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News-Archiv (bis Februar 2017)

Bläser-Klänge erfüllen die Kirche

Geschrieben von H. Vollmer am 2011-12-03
Orchester des Holdorfer Musikvereins begeistert Publikum im voll besetzten Gotteshaus

Das symphonische Orchester des Musikvereins Holdorf überzeugte durch ein qualitativ hochwertiges Konzert zur Einstimmung auf die Adventszeit. (Foto: Vollmer)


Besinnliche Atmosphäre herrschte beim Konzert des Holdorfer Musikvereins – passend zum Programm.

Das Orchester des Musikvereins Holdorf hat jetzt bei seinem Konzert bewiesen, dass die musikalische Entwicklung von Freizeitinstrumentalisten nicht auf einem Level stehen bleiben muss. Die Zuschauer in der vollbesetzten Pfarrkirche St.- Peter-und-Paul jedenfalls dankten es den Musikern um Dirigent Josef Bruns, dass sie mit Einfallsreichtum, Fleiß und Spielfreude die Einstimmung in den Advent zu einem außergewöhnlichen Konzertabend gestalteten.

Zu dem Thema „Im Warten auf den Erlöser zur Stille finden“ hatte Josef Bruns ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt. Für die Zuhörer hielt das Orchester ein Musikerlebnis bereit. Die Posaunisten Norbert gr. Schlarmann und Mike Finke sowie Hornist Stephan Flore intonierten beim „Concertino für drei Alphörner und Blasorchester“ von Gottfried Veit einen Musikgenuss der besonderen Art. Der warme, volle Ton dieser in unseren Breitengraden seltenen Instrumente erfüllte das Kirchenschiff. Im Wechsel- und Zusammenspiel mit dem Orchester verschmolzen die symphonischen Klänge zu einer Einheit. Außerdem eröffnete und beschloss das Alphorntrio die besinnlichen 90 Minuten.

Zwischen den Musikstücken lasen Silvia Boye, Andrea Platte und Christiane gr. Schlarmann Texte zur Einstimmung in die Weihnachtszeit. Interessant war die Interpretation bekannter Stücke wie „Wachet auf ruft uns die Stimme“ von Johann Sebastian Bach. Die mäßig beleuchtete Kirche bot eine besinnliche Atmosphäre. Das Orchester zelebrierte unterstützt von Kesselpauken und kräftigen Tuben eine getragene, aber durch Querflöten, Klarinetten und im helleren Tonbereich angesiedelte Instrumente dennoch zuversichtlich stimmende Melodie.

Eine besondere Herausforderung stellte der „Hymn of the Cherubim“ an das Orchester. Mit einem Hauch von Melodie, begleitet von zartem Klang einer Triangel, und immer lauter werdend verkündet das Stück die himmlische Botschaft von der Ankunft Jesu. Langanhaltender Beifall belohnte die Musiker zum Abschluss des Konzerts.



Buchenallee mit Tempo 20 genießen

Geschrieben von OV am 2011-12-02
Holdorfer Wirtschafts- und Sicherheitsausschuss plant Schikanen für innerörtliche Raser

Wie bremst man Raser aus? Eine Frage, mit der sich der Holdorfer Wirtschafts- und Sicherheitsausschuss befasst hat.

Gerast wird in Holdorfs Buchenallee. Das treibt nicht nur die Anlieger, sondern auch die Kommunalpolitiker um. Nicht erst seit der jüngsten Sitzung des Wirtschafts- und Sicherheitsausschusses. Bereits seit einiger Zeit steht in der Buchenallee ein Geschwindigkeitsmessgerät. Damit hatte die Verwaltung auf die Beschwerde eines Anliegers reagiert, der sich über zu schnelle Fahrzeuge beschwert hatte. In der Buchenallee gilt Tempo 30.

Mit Hilfe des Messgeräts wurde festgestellt, dass über die Hälfte der Fahrzeuge in der Buchenallee schneller als 30 Stundenkilometer fahren.

