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Schülerbeförderung bleibt wie sie ist

Geschrieben von OV am 2013-11-22
Fünft- und Sechstklässler mit einem Schulweg ab zwei Kilometern fahren in Holdorf im Winter gratis Bus

Welche Schüler im Winter auf Kosten der Gemeinde in den Bus dürfen, legt in Holdorf eine Richtlinie fest. Die ändert sich trotz UWG-Antrag nicht.

Wer bis jetzt zur Schule geradelt ist, drängt mit fallenden Temperaturen in den Bus. Immer wieder gern diskutiertes Thema im Holdorfer Schulausschuss ist die Schülerbeförderung und der Zuschuss, den die Gemeinde Holdorf für sie gewährt. So auch jetzt wieder in der Schulausschusssitzung. Grund war der Antrag, den UWG-Chef Heinrich Schonhöft stellte. Sein Vorschlag lautete, die Holdorfer Regelung an die der Gemeinde Steinfeld und der Stadt Damme „auf mindestens Gleichem Niveau“ anzupassen.

Damme und Steinfeld übernehmen in diesem Winter für alle Schüler der Klassen fünf bis zehn, die drei Kilometer und weiter von der Schule entfernt wohnen, die Kosten für die Busfahrkarten.

In Holdorf gilt die Regelung: Gewährt wird ein Zuschuss zur Schülerbeförderung im Winterhalbjahr für Kinder der Klassen fünf und sechs und für ein Geschwisterkind in den Klassen sieben und acht, deren Schulweg zwischen zwei und vier Kilometer lang ist. Schonhöft hob hervor, dass in Damme bei der Förderung die Grenzen nicht so eng gezogen seien wie in Holdorf. Außerdem monierte er, dass die Regelung mit den Geschwisterkindern, die sogenannte soziale Komponente, zu bürokratisch sei. Außerdem mache es sich gut, wenn der Südkreis geschlossen nach gleichen Regeln verfahre.

Das sah Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug anders. Auch wenn die Regelung von Steinfeld und Damme auf den ersten Blick identisch erscheint, gibt es einen Unterschied: in Steinfeld wird der Schulweg gemessen, in Damme werden die Entfernungen per Luftlinie ermittelt. „Wir bekommen mehr Kinder ins System, wir bekommen aber keine erhöhte Gerechtigkeit“, bewertete Krug Schonhöfts Vorschlag. Außerdem verwies er darauf, dass die Schülerbeförderung Aufgabe des Landkreises sei.

Während die Holdorfer Regelung von Oktober bis März greift, gilt die in Steinfeld und Damme von November bis März. Rund 1000 Euro würde die Gemeinde Holdorf jährlich in die Förderung der Schülerbeförderung investieren, warf Kämmerer Thomas gr. Schlarmann in die Diskussion ein. Vor der Abstimmung herrschte Verwirrung, denn Schonhöft hatte gleich zwei modifizierte Anträge gestellt. Die Vorteile der Holdorfer Regelung für die jüngeren Schüler wollte auch er gewahrt wissen. Dennoch wurden seine beiden Anträge abgelehnt.

Der eine hätte bedeutet, dass die zwei bis vier Kilometergrenze auf die Schüler bis Klasse zehn ausgedehnt würde. Der zweite Antrag lautete, dass die Holdorfer Regelung für die Klassen fünf und sechs bliebe, für die älteren Schüler aber wie in Steinfeld verfahren werden solle. Den meisten Anwesenden war das zu kompliziert und zu schwammig. Ergebnis: Alles bleibt beim Alten.



34 neue Parkplätze in Holdorfs Ortskern

Geschrieben von OV am 2013-11-22

34 Parkplätze entstehen derzeit in Holdorfs Ortszentrum. Auch vorher gab es dort Parkmöglichkeiten, allerdings nur 23. Von den neuen Abstellmöglichkeiten werden zwei Behindertenparkplätze sein. Mit dem Neubau der Parkflächen zwischen Großer Straße und der Lerchenstraße ist eine Abfahrt auf die Große Straße verbunden. Damit diese nicht als Abkürzung genutzt werden kann, wird sie Einbahnstraße werden. Die Umgestaltungsmaßnahme ist Teil der Dorferneuerung. Knapp 207 000 Euro nimmt die Gemeinde dafür in die Hand. Davon werden knapp 85500 aus Fördermitteln finanziert. Krug ist überzeugt, dass die neuen Parkplätze zur Stärkung des Ortskerns beitragen. (Foto: Köhne)



