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News-Archiv (bis Februar 2017)

Hauptsitz von Panther-Batterien bald in Holdorf

Geschrieben von OV am 2005-08-18
Gemeinde verkauft Firma über einen Hektar Fläche im neuen Gewerbegebiet an der Bundesstraße

Standortwechsel: Die Langweger Firma Panther-Batterien wird sich in den kommenden Jahren komplett im neuen Holdorfer Gewerbegebiet an der Bundesstraße (gegenüber dem Lkw-Service-Center) ansiedeln. (Foto: Niehues)


Die Gemeinde Holdorf hat erneut einen lukrativen Investor für ihre Gewerbeansiedlung gewinnen können.

Der Chef des Langweger Unternehmen Panther-Batterien, Peter Lohmann, unterzeichnete jetzt einen Kaufvertrag über 1,4 Hektar im neuen Gewerbgebiet an der Bundesstraße (gegenüber dem Lkw-Service-Center). Entstehen soll dort eine neue Lagerhalle. Im Vertrag festgeschrieben ist zudem, dass die Firma in absehbarer Zeit ihren Hauptsitz nach Holdorf verlegt, sagte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug.

Lohmann zieht indes mit einem weinenden Auge von Langewege weg. Mit der Stadt Dinklage habe er über fünf Jahre versucht, Erweiterungsfläche am Ort zu bekommen. Ohne Erfolg. Seit 20 Jahren gibt es die Firma nun schon in der ehemaligen Molkerei. "Wir haben in das Gebäude viel investiert. Erst im vergangenen Jahr wurde eine neue Halle gebaut." Das Geschäft mit den Batterien läuft gut. Mittlerweile lagern bis zu 1000 Paletten vor dem Gebäude im Freien. Deshalb braucht Lohmann neue Lagerkapazitäten. Die sollen nun in einer neuen Halle geschaffen werden. Noch in diesem Jahr.

Die zweite Etappe - die Verlegung des Hauptsitzes nach Holdorf - hat Peter Lohmann dann bis Ende 2008 geplant. Eine Hausmarke, die aber variabel bleibt. "Es kommt darauf an, wie es mit der alte Molkerei in Langwege weiter geht", sagt Lohmann. Verkaufen will er das Gebäude nicht, aber verpachten. Und wenn sich ein Pächter mit einer guten Idee findet, könnte sich Lohmann vorstellen, auch schon früher die Zelte in Langwege abzubrechen.

Für eine Ansiedlung auf dem neuen Gewerbegebiet an der Bundesstraße gibt es übrigens noch einen weiteren Interessenten. Dr. Krug wollte allerdings noch keinen Namen nennen. "Erst wenn die Unterschriften unter dem Vertrag stehen, wird er bekannt gegeben." Mit den neuen Ansiedlungen setzt die Gemeinde weiter ihren erfolgreichen Kurs bei der Entwicklung Holdorfs fort. Statistisch sieht das so aus: Insgesamt hat die Gemeinde 552 Hektar Baufläche im Flächennutzungsplan ausgewiesen. Davon sind 219 Hektar Wohnbaufläche, 103 Hektar so genannte Mischfläche und 189 Hektar Gewerbefläche. Der Rest teilt sich in Sondergebiete und Gebiete für Erholung auf.

Sofort verfügbar sind an Gewerbeflächen weitere sechs Hektar entlang der Industriestraße und an der Bundesstraße, erklärte Bauamtsleiter Wilfried Schweigel.



1,25 Kilometer lange Straße fertig gestellt

Geschrieben von Lüpke-Narberhaus am 2005-08-17
Keine Lücken mehr

Die Straße vom Osterberg bis Heidler in Handorf wurde am Freitagabend vom Ratsvorsitzenden Bernard Echtermann und den Anliegern offiziell eingeweiht. „Damit ist der Lückenschluss im Bereich des ländlichen Wegebaus in unserer Gemeinde vollzogen“, meinte Echtermann.

Mit Hilfe der freiwilligen Beteiligung von Anliegern und der Gemeinde Holdorf wurde der 1,25 Kilometer lange Straßenzug in den vergangenen Wochen ausgebaut. Die Kosten betrugen 75.000 Euro, hierbei gewährte das Amt für Landesentwicklung einen Zuschuss von 50 Prozent.

Einen Straßenname gibt es zwar noch nicht, jedoch erinnerte sich Johannes Meyer-Coors, dass bereits seine Großväter diesen Weg als Schulweg nutzten.



Im September 2006 überregionale Gewerbeschau in Holdorf

Geschrieben von OV am 2005-08-17
Nach fünf Jahren Neuauflage


„Es wird Zeit, den lukrativen Gewerbestandort Holdorf wieder der Öffentlichkeit in Erinnerung zu bringen“, richtet Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug den Blick auf ein kommendes Großereignis: Nach fünf Jahren wird es am 16. und 17. September 2006 in Holdorf die zweite Auflage der Industrie-, Gewerbe- und Handelsschau (IGEHA) geben.

2001 hatte die überregionale Schau aus einem Mix aus Gewerbe, Industrie, Handel und Kultur eindrucksvoll die Stärke der heimischen Unternehmen dokumentiert. „Die Entwicklung hat sich positiv fortgesetzt“, freut sich der Bürgermeister.

