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News Archiv

Diskussion über Gewerbegebiet für Holdorf vertagt

Geschrieben von OV am 2013-05-18

Die Gemeinde Holdorf hat die Zukunft im Blick. Deshalb will sie die Weichen stellen für ein künftiges Gewerbegebiet an der A1. Ein Plan, der nicht nur auf Zustimmung trifft. Immerhin waren gestern Abend sechs Zuhörer zur Sitzung des Arbeitskreises Außenbereich in den Ratssaal gekommen, die das Vorhaben kritisch sehen.

Schade für sie, dass die Vorsitzende Silvia Boye (CDU), die Sitzung schließen musste, bevor sie überhaupt begonnen hatte. Es waren nur eine handvoll Arbeitskreismitglieder erschienen und das Gremium war damit nicht beschlussfähig. Der neue Sitzungstermin steht noch nicht fest.



Manuela Bleydorn Kinderkönigin in Langenberg

Geschrieben von H. Vollmer am 2013-05-18
Bereits nach zwei Stunden und 23 Minuten hat die Elfjährige den finalen Schuss gesetzt

Hoch soll die Kinderkönigin Manuela Bleydorn leben: Josef Meyer (links) und Kindervater Werner Ganschzyk schultern die neue Nachwuchsmajestätin nach ihrem finalen Schuss. (Foto: Vollmer)



Manuela Bleydorn ist die neue Kinderkönigin des Schützenvereins Handorf-Langenberg. Die elfjährige Oberschülerin sorgte gestern Nachmittag mit ihrem gezielten Schuss auf den Adler für ein auf dem Schießstand am Osterberg zuvor selten erreichtes schnelles Ende des Kinderkönigsschießens.

Bereits nach zwei Stunden und 23 Minuten versetzte Manuela Bleydorn dem hölzernen Adler den finalen Schuss. Da staunte selbst ihr Vater Thomas Bleydorn, der als neuer Schießwart den Wettbewerb um die Majestätsehre des Nachwuchses erstmals begleitete. Die Nachfolgerin von Patrick Carrapita stellte sich Felix Deitermann als Kinderkönig zur Seite.

Heute wird Vizepräsident Dieter Drellmann gegen 15.15 Uhr die Inthronisierung vornehmen und den gesamten Kinderthron vorstellen. Im Anschluss wird er selbst als amtierender Schützenkönig zum Gewehr greifen und mit dem ersten Schuss auf den Adler das Schießen um seine Nachfolge eröffnen. Es folgt die Kinderbelustigung auf dem Schützenplatz. Abends spielt die Band „Relax“.



Alle Fraktionen in Holdorf wollen mehr als nur ein Andreaskreuz

Geschrieben von OV am 2013-05-17
Nach Bahnunfall in Holdorf plädiert UWG-Chef für Schließung des Übergangs / CDU und SPD halten das für zu kurz gedacht

Mit Blick auf den Zusammenstoß der Nordwestbahn mit einem Pkw am Dienstagabend an Holdorfs unbeschranktem Bahnübergang in der Mühlenbachstraße meldet sich jetzt Holdorfs Ratsherr und UWG-Chef Heinrich Schonhöft zu Wort.

Schon 2008 nach einem ähnlich schweren Unfall drängte der ehemalige Polizeibeamte und damals noch SPD-Ratsherr auf die komplette Schließung des Bahnübergangs. Dafür plädiert er auch heute. Zu der damals geführten Diskussion über das Für und Wider im Rat sagt er jetzt: „Die Argumente zeugten nach meiner Einschätzung für eine unterentwickelte Fähigkeit zur Gefahrenbewertung bei einem Großteil der politischen Entscheidungsträger.“

Als Argumente gegen die Schließung sei ins Feld geführt worden, dass die Müllabfuhr nur erschwert möglich sei, dass man dann ja alle Straßen nach einem Unfall sperren müsse, oder dass Feuerwehr oder Krankentransporte dadurch im Einsatzfall behindert werden könnten. Für Schonhöft fadenscheinige Gründe. Dass Blinklicht und Schranke die Gemeinde Geld kosten würden, weiß er. Wenn man das Geld aber nicht in die Hand nehmen will, bleibt seiner Ansicht nach nur eine Konsequenz: die Schließung.

Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug hat sich bereits gegen die Schließung des Bahnübergangs ausgesprochen. Wie er argumentiert auch CDU-Ratsherr Mario Stickfort, Vorsitzender des Sicherheitsausschusses. Er sieht Probleme, die bei der Zulieferung und der geplanten Wohnbebauung in diesem Gebiet entstehen würden. Die Schließung wäre für Stickfort der letzte Weg, weil kaum wieder rückgängig zu machen. „Die Bahn ist über jeden Übergang froh, der geschlossen wird.“ Ratsvorsitzende Silvia Boye (CDU) sieht das genauso. Wie Stickfort findet sie, dass jetzt darüber nachgedacht werden muss, wie der Bahnübergang sicherer gemacht werden kann, nachdem die Gemeinde die 2009 angebrachten Rüttelschwellen im vergangenen Jahr wieder abmontieren musste. SPD-Fraktionschef Martin Fischer sagt, 2008 sei der einvernehmliche Tenor der SPD gewesen, den Bahnübergang zu schließen. Jetzt findete er, müssen sich alle Beteiligten schnell an einen Tisch setzen, um eine sichere Lösung zu finden. „Den Übergang generell zu schließen, halte ich mit Blick auf die Infrastruktur aber für zu kurz gedacht.“

Auch für die Lokführer der Nordwestbahn bleiben die Unfälle nicht folgenlos. Erst der Schock, dann die Selbstvorwürfe. Wie die Unternehmenssprecherin Katrin Hofmann sagt, sei der psychische Druck, dem die Lokführer ausgesetzt sind enorm hoch. Nicht jeder kann einen Unfall verarbeiten. Wer wieder an seinen Arbeitsplatz zurückkehrt, wird bei den ersten Fahrten begleitet, so Hofmann. Jeden Lokführer würden besser gesicherte Bahnübergänge freuen.

