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News-Archiv (bis Februar 2017)

Mittel für Schwimmbad

Geschrieben von OV am 2013-10-12
35 000Euro sind für Umbau vorgesehen

Die Schwimmhalle in Holdorf soll umgebaut werden. Ziel ist es, sie durch entsprechende Kabinen, Duschen und Toiletten behindertengerecht zu machen (OV berichtete mehrfach).

Die geschätzten Kosten für den Umbau liegen bei rund 37 200 Euro. Im Rahmen der Haushaltsplanberatungen für das Jahr 2014 stellt die Gemeinde jetzt laut Ratsbeschluss allerdings Mittel in Höhe von 35 000 Euro zur Verfügung. Hinzu kommen zehn Prozent Honorar und 20 Prozent für Unwägbarkeiten. Letzterer Posten wurde mitberücksichtigt, da es sich um einen Bau im Bestand handelt und daher Unvorhergesehenes nicht auszuschließen ist.

CDU-Fraktionsvorsitzender Norbert von Handorff hatte dies so angeregt. Außerdem lautete sein Vorschlag, dass über eine Aufhebung der Ausschreibung beraten werden sollte, würden die Ausschreibungsergebnisse über 35 000 Euro liegen.



Schafe werden immer wieder Diebesbeute

Geschrieben von OV am 2013-10-11
Polizei konnte noch keine Täter ermitteln / Für Züchter ein materieller und ideeller Verlust

Zwei Schafe sind weg. Unbekannte haben sie von der Weide am Naturlehrpfad in Holdorf entwendet (OV berichtete). Diese Tat, die sich in der Zeit vom 5. Oktober bis 8. Oktober ereignet hat, ist nicht der einzige Diebstahl von Schafen im Landkreis Vechta in diesem Jahr.

Wie Polizeisprecher Klaus Kösterke weiß, gab es einen ähnlichen Fall am 16. April auch in Visbek. Außerdem wurden am 21. September in Dinklage Schafe gestohlen. Im Landkreis Cloppenburg gab es am 9. August ebenfalls einen Schafdiebstahl.

Ob es sich immer um die gleichen Täter handelt und ob die Tiere gestohlen werden, weil die Täter es auf ihr Fleisch abgesehen haben, darauf kann Kösterke keine Antwort geben. „Es konnte in allen Fällen bisher kein Täter ermittelt werden“, sagt er. Deshalb seien Aussagen zu möglichen Motiven und Täterkreisen nicht möglich, da reine Spekulation.

Allerdings hält sich aus Kösterkes Sicht die Anzahl der Diebstähle noch in Grenzen. Ganz anders sehen das Züchter wie der Dinklager Stefan Blömer. Ihm wurden schon mehrfach Schafe gestohlen – im vergangenen Jahr auch in Steinfeld. Für den Hobbyzüchter bedeutet jedes verlorene Schaf einen materiellen, aber auch einen ideellen Verlust. Er steckt viel Zeit in ihre Pflege. Außerdem leisten die Tiere einen wertvollen Beitrag zur Landschaftspflege.

Wer Hinweise zu den Schafdiebstählen geben kann, wendet sich an die örtliche Polizei.



Alternativ-Anschluss an moderne Welt

Geschrieben von OV am 2013-10-10
Bakumer Unternehmen könnte Holdorfer Baugebiet zeitnah mit Glasfaser-Breitbandnetz versorgen

Unerreichbar auf Kommunikationswegen: Holdorfs Neubaugebiet Lagerweg II. Links handelt es sich nicht um Erdarbeiten für die Verlegung von Telefonkabeln, sondern um die Grabungsarbeiten der Archäologen, bevor auch hier gebaut werden darf. (Foto: Hartjens)


Die Firma Komnexx könnte den Holdorfer Bauherrn im Lagerweg II endlich einen Festnetzanschluss bringen. Die Voraussetzungen dafür sind bereits geschaffen.

Sauer sind die Anwohner des Holdorfer Neubaugebiets Lagerweg II. Hinsichtlich der Telekommunikation fühlen sie sich dort gestrandet: Teils warten die Bauherren schon über ein halbes Jahr, dass sie von der Telekom ans Telefonfestnetz angeschlossen werden, gleiches gilt fürs Internet (OV berichtete). Jetzt meldet sich die Komnexx Gmbh mit Sitz in Bakum zu Wort. Sie stellte den Betroffenen eine Alternative in Aussicht.

Denn das Unternehmen hat im Holdorfer Industriegebiet Ost eine neue Betriebstätte eröffnet und dabei gleichzeitig erste Teile dieses Gebiets mit einem Glasfaser-Breitbandnetz ausgebaut. „Die ersten Kunden werden im Oktober aufgeschaltet. Aufgrund der realisierten Trassenführung sind auch die Voraussetzungen geschaffen worden, das aktuelle Neubaugebiet Lagerweg II und das künftige Neubaugebiet Lagerweg III zeitnah mit Telekommunikationsdienstleistungen (Telefonie, Internet, TV) zu versorgen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Bei entsprechendem Interesse der Anwohner des Neubaugebiets könne ein Start des Ausbaus dort im Oktober beginnen. Das heißt, das Baugebiet Lagerweg II könnte damit noch vor November ans Netz gehen.

