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News Archiv

Ziel: Schnelleres Internet im Landkreis Vechta

Geschrieben von Landkreis Vechta am 2014-03-19
Online-Befragung zum Breitbandausbau


Der Fragebogen ist in 5 bis 10 Minuten ausgefüllt und auf der Seite des Landkreises unter folgendem Link zu finden:

www.landkreis-vechta.de/wirtschaft-und-arbeit/wirtschaftsfoerderung/breitbandausbau.html



Behördenfußball bleibt in Holdorf zu Hause

Geschrieben von OV am 2014-03-18
Siebter Triumph bei der 26.Meisterschaft für „SgH“ / Schwarze Finalserie des Landkreises / Zu schnell für den Zeitplan

Vereint nach dem Finale: Holdorf (goldenes Trikot) und der Landkreis. Hinten von links: Bürgermeister Wolfgang Krug, Ralf Bolles, Holger Karthmann, Sebastian Wolke, Werner Hausfeld, Udo Schlarmann, Christoph Kümmel, Martin Fischer, Landrat Albert Focke und Lukas Bünnemeyer; vorne von links: Stephan Diekmann, Max gr. Schlarmann, Christoph Grieshop, Stephan Möhring, Rainer gr. Schlarmann, Wolfgang Kümmel, Dirk Wingbermühle, Sebastian Plump und Michael Meyer. (Foto: Vollmer)


Auf der Tagesordnung steht Fußball, aber es geht vor allem um die Fachsimpelei über Gott und die Welt: Da ziehen die Angestellten aller elf Kommunen mit.

„Football is coming home“ – diesen Song schmettern viele Fans durch die Stadien. Der Behördenfußball kam auch zurück nach Hause, zurück in die Hochburg des Behördenfußballs im Kreis Vechta, zurück nach Holdorf. Und er bleibt dort: Der Rekordsieger der Behördenmeisterschaft feierte beim Heimspiel in der Halle Langenberg seinen mittlerweile siebten Titelgewinn. Im Finale dieses Turniers für „Sportler gegen Hunger“ schlugen die Gastgeber den Landkreis Vechta mit 3:2 im Neunmeterschießen. Einer hatte diesen Ausgang geahnt: Mal sehen, wer Zweiter hinter Holdorf werde, merkte Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug in seiner Begrüßung an.

Dass alle elf Kommunen des Kreises Vechta mit ihren Angestelltenteams vertreten waren, spricht für die Attraktivität diese Turniers. Es geht dabei nicht nur um Fußball, sondern auch um das Miteinander der Kollegen aus der eigenen und den benachbarten Behörden. Fachsimpeleien über Gott und die Welt. Die Nordkreisler aus Visbek, Goldenstedt und dem Landkreis reisten wieder gemeinsam mit dem Bus an, die Bakumer nahmen die Jungs der KDO(Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg) mit und ließen unterwegs die Dinklager zusteigen – aber erst nach einem prickelnden Frühstückstrunk. Die kurzen Dienstwege galten auch für die Bürgermeister, die bis auf den selbst kickenden Tobias Averbeck (Bakum) vor allem zur moralischen Unterstützung ihrer Teams aufliefen. Etwa Manuela Honkomp (Steinfeld), Gerd Muhle (Damme), Tobias Gerdesmeyer (Lohne) oder Heinrich Moormann (Dinklage). Der Landkreis bot für seine drei Teams gleich die Doppelspitze Landrat Albert Focke/Erster Kreisrat Herbert Winkel auf.

