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News Archiv

„Ja“ zur Neuregelung der Jugendhilfe

Geschrieben von OV am 2012-09-19
JugendausschussHoldorf verlängert auslaufende Vereinbarungen

Der Jugendausschuss in Holdorf hat der geänderten Vereinbarung zur öffentlichen Jugendhilfe durch kreisangehörige Städte und Gemeinden am Montagabend einstimmig zugestimmt.

Wie bisher werden Städte und Gemeinden ab 2013 weiterhin für den Landkreis die Aufgaben der öffentlichen Jugendhilfe wahrnehmen. Neu ist, dass der Landkreis sich dann nicht länger nur an den Betriebskosten für Krippengruppen beteiligt. Ab 2013 bis 2017 wird er sich auch an den Kosten für Kindergärten und Horte beteiligen.

Bei der neuen Regelung handele es sich um einen Kompromiss der zehn Städte und Gemeinden untereinander und mit dem Landkreis, so Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug. Dass der Landkreis mit im Boot sitze, sei richtig und gut.

„Das Bildungswerk Dammer Berge möchte Sicherheit haben.“ So erklärte Krug, was hinter der Verlängerung der Vereinbarung mit dem Bildungswerk Dammer Berge für den Bereich Kindertagespflege steckt. Ihr stimmte der Ausschuss einstimmig zu.

Sie gilt bis zum 31. Dezember 2015. Die alte Vereinbarung für die vom Landkreis übernommene Aufgabe läuft Ende des Jahres ab. Um die Kindertagespflege zu verbessern, erhalten die Kommunen jährlich einen Betrag von 599 Euro je Tagespflegeperson. In Holdorf gilt das für 37 Personen. Das Geld ist für Maßnahmen zur Aus- und Fortbildung sowie zur Vernetzung, Vermittlung und Beratung der Tagespflegekräfte gedacht.



Zuschuss für neue Kühlanlage in Sicht

Geschrieben von OV am 2012-09-18
Holdorfer Sozialausschuss stimmt Antrag der evangelischen KirchengemeindeFladderlohausen zu

Der Friedhof in Fladderlohausen beschäftigte gestern den Holdorfer Sozialausschuss. Im Mittelpunkt dabei stand die Leichenhalle mit ihren
beiden Kühlkammern, die den technischen Anforderungen nicht mehr genügen. (Foto: Köhne)


In den beiden Kühlkammern der Leichenhalle in Fladderlohausen ist es zu warm. Sie sollen neue Kühlanlagen erhalten. Der Sozialausschuss stellt finanzielle Unterstützung in Aussicht.

„Die Isolierung ist gleich Null.“ Der Kirchenälteste Heinz Bröer kam direkt zur Sache. Er berichtete den Mitgliedern des Sozialausschusses der Gemeinde Holdorf gestern Abend vom Zustand der beiden Leichenkammern auf dem evangelischen Friedhof in Fladderlohausen. Die fünf Grad, die für die Kühlung gesetzlich vorgeschrieben seien, würden nicht mehr erreicht, sondern überschritten.

Den Ausschussmitgliedern lag ein Zuschussantrag der Kirchengemeinde vor. Ebenso die Kostenvoranschläge für die entsprechenden Maßnahmen, wie Kühlung, neue Türen und das Abhängen der Decke. Das günstigste Angebot beläuft sich auf 26 000 Euro. Am Ende sprach sich der Ausschuss einstimmig dafür aus, einen Zuschuss von mindestens 50 Prozent der anfallenden Kosten zu gewähren.

Während der Beratung riefen sich die Ausschussmitglieder immer wieder die kürzlich abgeschlossenen Arbeiten in Handorf- Langenbergs Leichenhalle in Erinnerung. Diese waren zusammen mit Arbeiten an der Kirche bezuschusst worden. Alle Rechnungen darüber liegen Rechnungsführerin Tanja Heidler noch nicht vor. Deshalb konnte sie die Frage des CDU-Fraktionsvorsitzenden Norbert von Handorff nicht beantworten. Er wollte wissen, zu wie viel Prozent die Arbeiten an der Leichenhalle in Handorf-Langenberg tatsächlich bezuschusst wurden. Falls die Rechnungslegung mehr als 50 Prozent ergebe, schlug von Handorff vor, auch den Zuschuss für die anfallenden Arbeiten in Fladderlohausen entsprechend zu erhöhen. Der Ausschuss stimmte zu.