In der Gemeinde Holdorf sind sechs Bahnübergänge nur mit dem Andreaskreuz versehen. Laut einer Studie der DB Netz, die das Schienennetz betreibt, ist vielen Menschen die Bedeutung des Andreaskreuzes und der Blinklichter nicht richtig bekannt. 2500 Bundesbürger wurden befragt, „mit teils erschreckenden Resultaten“, heißt es.



Kollisionsgefahr auf kurzen Wegen

Geschrieben von OV am 2013-05-16
Diskussionsbedarf nach schwerem Unfall an unbeschranktem Bahnübergang in Holdorf

Den Bahnübergang dichtmachen. Ein Gedanke, der nach dem schweren Unfall am unbeschrankten Bahnübergang in Holdorf nahe liegt. Keine Lösung für den Bürgermeister.

Ist ein Andreaskreuz vor einem heranrollenden Zug Warnung genug? Eine Frage, die sich nach jedem Unfall an einem Bahnübergang erneut stellt und jetzt ganz aktuell mit Blick auf Holdorf. Dort wurde am Dienstagabend ein Pkw am unbeschrankten Bahnübergang an der Mühlenbachstraße von der Nordwestbahn erfasst und mitgeschleift.

Die Fahrerin des Wagens eine 60-jährige Lohnerin wurde dabei lebensgefährlich verletzt, ihre 33-jährige Beifahrerin erlitt schwere Verletzungen. Der 37-jährige Lokführer, der mit seinen 25 Fahrgästen in Richtung Osnabrück unterwegs war, bekam einen Schock. Die Passagiere blieben unverletzt.

Schon am Unglücksabend hatte sich eine Anwohnerin der Mühlenbachstraße dafür ausgesprochen, den Bahnübergang komplett dichtzumachen. Ein Vorgehen, das Holdorfs Nachbargemeinde Steinfeld bereits vormacht. „Bürgermeisterin Honkomp hat da sehr beherzt zugegriffen und viele Bahnübergänge geschlossen“, sagt Nordwestbahn- Pressesprecherin Katrin Hofmann. Dass das aber gerade im ländlichen Gebiet, wo dann längere Umwege in Kauf genommen werden müssen, nicht das sei, was sich eine Gemeinde wünsche, kann Hofmann auch verstehen. Für Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug wäre es keine Lösung, den Bahnübergang Mühlenbachstraße komplett zu schließen. Der Verkehr würde dann den beschrankten Bahnübergang Dammer Straße nutzen und wie durch einen Flaschenhals fließen. Ungünstig, findet Krug. Rückstaus und Verkehrsbeeinträchtigung möchte er vermeiden. In dem Bereich sei weitere Wohnbauentwicklung geplant. Die Anwohner sollten unkompliziert ihre Häuser erreichen. Außerdem sei bei einer Schließung des Bahnübergangs die Mühlenbachstraße teils von der Versorgung abgeschnitten. Es könne kein Wendehammer eingerichtet werden. „Müllfahrzeuge zum Beispiel dürfen nicht rückwärts fahren“, erklärt Krug. Was für die Mühlenbachstraße gelte, gelte auch für die anderen Wege mit unbeschrankten Bahnübergängen. Kurze Wege für Landwirte und Anlieger hält Krug für wichtig.

In Holdorf gibt es zwei beschrankte und sieben unbeschrankte Bahnübergänge. Einer davon ist neben Andreaskreuzen auch mit einer Blinklichtanlage ausgestattet. Bis Mitte 2012 waren am Bahnübergang Mühlenbachstraße Rüttelschwellen montiert. Dann wurde die Gemeinde von der Deutschen Bahn Netz AG darauf hingewiesen, dass es sich um eine Gefahrenquelle handele. Die 2009 angebrachten Schwellen wurden abmontiert. Jetzt fragen sich Anwohner: „Wo sind die Rüttelschwellen geblieben?“ Seit 2009 bis Dienstagabend hat es keinen Unfall an dem Bahnübergang gegeben. „2008 hatten wir hier einen sehr schweren Unfall. Deshalb haben wir die Schwellen angebracht“, erklärt Krug. Einen Zusammenhang zwischen Entfernen der Schwellen und dem jetzigen Unfall mag der Bürgermeister aber nicht ziehen. Dennoch wird das Thema den Fachausschuss am 17. Juni beschäftigen.

In Goldenstedt wird an der Schließung von Bahnübergängen gearbeitet. Eine Alternativ wäre eine Halbschranke. „Je mehr Technik, um so sicherer“, sagt Hofmann. Wie Sabine Brunkhorst, Deutsche Bahn, erklärt, liegt es nicht an der Bahn allein, wie ein Bahnübergang ausgestattet ist. Die Kosten müssen sich Bahn, Bund und Straßeneigentümer teilen. Im Fall Mühlenbachstraße wäre deshalb die Gemeinde Holdorf mit im Boot.





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