Blasorchester Handorf-Langenberg begeistert mit Neujahrskonzert
Musikalisch Träume zum „fliegen“ gebracht

Gelungenes Neujahrskonzert: Das Blasorchester Handorf-Langenberg, dirigiert von Britta Rohlfing, arrangierte Musikstücke, die das Publikum zum Träumen einluden. (Foto: Vollmer)
Zum Start ins neue Jahr präsentierte das Blasorchester Handorf-Langenberg am frühen Sonntagabend in der örtlichen Barbarakirche traditionell sein Neujahrskonzert unter dem Motto „Wenn Träume fliegen lernen”. Erstmals bezogen die Musiker mit dem ansonsten am Schlagzeug agierenden Nachwuchstalent Lennart Grefenkamp an der Kirchenorgel in das Konzertgeschehen mit ein.
In dem vollbesetzten Gotteshaus startete das Ensemble von Dirigentin Britta Rohlfing pointiert mit Klängen „Sonnenaufgang“ aus der symphonischen Dichtung „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss, Ein gelungener Beginn eines Abends, der seinen Zuhörern über zwei Stunden eine abwechslungsreiche musikalische Bandbreite von Klassik über Operette bis hin zu Jazz bot.
Dass die Bläser über gute Gesangsstimmen verfügen, bewiesen diese bei „Les Misérables“, als sie den Liedtext anstimmten, dessen Grundlage vom Romanautor Victor Hugo stammt – was begeisterten Beifall des Publikums auslöste. Und auch der Song „Alles Gute im neuen Jahr“ von Hell Heizmann, arrangiert von Britta Rohlfing, gefiel gegen Ende des Konzerts dem Publikum und animierte zum Mitsingen. Varietéfeeling kam auf bei Jacques Offenbachs „Barcarole“ aus „Orfeus und die Unterwelt“, was im Verlauf des Stücks in den Bänken zum Schunkeln und Mitklatschen beim berühmten „Can Can“ auslöste.
Die Klänge zum „Finale from Symphony No.3“ von Camille Saint-Saens, vorgetragen von Lennart Grefenkamp an der Kirchenorgel und im Einklang mit dem Blasorchester, brachte die Luft im Kirchenraum zum Vibrieren. Diese Kombination stellte für die Zuhörer eindrucksvolle musikalische Momente dar. Beim „Like a Toccata“ vom Komponisten Michael Nagel „laufen“ die flinken Finger des 16-jährigen Solisten, der sechs weitere Instrumente beherrscht, über die Tastaturen und entlocken der Königin der Instrumente ihre voluminösen klangvollen Melodien. Und auch das „Sogno di Volare“ von Christopher Tin, das mit seiner melancholisch-träumerischen Melodie für das Konzertmotto „Wenn Träume fliegen lernen“ steht und das temperamentvolle jazzige „Halleluja I Love Her So“ von Ray Charles bewiesen, dass Blasorchester und Orgel eine hörbare symphonische Einheit bilden kann.
Die legendäre Soul- und Funkband Earth, Wind & Fire ließ das Orchester mit einem schwungvollen Potpourri dieser bekannten Combo aufleben, die auch leise Töne pflegten, wie die Musiker mit ihrem Vortrag belegten. Gefühlvoll gings am Schluss mit dem Gute-Nacht-Lied „Der Mond ist aufgegangen“ und „Gabriellas Song“ zu, was die Zuhörer mit Standing Ovation quittierten und vom Orchester mit den flotten Klängen des „Radetzky Marschs“ und „Birdland“ vom Komponist Joe Zawinul belohnt wurde.

Großes Instrumental-Talent: Der 16-jährige Lennart Grefenkamp an der Kirchenorgel. (Foto: Vollmer)

