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News Archiv

Gemeinsam auf Platt lesen und singen

Geschrieben von OV am 2014-04-29
Bibliothek Holdorf lädt Kinder ein / Leiterin: „Ich hoffe, dass die Sprache erhalten bleibt“

Das Märchen vom dicken, fetten Pannekauken: Während Maria Klausing (links) und Wilma Hülsmann lesen, spielen die Kinder die Geschichte mit Tiermasken nach. (Foto: Tajdel)

„Ick schnack platt – du uk?“, fragt Christa Echtermann in die Runde. Da lachen die Kinder. Die meisten von ihnen sprechen nämlich kein Plattdeutsch und finden die Sprache zunächst einmal lustig. Die katholische Bücherei Holdorf hatte daher zum plattdeutschen Nachmittag eingeladen. 15 Kinder sind gekommen, um gemeinsam auf Platt zu lesen und singen. Die ehemaligen Lehrerinnen Wilma Hülsmann und Maria Klausing lesen Geschichten, Reinhild Höge singt mit ihnen Lieder.

Doch zunächst stellen sich alle vor – natürlich auf Plattdeutsch. „Das klappt doch schon ganz gut“, sagt Christa Echtermann. Sie ist die ehrenamtliche Leiterin der Bücherei und hat gemeinsam mit den anderen Frauen das Programm auf die Füße gestellt. Weil die Kinder an dem Nachmittag gut mitmachen, wird das Märchen vom dicken, fetten Pannekauken nicht nur gelesen, sondern mit Tiermasken nachgespielt. Da tauen die Kinder auf. Einige trauen sich sogar plattdeutsche Sätze zu sprechen.

Der plattdeutsche Nachmittag der Bücherei hat im Rahmen des Plattdeutschen Jahres in Holdorf und des Welttages des Buches stattgefunden. Etwas mehr interessierte Kinder hätte sie sich schon gewünscht, gibt Christa Echtermann zu. „Ich hoffe, dass die Sprache in unserer Gegend erhalten bleibt“, sagt sie.



Von der Schilfhütte zum sanierten Clubhaus

Geschrieben von OV am 2014-04-28
Tennisverein Holdorf lädt nach Umbau zum Tag der offenen Tür ein / 540 Stunden ehrenamtliche Arbeit investiert

Ganz in weiß: Die Mitglieder des Holdorfer Tennisvereins sind stolz auf ihr saniertes Clubheim. Sie haben selbst viel ehrenamtliche Arbeit in die Renovierung gesteckt. (Foto: Nuxoll)

Die Sonne schien zwar nicht, dafür strahlte die neue Fassade des Clubheims umso heller: Zum Tag der offenen Tür waren zahlreiche Mitglieder und Freunde des Tennisvereins gekommen.

Die kleine Terrasse vor dem Clubhaus des Tennisvereins Holdorf war gut besucht, drinnen ließen sich Mitglieder und Freunde des Vereins Kaffee und Kuchen schmecken. Auch beim Torwandschießen, auf der Hüpfburg und am Getränkepavillon tummelten sich Groß und Klein. Sie alle waren am Samstag gekommen, um das Ende der Renovierungsarbeiten am Clubhaus mit einem Tag der offenen Tür zu feiern.

„Das ist ein Ergebnis, auf das wir zurecht stolz sein können“, sagte Dirk Völkerding, Vorsitzender des Vereins, in einer kurzen Ansprache. Er lobte die vielen Helfer und hob besonders Sportwart Carsten Völkerding hervor, der die Organisation „federführend übernommen“ hatte.

Für den Umbau hatte der Verein fast ausschließlich mit Holdorfer Handwerksbetrieben zusammen gearbeitet. Doch die Mitglieder engagierten sich auch selbst: Insgesamt steckten sie 540 Stunden ehrenamtliche Arbeit in die Erneuerung des Clubheims. Der Aufwand hat sich gelohnt: Die Fassade strahlt in neuem Glanz und das Dach ist neu gedeckt. Drinnen wurden die Ablüftung, die Isolierung sowie die Decke erneuert. Außerdem wurden die Wände gestrichen und neue Fliesen verlegt.

