-Langenberg überall zur Stelle. Zu seinen Lebzeiten (1929-2008) wurde er für seinen ehrenamtlichen Einsatz bereits 1999 von der Gemeinde Holdorf als verdienter Bürger ausgezeichnet. Im gleichen Jahr erhielt er den Gerd-Tank-Gedächtnispreis, die höchste Auszeichnung des Fußball-Kreises. Jetzt soll die künftige Straße zu den Baugebieten Ernst-Böhm III und IV in Handorf-Langenberg nach ihm benannt werden.

Ein Vorschlag, mit dem Ratsherr und stellvertretender Bürgermeister Udo Schlarmann (CDU) im Sicherheitsausschuss überraschte und der bei den Anwesenden auf ungeteilte Zustimmung stieß. Eine Herbert- Klose-Straße hatte zuvor niemand auf der Rechnung, hatte die Verwaltung doch Vorschläge wie Auf dem Langen Berg, Bergwinkel, Am Hagen und Pastors Busch gemacht.

Schlarmann hatte seinen Vorschlag in der Sitzung damit begründet, dass Herbert Klose ein verdienter Bürger, ein Langenberger Urgestein sei. Außerdem passe eine Herbert-Klose- Straße hervorragend zu der Ernst-Böhm-Straße, die ebenfalls nach einem verdienten Bürger benannt sei. Vor der Arbeit habe er den Rasenspränkler an- und nach der Arbeit wieder ausgestellt, das erzählt nicht nur Schlarmann, sondern jeder, den man nach Herbert Klose fragt. Schlarmann hat ihn außerdem als „sehr lieben und integeren Menschen“ in Erinnerung.

Martin Fischer, Geschäftsführer des SV Handorf-Langenberg, weiß, dass Klose zu den Gründern des Vereins gehörte. Und dass er über 40 Jahre lang der ehrenamtliche Platzwart, Hausmeister und Jugendwart war. „Eigentlich hat er alles gemacht.“ Hervorragend findet er deshalb den Vorschlag von Udo Schlarmann. Ein gebürtiger Handorf- Langenberger war Klose nicht. Wie Günther Klose, einer seiner beiden Söhne, erzählt, wurde sein Vater im damals schlesischen Roggenfelde bei Golgau, heute Polen, geboren.

Auf der Flucht 1946 landete der damals 16-Jährige mit seiner Mutter und sechs Geschwistern in Fladderlohausen. Dort und später auch in Handorf arbeitete Herbert Klose zunächst in der Landwirtschaft und heiratete seine Frau Erna. Im Bergbau bei Glückauf war er tätig, bis der Schacht schloss. Die Milchwerke Bermes in Holdorf-Bahnhof waren die letzte langjährige Station seines Berufslebens. Aktiv sei sein Vater auch im Schützenverein gewesen, erzählt Günther Klose und „er war Schalke-Fan“. Bis zuletzt hat Herbert Klose einige Heimspiele des SV Handorf- Langenberg besucht.

Das letzte Wort, ob die Straße im Baugebiet Ernst-Böhm in Handorf-Langenberg tatsächlich nach Herbert Klose benannt wird, hat der Rat der Gemeinde Holdorf. Die einstimmigen Empfehlung des Sicherheitsausschusses gibt allerdings schon die Richtung vor.



Großer Beifall für „Plattdütschen Naomdag“

Geschrieben von H. Vollmer am 2014-05-26
Holdorfer Kinder bezaubern Publikum mit Volkstänzen und plattdeutschen Liedern

In schicken Kostümen führten die Mädchen und Jungen des Kindergartens St. Elisabeth am Samstag ihren Volkstanz auf. (Foto: Vollmer)

Ein unterhaltsamer Nachmittag auf Plattdeutsch: Großen Beifall gab es für die zumeist jungen Akteure beim „Plattdütschen Naomdag“ am Samstag in der Aula der Grundschule Holdorf.

Im Rahmen des Plattdeutschen Jahres, das in diesem Jahr von der Gemeinde Holdorf ausgerichtet wird, hatten Klein und Groß für ihr Publikum Gedichte, Geschichten, Sketche, Tänze und Lieder einstudiert. Maria Haverkamp, Plattdeutschbeauftragte der Gemeinde Holdorf, führte durch das eineinhalbstündige Programm, das die Grundschulkinder mit dem Lied „Kumm eis in…“ eröffneten.

Mädchen und Jungen der Kindergärten St. Barbara und St. Elisabeth sangen plattdeutsche Lieder und führten in hübschen Trachten gekleidet Volkstänze vor. Die Beiträge ließen die vielseitigen Ausdrucksformen des Plattdeutschen deutlich werden. Die Lacher auf ihrer Seite hatte Monika Meyer-Coors, Bürgerin des Jahres, mit ihrem Vortrag „Häbb gi’n Kerl för mi“. Am Ende sangen Publikum und Akteure gemeinsam „Wi aale schnackt tauhope Platt“.



Jagd auf Müllsünder mit Wildkamera?

