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News Archiv

Fröhliches Treiben in bewaldeter Anlage

Geschrieben von H. Vollmer am 2011-08-29
Hexenzauber und phantasievolle Märchen im Naturlehrpfad an der Grandorfer Straße

Spielerisch die Natur kennenlernen: Die Kräuterhexe Maike Hoberg (rechts) aus Voltlage führte die Mädchen und Jungen in die Geheimnisse der Kräuter ein. (Foto: Vollmer)


Der Naturlehrpfad an der Grandorfer Straße ist ein Kleinod, das der 1991 gegründete Ortsverein des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) im Jahr 2002 geschaffen hat. Was lag näher, als den runden Geburtstag hier zu feiern, und gleichzeitig den „Natur erleben“- Tag des Landkreises gemeinsam mit der Gemeinde Holdorf auszurichten?

Während eines Waldfrühschoppens zeichnete gestern Vormittag der Nabu-Bezirksvertreter Rolf Grösch den Ortsvereinsvorsitzenden Thomas Wagner und seinen Stellvertreter Ludger Westerhoff jeweils mit der silbernen Ehrennadel des Verbandes aus. Beide gehören zu den Gründungsmitgliedern und sind von Anfang an im Vorstand aktiv – sie sind sozusagen die Motoren des Ortsvereins.

Nachmittags entwickelte sich ein fröhliches Treiben in der bewaldeten Anlage. Reiten auf Pferd und Esel, Ritterspiele und die Begegnung mit einer echten Kräuterhexe. Maike Hoberg aus Voltlage „verzauberte“ die Kinder, verpasste ihnen Hexenhut und Hexensprüche und führte sie in die Welt der Kräuter ein. Am Ende gab es wertvolle Tipps für den Umgang mit den Pflanzen, die rechts und links desWegerandes und imWald wachsen.

Am frühen Abend starteten die Jüngsten einen Laternenumzug, um sich anschließend von einer Märchenerzählerin in die Welt der Phantasie entführen zu lassen. Und zum Geburtstag gab es inmitten des Waldes einen neuen, fünf Meter hohen Totempfahl, den der Kettensägenkünstler Hans-Jürgen Pille aus Damme gestaltete.



Kommunalwahl 2011 - Doppelte Anzahl

Geschrieben von OV am 2011-08-29
42 Kandidaten werben um 18 Ratssitze / Bürgermeister Dr. Krug steht zur Wahl

Um die 18 Sitze im Holdorfer Rat bewerben sich 42 Kandidaten: 21 schickt die CDU ins Rennen, acht kommen von der SPD und 13 von der Unabhängigen Wählergemeinschaft für Holdorf (UWGHOL).

Es treten an:

CDU: Norbert von Handorff (1951), Bankkaufmann; Silvia Boye (1954), OP-Schwester; Jan Nikolas Pille (1991), Auszubildender; Udo Schlarmann (1962), selbst. Fliesenleger; Jan Dier Brand (1976), Augenoptiker; Norbert gr. Schlarmann, (1960), Dipl. Kaufmann; Rudolf Bergmann (1964), Polizeibeamter; Manuela Rocks (1964), Hausfrau; Ludger Westerhoff (1956), Verwaltungsbeamter; Frank Lüpke-Narberhaus, (1977), Kaufmann; Wolfgang Tappe (1970), Berufschullehrer, Tischler; Mario Stickfort (1976), Kaufm. Angestellter; Mathias Honkomp (1969), Landwirt; Doris Mey (1965), Rechtsanwalts- und Notargehilfin; Beate Thörner (1967), Altenpflegerin; Mario Trumme (1976), Elektrotechnikmeister; Waldemar Kopp (1974), Industriemeister; Ute Frenking (1961), Angestellte; Reinhard Schröder (1957), Küchenmeister; Christoph Thesing, (1967), Kfz-Meister; Christian Schnieders (1970), Taxi-Unternehmer.