„Ohne die Zuschüsse vom Kreissportbund und der Gemeinde Holdorf hätten wir das niemals finanzieren können“, sagte Völkerding in seiner Rede. Er betonte jedoch auch: „Wir sind ein sehr kleiner Verein und zeichnen uns dadurch aus, dass alle zusammenstehen.“ Deshalb habe auch die freiwillige Mitarbeit so gut funktioniert.

„Man braucht alte Fotos, um zu erkennen, mit welch primitiven Mitteln wir angefangen haben“, sagte Helmut Ansmann. Der 68-Jährige gehört zu den Gründungsmitgliedern des Tennisvereins. Mit einem Schmunzeln fügte er an: „Damals hatten wir hier nur eine Schilfhütte und keine Duschen. Wer richtig geschwitzt hat, konnte sich mit einem Wasserschlauch abkühlen.“ Daher hält er das renovierte Clubheim für sehr sehenswert und ist besonders stolz auf die Entwicklung.

Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug gab in seinem Grußwort zu: „Mich hat vor allem die Neugierde hergetrieben.“ Durch die Bezuschussung habe die Gemeinde Holdorf ihren Teil dazu beitragen können, motivierten Mitgliedern weiterhin eine gute Sportgelegenheit zu bieten.

Mit der Einsegnung des Holdorfer Clubheims durch Pfarrer Christian Wölke waren die Renovierungsarbeiten am späten Samstagnachmittag offiziell beendet die Feier hingegen noch lange nicht.



Kein Extra-Zuschuss für Rom-Fahrer

Geschrieben von OV am 2014-04-25
Holdorfer Jugendausschuss verweist Antrag der Jugendfeuerwehr Holdorf an Ortsjugendring

Mit dem in der Gemeinde üblichen Zuschuss können die Romreisenden der Jugendfeuerwehr rechnen. Mit mehr allerdings nicht.

Die Jugendfeuerwehr Holdorf fährt vom 22. August bis 30. August nach Rom und hat auf einen Zuschuss der Gemeinde gehofft. Der Antrag stand in der Sitzung des Jugendausschusses am Mittwochabend zur Debatte. Allerdings nur kurz. Einstimmig verwies das Gremium den Antrag an den Ortsjugendring. Zuvor hatte Mario Stickfort (CDU) erläutert, dass die Jugendfeuerwehr Mitglied im Ortsjugendring sei. Für Fahrten und Lager im Ausland sind hier bei einer Mindestteilnehmerzahl von zehn Personen, einer Dauer von fünf Tagen und einer Höchstdauer bis zu 21 Tagen 2,50 Euro pro Tag und Teilnehmer als Zuschuss vorgesehen. Demnach würden 22,50 Euro pro Teilnehmer bezuschusst.

Stickfort stellte klar, dass der Jugendausschuss sich noch nie mit solchen Anfragen befasst habe. Ludger Westerhoff (CDU) warf ein, dass 22,50 Euro pro Kind doch etwas wenig seien, wenn man bedenke, dass nur acht oder zehn Kinder aus Holdorf an der Rom-Fahrt teilnehmen. Die Gemeinde Bakum, das hatte die Jugendfeuerwehr in ihrem Antrag beigefügt, unterstützt jeden Teilnehmer ihrer Gemeinde mit einem Zuschuss von 150 Euro. Mario Trumme (CDU) gab zu bedenken: „Wenn wir jetzt das Fass aufmachen, wie wollen wir das dann bremsen? Die Messdiener fahren zum Beispiel mit 60 bis 70 Leuten los.“ Jan-Dierk Brand (CDU) fragte: „Warum sollen wir die Jugendfeuerwehr anders bedenken als die anderen Vereine?“ Sie alle würden gute Arbeit leisten, sie alle würden von der Gemeinde wertgeschätzt.

