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News Archiv

Wenn in derTempo-30-Zone gerast wird

Geschrieben von H. Vollmer am 2012-02-16
Schlechte Sicht, kein Fußweg, keine Laternen: Die Anwohner des Eichengrundes klagten der Politik ihr Leid

Um die gefährliche Verkehrslage im Einmündungsbereich der Straße Im Eichengrund auf die Straße Im Himmelreich optimal bewerten zu können, machten sich die Mitglieder des Holdorfer Wirtschafts- und Sicherheitsausschusses zunächst vor Ort ein Bild. Anwohner des Eichengrundes hatten sich bei der Gemeinde über die gefährliche Situation beklagt. Das half.

Waldemar Hertfelder und andere Nachbarn machen sich Sorgen. Trotz der Tempo-30-Zone werde hier schneller gefahren. Verschärft werde die ungünstige Situation durch die unübersichtliche Kurve direkt vor dem Einmündungsbereich aus Richtung Dinklager Straße, sagt der Vater von drei Kindern. Bäume stehen dort und schränken die Sicht ein. Zumal kein Fußweg vorhanden sei. Auch Laternen gebe es nicht. Ganz nach dem Motto Gefahr erkannt, Gefahr gebannt, entwickelten die Ausschussmitglieder Lösungsmöglichkeiten.

Favorisiert wird eine Fahrbahnmarkierung: Die quer zur Fahrtrichtung schmaler werdenden, weißen Balken könnten in immer engeren Abständen aufgetragen werden. Zudem könnte mit einem optischen Trick gearbeitet werden: Weiße Linien an den Straßenrändern lassen die Fahrbahn enger wirken. Die Straßenmarkierungen aus Lackschichten sollen sowohl optisch wie akustisch auf die Gefahrenstelle aufmerksam machen.

Von höheren Straßenschwellen, die Fahrzeuge auf Schrittgeschwindigkeit abbremsen würden – wie etwa vor dem unbeschrankten Bahnübergang an der Mühlenbachstraße – rieten die Ausschussmitglieder ab. Das Abbremsen und Anfahren der Fahrzeuge sei zu laut. „Es ist die Frage, ob das von den Anliegern gewünscht ist“, argumentierte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug.

Heinrich Schonhöft (UWG) bemängelte grundsätzlich die unübersichtliche Beschilderung der gesamten 30-er- Zone, die sich über den gesamten westlichen Ortsteil Holdorfs erstreckt. Die Beschilderung an den jeweiligen Zufahrten mache dem Autofahrer nicht deutlich, dass er das Tempo zu drosseln habe, so der Ratsherr. Die vorhandenen Schilder würden schnell übersehen, da sie zu klein und zu hoch angebracht seien. Die Lösung sei vergleichsweise simpel: Es empfehle sich tiefer angebrachte, größere Schilder aufzustellen, um eine effektivere Wirkung zu erzielen.



Probleme bei Regen

Geschrieben von H. Vollmer am 2012-02-15
Entwässerung bei der Sporthalle Langenberg klappt nicht

Das Entwässerungssystem um die Sporthalle in Handorf-Langenberg bedarf einer Verbesserung. Immer wieder kommt es bei stärkeren Regenfällen zu Problemen. Einig waren sich die Mitglieder des Wirtschafts- und Sicherheitsausschusses gestern Abend, dass dringend Abhilfe geschaffen werden muss, um größere Gebäudeschäden zu vermeiden.

Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug informierte darüber, dass den bisherigen Entwässerungsplänen ein sogenanntes zweijähriges Hochwasser zugrunde gelegt werde. Dementsprechend würden Erweiterungen von Rohrsystemen bemessen. Was aber geschehe, wenn die Fluten eines zwanzigjährigen Hochwassers zu bewältigen seien, bleibe unbeantwortet. Deshalb solle überprüft werden, ob sich sowohl das Kleinspielfeld wie auch eine angrenzende Fläche zwischen der Handorfer Straße und Bergstraße als Versickerungsfläche eignen. Hier sollen Bodenproben Klarheit über die Sickerfähigkeit sowie den Grundwasserspiegel schaffen. Die Ausschussmitglieder

fassten den Beschluss, dass für 5700 Euro ein entsprechendes Entwässerungskonzept vom Ingenieurbüro Frilling aus Vechta erstellt werden soll. Der Grund: Bisher liegen keine Entwässerungspläne für die Sporthalle und die Grundschule vor. Zudem müsse auch der Bereich Steinfelder Damm in Höhe der Kirche wegen fehlender Angaben des Oldenburgisch-Ostfrisischen Wasserverbandes überprüft werden.



