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Holdorfs Pfarrer wechselt nach Raesfeld

Geschrieben von OV am 2011-07-22
Personalfrage für Übergang noch ungeklärt / Fünf Monate nach Kenkels Weggang zu überbrücken / Raesfeld ähnlich geprägt wie Holdorf

Beim Schützenfest traf Pfarrer Michael Kenkel jüngst den Nerv seiner Zuhörer. (Foto: Vollmer)

Zwischen dem 13. November 2011 und dem 15. April 2012 liegen gut fünf Monate. Am 13. November verlässt Pfarrer Michael Kenkel Holdorfs katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul. Am 15. April 2012 werden St. Peter und Paul mit der Tochterkirche St. Barbara Handorf-Langenberg und die Kirchengemeinde St. Johannes Baptist Steinfeld mit St. Bonaventura Mühlen fusionieren.

Bereits am 17. August wird der dann emeritierte Pfarrer Helmut Middendorf in das Holdorfer Pfarrhaus ziehen. Dass er von November bis April alle geistlichen Aufgaben in Holdorf übernehmen muss, ist unwahrscheinlich. Wie die genaue Aufgabenverteilung während dieser Übergangszeit aussieht, steht allerdings noch nicht fest. „Das werdenwir nach demUrlaub regeln“, sagte gestern Pfarrer Michael Kenkel. Das Offizialat werde sich etwas einfallen lassen, wie das Ganze personell zu bewerkstelligen sei.

Seine neue Stelle trete er frohen Mutes und mit Zuversicht an, so Kenkel. „Der Abschied von Holdorf wird mir aber sicherlich schwerfallen. Ich habe mich hier sehr wohlgefühlt.“ Dass jetzt alles so schnell gehe, habe ihn doch sehr überrascht, sagt der 44-Jährige. In Raesfeld wird Kenkel Hirte von 8600 Christen sein. Raesfeld St. Martin vereint 6000 Katholiken, die bereits eine Fusion mit Raesfeld-Rhedebrügge hinter sich haben. Diese fusionieren mit Kenkels Amtsantritt dann noch mit den 2600 Gläubigen von Raesfeld-Erle zur neuen Pfarrei Raesfeld St. Martin und Raesfeld-Erle St. Silvester. „Ich komme aus den Fusionen nicht mehr heraus“, sagt Kenkel scherzhaft. Auf völlig Neues trifft Kenkel in Raesfeld nicht. Vielmehr kommt er ins katholisch geprägte Münsterland, das mit dem Oldenburger Münsterland viel gemein hat. Und was den Kinderreichtum angeht, übertrumpft der Kreis Borken sogar noch die Landkreise Cloppenburg und Vechta.

Vielen Holdorfern dürfte ihr Ratsvorsitzender Bernard Echtermann aus der Seele sprechen: „Pfarrer Kenkel war ein Segen für die Kirchengemeinde. Er hat viele Liegenschaften angepackt. Er hat die Kirchenrenovierung in Angriff genommen und die Umgestaltung des Kirchenumfeldes im Rahmen der Dorferneuerung vorangetrieben.“ Kenkel habe, wenn wichtige Entscheidungen für Holdorf anstanden, seine Stimme erhoben. „Das habe ich sehr geschätzt“, so Echtermann.



Holzenkamp hält Messe in Holdorf

Geschrieben von OV am 2011-07-21

Sieben Jahre ist es her, dass sich die katholische Pfarrgemeinde St. Peter und Paul in Holdorf von ihrem Pfarrer Albert Holzenkamp verabschiedete. Um so mehr freut es jetzt die katholische Frauengemeinschaft dass Holzenkamp, der seinen Ruhestand in seiner Heimatgemeinde Garrel verbringt, am Dienstag (26. Juli) noch Holdorf kommt. Er wird die Anna-Messe halten, die ein Beitrag zum diesjährigen 90-jährigen Bestehen der Frauengemeinschaft ist. Die Messe beginnt um 8.30 Uhr. Neben allen Mitgliedern sind alle ehemaligen Vorstandsmitglieder und Bezirkshelferinnen eingeladen. Nach dem Gottesdienst geht es zum Frühstück ins Pfarrheim. Holzenkamp wurde 2004 mit der „Großen Ehrentafel“ der Gemeinde Holdorf ausgezeichnet.