Dafür dankte Pfarrerin Kerstin von Stuckrad. Sie hatte zuvor die finanzielle Lage der kleinen Kirchengemeinde dargelegt. Der Friedhofshaushalt müsse sich selbst finanzieren. Es klänge skurril, aber es sei Tatsache: „Wenn wenig Beerdigungen sind, freut es uns als Gemeinde. Aber für den Friedhofshaushalt ist es schlecht.“

Bis vor kurzem habe man über Rücklagen von 16 637 Euro verfügt. Für einen Wasseranschluss mussten dem Oldenburgisch Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) jetzt aber 6000 Euro gezahlt werden. Letzter Stand: 10 000 Euro auf dem Friedhofskonto. Ingrid Schuster (SPD) brachte die Größe der Kirchengemeinde bei der Diskussion mit ins Spiel. Für sie lag auf der Hand, dass so eine kleine Gemeinde wie die evangelische in Fladderlohausen es viel schwerer hat, Gelder zu rekrutieren als größere Gemeinden.

Dass nicht nur der Friedhofshaushalt ihrer Gemeinde äußerst knapp bemessen ist, bestätigte von Stuckrad: „Wir schleppen von Jahr zu Jahr ein Minus von 6000 Euro mit uns herum.“



Keine Barrieren in Holdorf: Arbeitskreis tagt am Mittwoch

Geschrieben von OV am 2012-09-17
Treffen: 18.00 Uhr in der Schwimmhalle

Am Mittwoch (19. September) tagt der Holdorfer Arbeitskreis Lokale Teilhabe in der Schwimmhalle. Der Schwimmbadlift und der Inklusionsraum in der Oberschule sollen besichtigt werden.

Die Bürger haben im Vorfeld die Möglichkeit, einen Fragebogen auszufüllen, in dem es um die Barrierefreiheit Holdorfs geht. Der Fragebogen wird in der Sitzung besprochen. Beginn ist um 18 Uhr, den Fragebogen gibt es demnächst unter www.holdorf.de..



Wenn die Gesellschaft älter wird

Geschrieben von OV am 2012-09-15
Winfried Kösters spricht über demografischen Wandel in Holdorf

Die Gemeinde Holdorf will sich den Problemen des demografischen Wandels frühzeitig stellen. Deshalb hat sich bereits der Gemeinderat mit dem Thema ernsthaft auseinandergesetzt. Am Donnerstagabend sollten die Bürger in die Diskussion eingebunden werden, um mögliche Lösungsansätze gemeinsam mit dem Politikwissenschaftler Winfried Kösters zu entwickeln.

Auf dem Arbeitsmarkt gibt es bereits erste Auswirkungen. Doch offensichtlich ist das Problem bei der Bevölkerung noch nicht angekommen. Gerade einmal 30 Personen, davon gut die Hälfte Gemeinderatsmitglieder, waren zur Bürgerversammlung in den Saal der Bauernschänke Bocklage gekommen.

Anhand von Zahlen und Fakten belegte der Referent, dass der demografische Wandel bereits heute die Lebenssituation in Deutschland fest im Griff hat. Ein Merkmal sei, dass es mehr freie Ausbildungsplätze gibt, als Auszubildende. Die Tendenz fehlender junger Menschen setze sich in allen Bereichen fort.

„Wir müssen mehr junge Menschen ermutigen, Kinder in die Welt zu setzen“, sagte Kösters. Es ist keine Vision oder Science Fiktion, sondern Realität. 2030 sind 40 Prozent der Bevölkerung älter als 65 Jahre, aber nur 20 Prozent unter 20 Jahre. Das habe nicht nur Auswirkungen auf die Lebensarbeitszeit und Rente, sondern auch auf die Infrastruktur der Städte. Diese Umstände rechtzeitig auf die neue Situation anzupassen und das Bewusstsein der Bürger zu sensibilisieren sei die Herausforderung.

Dieser wolle sich Holdorf durch Aufklärung und Bildung aktiv stellen, so das Fazit.

Erklärt den demografischen Wandel: Winfried Kösters.






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