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Coronaheld Jens Lindemann sorgt als Schulassistent und Jugendfeuerwehrwart für Verbindung

Gemeinderat Holdorf stellt mit Aktion „Stille Coronahelden“ Menschen in den Blickpunkt

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Coronaheld Jens Lindemann (links): Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug dankt mit einer Flasche Räubertrunk und einem Gutschein des Holdorfer Wirtschaftsforums für den engagierten Einsatz. (Foto: Vollmer)


Der Gemeinderat Holdorf will mit der Aktion „Stille Coronahelden“ Menschen in den Blickpunkt stellen, die in dieser schwierigen Zeit dafür sorgen, dass das tägliche Leben weiterhin funktioniert, beziehungsweise erleichtert wird.


Bei dieser Aktion können Institutionen, Vereine und andere Gruppierungen der Gemeinde Holdorfer Bürger vorschlagen, die sich in besonderer Weise sowohl ehrenamtlich oder auch am Arbeitsplatz zur Bewältigung alltäglicher coronabedingten Aufgaben hervortun. „Das ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen, der zeigt, wie vielfältig und einfallsreich den Herausforderungen in Coronazeiten begegnet wird“, erklärt Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug, der den Schulassistenten und ehrenamtlich tätigen Jugendfeuerwehrwart Jens Lindemann auf Vorschlag der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) auszeichnete.

Als Schulassistent der Georg-Kerschensteiner-Schule (GKS) ist Jens Lindemann auch für die elektronische Datenverarbeitung (EDV) zuständig. Durch die Einführung des Homeschoolings war sein Dienst an der EDV-Anlage noch nie so gefragt wie heute. Da die Inhalte dieses Fernunterrichts über das Internet mittels Kamera und Computer, beziehungsweise Tablet vermittelt werden, ist der Aufwand an Arbeitsstunden im EDV-Bereich für den Schulassistenten deutlich gewachsen. Wenn die Bildschirme dunkel bleiben, „spielt“ Jens Lindemann die „EDV-Feuerwehr“ sowohl für Lehrer wie auch Schüler. „Wenn es keinen gibt, der die EDV für die Schule aufrechterhält, dann sieht es für das Unterrichtsgeschehen schlecht aus“, hebt der Bürgermeister die Wichtigkeit des Fachwissens und Könnens von Jens Lindemann hervor.

Selbst in seiner Freizeit nutzt der in früheren Zeiten bei der KLJB im Vorstand und als Vorsitzender engagierte Schulassistent seine Computer- und Netzwerkkenntnisse. Als aktueller Feuerwehrjugendwart sorgt er dafür, dass der Nachwuchs sich durch den Ausfall der Gruppenstunden zumindest jede 14 Tage virtuell begegnen kann. So führt er für seine 21-köpfige Gruppe Online-Schulungen im virtuellen Konferenzraum durch. „Es ist wichtig, die Kinder bei der Stange zu halten und ihnen so viel Dienste wie möglich anzubieten, wenn es auch im Moment nur am Bildschirm ist“, argumentiert der 33-Jährige.

Selbst die Jahreshauptversammlung wurde auf diese Weise mit Gästen wie Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug, dem Kreisjugendfeuerwehrwart Markus Fiswick und den Ortsbrandmeistern der Gemeinde Holdorf möglich. „Ich finde es selbstverständlich, dass in solch einer schwierigen Zeit die Kinder nicht vergessen werden, auch wenn es einen zeitlichen Mehraufwand bedeutet“, sagt der Familienvater und ist stolz darauf, dass es bisher noch keine Austritte aus der Jugendfeuerwehr gab.