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News Archiv

Sicherheit an Holdorfer Schulen

Geschrieben von OV am 2010-11-18
Glasfronten vor Toiletten, neue Schließsysteme und Alarmanlage mit Lautsprechern in allen Klassenräumen / Samstagsbaden kommt an

Mit einer Glasfront sollen die Toiletten sowohl in der Grundschule (Foto) als auch in der Haupt- und Realschule vom jeweiligen Pausenhof abgetrennt werden. Damit wird Unbefugten künftig der Zutritt zum Gebäude (linke Tür) versperrt. (Foto: Vollmer)


Einstimmigkeit im Holdorfer Schul- und Kulturausschusses: Alle Mitglieder stimmten in der Ausschusssitzung am Dienstag dafür, dass im Schulzentrum der Gemeinde für mehr Sicherheit gesorgt werden soll. Dazu soll die Gemeinde 52 500 Euro im Haushalt 2011 einplanen. Umgesetzt werden sollen damit der Umbau vor den Toiletten der beiden Schulen.

Bislang sind die Toiletten nur über den Pausenhof zu erreichen, stehen die Türen zum Schultrakt immer offen. Nun sollen die Toiletten jeweils mit Glasfronten von den Pausenhöfen abgetrennt werden. Kosten: etwa 26 000 Euro. Zudem sind neue Schließsysteme für die Haupttüren vorgesehen (1500 Euro). Ein dritter Punkt ist die Feueralarmanlage, die erneuert werden soll. Beim Probealarm in der Grundschule hatte die Rektorin Anita König festgestellt, dass nicht alle Klassen von der Alarmierung erreicht werden. Nun soll mit einer neuen Anlage jedes Klassenzimmer über einen separaten Lautsprecher direkt angesteuert werden. Kosten hierfür: 25 000 Euro. Anita König machte nochmals deutlich, dass vor allem die Brandmeldeanlage dringend notwendig ist.

Weiteres Thema war das neue Angebot des Samstagsbadens im Holdorfer Hallenbad: Das zusätzliche Angebot der Gemeinde, das es seit Oktober gibt, wird gut angenommen. Zwischen 14 und 29 Besucher zählt Bademeister Daniel Fraß jedes Mal, informierte Heiner Themann am Dienstagabend die Ausschussmitglieder. Und es seien zusätzliche Badegäste, sagte der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters. Eine positive Entwicklung, die der Ausschuss wohlwollend zu Kenntnis nahm.

Bis April 2011 hat der Rat die zusätzliche Öffnungszeit genehmigt. Dann wird erneut entschieden. „Die Zahlen sprechen für sich“, meinte Rainer Blömer (CDU) am Dienstag und deutete damit an, dass das Samstagsbaden wohl auch über den April hinaus Bestand haben werde. Zumal sich die Mehrkosten von 1800 Euro im finanziellen Rahmen des Haushaltes bewegen.

Im Zusammenhang mit der Attraktivität des Holdorfer Hallenbades hatte Inge Schuster (SPD) einen weiteren Vorschlag: Ein Babybecken, das im Raum der DLRG Platz finden könnte.

„Eine gute Idee“, fand Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug. Die Kostenfrage allerdings mache ihm Sorgen. Inge Schuster regte an, die 20 000 Euro zu nutzen, die für die Gestaltung der Wände mit Bildern des Holdorfer Hobbykünstlers Waldemar Krause vorgesehen sind. Eine Empfehlung gab es im Ausschuss nicht, über die Anregung soll aber weiter diskutiert werden.



Kommunen und Landkreise bereiten sich auf den Winter vor

Geschrieben von OV am 2010-11-18
Salz wird sofort nachbestellt

Randvoll mit Streusalz ist das Silo des Holdorfer Bauhofes in der Muna in Fladderlohausen. Ob die 38 Tonnen reichen werden, weiß Reinhard Piekenbrock (hinten) nicht. (Foto: Vollmer)


Knackige Kälte, hoher Schnee, blauer Himmel, strahlender Sonnenschein: Der letzte Winter ist noch unvergessen. Wochenlang hatte der Frost das Oldenburger Münsterland im Griff. Und obwohl Langzeit- Prognosen selten zutreffen, halten viele Meteorologen eine Neuauflage des vergangenen Bilderbuch- Winters für wahrscheinlich. Dann könnten sich allerdings auch Probleme wiederholen, die sich den Kommunen Anfang des Jahres stellte: Ihnen ging das Streusalz aus. Diesmal haben sich Städte, Gemeinden und das Straßenbauamt Lingen für die Schneemassen gewappnet – so gut es eben ging.

