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News-Archiv (bis Februar 2017)

Stelenpark für Klassentreffen

Geschrieben von OV am 2004-11-04
Dorferneuerung: Rat stimmt Konzept zu / Dank an Arbeitskreis

Das vom Arbeitskreis und dem Oldenburger Planungsbüro NWP erstellte Konzept für die Dorferneuerung wird jetzt dem Amt für Agrarstruktur zur Prüfung übergeben. Das hat der Holdorfer Gemeinderat am Dienstagabend beschlossen. Zuvor war das aus 36 Maßnahmen bestehende Konzept den Ratsmitgliedern vorgestellt worden.

In der Diskussion wurde wie schon in der Bürgerversammlung deutlich, dass die vorgesehene Umgestaltung des Rathausvorplatzes keine der dringenden Aufgaben sei. Ungeteilte Zustimmung gab es indes für die Maßnahme an der Grundschule in Handorf-Langenberg. Dort soll der Vorplatz neu gestaltet werden. Unter anderem sieht das Konzept vor, einen Stelenpark für zukünftige Klassentreffen zu installieren. Angedacht ist, entweder bei der Einschulung oder beim Verlassen der Grundschule für jede Klasse eine Stele mit Foto und eventuell den Namen aufzustellen, an denen sich später einmal ehemalige Schüler zu ihren Klassentreffen einfinden können.

Als weitere Maßnahme, die in die noch zu erstellende Prioritätenliste aufgenommen werden sollte, sah der Rat die Einrichtung eines Dorfplatzes in Handorf-Langenberg.

Bei der Abstimmung über das Konzept wurde übrigens dem Arbeitskreis für die gute Arbeit gedankt.



Holdorf steht im Mittelpunkt

Geschrieben von OV am 2004-11-03
Das Jahrbuch des Oldenburger Münsterland ist von heute an erhältlich

Vorstand, Jahrbuch-Redaktion und Sponsoren auf einem Bild: (von links) Heinrich Havermann, Josef Heiker, Hermann Imsieke, Hans Hölzen, Hildegard Kronlage, Werner Klohn, Willi Baumann, Heinrich Siefer, Benno Dräger, Hartmut Frerichs. Foto: Kathe


Im Cloppenburger Heimatbund-Haus lagerten gestern noch große Stapel des neuen Jahrbuchs 2005 für das Oldenburger Münsterland. Ab heute aber ist das begehrte Heimatbuch wieder in den Buchhandlungen erhältlich. 6000 Stück sind von der Vechtaer Druckerei gedruckt worden. Zum weiterhin sehr günstigen Preis von 8,50 Euro ist das 456 Seiten starke Sammelwerk pünktlich zum Münsterlandtag, der am Samstag in Holdorf stattfindet, auf den Markt gekommen.

Die Gemeinde Holdorf bildet den ersten Schwerpunkt der Darstellungen. Heimatbundpräsidentin Hildegard Kronlage und Geschäftsführer Heinrich Havermann verwiesen darauf, dass es neben der Gemeindevorstellung auch Berichte über das spätgotische Kreuz in der katholischen Pfarrkirche St. Peter und Paul und über die Ausgrabungen im Ort Holdorf und die früheste Besiedelung gibt: "Wie alt ist Holdorf?"

Im Band sind zudem viele weitere historische, aber auch aktuelle Themen vertreten, es geht um Natur- und Umweltschutz, um heimische Poesie und Literatur, um Persönlichkeiten und Firmen. Wie in den Vorjahren konnten leider nicht alle eingereichten Beiträge veröffentlicht werden, einiges wurde auf das kommende Jahr geschoben. Und, so Havermann, es werde auch schwieriger, das von vielen Experten hochgelobte Jahrbuch zu verkaufen: "Das Geld sitzt einfach nicht mehr so locker".

Da trifft es sich gut, dass Dank einiger Sponsoren der günstige Preis gehalten werden konnte. Unterstützt wird das Jahrbuch wieder von der Oldenburgischen Volkszeitung und der Münsterländischen Tageszeitung sowie von Holdorfer Firmen. Der Dank des Heimatbundes galt ihnen sowie allen Autoren und dem Redaktionsteam.



Viel Spaß und eine Menge Adrenalin

Geschrieben von OV am 2004-10-30
Arbeitskreis des Kinder- und Jugendprojektes informierte sich über Extremsport Paintball

Dirk Steinkamp präsentierte dem Arbeitskreis eine Druckluftwaffe. Foto: Hoffmann


Die einen sehen es als Kriegsspiel, die anderen als Extremsport mit viel Spaß und einer Menge Adrenalin: Paintball. Ein Action-Spiel, bei dem sich zwei Teams mit Farbkugeln „dezimieren“, die aus gewehrähnlichen Druckluftwaffen gefeuert werden, um am Ende eine
Flagge zu erobern. Und genau so etwas will die Holdorfer Jugend auch in ihrer Gemeinde, wie es beim jüngsten Kinder- und Jugendbeteiligungsprojektes deutlich wurde.

Vertreter des begleitenden Arbeitskreises sowie der Gemeinde trafen sich deshalb am Donnerstagabend im Rathaus mit Jugendlichen, um sich näher mit diesem Thema auseinander zu setzen. Eingeladen dazu war auch Dirk Steinkamp. Er betreibt seit Juli eine Paintball-Anlage in Lastrup. Für Steinkamp ist der Vorwurf des Kriegsspieles ein Vorurteil, das aus Unkenntnis resultiert. Denn mittlerweile werde das aus den USA 1972 nach Europa exportierte Spiel in 110 Ländern als organisierter Sport mit Weltmeisterschaften betrieben. In Deutschland gibt es eine Paintball-Liga.