Tom Paerschke neuer umjubelter Kinderkönig

Geschrieben von H. Vollmer am 2011-07-18
Heinz Heiker erhält höchste Auszeichnung der Holdorfer Schützen / Marina Krämer erste Jugendprinzessin

Junge Herrscherriege: Kinderkönig Tom Paerschke mit seiner Königin Nele Skreba (vorn Mitte) regiert im Jubiläumsjahr den Nachwuchs in Holdorf. Links daneben das 1.Adjutantenpaar Luca Jendrzejewski und Charlyne Entrup. Rechts das 2.Adjutantenpaar Johan Müller und Sina Schlotmann. Hintere Reihe von links: Rika Olberding und Jannes Pofahl, Jana Ahrling und Simon Helms sowie Lena Haskamp und Christopher Kenkel. Foto: Vollmer


Tom Paerschke ist im 150. Jubiläumsjahr des Holdorfer Schützenvereins der neue Kinderkönig. Gestern Nachmittag setzte der Schüler sich mit 30 Ringen gegen seine Mitstreiterinnen Jule Locker und Antonia Baumann (beide 29 Ringe) durch. Zur Königin erkor er sich Nele Skreba. Während der Proklamation überreichte gestern Nachmittag Vizepräsident Nicolas Vogt gemeinsam mit Jugendbetreuerin Sigrid Plewa unter jubelndem Beifall die Insignien.

Tom Paerschke berief zu seinem Hofstaat Luca Jendrzejewski und Charlyne Entrup zum 1. Adjutantenpaar sowie Johan Müller und Sina Schlotmann zum 2. Adjutantenpaar. Weiterhin gehören zum Hofstaat Jannes Pofahl und Rika Olberding, Simon Helms und Jana Ahrling sowie Christopher Kenkel und Lena Haskamp.

Der erste Jugendprinz des Schützenvereins ist eine Jugendprinzessin. Überhaupt machten gleich drei Mädchen unter sich diesen neu ins Leben gerufenen Titel aus und ließen den Jungen keine Chance. Während sich Marina Krämer souverän mit 28 Ringen die Jugendprinzenkette eroberte, folgten Franziska Baumann und Sidonia Rottinghaus mit jeweils 27 Ringen auf den nachfolgenden Plätzen.

Nachmittags nahm unter großem Applaus Schützenbruder und Ehrenvorstandsmitglied, Oberst Heinz Heiker den Alfred-Wernke-Gedächtnispreis aus den Händen von Präsident Richard Zumloh entgegen. Die höchste Auszeichnung des Schützenvereins. Der Ausgezeichnete ist seit 1968 Mitglied und über die Position des Kompaniefeldwebels zum Kompaniechef aufgestiegen. 1973 wurde er als stellvertretender Schriftführer in den Vorstand gewählt. Dieses Amt führte er 20 Jahre aus. Von 1993 bis 2002 setzte er seine Geschicke als Vizepräsident ein. Große Verdienste erwarb er sich als Vorsitzender des Bauausschusses von 1987 bis 2001. In dieser Zeit wurde die Schießhalle umgebaut und erweitert.

Nachdem der Jubiläumsverein bereits am Freitag beim Kommers mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister als Festredner (wir berichteten) ein Highlight gesetzt hatte, folgte gestern Mittag ein weiterer Höhepunkt im HSV-Sportpark. Hier fanden sich mehr als 1600 Schützenschwestern und -brüder aus 14 Gastvereinen sowie sieben Musikgruppen und mehrere Hundert Zuschauer ein. Der Vorstand empfing zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Kirche, Verbänden, benachbarten und befreundeten Schützenvereinen. Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug betonte, dass der Schützenverein eine wertvolle gesellschaftliche Aufgabe wahrnehme. Der Vizepräsident des Oldenburgischen Schützenbundes hob die hervorragende Jugendarbeit bei den Sportschützen hervor. Hier seien viele Talente entdeckt, gefördert und ausgebildet, die sich immer wieder erfolgreich bei Wettbewerben der Bezirks- und Landesebene bis hin zur Bundesebene seit Jahren einbringen.