Geschrieben von OV am 2014-05-24
Holdorfs Verwaltung soll Möglichkeit der Überwachung an Wertstoffsammelstellen überprüfen

Noch harmlos: Oft ist mehr Müll neben den Containern an Holdorfs Wertstoffsammelstellen abgestellt. (Foto: Köhne)

Wertstoffsammelstellen sind die unschönen Ecken der Gemeinde Holdorf. Wie das geändert werden kann, darüber diskutierte jetzt der Sicherheitsausschuss.

Ein Korb, eine vollgestopfte Plastiktüte, ein Blecheimer und Stoffreste: mit Glas haben all diese Dinge nichts zu tun, auch wenn sie neben den Glascontainern lagern. Die Wertstoffsammelstelle Ecke Mühlenbachstraße/ Goethe Straße ist nicht die einzige in Holdorf, an der Müll abgeladen wird, der dort nicht hingehört. Und selbst Pappkartons und Flaschen – für die es dort Container gibt – werden teils nicht in, sondern vor den Sammelbehälter gestellt.

Das hat jetzt auch die Mitglieder des Sicherheitsausschusses beschäftigt. Für das beratende Mitglied Norbert Nobbe ist das Hauptproblem „der Müll, der da nicht hingehört“. Norbert gr. Schlarmann (CDU) schlug vor Wildkameras anzubringen. Die seien mit einem Infrarot-Blitz ausgerüstet und lieferten auch nachts stechend scharfe Bilder. Bernhard Schonhöft (UWG) mahnte allerdings an, hier zu prüfen, inwieweit das rechtlich zulässig sei und erntete Kopfnicken. Die Fotofallen der Jäger sind schon in der freien Natur nicht unumstritten. Wie „Der Spiegel“ jüngst berichtete, droht Jägern in Rheinland-Pfalz, die ihre Kamera trotz Aufforderung nicht entfernen, ein Bußgeld von 5000 Euro.

Anders als die Stadt Dinklage, die auf eine Videoüberwachung ihrer Sammelstellen verzichtet, hat die Gemeinde Holdorf an drei ihrer sieben Wertstoffsammelplätze Kameras installiert.

Laut dem niedersächsischen Datenschutz gilt, dass bei der kommunalen Abfallentsorgung nur eine Beobachtung zulässig ist, eine Aufzeichnung also nicht möglich ist. Wird die Videoüberwachung präventiv eingesetzt, müssen die Aufzeichnungen am nächsten Tag gelöscht werden.

Möglicherweise müssten die Sammelstellen auch häufiger angefahren werden, war ein weitere Anregung aus der Sitzung. Schließlich stammt der Vertrag, den die Gemeinde mit dem Abfallentsorger über die Wertstoffsammelstellen geschlossen hat, aus dem Jahr 2005. Ein weiterer Vorschlag war, die Bereiche der Container nachts hell auszuleuchten.

Außerdem erhielt die Verwaltung den Auftrag, mit der Stadt Damme Kontakt aufzunehmen, um zu deren Erfahrung hinsichtlich des Abbaus der Container abzuklopfen.



Ausweichen auf Recycling-Steine

Geschrieben von OV am 2014-05-23
Rasengittersteine aus Beton an Wenstruper Straße / Test am Lorser Weg

Die Rasengittersteine an der Wenstruper Straße in Holdorf haben sich bewährt. Im Sommer 2012 wurden sie Verlegt, um die Straßenränder zu schonen und gleichzeitig Ausweichmöglichkeiten für Fahrzeuge zu schaffen.

Jetzt sollen weitere 450Meter der Wenstruper Straße beidseitig solche Rasengittersteine aus Beton bekommen. Dafür sprach sich der Wirtschafts- und Sicherheitsausschuss der Gemeinde Holdorf in seiner jüngsten Sitzung aus. Nachdem das erste Teilstück gesetzt sei, habe sich die Situation entspannt. Man sehe auch keine größeren Schäden, fasste Bauamtsleiterin Sabine Fisser ihren Eindruck zusammen. „Ich glaube, dass es sich lohnt“, sagte auch Vorsitzender Mario Stickfort (CDU) mit Blick auf eine Verlängerung der Rasengittersteine an der Wenstruper Straße. Dass es sinnvoller sei, diese beidseitig auf je einer Länge von 450 Metern zu verlegen, als einseitig über eine Strecke von 900 Metern, auch darüber waren sich alle einig.

Die Rasengittersteine aus Beton haben sich also in der Gemeinde Holdorf etabliert. Dennoch wird weiter experimentiert. Denn es gibt nicht nur diese Steine aus Beton, sondern auch aus Recyclingmaterial. Dabei handele es sich um Kunststoff, wie Fisser erklärte. Die Recyclingsteine seien 2,20 Euro günstiger pro Stein als die Herkömmlichen. Qualitativ sollen sie nicht weniger gut sein, so Fisser. Das wollen die Holdorfer jetzt am Lorser Weg über eine Streck von 300Metern testen.





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