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800 Unterschriften für eine Neuregelung

Geschrieben von H. Vollmer am 2008-12-18
Bürgerinitiative zur Schülerbeförderung

Für ihre Forderung nach einer gerechteren Regelung bei der Schülerbeförderung (s. Bericht vom 17.12.08) hat die Bürgerinitiative aus Handorf-Langenberg 800 Unterschriften gesammelt, die heute (18. Dezember) in der Kreistagssitzung Landrat Albert Focke übergeben werden sollen. In der Sitzung ab 16 Uhr wird der Kreistag über die Schülerbeförderung beraten.

Die Eltern aus Handorf-Langenberg kritisieren die jetzt stur gehandhabte Vier-Kilometer-Regelung als ungerecht und nicht familienfreundlich. Sie schlagen eine je nach Jahreszeit und Alter der Kinder gestaffelte Regelung vor. Demnach könnten von Oktober bis März Schüler der 5. und 6. Klassen ab einer Mindestentfernung von zwei Kilometern, der 7. und 8. Klassen drei Kilometern und der 9. und 10. Klassen von vier Kilometern den Schulbus kostenfrei nutzen.

Diese Entfernungen würden sich in der Sommerzeit um jeweils einen Kilometer erweitern. Zudem sieht der Vorschlag eine Ausnahmeregelung vor, die das Gefahrenpotential und das Alter der Kinder berücksichtigt. Als dritte Komponente sollen Familien, die mehr als ein schulpflichtiges Kind haben, mit stufenweisen Ermäßigungen für zu bezahlende Schulbuskarten bis zu 75 Prozent entlastet werden. Dieses Modell würde dem Landkreis schätzungsweise 30.000 Euro kosten und den Gemeinden 3.000 Euro, rechnete Bernard Schonhöft, Sprecher der Bürgerinitiative, vor.



Sport-Böckmann-Stiftung setzt ein Zeichen

Geschrieben von H. Vollmer am 2008-12-18
10.800 Euro für die Jugendarbeit in den Fußballvereinen des Kreises Vechta / Festakt mit den Vereinsspitzen

Von Visbek bis Vörden reisten die Vereinsvertreter nach Holdorf an. In der Mitte Senior-Chef Hans Böckmann und Schwiegersohn Richard Zumloh (mit Scheck), daneben Hubert Tönjes (links) und Ferdinand Dunker (rechts) vom NFV. (Foto: hvo)



Ferdinand Dunker (Dinklage) brachte es für die Fußballvereine des Kreises Vechta auf den Punkt. „Das ist eine vorgezogene Bescherung“, sagte der Vizepräsident des Niedersächsischen Fußball-Verbandes im Hotel zur Post in Holdorf. Dort verteilte die Sport-Böckmann- Stiftung im festlichen Rahmen die Geschenke an die Vorsitzenden und Jugendwarte aller Klubs: Schecks über insgesamt 10.800 Euro erhielten sie für die Jugendarbeit.

Seit 1997 besteht die Sport-Böckmann-Stiftung, die bisher eher im Stillen arbeitete, bei der jetzigen Jugendförderung aber an die Öffentlichkeit ging. „Ich habe über 20 Jahre den Holdorfer SV geführt und weiß, wie viel Arbeit dahinter steckt. Die Jugendarbeit liegt mir am Herzen“, sagte Senior-Chef Hans Böckmann, der mit seinem Schwiegersohn Richard Zumloh die Schecks verteilte; sein Sohn Ralf Böckmann musste auf diesen Abend, an dem auch die Mitarbeiter von Sport Böckmann teilnahmen, wegen einer Magen-Darm-Grippe verzichten.

In seinem Grußwort hatte Ferdinand Dunker dem Initiator der Stiftung gedankt. Seit der WM 2006 erfahre der Fußball einen großen Zulauf. „Der Sportverein ist in unserer Gesellschaft wichtiger als je zuvor, und die Vereine benötigen weitere Unterstützung“, sagte der NFV-Vize. Der Kreis Vechta und auch diese Region sei in der glücklichen Lage, dass Städte, Gemeinden und ortsansässige Firmen die Klubs tatkräftig unterstützen. Dunker weiter: „Sport Böckmann hat ein Zeichen gesetzt mit der Stiftung und der Unterstützung des Sports in den zurückliegenden Jahren.“



Strom für zehn Einfamilienhäuser

Geschrieben von H. Vollmer am 2008-12-17
Erste öffentliche Photovoltaikanlage in Holdorf

Durchdachte Stromerzeugung: Die Energie-Genossenschaft Dammer Berge eG nahm gestern offiziell die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Schwimmhalle und des Umkleide- und Gymnastikgebäudes in Betrieb. Mit am Start waren (von links) Bauamtsleiter Wilfried Schweigel; Hauptamtsleiter Heiner Themann; Manfred Frilling, 3.Vorsitzender des SV Holdorf; Siegfried Schlarmann, Vorstand; Frank Machnik, Geschäftsführer; Torsten Rohe, Elektromeister; Dr. Wolfgang Krug, Aufsichtsratsvorsitzender, und Peter Kuhlmann-Warning, Vorstand. (Foto: hvo)


Die erste Photovoltaikanlage der im Juni im Hause der Volksbank Dammer Berge eG gegründeten Energiegenossenschaft Dammer Berge ist in Holdorf am Netz. Gestern Nachmittag wurde die insgesamt 466 Quadratmeter umfassende Kollektorenfläche offiziell in Betrieb genommen. Diese ist auf den Dächern der Schwimmhalle sowie des Umkleide- und Gymnastikgebäudes installiert worden, das vom SV Holdorf betrieben wird.