Der Ausschuss sprach sich jetzt dafür aus, die Tempobegrenzung von 30 auf 20 herunterzusetzen. Darauf sollen am Anfang und Ende der Straße beidseitig Schilder und Markierungen auf der Fahrbahn hinweisen. Die Idee von Bürgermeister Dr.Wolfgang Krug, provisorische Sichtblenden in der schnurgeraden Straße aufzustellen, wurde zurückgestellt. Und zwar mit Blick auf den Kreuzungsbereich Im Himmelreich/ Im Eichengrund. Denn hier sind die Straßen und der Kreuzungsbereich schwer einsehbar. Doch auch hier klagen Anwohner, dass zu schnell gefahren wird. Der Ausschuss entschied, sich die Verkehrssituation im Kreuzungsbereich vor seiner nächsten Sitzung vor Ort anzuschauen.

Dass der Bereich der Einmündung der Handorfer Straße (L851) in die Straße Am Osterberg mit seiner bröckeligen, löchrigen Fahrbahndecke in schlechtem Zustand ist, steht außer Zweifel. Das, so teilte der Bürgermeister mit, sehe die niedersächsische Straßenbaubehörde ähnlich, die für die betroffene Landesstraße zuständig ist. Allerdings sei der Zustand aus Behördensicht nicht so schlecht, dass man ihn sofort beheben wolle. Man wolle ihn weiterhin beobachten. Da es sich um keine Gemeindestraße handelt, sprach der Ausschuss die Empfehlung aus, sich als Gemeinde nicht an der Sanierung zu beteiligen.



Petition bringt Politiker ins Wasserwerk

Geschrieben von OV am 2011-12-01
Dr. Stephan Siemer und seine Kollegen aus dem Niedersächsischen Landtag informieren sich in Holdorf

Politiker im Wasserwerk: (von links) Bernard Schonhöft (UWG), Dienststellenleiter des Wasserwerks Jürgen Neu, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters Heiner Themann, die Landtagsabgeordneten Axel Miesner (CDU),Gero Hocker (FDP), Martin Bäumer, Anette Meyer zu Strohen, Dr. Stephan Siemer, Dr. Hans-Joachim Deneke-Jöhrens (alle CDU) und Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug. (Foto: Köhne)


CDU- und FDP-Mitglieder des Niedersächsischen Landtags besuchten gestern das Holdorfer Wasserwerk. Grund: Die Petition der UWG gegen den Antrag auf Wassermehrentnahme.

Ein ganzer Karton von Einwänden zum Antrag des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) auf Erhöhung der Fördermenge im Wasserwerk Holdorf liegt dem Landkreis Vechta vor. Rund 1500 Einwendungen hat Otto Langeland, Amtsleiter für Wasserwirtschaft beim Landkreis, auf dem Tisch. Denn der Landkreis ist in dem laufenden Verfahren Genehmigungsbehörde.

Der Niedersächsische Landtag hat damit nichts zu tun. Trotzdem – auch ihm ist das Thema Wasser wichtig. Und ihm liegt inzwischen die Petition der UWG Holdorf vor, die sich ebenfalls gegen den OOWV-Antrag richtet. Diese Petition, erklärt der Landtagsabgeordnete Dr. Stephan Siemer aus Vechta, sei der Anlass, warum er mit dem umweltpolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Martin Bäumer und weiteren Mitgliedern des Arbeitskreises „Umwelt“ der CDU/ FDP-Landtagsfraktionen in das Wasserwerk Holdorf gekommen ist.