Wie schon vor fünf Jahren wird die Organisation von der IGEHA-Veranstaltungs-GbR übernommen. Diesmal ist jedoch die Gemeinde federführend. Vertreter des Holdorfer Gewerbestammtisches und des Handels- und Gewerbevereins (HGV) komplettieren das Team. So wird der SFB-Geschäftsführer Jürgen Rohn seine Erfahrung genau so einbringen wie Alfred Kampers, Gertrud Landwehr und Jürgen Witte vom HGV. Den Part der Gemeinde übernimmt in der GbR Bauamtsleiter Wilfried Schweigel.

„Zurzeit sind wir dabei, die teilnehmenden Firmen aufzulisten“, sagt Schweigel. Etliche Zusagen gibt es bereits, auch überreginal. Im Aufbau befindet sich zudem eine eigene Internetseite (www.igeha2006.de).

Das Areal der IGEHA 2006 erstreckt sich wie schon 2001 auf die Industrie- und Gewerbegebiete Fallenriede und Am Gewerbering. Der noch zur ersten Schau mit eingebundene Bereich am Holdorfer Bahnhof (Bermes und Entrup) wird diesmal allerdings nicht für die Neuauflage genutzt.



Von Pastors Viehstall zur Kapelle

Geschrieben von Westermann am 2005-08-15
Kapelle des ehemaligen Klosters wird auch heute noch rege genutzt


Sie ist zwar mittlerweile auch schon fast 60 Jahre alt, gehört damit aber längst noch nicht zum „alten Eisen“. Die Kapelle des ehemaligen Klosters „Sankt Jordan“ an der Badberger Straße in Holdorf wird auch heute noch für Gottesdienste rege genutzt.

Bereits im Jahre 1826 wurde das alte Pastorat erbaut, das der erste Pfarrer in Holdorf, Josef Meier im Mai 1827 bezog. Zu diesem Pastorat gehörte damals bereits der Viehstall, der an das Gebäude angebaut war. Noch fünf weitere Pfarrer bewohnten vor dem Umbau zum Kloster „Sankt Jordan“ das Pastorat. Neben Josef Meier gehörten auch die Pfarrer Christian Schweinefuß (1856 bis 1874), Klemens Johanning (1875 bis 1904), Carl Luesse (1904 bis 1937), Eduard Freese (1937 bis 1951) und Carl Tepe von (1952 bis 1954) zu den Bewohnern des Hauses an der Badberger Straße. Aber nicht nur Pfarrer beherbergte das Gebäude. „Von 1945 bis 1952 haben wir mit unserer Familie zusammen mit Pastor Freese das Haus bewohnt, erinnert sich der Holdorfer Hartmut Neumann. Der frühere Gemeindebrandmeister bewohnte mit seinen Eltern – sein Vater war vielen Holdorfern besser als „Pappen Neumann“ bekannt -, seinem Zwillingsbruder und seiner Schwester das Haus bis sie am Ölberg eine andere Wohnung beziehen konnten.

Durch die Vermittlung von Pfarrer Carl Tepe wurde im Jahre 1954 der Anfang zu einer Niederlassung der Missionsdominikanerinnen von Schlehdorf gemacht. Mutter Innocentia und die damalige Oberin Schwester Anna machten die ersten Vorbereitungen. Schwester Anna wird vielen noch als Leiterin des Kindergartens in Erinnerung sein. Dadurch wurde das ehemalige Pastorat in den Jahren 1954 und 1955 zum „Kloster Sankt Jordan“ umgebaut. Da zu einem Kloster auch eine Kapelle gehört, wurde der bislang als Viehstall dienende Gebäudeteil zur Kapelle umgebaut, die am 14. Juni 1957 eingeweiht werden konnte. Neben dem Kloster richteten die Schwestern im Jahre 1955 den Kindergarten ein, und erweiterten die Einrichtung um eine ambulante Pflegestation. Von 1962 bis 1976 leiteten die Schwestern auch eine Kinderpflegerinnenschule. Bis zum 21.08.2000 gehörte das Kloster mit seinen Einrichtungen und den Ordensschwestern zum Holdorfer Ortsbild. Danach verließen alle Schwestern Holdorf und kehrten in das „Mutterhaus“ nach Schlehdorf zurück. Nach einer grundlegenden Umstrukturierung wird das Gebäude heute teils von der Caritas als Kinderheim, teils vom Altenpflegeheim Olberding als Verwaltungsbereich genutzt.

Das „kleine Gotteshaus“ blieb der katholischen Kirchengemeinde erhalten, so dass nach einer umfangreichen Renovierung eine schmucke Kapelle für Gottesdienste zur Verfügung steht. „Neben den drei wöchentlich stattfindenden Gottesdiensten, wird die Kapelle zum Beispiel auch für Hochzeitsfeiern und Rosenkranzgebete genutzt“, erzählt Holdorfs Pfarrer Michael Kenkel. Insbesondere für Hochzeitsfeiern bis zu 50 Personen sei die Kapelle ein geeigneter Ort, der auf vorherige Anfrage gerne genutzt werden könne. Die Gottesdienste finden in der kleinen Kapelle jeweils am Montag um 19.15 Uhr sowie am Donnerstag und Freitag (außer am Herz-Jesu-Freitag in der Kirche) um 8.15 Uhr statt.





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