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SPD/FDP und CDU einig: Rahmenbedingungen für Ehrenamtliche verbessern

Für die nächsten zehn Jahre ein Gesamtkonzept entwickeln, das Bestand hat

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Thema im Gemeinderat Holdorf: Die Förderung des ehrenamtlichen Engagements soll  durch ein Gesamtkonzept mehr Wertschätzung erfahren. (Foto: Vollmer)


Zum Thema Förderung des Ehrenamtes stellte Martin Fischer eingangs der Debatte während der Gemeinderatssitzung klar, dass es mit der SPD weder finanzielle Zuwendungen oder Vorteilsgaben an Einzelpersonen, wie die Vergabe von Bauplätzen, nicht geben wird. „Wertschätzung erfahren Ehrenamtliche, wenn die Rahmenbedingungen ihrer Arbeit verbessert werden“, so Martin Fischer.


Aus diesem Grund legte die Gruppe einen Katalog von Förderungsverbesserungen für Gruppierungen und Vereine in den Bereichen Sockelbetrag, Fahrten, Bildung, Gruppenleiterausbildung und Bauvorhaben vor. Dazu zählt zudem die Einrichtung einer 14-tägig geöffneten Beratungsstelle für Vereine und Gruppen. Eine Vollzeitkraft dafür lehnt die SPD-Fraktion/FDP-Gruppe ab. Sie bevorzugt diese Leistung über eine Ehrenamtspauschale zu entgelten. Auch Gruppierungen außerhalb von Vereinen wie beispielsweise Tafelfahrten, Kleiderkammer und Pflegen öffentlicher Anlagen sollen im Jahr jeweils 50 Euro für die Pflege der Gemeinschaft erhalten.

„Es war nie das Ansinnen der CDU, Bauplätze an Ehrenamtliche zu vergeben“, stellte deren Fraktionsvorsitzender Jan-Dierk Brand klar. Es sollte eine grundsätzliche Förderung der ehrenamtlichen Arbeit erfolgen. Wenn Ehrenamtliche bauen wollten, könne deren Engagement in die Kriterien der Bauplatzvergabe einfließen, ergänzte er. Beim Thema Ehrenamtspfleger ginge es darum, die Vereine zu unterstützen, beispielsweise beim Stellen von Anträgen und ebenso, um die Vereine zusammenzubringen. Mit zwei Beratungsstunden alle zwei Wochen sei es da nicht getan. „Ziel muss es sein, ein Gesamtkonzept zu erstellen, das die nächsten zehn Jahre Bestand hat und den Vereinen zur Seite steht“, betonte Jan-Dierk Brand. Um das Thema noch intensiver zu besprechen, schlug Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug vor, interfraktionelle Gespräche zu führen sowie im Ausschuss Jugend-, Soziales und Kultur ein schlüssiges Konzept zu entwickeln.