Beim Festumzug durch den fahnengeschmückten Ort hin zum Schützenplatz versammelten sich mehrere Tausend schaulustige Bürger am Straßenrand und jubelten den Schützen und dem noch amtierenden Königspaar Christian III. von Lehmden und seiner Königin Jeannine Hein sowie deren Hofstaat zu.




Der Abglanz des Paradieses im Schützenzelt

Geschrieben von OV am 2011-07-16
Holdorfer Schützenverein feiert 150-jähriges Bestehen: Ministerpräsident McAllister der richtige Festredner

Stimmgewaltig: Das Niedersachsenlied schmetterten Ministerpräsident David McAllister (links) und rund 1100 Gäste im Festzelt zum Kommers-Auftakt. (Foto: Vollmer)


Er schien kein Ende zu nehmen, der Marsch mit dem der Musikverein Holdorf gestern Abend den Festkommers des Holdorfer Schützenvereins eröffnete. Schließlich mussten die Musiker so lange musizieren, bis auch der letzte Fotograf das passende Bild vom Einmarsch des Niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister geschossen hatte. Der war gekommen, um mit über 1100 Menschen im Festzelt auf dem Schützenplatz das 150-jährige Bestehen des Vereins zu feiern.

Am Ehrentisch des Schützenpräsidenten Richard Zumloh schien sich der CDU-Politiker sichtlich wohl zu fühlen. Dort hatten unter anderem auch Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug, CDU-Landtagsabgeordneter Dr. Stephan Siemer und CDU- Bundestagsabgeordneter Franz-Jossef Holzenkamp sowie die Kirchenvertreter Platz genommen. Natürlich hatte McAllister, selbst eingefleischter Schütze, dem Wunsch Zumlohs gern entsprochen und war in Schützenuniform in Holdorf erschienen. Bei dem Anblick war schon klar: Der Mann war die richtige Festredner- Wahl. Er nehme gerne Termine in Berlin-Mitte wahr, „wo ich es mit lauter Schlauschnackern zu tun habe.“ Und deshalb mache er sich immer wieder gern auf den Weg Richtung Niedersachsen, „wo ich auf normale Menschen treffe – und das ist auch auf Schützenfesten.“ Großer Jubel im sonnendurchfluteten Zelt.

Amüsant auch McAllisters Ausflug in sein Schützenkönigsdasein 2001: „Es war ein metaphysisches Glückserlebnis, das nur die nachvollziehen können, die ins Blaue schossen und wider Erwarten ins Schwarze trafen.“ Als er damals mit Christian Wulff durch seine Heimatstadt ging und mit Majestät angesprochen wurde, habe dieser gesagt: „Dir ist der Erfolg wohl zu Kopf gestiegen. Ich finde das gehört sich unter Demokraten nicht.“

Nicht McAllister war der Gast mit der weitesten Anreise zum Kommers, sondern eine ganze Musikkapelle aus den USA. Die Meire Grove Band, deren Mitglieder Vorfahren in Holdorf und Dinklage haben, war eigens gekommen. Ein besseres Präsent als ihren Auftritt hätten die Musiker nicht mitbringen können. Außerdem spielten auch der Musikverein Holdorf und der Spielmannszug Reinigen-Dielingen auf und erhielten viel Applaus von den Holdorfer Schützen und den befreundeten Schützen aus Handorf-Langenberg, Fladderlohausen und den Schützen des Viererbundes aus Dinklage, Langwege und Grönloh- Wedel.

Bürgermeister Krug, selbst auch in Uniform, freute sich, dass McAllister sich das beste bei seiner Sommertour durchs Land, nämlich Holdorf, für den Schluss aufgespart habe. Und Holdorfs katholischer Pfarrer Michael Kenkel lobte das Schützenfest als ein Dorffest: „Was die Kirche nicht kann, weil die evangelische und die katholische leider noch getrennt sind, das kann der Schützenverein: Alle miteinander vereinen.“ Für ihn ein Abglanz des Paradieses. Heute, morgen und Montag wird weitergefeiert.





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