Einem Zuschuss von 500 Euro für den Litauenkreis Holdorf/ Handorf-Langenberg stimmten die Ausschussmitglieder einstimmig zu. Es ist nicht das erste Mal, dass der Transport von Hilfsgütern in den litauischen Ort Pasvitinys von Seiten der Gemeinde finanziell unterstützt wird.

Martin Lampe (UWG) stellte die Frage, ob die Unterstützung dort noch sinnvoll sei, oder ob es andere Empfänger gebe, wo sie angebrachter sei. Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug zitierte die Sprecherin des Arbeitskreises Angela von Grafen, in Pasvitinys sei ein Teil der Bevölkerung von den Segnungen der EU abgekoppelt. Inge Oldberding (SPD) schlug vor, von Grafen nach der nächsten Fahrt in den Ausschuss einzuladen, damit sie aus erster Hand berichte.



Dank an den Holdorfer Feuerwehrnachwuchs

Geschrieben von OV am 2014-04-24
Mitglieder wählen neuen Vorstand

Gruppenfoto mit Gästen und Aktiven der Jugendfeuerwehr: Jens Lindemann, Alexandra Runnebohm, Alexander Meyer, Ludger Westerhoff, Paul Lindemann, Hendrik Bocklage, Norbert Nobbe, Felix Meyer, Christof Kruse, Florens Herkenhoff, Felix Straub, Hans-Jürgen Prüne, Elisa gr. Schlarmann, Nico Schlotmann, Leon Mela, Klaus Meyer, Leon Gottkehaskamp (von links). (Foto: Jugendfeuerwehr / Lindemann)

Florens Herkenhoff bleibt Jugendsprecher der Jugendfeuerwehr Holdorf. Auf der Generalversammlung wurde er ebenso einstimmig wiedergewählt wie sein Stellvertreter Felix Meyer. Neue Schriftführerin ist Elisa gr. Schlarmann, Felix Straub bekleidet derweil im kommenden Jahr das Amt des Kassenwartes. Die neuen Wimpelträger sind Leon Mela und Leon Gottkehaskamp.

Jugendsprecher Herkenhoff hob in seinem Bericht einige besondere Aktionen vor. So veranstaltete die Jugendfeuerwehr einen Orientierungsmarsch durch Holdorf, eine Karnevalsparty mit vielen lustigen Kostümen sowie einen Nachmittag in der Schlittschuhhalle in Osnabrück. Des Weiteren nahmen die Mitglieder an der Winterveranstaltung in Lohne und dem Pfingstzeltlager in Brockdorf teil, bei dem man den 7. Platz belegte. Herkenhoff bedankte sich bei den Jugendfeuerwehrwarten und Betreuern für die gute Ausbildung.

Sowohl Gemeindebrandmeister Nobert Nobbe als auch sein Stellvertreter Klaus Meyer bescheinigten den Jugendlichen in ihren Grußworten eine tolle Arbeit. Sie dankten für das große Engagement, was die Jugendlichen an den Tag legen. Sie seien ein vorbildliches Aushängeschild der Gemeinde Holdorf. Ortsbrandmeister Alexander Meyer übergab der Jugendfeuerwehr als Dank für die geleistete Arbeit eine Spielesammlung. Auch er bescheinigte den Jugendlichen eine tolle Ausbildung. Kreisjugendfeuerwehrwartin Alexandra Runnebohm bedankte sich bei der Jugendfeuerwehr für die Ausrichtung des Bundeswettbewerbs Ende April. Sie erinnerte an das Pfingstzeltlager auf dem Jugendhof in Vechta sowie an die Rom-Fahrt. Für diese Fahrt versprach Paul Lindemann als Vorsitzender des Fördervereins finanzielle Unterstützung.





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