„Alle sechs Silos sind voll“, sagt Holger Karthmann, Pressesprecher des Landkreises Vechta. Das sind 400 Tonnen Streusalz für die etwa 253 Kilometer Kreisstraßen. Zuzüglich der 197 Kilometer Radwege, die an den Kreisstraßen liegen. „Der Lieferant hat uns versichert, dass es diesmal keine Engpässe geben wird“, sagt Karthmann. Zudem werde die Kreisstraßenmeisterei sofort nachbestellen, sobald Platz in den Silos ist.

Neben einem vollen Silo mit 38 Tonnen Salz hat der Leiter des Holdorfer Bauhofes, Reinhard Piekenbrock, noch eine Tonne Notreserve in Form von Säcken – aus dem vergangenen Winter, sagt Piekenbrock. Er hätte sich allerdings noch ein zusätzliches Silo gewünscht. „Es fehlt das Geld im Haushalt“, erklärt Piekenbrock. Etwa 60 Tonnen Salz hat der Bauhof im vergangenen Winter verbraucht. „Die Autobahnmeisterei Holdorf hat zugesagt, uns im Notfall mit Salz auszuhelfen.“

Mehr Salz einlagern kann die Stadt Lohne. Der Bauhof hat seit Ende vergangenen Jahres eine neue Unterkunft in Nordlohne. Standen dem Bauhof zu Beginn des letzten Winters rund 120 Tonnen Streusalz zur Verfügung, sind es in diesem Jahr zirka 300 Tonnen. „Sobald wir zwei bis drei Streueinsätze hinter uns haben, bestellen wir neues Salz nach“, erklärt Bauhofleiter Christoph Peckskamp. Auch die Hausmeister der städtischen Einrichtungen der Stadt Lohne wie dem Rathaus, den Schulen und Sporthallen rüsten sich für den Winter. Deutlich mehr Säcke mit Streusalz liegen bereit.

Einen größeren Vorrat hat auch die Stadt Friesoythe angelegt, sagt der Leiter des Fachbereichs Bau, Peter Fabian. Dazu seien Lagerflächen bei den Schulen und dem Rathaus genutzt worden. Auf Garantien von Lieferanten gibt er allerdings nicht viel. „Die hatten wir letztes Jahr auch. Die waren das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben waren“, meint Fabian.

Auch die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Lingen, die für Autobahnen, Bundes- und Kreisstraßen zuständig ist, hatte damals zu wenig Salz. Deshalb konnten die Kommunen bei nicht bei Bedarf auf deren Vorrat zurückgreifen, wie es sonst der Fall sei.

Landesweit seien die Salzvorräte erheblich aufgestockt worden, um nicht wieder die Pleite vom letzten Jahr erleben zu müssen, erklärt der Leiter der Lingener Straßenbaubehörde, Klaus Haberland. Dazu seien auf vier ehemaligen Bundeswehrstandorten in Niedersachsen Streugut-Depots eingerichtet worden, und auch die Lieferanten hätten ihre Lagerbestände erhöht. Außerdem seien zusätzliche Silos in den Straßenmeistereien angelegt worden. „Neu ist auch, dass wir Weser-Ems-weit Sammelbestellungen aufgegeben haben“, erklärt der Behördenleiter. In Zukunft werde das Straßenbauamt nachbestellen, sobald der Vorrat unter die 80-Prozent-Marke gefallen ist, und nicht erst, wenn die Silos leer sind.

Außerdem werde auch sparsamer mit dem kostbaren Gut umgegangen, wenn es knapp werden sollte. „Dann streuen wir eben nicht mehr 25 Gramm pro Quadratmeter, sondern nur noch zehn oder 15. Es kann auch wieder passieren, dass die Überholspur auf der Autobahn gesperrt wird, damit sie nicht gestreut werden muss.“

Aber Haberland geht nicht davon aus, dass es so schlimm kommen wird wie im letzten Winter. „Das war eine Ausnahme. Daran müssen wir uns nicht orientieren“, ist der Ingenieur sicher.



