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News-Archiv (bis Februar 2017)

Vielfältiges Lehrstellenangebot in Holdorf

Geschrieben von H. Vollmer am 2013-09-27
Unter dem Motto „Azubis für Azubis“ informieren Lehrlinge über Ausbildungsplätze und –bedingungen

Rundgang durch die Ausstellung: Die Oberschüler lernten Holdorfer Unternehmen, Ausbildungsberufe und Azubis kennen. (Foto: Vollmer)


21 Unternehmen präsentierten sich auf der Ausbildungsausstellung an der Holdorfer Oberschule. Unterstützt wurden sie dabei von der Bürgerstiftung und der Initiative Ausbildungsoffensive.

Welcher Beruf passt zu mir? Dieser Frage gingen gestern Vormittag die Schüler der achten bis zehnten Klassen der Oberschule Holdorf nach. In ihrer Pausenhalle hatten sich insgesamt 21 Unternehmen nach dem Motto „Azubis für Azubis“ vorgestellt, die ausbilden. Unterstützung erhielten sie dabei von der Bürgerstiftung Holdorf und der Initiative Ausbildungsoffensive.

Um mögliche Hemmschwellen der jungen Menschen zu überwinden, hielten sich an den Informationsständen Auszubildende der Firmen auf und gaben bereitwillig Auskünfte über das Berufsfeld, die Ausbildungsmerkmale und die Karrieremöglichkeiten. „So bunt wie die Pausenhalle sich darstellt, so bunt und vielseitig ist auch das Lehrstellenangebot in Holdorf“, sagte Stefan Witte von der Bürgerstiftung. Er forderte die Jugendlichen auf, die Möglichkeit zu nutzen mit fast gleichaltrigen Mitarbeitern über die Ausbildung zu sprechen.

René Elsässer, Sprecher der Initiative Ausbildungsoffensive, ermunterte die Holdorfer Unternehmen, sich auch künftig vorzustellen. Nach der ersten Ausbildungsausstellung im Jahr 2010 habe sich die Zahl der Lehrstellenbewerber von damals zehn auf heute 60 erhöht. Die Schüler hatten sich im Vorfeld der Ausstellung mit dem Thema Berufsausbildung befasst und konnten sich dadurch gezielt nach Ausbildungsplätzen und -bedingungen erkundigen. Für den 14-jährigen Maurice Kock, der noch keinen speziellen Berufswunsch hat, kam die Ausstellung gerade zur rechten Zeit. „Ich finde es eine gute Gelegenheit, Näheres über einzelne Berufe in Erfahrung zu bringen“, sagte der Langenberger.

Emily Otte allerdings hat klare Berufsvorstellungen. Die 14-Jährige möchte Ergotherapeutin werden. Steffen Nuxoll lobt die Initiative. Der 18-jährige Maurer hat durch die erste Ausbildungsausstellung in der Schule zu seinem Beruf und Lehrstelle gefunden. „Damals haben die Lehrlinge mir den Beruf gut erklärt, das hat mir geholfen eine Entscheidung zu treffen“, sagt der ehemalige Holdorfer Schüler. Während der Ausstellung wolle er diesem guten Beispiel folgen.



Letztes Gebiet für Gewerbe wird gesichert

Geschrieben von OV am 2013-09-26
Rat Holdorf macht den Weg frei für künftige Industrieansiedlung zwischen Bundesstraße 214 und Hansalinie

Westlich der Autobahn will sich die Gemeinde Holdorf die Option für ein Gewerbegebiet offen halten. Ein entsprechender Beschluss wurde am Dienstag gefasst. Jetzt geht das Verfahren in die Öffentlichkeitsbeteiligung. Die Bedenken der Träger der Öffentlichen Belange und die der Bevölkerung sind dabei gefragt. 17 000 Euro stellt die Gemeinde für die Planungen im Haushalt 2014 bereit. (Foto: Köhne)


Nach Irritation und Diskussion nun eine Entscheidung: Die Planungen und Prüfungen für eine Änderung des Flächennutzungsplans können starten.

Im Vorfeld war sie umstritten. Auch die Holdorfer Ratsmitglieder diskutierten am Dienstagabend vor über 20 Zuhörern kontrovers über die 11. Änderung des Flächennutzungsplans und das damit verbundene Vorhaben, westlich der A1 und südlich der Bundesstraße 214 ein Gewerbegebiet ausweisen zu können. Letztlich beschloss der Rat mit knapper Mehrheit – neun Ja-Stimmen, sieben Nein-Stimmen und eine Enthaltung – die Änderung des Flächennutzungsplans.

Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug betonte, es gehe nicht um die zeitnahe Realisierung eines Gewerbegebiets, sondern um die Vorratsbeplanung der Flächen. „Es geht darum, die letzte Stelle freizuhalten, wo ein Gewerbegebiet möglich wäre, um in 10, 15, 20 Jahren oder später, zu entscheiden, ob dort ein Gewerbegebiet entsteht.“

Bereits im Vorfeld hatten die Vertreter des Naturschutzbundes (Nabu), der Vorsitzende der Nabu- Kreisgruppe Vechta Ulrich Heitmann und sein Stellvertreter Ludger Frye, darauf hingewiesen, dass sich in dem betroffenen Gebiet geschützte Biotope befinden (OV berichtete).