Die Telekom hatte zuletzt in Aussicht gestellt: „Bis Ende November 2013 werden wir die Arbeiten in Ausrichtung auf die neue Netzarchitektur abgeschlossen haben und somit die Kunden wie in gewohnter Weise zufriedenstellen.“

Komnexx-Geschäftsführer Peter Fischer versteht sich nicht als Herausforderer der Telekom: „Wir bieten lediglich unsere Leistung an.“ Diese ist ein Glasfaser- Breitbandnetz. Im Gegensatz zu Kupferkabeln machen sich hier Widerstände nicht bemerkbar, die Leitungsleistung ist auch am Ende eines Glasfaserkabels nicht eingeschränkt. Von einigen betroffenen Bürgern, so Fischer, sei er bereits angesprochen worden. Es habe eine Art kleine Bürgerversammlung gegeben. Von Seiten der Gemeinde sei er nicht kontaktiert worden.

Allerdings haben bereits einige Gespräche im Rathaus mit den Anliegern stattgefunden, wie Bauamtsleiterin Sabine Fisser erklärt. Auch mit der Telekom habe man Gespräche geführt. Ob die Gemeinde sich an Komnexx wenden wird, konnte sie gestern noch nicht sagen. Rechtlich gesehen hat der Endnutzer einen Anspruch auf Anschluss an ein öffentliches Telekommunikationsnetz und auf einen Zugang zu öffentlich zugänglichen Telefondiensten. Die Telekom Deutschland GmbH erbringt zur Zeit die Grundversorgungsleistung in der Bundesrepublik. In Holdorf für die Betroffenen zu schleppend.



Protestlauf auf Inlineskates zum Heidesee

Geschrieben von OV am 2013-10-09
19-Jähriger macht auf 400-Kilometer-Strecke auf Wasserproblematik aufmerksam

400 Kilometer auf Rollen: Jan Prüssing-Peters will auf die umkämpfte Ressource Wasser aufmerksam machen. (Foto: privat)


Jan Prüssing-Peters rollte dem Heidesee entgegen. Der 19-jährige Schüler ist am Montag in seine Inlineskates geschlüpft und hat sich auf den Weg gemacht von Großenbrode in Holstein nach Holdorf. Der junge Mann trägt das T-Shirt der Holdorfer Interessengemeinschaft für umweltverträgliche Wasserförderug (IGUVW). Er hat sich das Motto „Von der Ostsee an den Heidesee“ auf die Fahnen geschrieben. Er will das allgemeine Interesse auf den Kampf um das Wasser lenken und er will den steigenden Verbrauch der kostbaren Ressource thematisieren. Aus aktuellem Anlass. Der Oldenburgische- Ostfriesische Wasserverband (OOWV) möchte künftig in Fladderlohausen mehr Wasser fördern. Der Landkreis will bis Ende des Jahres über diesen Antrag beschließen.

Die Holdorfer fürchten die Versteppung ihrer Heimat. Mit Fladderlohausen und den Heidesee verbindet den jungen Holsteiner viel und seine Mutter Silke noch mehr. Sie ist die Schwester von Imke Greve (IGUVW) und auf dem Hof in Fladderlohausen aufgewachsen. In der vergangenen Woche nahm Silke Prüssing-Peters an dem Erörterungstermin teil, bei dem es um den OOWV-Antrag ging. Sie kann sich an nasse Wiesen im Sommer in Fladderlohausen erinnern, an Stellen, die mit dem Trecker überhaupt nicht zu befahren waren. Nach dem Erörterungstermin sei sie geschockt gewesen. Da muss man was machen, habe ihr Sohn gesagt.

Die 400 Kilometer legt er allein zurück. Pro Kilometer gibt es 2,10 Euro für die Kasse der IGUVW. Geld, damit sie ihren Hydrologen und Rechtsanwalt bezahlen kann. Am Samstag wird der Inlineskater am Heidesee gegen 17 Uhr erwartet. Zwei Zwischenstopps legt er auf seiner Fahrt ein: bei der Interessengemeinschaft Grundwasserschutz Nordheide, die mit einer ähnlichen Problematik wie die IGUVW konfrontiert ist. In Ahlhorn wird sich der Schüler über den Bau eines Schlachthofes und die damit befürchtete Wassermehrentnahme informieren.

Dass er die Strecke meistert, da hat seine Mutter keine Sorge: „Bei gutem Wetter fährt er mit Inlinern zur Schule – 30 Kilometer hin und auch wieder zurück.“





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