Schmuck für den Markt

Geschrieben von OV am 2013-11-21

Musik, Malwettbewerb, Tombola und Karussell – das hält der Holdorfer Weihnachtsmarkt bereit. Er findet am 30. November und 1. Dezember von 14 bis 20 Uhr auf dem Rathausplatz statt. Mit Sternen, die Grundschulkinder basteln und zum Start um 14 Uhr abgeben, wird geschmückt. Die Bastler erhalten einen süßen Lohn. Vorarbeit leisten (von links) Evelyn Eichhorst, Anna Beckermann und Emma Kamps. Bilder, die kleine Künstler fertigen, werden in den Schaufenstern ausgestellt. Sonntag um 17.30 Uhr findet die Ziehung der Verlosung des Wirtschaftsforums Holdorf statt. Der soziale Weihnachtsbaum fehlt nicht. Für Sterne mit Wünschen von Kindern aus Familien mit geringem Einkommen können Geschenke oder Geld gespendet werden. (Foto: Köhne)



Schulsozialarbeit in Holdorf vor dem Aus?

Geschrieben von OV am 2013-11-21
Gemeinde sieht sich bei Kostenübernahme nicht in der Pflicht / Land spielt mit langfristigem Ausbau auf Zeit

Die Finanzierung der Schulsozialarbeit an Holdorfs Oberschule aus Bundesmitteln läuft aus. Neue Gelder sind nicht in Sicht.

Sie hat einen guten Draht zu den Schülern. Sie ist im Gespräch mit den Eltern. Und auch vom Kollegium wird sie um Rat gefragt. Es geht um die Sozialarbeiterin an der Oberschule Holdorf Ute Rybka-Beckermann. „Sie ist nicht mehr aus der Schule wegzudenken“, sagt der Leiter der Schule, Raimund Haskamp. Erst kürzlich ist ihm klargeworden, dass die Stelle der Sozialarbeiterin nur noch bis zum Jahresende finanziert ist. Denn bisher wurde sie aus Bundesmitteln zum Bildungspaket bezahlt. Das wird aber künftig nicht mehr möglich sein. Denn die Bundesregierung hat eine Weiterfinanzierung von Schulsozialarbeitern abgelehnt.

SPD-Ratsfrau Inge-Olberding, die auch Vorsitzende des Vereins Zukunft für Jugend Holdorf ist, hatte eine Anfrage an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gestellt. Die Antwort, die sie erhalten hat, teilte sie im jüngsten Schulausschuss mit: „Länder und Kommunen sind für diese Aufgabe zuständig und nicht der Bund.“ Wie Heiner Themann, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters auf OV-Anfrage mitteilt, liege nach Ansicht der Gemeindeverwaltung die Zuständigkeit nicht bei der Gemeinde, sondern beim Land. Dass die Schulsozialarbeit an der Oberschule ausläuft, bedauere auch die Gemeinde.

Das Land Niedersachsen scheint die Dringlichkeit nicht zu sehen, wenn es um die künftige Weiterbeschäftigung von Schulsozialarbeitern wie Ute Rybka-Beckermann geht. „Es ist und bleibt Ziel der Landesregierung, die schulische Sozialarbeit auf eine solide Basis zu stellen und auszubauen. Das braucht aber Zeit und viele Gespräche, weil komplizierte Zuständigkeiten geklärt werden müssen“, teilt Susanne Schrammar, Pressesprecherin des niedersächsischen Kultusministeriums mit. Nach einer kurzfristigen Übernahme der Kosten klingt das nicht.

Kein Trost dürfte für den Holdorfer Schulleiter und die Schulsozialarbeiterin sein, dass nicht nur in Holdorf die Fördergelder zum 1. Januar 2014 versiegen. Wie der Sprecher des Landkreises Stefan Weidelich mitteilt, werden außer in Bakum und in Damme in allen Städten und Kommunen des Landkreises die Schulsozialarbeiter aus dem Topf des Bildungspaketes finanziert oder mitfinanziert. Zwei Jahre arbeitet Ute Rybka- Beckermann jetzt als Schulsozialarbeiterin an Holdorfs Oberschule. Sie kennt die Kinder, die Eltern, die Lehrer. Sie vermittelt bei Konflikten, versucht, Probleme zu lösen, hilft bei Hausaufgaben und bereitet Kinder auf Klassenarbeiten vor. Denn Letzteres können vor allem Alleinerziehende immer seltener leisten, weiß Haskamp.

Im Neubau für die Oberschule in Holdorf ist ein Zimmer für die Schulsozialarbeit vorgesehen. „Es geht kein Weg an der Schulsozialarbeit vorbei“, ist Haskamp überzeugt. Jetzt sucht er den Kontakt zu Landesschulbehörde und Nachbarschulen.





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