Über den Lageplan, der in der Ratssitzung präsentiert wurde, zeigte sich nicht nur UWG-Mitglied Bernard Schonhöft, bekennender Gegener des Vorhabens, verwundert. Diese Variante sei nicht Gegenstand einer Sitzung gewesen. Anders als in den ursprünglichen Plänen liegen die betroffenen Biotope jetzt größtenteils außerhalb der für ein Gewerbegebiet vorgesehenen Flächen. Auch Norbert gr. Schlarmann (CDU) war dieser Zuschnitt unbekannt: „Er war nicht Gegenstand einer Beratung. “War er tatsächlich nicht. Ludger Westerhoff (CDU) klärte auf, dass dieser Plan dem Protokoll über die von ihm geleitete Planungsausschusssitzung vom 3. September anhing. Das Protokoll sei allen Ratsmitgliedern zugegangen. Krug erläuterte, dass der Ausschuss die Verwaltung in der Sitzung beauftragt habe, dem Gewerbegebiet Gestalt zu verleihen. Diese Aufgabe wurde erledigt und dem Protokoll angehängt.

Aus Sicht des Naturschützers Ludger Frye sind dennoch Biotope von der Planung betroffen. Auch Biotope, die jetzt außerhalb des vorgesehenen Bereichs liegen, würden im Fall eines Gewerbegebiets durch die Randlage in Mitleidenschaft gezogen. Außerdem stellte er klar: „Biotope werden nicht vom Landkreis festgesetzt. Biotopflächen sind per se gesetzlich geschützt.“

CDU-Ratsherr Frank Lübke- Narberhaus stellte klar, er könne dem Vorhaben nicht zustimmen. Für ihn wäre eine Verdichtung in anderen Gewerbegebieten sinnvoller. Wie die UWG- war auch die SPD-Fraktion geschlossen gegen das Vorhaben und sprach sich dafür aus, die Flächen für die Landwirtschaft zu erhalten. Norbert gr. Schlarmann (CDU) enthielt sich der Stimme. Er verwies auf das noch nicht gefüllte Gewerbegebiet an der Industriestraße. Gleichzeitig sei aber eine Westumgehung wichtig für Holdorfs Zukunft. Für sie gebe es keine Fördergelder, für ein Gewerbegebiet schon.



Aus Holdorf wird im Jahr 2014 „Holdrup“

Geschrieben von OV am 2013-09-26
Plattdeutsch: Zweisprachige Ortsschilder stoßen bei vielen Kommunen im Kreisgebiet auf großes Interesse

So könnte es aussehen , das neue Ortsschild von Holdorf. Aus Anlass des „Plattdeutschen Jahres 2014“ will die Gemeinde bald entsprechende Schilder mit dem plattdeutschen Namen „Holdrup“ aufstellen. Fotomontage: von der Heide


Heute ist Europäischer Sprachentag. Mit dem Aktionstag sollen die Regional- und Minderheitensprachen gefördert werden. Der Kreis Vechta ist mit Plattdeutsch dabei.

An der Gerbertschule in Visbek gibt es heute nur ein Thema: Plattdeutsch. Aus Anlass des Europäischen Sprachentages veranstaltet die Grundschule zum zweiten Mal in ihrer Geschichte einen Plattdeutsch- Tag. Die Regionalsprache bestimmt einen Vormittag lang das Geschehen in den Klassen zwei bis vier.

Dabei wird gesungen, Theater gespielt und Geschichten erzählt. „Geleitet wird der Unterricht von Kollegen, die des Plattdeutschen mächtig sind“, erzählte Schulleiter Thomas Möller gestern der OV. Unterstützung erhalten diese Lehrkräfte vom Plattdeutsch-Beauftragten der Gemeinde, Erwin Stubbe, und dem Vorstandsmitglied des Plattdeutschen Krings, Alfred Kuhlmann.

Die Gerbertschule untermauert damit ihren Anspruch, zum Erhalt der Sprache beizutragen. Auch eine eigene Plattdeutsch- AG und regelmäßige Teilnahmen von Schülern an plattdeutschen Vorlesewettbewerben zeugen davon. Lohn: Seit dem 1. August darf sich das Lehrinstitut offiziell „Plattdeutsche Sprachschule“ nennen.

