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News-Archiv (bis Februar 2017)

Seit 65 Jahren der Kolpingsfamilie treu

Geschrieben von OV am 2010-12-07
Josef Schmunkamp wird in Holdorf geehrt / Zehn Jugendliche neu aufgenommen

Junge und alte Mitglieder: Die Kolpingsfamilie Holdorf hat zum Gedenktag neue Interessierte aufgenommen und verdiente Mitglieder geehrt. (Foto: privat)


Neues wagen und Tradition bewahren: Auf dem Kolpinggedenktag am Samstag in Holdorf vereinte die Kolpingsfamilie beides.

Die Neuaufnahme von fünf Jugendlichen ist ein Zwischenschritt auf einem neuen Weg. Nachdem sich die Jugendarbeit in der Kolpingsfamilie Holdorf immer schwieriger gestaltete, entschied sich der Verein, jüngere Jungen und Mädchen anzusprechen. Zehn Jungen und Mädchen bilden nun die jüngste Gruppe in der Kolpingsfamilie unter der Leitung von Jana Rottinghaus, Olga Slusarev und Melisse Kappler.

Neben der Neuaufnahme wurden auch langjährige Mitglieder für ihre Treue ausgezeichnet. „Die Jubilare haben den Verein zu dem gemacht, was er heute ist“, beschrieb der Vorsitzende Frank Lüpke-Narberhaus. Mit dem Präses Michael Kenkel ehrte er Alexander Meyer für 25-jährige Mitgliedschaft. Günther Böckmann und Josef Schmunkamp jun. erhielten die Auszeichnung für 40-jährige Mitgliedschaft. Fünfzig Jahre sind Heinz Heiker und Hubert Richter Mitglied in der Kolpingsfamilie Holdorf. Die beiden Kolpingbrüder erhielten eine Ehrenurkunde und die goldene Ehrennadel des Deutschen Kolpingwerks.

Eine bislang einmalige Ehrung in der Kolpingsfamilie Holdorf erhielt Josef Schmunkamp senior: Er ist seit 65 Jahren aktives Mitglied im Kolpingwerk.



Ein erster Schritt für Dorfzentrum ist getan

Geschrieben von OV am 2010-12-06
Geistliche weihen den Nachbau des alten Handorfer Schulgebäudes bei der Barbara-Schule bei Feierstunde ein

Stolz auf die Fertigstellung des Gebäudes sind außer den Mitgliedern der Radfahrgruppe auch Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug (links) und Schulleiterin Gabriele Oer (3. von links). (Foto: Klöker)


Die Rekonstruktion der ersten Handorfer Schule von 1802 wurde am Samstag auf dem Vorplatz der Barbara-Schule eingeweiht. Es war ein passender Tag, schließlich war Samstag der Namenstag der heiligen Barbara, der Patronin der örtlichen Kirche und Grundschule. Die Mitglieder der Radfahrgruppe Handorf-Langenberg hatten das Gebäude im Laufe des vergangenen Jahres in Eigenregie erstellt.

„Das Gebäude, in dieser Form zunächst kaum vorstellbar, wird schon bald nicht mehr aus dem Ortsbild wegzudenken sein“, sagte Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug. Die Schule sei eine Erinnerung an die Vergangenheit. „Ferner kann den Kindern vorgeführt werden, wie gut wir es heute haben“, so Dr. Krug. Auch Entwicklungen, zum Beispiel im Medienbereich, würden auf diese Weise demonstriert. Den kirchlichen Segen erteilten Pfarrer Michael Kenkel sowie Pastor Peter Völkers. Kenkel wünschte allen Menschen, die am oder im Gebäude tätig sein werden, viel Freude und Erfolg.

Die Idee, das Gebäude passend zum 1300-jährigen Bestehen Holdorfs zu errichten, entstand im Sommer 2008, als der Rat die Frage diskutierte, wie der Schulvorplatz neu gestaltet werden solle. Der Neuaufbau der ersten Handorfer Schule ist dabei der erste Schritt zur Gestaltung eines Dorfzentrums. Erstellt wurde das drei mal vier Meter große Bauwerk anhand einer schriftlichen Beschreibung ohne Zeichnungen des Schulinspektors Wehage aus dem Jahre 1853. Die Radfahrgruppe sammelte die notwendigen Materialien ein. „Durch Sachspenden konnten die Kosten knapp unter 3000 Euro gehalten werden“, sagte Heinrich Schönhöft von den Erbauern. So stellten beispielsweise die Betreiber des Cafés Kruse in Fladderlohausen wertvolle handgemachte Tonziegel von 1883 zur Verfügung. Das Land Niedersachsen gab einen Zuschuss von 50 Prozent, den Rest der Kosten übernahm die Gemeinde.

Zur Nutzung wurde das neue Gebäude an die Barbara-Schule übergeben. „Der Schulnachbau ist täglich geöffnet und soll ein kleines Museum sein, aber ebenfalls als Treffpunkt, Ruheraum oder Kommunikationsort dienen“, sagte Schönhöft. Auch Bilderausstellungen mit lokalen Themen wie dem Dammer Erzbergwerk seien vorgesehen.

Von 1802 bis 1864 wurden in der ersten Handorfer Schule bis zu 34 Schüler zeitgleich unterrichtet. Die pädagogische Einrichtung befand sich auf dem Hof Arens neben der damaligen Wassermühle von Handorf und wurde zuvor als Schafstall genutzt. Nach dem Neubau der zweiten Handorfer Schule diente der Vorgängerbau bis zum Abriss 1897 als Lagerung für Brennmaterialien. „Unser nächstes Ziel im Rahmen der Dorferneuerung ist ein Brunnenbau mit Schülern und deren Eltern“, blickte Heinrich Schönhöft bereits voraus. Entsprechende Pläne seien bereits entwickelt worden.