Nicole Schäfer ist Musikerin des Jahres

Geschrieben von OV am 2012-02-15
Jahreshauptversammlung des Blasorchesters Handorf-Langenberg

Nicole Schäfer ist Musikerin des Jahres 2011 beim Blasorchester Handorf-Langenberg. Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung im Musikbunker zeichnete sie der Vorsitzende Wolfgang Scholz mit diesem Ehrentitel aus.

Nicole Schäfer spielt Saxophon und Querflöte. Die jetzige Ehrung erhielt sie für ihr langjähriges Engagement. Sie ist damit die dritte Frau, an die der Titel geht, nach ihrer Schwester Bianka und Josefa Meyer im Jahr 2010. (Foto: Rehling)



Holdorfer fühlen sich von Fusion überrollt

Geschrieben von OV am 2012-02-14
Zusammenlegung der Pfarreien Holdorf und Steinfeld verzögert sich um einen Monat / Neuer Termin im Mai

Bisher haben die Holdorfer Katholiken sich nicht öffentlich zu Wort gemeldet, wenn es um die anstehende Fusion ging. Das heißt nicht, dass sie mit ihr einverstanden sind.

Die Fusion der katholischen Kirchengemeinden Holdorf und Steinfeld steht bevor (OV berichtete). Eigentlich sollte die Zusammenlegung der Gemeinden zur Kirchengemeinde St. Johannes Baptist Steinfeld am 15. April vollzogen werden. Doch jetzt hat sich der Termin verschoben. Neues Datum für die Fusion ist der 17. Mai. Das bestätigte gestern das Bischöfliche Münstersche Offizialat.

Die Holdorfer Katholiken werden also noch einen Monat länger allein gelassen mit wichtigen Entscheidungen, die anstehen wie die Sanierung der Kirche, die Erneuerung der Friedhofmauer und die Arbeiten an der Leichenhalle in Handorf- Langenberg.

Für den stellvertretenden Vorsitzenden des Verwaltungsausschusses der Kirchengemeinde, Jürgen Schröder, ist das eine unbefriedigende Situation. Das bedeutet nicht, dass er die Fusion kaum erwarten kann. Er würde sie gerne abwenden. Eine Seelsorgeeinheit ist die Alternative, die Schröder und die anderen Mitglieder des Verwaltungsausschusses bevorzugen und schon im vergangenen Jahr gefordert haben.

Bei der Seelsorgeeinheit würde die Holdorfer Kirchengemeinde ihre Selbstständigkeit behalten, die Eigenverantwortlichkeit würde bleiben. Den Pfarrer würde man sich wie bei der Fusion mit den Steinfeldern teilen, und er würde auch seinen Sitz in Steinfeld haben. Mit der Seelsorgeeinheit bleibe die Identifikation der Menschen mit ihrer Kirche vor Ort erhalten. Mit einer Fusion gehe sie immer mehr verloren, glaubt Schröder. „Ich kann keinen Vorteil erkennen, den die Fusion bringen soll.“

Etliche Gespräche habe man mit Vertretern des Offizialats in Vechta geführt. „Aber auch da wurde nicht vermittelt, wo die Vorteile liegen“, so Schröder. Die Holdorfer Katholiken haben auch Schreiben an das Offizialat und an Bischof Felix Genn geschickt und klar Stellung gegen eine Fusion bezogen. Den Schriftverkehr habe man jetzt eingestellt. „Wir fühlen uns nicht ernst genommen“, betont Schröder. Auch bei den Gesprächen hatten Schröder und seine Mitstreiter das Gefühl: „Es wurde uns nicht zugehört.“

Schließlich habe man schon frühzeitig, als Pastor Michael Kenkel noch in Holdorf war, versucht, die Kirchenvertreter in Vechta zu einer Seelsorgeeinheit zu bewegen. Jetzt fühlt sich Schröder wie viele andere Gemeindemitglieder auch von der Fusion überrollt und nicht mitgenommen.

Auch die politische Gemeinde Holdorf steht der Fusion der Kirchengemeinde mit Steinfeld kritische gegenüber. Sie unterstützt die Forderung nach einer Seelsorgeeinheit.





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