Als ein Zentrum der guten Laune entpuppte sich erneut die Bakumer Kabine, wo jeder Quadratzentimeter an Stehfläche besetzt war. Und auch im Clubraum der Halle ging es bis eine Stunde vor Mitternacht gut zur Sache. „Alle waren sehr gut zufrieden, es klappte auch alles“, meinte Ralf Bolles, der mit Sebastian Wolke das Turnier managte. Es lief sogar zu gut, denn die Holdorfer lagen am Ende rund 20 Minuten vor dem Zeitplan. „Ich hatte nach der Vorrunde und dem Viertelfinale einen zeitlichen Puffer eingebaut, aber den brauchten wir nicht. Wir waren ratzfatz durch“, berichtete Bolles. Sage noch einer, die Mühlen der Behörden mahlen langsam. „Ein schönes, rundes Turnier“, resümierte schließlich Bürgermeister Wolfgang Krug, der vor allem eine Crew lobte: „Ich darf mich in dem Glanz meiner Mitarbeiter sonnen.“

Sportlich hatten die Holdorfer ihren siebten Streich nach dem Tor von Werner Hausfeld eigentlich eingetütet, doch 20 Sekunden vor dem Abpfiff des Finales glich Holger Karthmann aus. Im Neunmeterschießen hielt Christof Kümmel einen Versuch – und Werner Hausfeld machte dann alles klar. Zum Leidwesen der starken Landkreis-Truppe, die nach ihrem Sieg 2008 vier weitere Mal im Finale stand – und jetzt zum vierten Mal verlor.

Den Pokal für Platz drei holte Dammes Ratsherr Jürgen Kurzer ab; in seinen Team mischte sogar noch RWD-Legende „Seppl“ Ripke kurz mit. Aber auch Kreisschiedsrichterobmann Mike Otte, der darüber hinaus noch zusammen mit VEC-Fußballboss Martin Fischer die Spiele pfiff.

Die Trophäe für Platz vier nahm übrigens Stefan Schierholt von der Stadt Vechta in Empfang. Und dort findet der Behördenfußball im Jahr 2015 ein Zuhause – zumindest für die paar Stunden während des Turniers.


Gruppe A
1. Landkreis Vechta I
2. Goldenstedt
3. Lohne
4. Visbek


Gruppe B
1. Damme
2. Stadt Vechta
3. Bakum
4. Landkreis Damen


Gruppe C
1. Holdorf
2. LK Vechta II
3. Neuenkirchen-V.
4. Steinfeld
5. Dinklage/KDO


Viertelfinale
LK Vechta - Neuenk.-V. 4:1
Damme - Goldenstedt n.N. 2:0
Holdorf - Bakum 2:1
Stadt Vechta - LK Vechta II 1:0


Halbfinale
LK Vechta - Damme n.N. 2:1
Holdorf - Stadt Vechta 1:0


Neunmeterschießen um Platz 3
Damme - Stadt Vechta 2:1


Endspiel
Holdorf - Landkreis 1:1, n.N. 3:2




107-Jährige darf auf schnelles Asyl hoffen

Geschrieben von OV am 2014-03-18
Herzlicher Empfang für Sabria Khalaf in Holdorf / Bürgermeister Krug: „Mögen die Zeiten ruhiger werden“

Ein kleiner Teil einer großen Familie: Sabria Khalaf (Bildmitte) mit ihren Söhnen Sharuan Ali (unten, 2. von links) und Kanal Ali (rechts) sowie weiteren Verwandten, die sie in Holdorf willkommen heißen. (Foto: Berg)


Bis vorgestern war sie der älteste Flüchtling der Welt, seit gestern ist sie der jüngste Einwohner Holdorfs. Eine sieben Monate dauernde und 3000 Kilometer lange Odyssee hat ein glückliches Ende gefunden.

Welch ein Freudenfest: Fünf Familiengenerationen in einem Zimmer. 70Menschen, jeder lacht. Die Älteren umarmen sich, die Jüngeren rennen spielend umher. Mittendrin sitzt eine 107-jährige Frau, die noch vor wenigen Monaten Angst um ihr Leben hatte und noch vor wenigen Stunden fürchtete, ihre letzten Tage einsam und fernab der Familie zu verbringen. Sie müsste gestresst und müde sein. Rein äußerlich wirkt sie jedoch hellwach. „Mit geht es gut“, sagt Sabria Khalaf in die Runde. „Aber Hauptsache, euch geht es gut“, fügt sie an und erntet noch strahlendere Gesichter.