VdK-Mitglieder geehrt

Geschrieben von H. Vollmer am 2010-11-18
Sozialverband dankt Ehrenamtlichen

Urkunden als Anerkennung: Der VdK-Ortsverband Holdorf ehrte während der Hauptversammlung seine langjährigen und verdienten Mitglieder. (Foto: Vollmer)


Während der Hauptversammlung der Ortsgruppe Holdorf des Sozialverbandes VdK zeichneten VdKGeschäftsführer Marcus Sathoff und der Kreisvorsitzende Heinrich Wiechmann langjährige und verdiente Mitglieder aus.

Insbesonders wurde der ehrenamtliche Einsatz von Hedwig Klene für ihre 20-jährige Tätigkeit als Kassenwartin im Vorstand des Ortsverbandes Holdorf hervorgehoben. Für ihre Leistungen erhielt sie eine Ehrennadel.

Für 60-jährige Mitgliedschaft dankten die VdKVertreter Elisabeth Henke und Margareta Averes. 25 Jahre gehören Anna Koop, Elfriede Otte und Heinrich Hameling dem VdK an. Für zehnjährige Mitgliedschaft wurden Hedwig Thesing und Norbert Wendt geehrt.



Abfluss für das Hochwasser gesucht

Geschrieben von OV am 2010-11-17
Umweltschädliche Stoffe in der Strömung / Trinkwasserreservoir Heidesee nicht geeignet

Bei sehr starken Regenfällen, wie sie etwa alle 100 Jahre einmal vorkommen können, steht der Dorfkern von Holdorf zum überwiegenden Teil unter Wasser. Zu diesem Thema hat die Gemeinde am Montagabend den zuständigen Amtsleiter für Wasserwirtschaft beim Landkreis Vechta, Otto Langeland, in die Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses geladen. Er gab einen Sachstandsbericht, beantwortete Fragen und bekam Anregungen für mögliche vorbeugende Lösungen.

Politik und Verwaltung zeigten sich bürgernah, indem sie den elf Besuchern Gelegenheit gaben, an dem Gespräch teilzunehmen. Anhand einer Überflutungskarte wurde deutlich, dass es Schwachpunkte in den Bereichen Bahnhofsviertel, Mühlenbachstraße und ab der Großen Straße in Höhe der Tankstelle Dinkgrefe gibt. Hier wird der Handorfer Mühlenbach in Rohre gelenkt, die das Wasser unter dem Ort entlangführen. Doch die Rohre sind für ein Jahrhundertregen zu eng. Diese Verrohrung „schluckt“ im Idealfall einen Kubikmeter Wasser pro Sekunde.

Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug rechnete vor: Wenn es 40 Stunden lang regnet, läuft eine Wassermenge von 150 Kubikmeter pro Minute auf. Das sind rund 360 000 Kubikmeter im Einzugsbereich des Handorfer Mühlenbaches. Da der Bach selbst nur 144 000 Kubikmeter aufnehmen könnte, würden sich die übrigen 216 000 Kubikmeter bis zu einer Höhe von 30 Zentimetern im Ort ergießen. „Deshalb ist es nach dem Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushaltes notwendig, Überschwemmungsgebiete auszuweisen“, klärte Otto Langeland auf.

Auf der Suche nach Lösungen zur Vermeidung dieser Überschwemmungen im Ortskern wies Langeland die Idee ab, die Wassermassen in den Kalksandsteinsee und Heidesee abzuleiten. Beide Lösungen müssen ausgeschlossen werden, weil umweltschädliche Stoffe durch die Strömung mitgetragen werden. „Da der Heidesee als Trinkwasserreservoir genutzt wird, ist das keine Lösung“, betonte Langeland. Ebenso schloss der Amtsleiter trockene Kuhlen wie an der Reithalle oder am Tontaubenschießstand aus.

Bürgermeister Krug schlug vor, zu prüfen, ob zwischen Holdorf und Handorf ein Regenrückhaltebecken und ein Überlaufgraben in Richtung der Autobahn gebaut werden könnten. Auch mögliche Kosten müssten berechnet werden.

Die Ausschussmitglieder fassten den Beschluss, mit einem Planungsbüro Kontakt aufzunehmen, um entsprechende Berechnungen anzustellen.





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