SPD: Martin Fischer (1965), Versicherungskaufmann; Inge Schuster (1950), Lehrerin; Stephan Möhring (1983), Lehrer; Rainer Deters (1959), Betriebsrat; Elisabeth Vodde-Börgerding (1958), Sozialpädagogin; Goran Bozan (1992), Auszubildender; Andrej Frankowski (1971), Künstler; Edith Langhort (1957), Buchhalterin.

UWG-HOL: 1. Martin Lampe (1960), Technischer Berater; Bernard Schonhöft (1947), Eisenbahner; Christian kleine Bornhorst (1982), Tischler; Heinrich Schonhöft (1941), Pensionär; Heike Weddehage (1973), Industriekauffrau; Annette Chojnacki (1968), Hausfrau, Tagesmutter; Markus Oevermann (1976), Betriebswirt d.H.; Ralf Hagedorn (1969), Diplom-Ingenieur FH; Sascha Grevenstette (1972), Industriekaufmann; Heike Busse (1973), Lehrerin; Jürgen Hagedorn (1969), Baumaschinenführer; Ingo Busse (1974),Werkzeugmechaniker; Irmgard Scholz (1954), Lehrerin.


Bürgermeister: Demografischer Wandel als Thema

Nicht nur die Mitglieder des Gemeinderates, auch der Bürgermeister steht am 11. September in Holdorf zur Wahl: In diesem Amt arbeitet seit 2004 Dr. Wolfgang Krug an der Spitze der Verwaltung. „Ich habe die Arbeit der vergangenen Jahre als sehr konstruktiv und von gegenseitigem Vertrauen geprägt empfunden“, sagt er. Als Hauptthema in den kommenden Jahren sieht er den demografischen Wandel. „Denn damit verbunden sind viele andere Themen“, so der Bürgermeister.

Einem Rückgang der Geburtenrate müsse man aktiv entgegen steuern – indem man den Zuzug von außen fördere, Bauplätze schaffe, Gewerbeansiedlung möglich mache und dadurch Anreize für neue Arbeitsplätze gebe. „Gleichzeitig muss auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefördert werden“, betont Krug. In den kommenden Jahren würden zudem Fragen zum Schulstandort Holdorf mitsamt Oberschule und das Thema Wasser die Holdorfer weiter begleiten, ist der Bürgermeister sicher.



Kommunalwahl - Themen: Wasser, Wirtschaft und Wohnungsbau

Geschrieben von OV am 2011-08-29
Holdorfer Kommunalpolitiker sind sich einig: Man muss den Bürger mitnehmen und einbeziehen

Bürger wehren sich: Auch in den kommenden Jahren wird das Thema Wasser auf der Tagesordnung bleiben. Da sind sich alle Gruppierungen in Holdorf einig. (Foto: Vollmer)


„Wir wollen die Gemeindepolitik nicht neu erfinden“, sagt Heinrich Schonhöft von der UWG. Aber die Arbeit des Rates soll offener gestaltet werden und Bürger sollen rechtzeitig über neue Entwicklungen informiert werden. „Wenn nur 50 Prozent der Holdorfer zur Wahl gehen, muss doch etwas mit der Mehrheitspolitik falsch laufen“, sagt er. „Wir müssen in vielen Bereichen einfach mehr Fantasie entwickeln.“

Auch die CDU geht den Weg der Bürgernähe. „Seit 2001 laden wir die Holdorfer regelmäßig zu einem Forum ein“, sagt Norbert von Handorff, Fraktionsvorsitzender der CDU Holdorf. Dabei kämen aktuelle Themen auf die Tagesordnung. Auch dieses Mal hat man aus den Vorschlägen wieder ein Zehn-Punkte-Programm geformt, das in den kommenden Jahren abgearbeitet werden soll. „Wenn wir 80 Prozent der Vorschläge verwirklichen können, ist das eine gute Quote“, sagt der CDU-Mann. Zu den Vorschlägen zählen etwa bezahlbare Bauplätze oder die Neuansiedlung von Gewerbe.

Inge Schuster, Parteivorsitzende der SPD Holdorf, sieht vor allem auch Ansatzpunkte bei Jungunternehmern. „Denen müssen wir Starthilfen geben und Kontakte vermitteln, in dem wir Ansprechpartner bei der Wirtschaftsförderung vermitteln“, sagt sie.