Viele „Plattsprecher“ in der Region begrüßen dieses schulische Engagement, wünschen sich zugleich aber mehr Unterstützung auf anderen gesellschaftlichen Ebenen, etwa von der Politik. Eine Vorreiterrolle könnte jetzt Holdorf übernehmen. Die Gemeinde richtet 2014 das „Plattdeutsche Jahr“ im Oldenburger Münsterland aus. Weithin sichtbar soll mit zweisprachigen Ortsschildern auf diese Veranstaltung hingewiesen werden. Neben „Holdorf“ würde dann auch der plattdeutsche Name „Holdrup“ auftauchen. „Die Gemeinde hält sehr viel von der Idee, und deshalb werden wir zum Beginn des Plattdeutschen Jahres entsprechende Schilder aufstellen“, kündigte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug gegenüber dieser Zeitung an. Noch unklar ist, ob der plattdeutsche Name direkt an die bestehenden Ortsschilder angebracht wird oder ob in unmittelbarer Nähe ein zweites, stilisiertes Schild aufgestellt wird. „Wir müssen darüber noch mit der Straßenbauverwaltung reden“, sagte Krug. Klar ist jedoch, dass entsprechende Hinweise an allen Ortseinfahrten auf dem Gemeindegebiet geplant sind, also auch in kleinen Ortschaften wie Fladderlohausen und Handorf.

Mit der Aktion könnte Holdorf einen Steins ins Rollen bringen. In Lohne sind bereits Mitglieder des Heimatvereins mit der selben Idee im Rathaus vorstellig geworden. Die Gespräche laufen. „Auch wir wären bereit, über diese Idee einmal grundsätzlich nachzudenken“, sagte Dammes Bürgermeister Gerd Muhle auf Anfrage. „Allerdings wäre die Idee umso nachhaltiger, wenn alle Städte und Gemeinden im Oldenburger Münsterland mitmachen würden“, fügte er an. Ähnlich äußerte sich der allgemeine Vertreter des Bürgermeisters in Neuenkirchen-Vörden, Ansgar Brockmann: Zudem regte er weitere Maßnahmen an, um das Plattdeutsche „nicht aussterben“ zu lassen.

Positiv wird die Idee auch in Dinklage, Goldenstedt und Bakum aufgenommen. „Sobald wir Anfragen bekommen, können wir gerne darüber reden“, erklärte Goldenstedts Bürgermeister Willibald Meyer. In Frage kämen nach seiner Meinung Orte wie Ellenstedt (Elnste). Reizvoll findet die Idee der Hauptamtsleiter von Bakum, Ludger Grafe. Orte wie Carum (Corme) böten sich an. Von der Gemeinde würde das sicher unterstützt werden, wenn die Kosten nicht zu hoch seien, hieß es. Vechtas Bürgermeister Helmut Gels findet die Idee „nett“, erinnert aber daran, dass die Sprache vor allem gesprochen werden müsse, um sie lebendig zu halten.



Elf neue Parkplätze entstehen in Holdorf

Geschrieben von H. Vollmer am 2013-09-25
Die Bauarbeiten sollen bei idealer Witterung Anfang Dezember abgeschlossen sein

Den ersten Spatenstich für den Parkplatz unternahmen (von links) Berthold Runnebaum (Firma R&R), Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug, Bauamtsleiterin Sabine Fisser, Architekt Heinz-Josef Überwasser und R&R-Geschäftsführer Hendrik Runnebaum. (Foto: Vollmer)


Ganz nach dem Motto „Unser Dorf soll schöner werden“ griff gestern Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug zur Schaufel, um den ersten Spatenstich für die Bauarbeiten der Parkfläche zwischen der Großen Straße und der Lerchenstraße zu setzen. Mit dabei Bauamtsleiterin Sabine Fisser, Architekt Heinz-Josef Überwasser vom Ingenieurbüro Frilling aus Vechta sowie Hendrik und Berthold Runnebaum von dem Holdorfer Unternehmen R&R.

Zu den bisher vorhandenen 23 Parkflächen im Bereich des angrenzenden Geschäftshauses werden weitere elf hinzukommen. Dafür wird eine Zuführung direkt vom bisherigen Parkplatz an der Großen Straße rund um das Gebäude erstellt. Um ungewollten Abkürzungsverkehr zu vermeiden wird der Abschnitt der neu zu bauenden Zuwegung als Einbahnstraße über die Zufahrt der vorhandenen Parkplätze an der rückwärtigen Drosselstraße angeschlossen.

Knapp 207000 Euro nimmt die Gemeinde für die Umgestaltung in die Hand. Davon werden knapp 85800 Euro aus Fördermittel des Landesamtes für Geoinformation und LandentwicklungNiedersachsen finanziert.

Während der Arbeiten, die bei idealer Witterung Anfang Dezember abgeschlossen sein sollen, werden die bisherigen Stellplätze bestehen bleiben. Um den Dorfcharakter zu erhalten, wurde der Vorschlag des Arbeitskreises Dorferneuerung aufgegriffen, Betonsteinpflaster in Form früher üblicher Pflastersteine zu verbauen. „Die neuen öffentlichen Parkplätze sollen nicht nur zur optischen Aufwertung beitragen, sondern wir wollen damit den Ortskern stärken“, sagt Krug.





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