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News-Archiv (bis Februar 2017)

Kein Ausschlafen, wenn der Schnee fällt

Geschrieben von OV am 2012-08-16
Ausbildungsort Bauhof: Der Holdorfer Christof Kümmel startet in die Berufswelt des Straßenwärters

Rasenmäher für Profis: Mit diesem Gerät zu arbeiten, das im Sommer Rasen mäht und im Winter für schneefreie Straßen sorgt, macht Straßenwärter-Azubi Christof Kümmel besonders viel Spaß. Das freut auch Bauhofleiter Reinhard Piekenbrock. (Foto: Köhne)



Parkanlagen pflegen sich nicht von selbst. Genauso wenig Fahrrad- und Fußgängerwege sowie Straßen. Für all das sind Straßenwärter zuständig. In Holdorf wird derzeit einer ausgebildet.

Um 6 Uhr in der Frühe heißt es für Christof Kümmel raus aus den Federn. Denn pünktlich um 7 Uhr startet der Arbeitsalltag auf dem Bauhof der Gemeinde Holdorf in Fladderlohausen.

Dort erlernt Kümmel seit dem 1. August den Beruf des Straßenwärters. „Abwechslungsreich“ findet der 24-Jährige die ersten zwei Wochen seiner Ausbildung. Rasenflächen mähen, Verkehrsschilder aufstellen, Pflasterarbeiten übernehmen, das hat er zum Beispiel bereits gemacht. Lange überlegen musste der Holdorfer nicht, sich auf die Stellenausschreibung der Gemeinde zu bewerben. Dass der Beruf ihm gefallen könnte, wusste er längst: „Schließlich arbeitet ein Teil meiner Familie in dem Beruf. Mein Vater und ein Onkel sind bei der Autobahnmeisterei tätig, ein anderer Onkel hier auf dem Bauhof.“

Für Bauhofleiter Reinhard Piekenbrock ist Kümmels praktische Ausbildung Chefsache. Außerdem ist im Rathaus Bauamtsleiterin Sabine Fisser als Ausbilderin Kümmels Ansprechpartnerin. Altersgenossen vermisst Kümmel als einziger Bauhof- Azubi nicht. Auch wenn die vier Kollegen alle über 50 Jahre alt seien, seien sie doch lustig.

Außerdem liefert Kümmel selbst Gesprächsstoff auf den sich alle verstehen: Sport. Der junge Mann spielt Fußball und ist Torwart der ersten Herrenmannschaft von Handorf-Langenberg. Da sind die Arbeitszeiten von 7 bis 16 Uhr für ihn günstig. Bleibt genügend Zeit fürs Training. Warum die Gemeinde Holdorf immer wieder gern neue Straßenwärter ausbildet, erklärt der allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Heiner Themann: „Ein Straßenwärter hat auch in der freien Wirtschaft Chancen auf eine Anstellung.“ Schlechtere Karten auf dem Arbeitsmarkt haben diejenigen, die im Verwaltungsapparat des Rathauses ausgebildet werden. „Deshalb bilden wir im Rathaus nicht über den eigenen Bedarf hinaus aus.“

Für die Straßenwärterausbildung setzt die Gemeinde den Hauptschulabschluss voraus. Kümmel wird während seiner dreijährigen Ausbildung auch die Schulbank drücken. Dafür geht es eigens in die Gemeinde Cadenberge im Landkreis Cuxhaven und später nach Mellendorf bei Hannover.

Damit Kümmel nicht noch früher aufstehen muss, wird er während der Schulblocks im jeweiligen Internat wohnen. Und vorschlafen für den Winter. Wenn Schnee liegt, startet der Arbeitstag auf dem Bauhof in aller Herrgottsfrühe um 5 Uhr.



Meyers Mix aus Fakten und Erinnerung

Geschrieben von OV am 2012-08-15
62-jährigerHoldorfer führt für die Tourist-Information Dammer Berge durch seine sehenswerte Heimat

Alte Zugmaschine in alter Ziegelei: Dass sie im Einsatz war, daran kann sich Bernard Meyer noch erinnern. Und auch wie der große Ringofen befeuert wurde, hat er als Kind gesehen. (Foto: Köhne)



Rund um Dersa Burg, alte Ziegelei und Erzbergwerk kennt sich Bernard Meyer bestens aus. Sein Wissen gibt er als Gästeführer gern weiter.

Bernard Meyer verlässt seinen Hof und schlägt den Weg zur alten Ziegelei Stölting ein. Ehrlich gesagt, ist es kein Weg, den Meyer nimmt, sondern ein versteckter Trampelpfad. Denn der Mann, der in langen Schritten voraus geht, kennt sich im näheren und weiteren Umkreis seines Wohnortes bestens aus. Bernard Meyer wohnt noch auf Holdorfer Gemeindegebiet. Fußläufig kann er nicht nur die Ziegelei, sondern auch die Dersa Burg und das Dammer Bergwerk erreichen. Seit zwei Jahren wandelt der 62-Jährige nicht nur privat auf den Wegen seiner Kindheit. Als Gästeführer der Tourist- Information (TI) Dammer Berge kann er über wissbegierige Begleitung nicht klagen.