Ein weiteres Thema, das CDU-Fraktionsvorsitzender von Handorff in den Blickpunkt rückt, ist die demografische Entwicklung. „Wir müssen Konzepte entwickeln, um in Holdorf die Nase vorn zu haben“.Wichtig sei es, der Jugend Perspektiven im Ort zu geben: Alle drei Schulen in Holdorf müssten erhalten bleiben. Und auch die Schülerbeförderung müsse übernommen werden. In dieser Frage herrscht Einigung zwischen CDU und UWG: „Die Schülerbeförderung muss angeboten werden, ohne die Eltern finanziell zu belasten“, sagt UWG-Kandidat Schonhöft. Ein weiteres, dringendes Thema sieht er beim seniorengerechten Wohnungsbau. „Da müssen wir angemessene, einkaufsnahe und bezahlbare Wohnungen im Ortskern zur Verfügung stellen“, sagt er. Der sozialverträgliche Wohnungsbau liegt auch der SPD am Herzen. „Es gibt kaum Mietwohnungen in Holdorf und vor allem junge Leute müssen deshalb auf andere Gemeinden ausweichen“, sagt Schuster.

Das Thema Wasser werde alle Parteien und Gruppierungen weiter beschäftigen. „Wir werden unsere Proteste gegen die Erhöhung der Wasserentnahme fortsetzen“, sagt von Handorff. Heinrich Schonhöft denkt noch weiter: Er gibt zu bedenken, „dass man aber auch darüber nachdenken muss, wie wieder Wasser in die Erde kommt.“



UWG lehnt Hochwasserschutzkonzepte ab

Geschrieben von OV am 2011-08-27
Eigentliche Ursachen werden nicht behandelt / UWG will runden Tisch einberufen

Mit den beiden Konzepten des Gutachtens zum Hochwasserschutz in Holdorf werde nur an den Symptomen „herumgedoktert“. Die eigentlichen Ursachen der Hochwassergefahr werden nicht behandelt, sagte Bernard Schonhöft von der UWG Holdorf. Ökologische Aspekte würden keine Berücksichtigung finden.

Der Handorfer Mühlenbach, der zum Fließgewässersystem Ems gehört, wird vom Land Niedersachsen nicht mehr als natürliches Fließgewässer, sondern nur noch als „erheblich veränderter Wasserkörper“ eingestuft. Das ökologische Potential wird dabei als „schlecht“ bezeichnet. Die UWG sieht die Gefahr, dass möglicherweise „viel Geld in den Sand gesetzt“ wird. Man spricht schon jetzt über Kosten von bis zu 300 000 Euro. Darüber hinaus werden bei der Durchführung der Maßnahme wertvoller Boden für einen kilometerlangen Graben und einen bis zu 2,50Meter hohen und 300 Meter langen Damm verbraucht. Durch den geplanten Bau von Drosselbauwerken werde die Gewässerdurchlässigkeit weiter verschlechtert. Beide Maßnahmen stimmen nicht mit den erklärten Zielen der WRRL überein.

Die Teileinzugsgebiete müssten wesentlich differenzierter betrachtet werden. So sind etwa die schon vorhandenen natürlichen Rückhaltebecken oder Senken mit einzubeziehen.

Auch eine Revitalisierung des Baches müsste in Betracht gezogen werden. „Neben einer Verringerung der Schadstoffeinträge und der Verbesserung des ökologischen Potentials darf die Bedeutung der Landschaft und Natur nicht vergessen werden“, so die UWG.

Die Gruppierung schlägt daher einen runden Tisch vor, bei dem Landwirte, Grundstückseigentümer, Behörden, Naturschutzbehörden, Naturschutzverbände, Wasserverbände und Vereine gemeinsam nach guten und dauerhaften Lösungen suchen.

Die UWG ist der Meinung, dass aktuell durch die Aufnahme in den Naturpark Dümmer für die Gemeinde Holdorf eine ganz besondere Verpflichtung besteht, im Bereich Natur- und Landschaftsschutz tätig zu werden.





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