Das Lachen verdrängt das lange währende Leid: Sabria Khalaf und ihre zahlreichen Nachkommen sind Kurden und stammen aus dem kleinen syrischen Dorf Otelja, das nahe der türkischen Grenze liegt. Zudem gehören sie der kleinen Religionsgruppe der Jesiden an. Damit sind sie im Bürgerkrieg weder bei den Regierungstruppen von Baschar al- Assad noch bei großen Teilen der Aufständischen wohlgelitten. Viele Familienangehörige haben die Heimat bereits verlassen. Sabria Khalaf und ihr ältester Sohn Kanal Ali blieben, bis Islamisten ihr Dorf terrorisierten. Mit Hilfe von Freunden, die ihnen Geld liehen, und dubiosen Schmugglern gelangten Mutter und Sohn zunächst in die Türkei. „Mit einem Fischerboot wollten wir weiter nach Italien, gerieten aber in Seenot und wurden von der griechischen Küstenwache gerettet“, erzählte Kanal Ali gestern. Völlig mittellos hätten sie fortan in einer Flüchtlingsunterkunft in Athen gelebt.

Dynamik in die festgefahrene Situation kam erst, als der in Holdorf lebende Sohn Sharuan Ali Ende Februar Mutter und Bruder in Griechenland besuchte und bei den dortigen Behörden einen Antrag auf Familienzusammenführung stellte. Kurz darauf schaltete sich die flüchtlingspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Annette Groth, ein. Sie bat Bundespräsident Joachim Gauck um Hilfe. Sowohl dessen Bundespräsidialamt als auch das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bewiesen fortan, dass Behörden auch schnell agieren können. Und das geht offenbar so weiter: „Ich denke, dass Frau Khalaf sehr schnell politisches Asyl bekommen wird“, sagte Groth gestern in Holdorf. Aktuell sei sie noch Asylbewerberin.

Bei derart viel Leid, Ungewissheit, Eile und Hektik begrüßte Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug die alte Dame mit einem bunten Blumenstrauß und dem Wunsch, dass „die Zeiten jetzt ruhiger werden mögen“. Sharuan Ali ist derweil einfach nur froh, seine Mutter endlich bei sich zu haben. „Eine Woche wird sie zunächst hier bleiben, vielleicht auch für immer“, sagte er. Möglich sei auch, dass sie nach Kassel gehe, denn dort lebt die Familie seines Bruders Kanal. Das letzte Wort habe seine Mutter, sagt Sharuan Ali, während sich die alte Dame mit ihrem Gehstock auf den Weg zum reich gedeckten Esstisch macht. Der Gehstock gehörte übrigens vorher ihrem Ehemann, der auch ein hohes Alter erreicht hatte. Er wurde 111.



Flucht mit Happy-End in Holdorf

Geschrieben von OV am 2014-03-18
107-Jährige ist nach siebenmonatigem Flüchtlingsdrama bei ihrer Familie angekommen

Stille Freude: Die 107-jährige Sabria Khalaf und ihre Ur-Ur-Enkeltochter Zunar. (Foto: Berg)


Etwa 70 Verwandte aus dem gesamten Bundesgebiet waren angereist, um Familienoberhaupt Sabria Khalaf willkommen zu heißen.

Sie hat die Hoffnung nie aufgegeben und ihr großes Ziel jetzt erreicht: Wegen des grausamen Bürgerkriegs in der syrischen Heimat musste die 107-jährige Sabria Khalaf flüchten.

Angetrieben von dem Wunsch, ihre Kinder und Enkel noch einmal wiederzusehen, überstand sie die sieben Monate dauernde Odyssee körperlich nahezu unbeschadet, landete gestern zunächst in Düsseldorf und wurde anschließend nach Holdorf gebracht. Dort lebt ein Großteil ihrer Familie.

Entsprechend groß fiel auch das Willkommensfest aus. Mehr als 70 Verwandte aus dem gesamten Bundesgebiet reisten an, um den einstmals ältesten Flüchtling der Welt zu begrüßen. „Mir geht es gut“, rief Khalaf ihnen zu. „Mein Herz ist voller Freude“, sagte ihr in Holdorf lebender Sohn Sharuan Ali.





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