Veränderungssperre sorgt für Verärgerung

Geschrieben von OV am 2010-12-03
Erben von Möbel Hüdepohl sehen sich in Eigentumsrechten eingeschränkt / Krug verweist auf Einzelhandelsgutachten

Das ehemalige Möbel- Böckmann-Areal an der Großen Straße bleibt offensichtlich weiter ein Sorgenkind für die Gemeinde Holdorf. Zwar ist jetzt mit der Genos Grundwerte- und Projektentwicklung GmbH Vechta ein kompetenter Investor gefunden worden, der auf dem Gelände ein Einkaufszentrum ansiedeln will. Aber hinter den Kulissen rumort es.

Grund sind die beiden Veränderungssperren, die der Gemeinderat auf die Flächen von Möbel Hüdepohl und Markant gelegt hat. Damit soll ein deutliches Zeichen für die Richtung einer Einzelhandelsentwicklung in der Gemeinde gesetzt werden, hatte Bürgermeister Dr.Wolfgang Krug die Entscheidung in der Ratssitzung begründet.

Für Inge Wenzel indes ist die Entscheidung eine „massive Beschränkung der Eigentumsrechte und der freien Marktwirtschaft“. Inge Wenzel und ihre zwei Schwestern sind Erben von Möbel Hüdepohl. Sie hatten den Bürgermeister in einem Gespräch am 11. November über ihre Verkaufsabsichten informiert und ihm zudem mitgeteilt, dass sie einen Makler an der Hand haben, der eine Option für das Gelände habe. „Am 25. November mussten wir dann aus der OV erfahren, dass eine Veränderungssperre beschlossen wurde“, ärgert sich Inge Wenzel. Sie wirft nun dem Verwaltungschef vor, bei dem Gespräch nicht mit offenen Karten gespielt und gleichzeitig die Informationen ohne Rücksprache genutzt zu haben, um die Sperre durchzusetzen. „Damit sind unsere Verkaufsmöglichkeiten eingeschränkt“, sagt IngeWenzel. Sie bezweifelt, dass ein weiterer Verbrauchermarkt im Ortskern mehr auswärtige Kunden anzieht. Auf der anderen Seite befürchtet Inge Wenzel, dass Möbel Hüdepohl ähnlich wie Möbel Böckmann nun jahrelang brachliegt.

Soweit soll es nicht kommen, entgegnet Bürgermeister Dr. Krug auf Anfrage der OV. Den Informationsverlust begründete der Verwaltungschef mit dem Zeitdruck. „Am 19. November habe ich von den Genos-Plänen erfahren, am 23. November war dann schon die Ratssitzung, und am 24. November mussten die amtlichen Veröffentlichungen raus“, sagt Wolfgang Krug. Einen Tag später habe er Inge Wenzel die Entscheidung mit dem Zielen des Einzelhandelsgutachtens begründet.

„Seit fünf Jahren richten wir uns nach dem Gutachten. Und das favorisiert ganz klar den Ortskern vom Flora-Team bis Markant.“ Gleichwohl liege ihm Möbel Hüdepohl am Herzen, unterstreicht der Bürgermeister. Deshalb sollten Planungen auch frühzeitig beginnen.

Das sieht auch CDU-Fraktionschef Norbert von Handorff so.Deutlich machte er aber auch, dass die Veränderungssperren parteiübergreifend und mehrheitlich vom Rat beschlossen wurden. „Wir sichern damit für eine gewisse Zeit unsere Ziele“, sagt von Handorff und zielt damit wie Krug auf das Einzelhandelsgutachten ab. Der Genos-Geschäftsführer Werner Grieshop habe der Verwaltung und dem Gemeinderat glaubhaft versichert, dass Ende Januar die endgültige Entscheidung von Rewe vorliege.

Bei Möbel Hüdepohl sei es dennoch jederzeit möglich, dass von der Erbengemeinschaft Anträge für eine Nachnutzung gestellt werden können. „Der Rat muss letztlich darüber entscheiden“, meint von Handorff und ermutigt die Erben, nach Lösungen zu suchen.

Einen Supermarkt bei Hüdepohl hält der Christdemokrat jedoch für nicht realisierbar. „Wir wollen nicht Fehler anderer Gemeinden machen und solche Märkte an den Ortsrand ansiedeln“, sagt von Handorff.

Dass für die Markant-Fläche ebenfalls eine Veränderungssperre erlassen wurde, ist hingegen eine weitere logische Konsequenz aus der beabsichtigten Ansiedlung von Rewe. Der ehemalige Markant-Chef Manfred Frilling hatte im August seine Verhandlungen mit Penny öffentlicht gemacht. „Seitdem sind drei Monate vergangen und es hat sich nichts getan“, sagt von Handorff.



Krippenbild aus Abfall

Geschrieben von H. Vollmer am 2010-12-03
Waldemar Krause hat Umwelthaus neu gestaltet

Neues Krippenbild im Umwelthaus Holdorf: Das Schaufenster im Eingangsbereich des ehemaligen Möbelgeschäfts Böckmann hat der Holdorfer Künstler Waldemar Kraus neu gestaltet.

Im vergangenen Jahr hatten unbekannte Einbrecher das Schaubild „Holdorfer Weihnacht“ zerstört. Auch jetzt ist Krause seinem Grundsatz treu geblieben und hat nur Abfall verwendet, um dieses weihnachtliche Kunstwerk herzustellen. (Text/Foto: Vollmer)





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