„Die Gesamtinvestitionen der Energiegenossenschaft beliefen sich an derzeit fünf Standorten auf etwa 1,2 Millionen Euro“, erklärt der Geschäftsführer Frank Machnik. Dabei wurden bisher 325 Kilowatt-Peak (Spitzenleistung - kWp) Gesamtleistung installiert. Auf der Schwimmhalle und dem Neubau – Eigentümer ist die Gemeinde Holdorf – werden etwa 47 kWp erzeugt, was für zirka zehn Einfamilienhäuser den Strombedarf deckt. Die Stromeinspeisung erfolgt über das Netz der EWE, die in Holdorf die Einspeisung möglich gemacht hat.

Die Zielsetzung der Genossenschaft ist die Investition zur Förderung von regenerativen Energien, insbesondere der Betrieb von Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung. „Aber auch andere Geschäftsfelder können bearbeitet werden“, erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende, Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug im Beisein von den Vorstandsmitgliedern Siegfried Schlarmann und Peter Kuhlmann-Warning.

Die Energiegenossenschaft ist unter Beteiligung der Gemeinde Holdorf und der Stadt Damme ins Leben gerufen worden, die teilweise die Dachflächen gegen Zahlung einer Pacht zur Verfügung stellen. Auch private Dachflächengeber sind dabei. Eine Mitgliedschaft kann jeder Bürger mit Wohnsitz in der Gemeinde Holdorf oder der Stadt Damme erwerben. Die Einlage-Beteiligung beträgt mindestens 1.000 Euro, jedoch maximal 2.000 Euro. Wert legt die Genossenschaft darauf, dass die Arbeiten durch hiesige Handwerker durchgeführt werden.



Zonen-Regelung führt zur Ungerechtigkeit

Geschrieben von H. Vollmer am 2008-12-17
Handorf-Langenberger Elterninitiative fordert von Kreis-Politik Umdenken bei Schülerbeförderung

Gemeinsame Diskussion: Mitglieder der Elterninitiative und Vertreter der Politik diskutierten über die Schülerbeförderung in Handorf-Langenberg. (Foto: hvo)


Der Holdorfer Ortsteil ist geteilt. Jedenfalls was die Schülerbeförderung betrifft. Nach der Satzung des Landkreises Vechta führt die Vier-Kilometer-Grenze, ab der eine Schülerbeförderung für die Klassen fünf bis zehn kostenlos ist, quer durch Handorf-Langenberg. Ungerecht und fehlende Chancengleichheit, kritisiert die eigens deshalb gegründete Elterninitiative um Heidrun Niehues und Bernard Schonhöft.

Jetzt traf man sich mit Vertretern der Gemeinde, der Politik und dem Visbeker Rechtsanwalt Matthias Gehlhaus zu einem Gespräch. Gelhaus hatte in diesem Jahr erfolgreich vor dem Oldenburger Verwaltungsgericht für seine Mandantin, der Steinfelderin SylviaWesterhoff, geklagt. Für Sylvia Westerhoffs Tochter fehlten 300 Meter, um in den Genuss einer kostenlosen Schülerbeförderung zu kommen. Das Brisante daran, an dem Schulweg soll ein Sexualstraftäter wohnen. Allein die Möglichkeit eines sexuellen Übergriffes bewog das Gericht, den zunächst vom Landkreis Vechta an Westerhoff geschickten Ablehnungsbescheid für die Kostenübernahme zu kippen.

Solche Ablehnungsbescheide gab es auch für Handorf-Langenberger. Mit der Begründung einer nicht erreichten Entfernung beziehungsweise fehlender gefährlicher Streckenabschnitte, erklärt Niehues. Damit will man sich aber nicht zufrieden geben, sagt Bernard Schonhöft von der Initiative. Die Handorf-Langenberger sehen sehr wohl eine Gefährdung des Schulweges entlang der Landesstraße. Niehues verweist zudem auf das Urteil des Oldenburger Gerichtes, dass dem Landkreis Vechta beim Steinfelder Urteil geschrieben habe, dass eine Mindestentfernung von vier Kilometern im Hinblick auf die Belastbarkeit von Schülern der fünften und sechsten Klassen nicht angemessen sei.

Unverständnis gab es von der Initiative auf das Argument der Politik, dass die Handorfer-Langenberger froh sein könnten, dass wenigstens ein Teil kein Geld für die Beförderung zahlen muss. Denn der Landkreis hätte die Zonen-Berechnung auch über die Bahnhofsstraße / Industriestraße / Birkenallee berechnen können. Außerdem weist sie darauf hin, dass die Mindestentfernung nicht gilt, wenn der Schüler durch fachärztliches Attest nachweist, dass die Bewältigung der Mindestentfernung unzumutbar ist. Die Elterninitiative fordert den Kreistag auf, sich der Sache noch einmal anzunehmen.





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