Zufällig habe er 2009 in der Oldenburgischen Volkszeitung davon gelesen, dass die TI neue Gästeführer suche. „Selbst wäre ich wohl nie auf die Idee gekommen“, sagt der gelernte Industriekaufmann. Günstiger Begleitumstand war, dass er just in den Vorruhestand getreten war.

Ein halbes Jahr Fortbildung und abschließend eine Prüfung – dann war Meyer Ende 2010 einer von 13 neuen Gästeführern im Südkreis, „und der einzige aus Holdorf“.

Seither führt er „Rund um die Dersa Burg“, dabei sind die Dersa Burg, die Ziegelei Stölting, das Bergwerk und auch das Muna- Gelände seine Ziele. Die sind für Meyer aber längst nicht alles, was seine Heimat zu bieten hat: „Auch die Landschaft ist sehenswert.“ Und deshalb gilt für die, die mit Meyer ausschreiten: „Auch der Weg ist das Ziel.“

Besonders beliebt, weiß Meyer aus Erfahrung, sind die Führungen ins Bergwerk: „Schließlich war es 45 Jahre geschlossen.“ Seit März diesen Jahres kann es wieder betreten werden. Als der Betrieb noch lief, stattete der kleine Bernard dem Bergwerk manchmal sonntags einen Besuch ab. „Dann haben wir uns beim Pförtner eine Cola geholt. Für zehn Pfennig. Das war was“, sagt er und lacht. Meyer versteht es, die Fakten und Wissenswertes zu Burg, Bergwerk und Ziegelei unterhaltsam mit Erinnerungen aus seiner Kindheit anzureichern. Auch über die Muna (Luftmunitionsanstalt) weiß er, viel zu erzählen. Nach dem Krieg habe das Gelände als Flüchtlingsauffanglager gedient. „Wir mussten als Kinder nur über die Straße und waren in einer anderen Welt.“ Und auch die Flüchtlinge aus Berlin, Pommern – und wo sie überall her kamen – kreuzten die Straße, um bei Bernard Meyers Eltern Milch und Eier zu kaufen, Kartoffeln zu sammeln oder einfach nur, um zu telefonieren. Viel Betrieb sei früher rund um den elterlichen Hof gewesen: Bahnstrecke, Kiesabbau und eine Tischlerei in unmittelbarer Nachbarschaft. Das hat Bernard Meyer als Kind genossen. Heute genießt der Vater zweier erwachsener Söhne dort mit seiner Frau die Ruhe. „Inzwischen leben wir hier in einem Naherholungsgebiet. Ich fühle mich hier sauwohl.“

Sobald das Wetter schön sei, steige er aufs Fahrrad. Und wenn nicht? Dann bläst Meyer, der 30 Jahre Vorsitzender des Blasorchesters Handorf-Langenberg war, die Posaune. Oder liest. Denn als Gästeführer müsse er sich auf dem Laufenden halten. Für das Gebiet seiner Führungen wohl kaum. Dort kennt sich Meyer aus wie kein zweiter.



Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A

Geschrieben von Gemeinde Holdorf am 2012-08-14


Keine Pause bei Plattschnackers

Geschrieben von H. Vollmer am 2012-08-13
Theaterverein probt für seinen Dreiakter „Die Ballermanntouristen“

Noch üben die Akteure der Holdruper Plattschnackers im Heimathaus: Die Aufführungen finden in der Bauernschänke Bocklage in Ihorst statt. (Foto: Vollmer)



Keine Sommerpause bei den Holdruper Plattschnackers: Die Akteure um die beiden Regisseurinnen Maria Haverkamp und Christiane gr. Schlarmann sind mitten in den Proben zu dem plattdeutschen Dreiakter „Dei Ballermanntouristen“. Dieser soll ab dem 12. Oktober im Saal der Bauernschänke Bocklage zur Aufführung kommen.

Bei diesem humorvollen Stück aus der Feder des Autors Wilhelm Behling dreht sich alles um die drei Kegelbrüder Willi Wuchtig, Hermann Engelmann und Hein Trauermann. Sie sitzen in Willi Wuchtigs kleiner Pension zusammen und amüsieren sich noch über ihren letzten Kegelausflug nach Mallorca. In der Disco „Ballermann 6“ haben sie großen Spaß gehabt und tüchtig einen über den Durst getrunken. Jetzt sind sie wieder zu Hause, aber dort naht bald das Unheil, denn eine junge Dame taucht in der Pension auf und sorgt für Aufregung und Ärger. Reinhild Höge, Ansgar Hugenberg und Felix gr. Schlarmann werden bei diesem Lustspiel ihr Debüt geben.

Aufführungstermine: 11. Oktober (Donnerstag) 19.30 Uhr – Generalprobe; 12. Oktober (Freitag) 9.30 Uhr – Premiere mit Sektempfang; 14. Oktober (Sonntag) 17 Uhr; 20. Oktober (Samstag) 15 Uhr – mit Kaffee; 21. Oktober (Sonntag) 9 Uhr – mit Frühstück; 26. Oktober (Freitag) 19.30 Uhr; 28. Oktober (Sonntag) 9 Uhr – mit Frühstück; 2. November (Freitag) 19.30 Uhr.

Der Kartenvorverkauf beginnt Anfang September.





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