Der „kriegerische Aspekt“ sei nicht größer als zum Beispiel beim Fechten oder Boxen, meint Steinkamp. Klare Sicherheitsbestimmungen und Regeln sowie der Einsatz von Schiedsrichtern (Marshalls) würden Paintball sogar ungefährlicher machen. So werde das Spielfeld mit meterhohen Netzen abgesichert, zudem müssen die Spieler einen Kopfschutz tragen. Größere Verletzungen oder gar Ausschreitungen seien Steinkamp nicht bekannt. „Was es gibt, sind blaue Flecke.“

Dass sich Paintball in Zukunft weiter durchsetzen wird, davon ist Steinkamp überzeugt. „Wir sind jedes Wochenende ausgebucht.“ Den Zuspruch bringt er auf einen Punkt: Spaß und der Kick nach Adrenalin. Das Klientel komme dabei aus allen Berufsschichten und ist zwischen 18 und 30 Jahre alt. Da es noch keine vorgeschriebene Altersregelung in Deutschland gibt, haben sich die Betreiber in Lastrup auf ein Mindestalter von 18 Jahre geeinigt.

Die Vertreter des Arbeitskreises einigten sich darauf, das Thema weiter zu diskutieren.



Neuer Rathausplatz nicht notwendig

Geschrieben von H. Vollmer am 2004-10-15
Dorferneuerung: Große Resonanz bei Bürgerversammlung / Drei Maßnahmen favorisiert

Dipl.-Ing. Christine Müller von der beauftragten Planungsgesellschaft NWP (Mitte) stellte den Bürgern die 36 vom Arbeitskreis Dorferneuerung erarbeiteten Projekte vor. Foto: hvo


Wenn es nach dem Willen der Bürger geht, sollen die Umgestaltung des Wertstoffplatzes an der Mühlenbachstraße, der Bushaltestelle am Schulzentrum Am Roggenkamp und der Parksituation am Kindergarten St. Dominikus an der Badberger Straße im Rahmen der Dorferneuerung Priorität bekommen.

Das ist das Ergebnis der Bürgerversammlung am Mittwochabend in der Gaststätte Hotel zur Post. Hier hatten Dipl.-Ing. Diedrich Janssen und Dipl.-Ing. Christine Müller von der beauftragten Planungsgesellschaft NWP aus Oldenburg 36 Vorschläge für öffentliche Maßnahmen des vor einem Jahr gegründeten Arbeitskreises vorgestellt. Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug dankte vor fast 80 Holdorfer Einwohnern eingangs den Arbeitskreismitgliedern und der Planungsgesellschaft für ihre "fruchtbare Arbeit und viele gute Ideen". Er betonte, dass es wichtig sei, die Bürger an diesem sieben Jahre umfassenden Projekt zu beteiligen. Um so erfreulicher sei es, dass das Interesse so groß sei.

Die Umgestaltung des Rathausplatzes zu einem großflächigen Ort, an dem kleinere Märkte, Feste und Veranstaltungen abgehalten werden können, sahen die meisten Zuhörer als nicht so dringend an. Denn der Platz sei erst vor 25 Jahren neu gestaltet worden. Ebenso kritisch wurde der Bau eines Weges zwischen Pfarrhaus und Poststraße kommentiert, der als Zugang zu einem möglichen Hochzeitwald dienen würde.

Als Anregung nahmen die anwesenden Ratsherren den Vorschlag eines Bürgers auf, die vorhandenen Sandwege rund um den Heidesee für Fahrradfahrer besser nutzbar zu machen.

Um beim zuständigen Amt für Agrarwirtschaft in Oldenburg rechtzeitig den erforderlichen Rahmenplan einreichen zu können, wird der Rat am Dienstag (2. November) eine Sondersitzung abhalten.

Die Ergebnisse der Bürgerversammlung sollen dabei berücksichtigt werden, teilte Dr. Krug mit. Wenn der Rat zustimme, stelle die Gemeinde für die Realisierung der von ihm noch zu entscheidenden Projekte 200 000 Euro für das Jahr 2005 zur Verfügung. Diese Summe werde durch Zuschüsse vom Land noch verdoppelt.

"Das ist ein guter Grundstock", sagte Karin Bögel, zuständige Sachbearbeiterin beim Amt für Agrarstruktur. Dieses entscheidet nach Prüfung der eingereichten Projekte darüber, ob diese förderungswürdig sind. Bei privaten Maßnahmen werden 30 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten, jedoch höchsten 20 000 Euro bezuschusst, teilte Karin Bögel auf Nachfrage mit. Die notwendigen Anträge könnten im Frühjahr 2005 gestellt werden. Hierzu werde es noch eine weitere Bürgerversammlung geben, kündigte der Bürgermeister an.

"Es ist gut, dass heute Abend Klartext geredet wurde", dankte Dr. Krug den Teilnehmern für ihre Beteiligung. Im Übrigen seien die 36 Vorschläge im Rathaus bei Bauamtsleiter Wilfried Schweigel einzusehen.

Kritik und Verbesserungsvorschläge seien jederzeit willkommen, schloss Dr. Krug die Versammlung.





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