Während die Gäste das Wasserwerk erkundeten, erläuterte Siemer, dass es Aufgabe der Politik sei, abzuwägen zwischen den Bedürfnissen einer expandierenden Gesellschaft und Wirtschaft und dem Wohle der Bürger vor Ort und der Natur. „Egal wie die Entscheidung ausfällt. Wir müssen Lösungen finden.“ Noch sei im Fall des OOWV-Antrags nichts entschieden, so der Landespolitiker: „Die Petition hat uns eigentlich zu früh erreicht.“

Das Für und Wider des Antrags ist zuvor im Holdorfer Rathaus diskutiert worden. Einen sehr sachlichen Vortrag bescheinigt OOWV-Bereichsleiter Gewässerschutz Egon Harms anschließend Franz Greve, der für die „Interessengemeinschaft für umweltverträgliche Wasser Förderung“ (IGUVW) gegen den OOWV-Antrag argumentiert hat. Unter anderem hat Greve mit alten Fotos das Absinken des Grundwasserspiegels dokumentiert. Und er hat auf Versäumnisse bei Pumpversuchen und Wasseruhren an den Brunnen hingewiesen.

Langeland erklärt, dass der Erörterungstermin im nächsten Jahr stattfindet und eine Entscheidung erst hinterher fällt. Danach könne innerhalb eines Monats Klage eingereicht werden. Und Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug belässt es bei dem Satz: „Holdorf hat mit dem Heidesee ein Juwel vertrauensvoll in die Hand des Landkreises gelegt.“



Planungs- und Umweltausschuss Holdorf tagte

Geschrieben von H. Vollmer am 2011-11-30
Mitglieder besprachen Themen wie Elektrosmog und Hochwasserkonzepte für Überschwemmungsgebiete

Diplom-Ingenieur Stefan Meier erläutert das bisher erarbeitete Wasserschutzkonzept für Holdorf. (Foto: Vollmer)


Während der ersten Sitzung des neugebildeten Planungs- und Umweltausschusses in Holdorf befassten sich die Mitglieder mit den Themen Elektrosmog und die Hochwasserkonzeption für das Überschwemmungsgebiet Handorfer Mühlenbach. Unter der Leitung des Vorsitzenden Frank Lüpke-Narberhaus (CDU) ging es außerdem um zahlreiche Änderungen von Bebauungsplänen.

Dr. Roland Staudt, Leiter des Gesundheitsamtes Vechta, informierte über mögliche gesundheitsschädigende Auswirkungen von elektromagnetischen Wellen, die von Funkanlagen und Sendemasten ausgehen können. Er erklärte, dass die Grenzwerte der Strahlenschutzordnung bis zu 1000 Mal höher ausgelegt seien als der Wert ab dem gesundheitliche Einwirkungen erwartet werden. Bernard Schonhöft (UWG) sagte, das Risiko werde in Deutschland kleingeredet. Er wies auf Untersuchungen in Holland und Österreich hin. Diese zeigten, dass es Risiken gäbe, deren biologische Auswirkungen sich in einem Umkreis von bis zu 500Metern einer Sendeanlage noch bemerkbar machten.

Da Langzeitwirkungen unbekannt sind, gab es Einigkeit darüber, dass es noch Forschungsbedarf gibt. Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug erwartet nähere Erkenntnisse durch eine mobile Messanlage, die im Frühjahr 2012 im Gemeindegebiet zum Einsatz kommen soll.

„Ein vollkommener Hochwasserschutz ist für Holdorf möglich“, sagte Stefan Meyer vom beauftragten Ingenieur- Dienst-Nord (IDN) zum Thema Mühlenbach. Nach seinen Erkenntnissen seien in den Bereichen Dersaburg, Hellbusch und Haveriede drei Gebiete zur wirksamen Regenwasserrückhaltung geeignet. Die Bereiche Dersaburg und Hellbusch seien natürliche Senken, die mit geringem Aufwand schnell hergerichtet seien. Mit Kosten von 9000 beziehungsweise 13 000 Euro seien zu rechnen.

Mit 135 000 Euro dagegen rechnete Stefan Meier für die Errichtung von Dämmen und Wällen im Bereich Haveriede. Mit 6000 Euro schlage die Verwallung zu Buche, die vor dem Eintritt des Mühlenbaches in die Verrohrung notwendig werde. Aus stehe noch eine Untersuchung an der Grambker Straße, an der eine weitere Rückhaltung der Wassermengen ohne großen Aufwand möglich wäre.





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