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Zwei neue Waldflächen an der Grandorfer Straße bepflanzt

Ein Gemeinschaftsprojekt des Verbandes Landesforsten und dem OOWV

21-Grandorfer-Straße-Jungbäume





Kaum zu sehen, aber da: Insgesamt 52.600 Bäume und Sträucher pflanzte das Forstamt Ankum vom Verband Landesforsten auf 13 Hektar an der Grandorfer Straße. Auffällig die Julen für Greifvögel.  (Foto: Vollmer)


Wo einst an der Grandorfer Straße auf dem Acker in Höhe Abzweig Haveriede noch Getreide geerntet wurde, wachsen jetzt junge Bäume verschiedenster Art zu einem künftigen Wald auf. Gleiches geschieht auf dem Gelände 400 Meter weiter Richtung Grandorf, gegenüber dem Hühnerstall, plus einer kleinen weiteren Fläche in Fladderlohausen.

Insgesamt wurde dieses Frühjahr etwa 13 Hektar aufgeforstet. „Ziel ist ein artenreicher Laubmischwald mit einem stufigen, blühenden Waldrand“, klärt Björn Staggenborg vom Projektmanagement Naturdienstleistungen der Niedersächsischen Landesforsten mit Sitz im Forstamt Ankum auf. Gut zu erkennen sind die neu angelegten Kulturen durch eine große Menge so genannter Julen. Diese weithin sichtbar hell leuchtenden Holzstangen dienen durch aufgesetzte Querhölzer als Ansitz für Greifvögel wie Bussard, Falke und Eulen. Diese sollen von Beginn an helfen Schäden durch Mäuse gering zu halten. Ein jeweils 1,80 Meter hoher verzinkter Knotengeflechtzaun wird die Kulturen etwa sechs bis zehn Jahre vor Schäden durch Hasen und Schalenwild schützen. „Erfahrungsgemäß werden diese Aufforstungen bereits im ersten Jahr von diversen selten gewordenen Vogelarten wie Goldammern, Feldlerche und Wiesenpieper besiedelt, bis die Kultur sich in den nächsten Jahren geschlossen hat und andere Tier- und Vogelarten folgen, welche eher junge Wälder als Lebensraum benötigen“, berichtet Björn Staggenborg.

Die Aufforstung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Oldenburgisch Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) und dem Flächeneigentümer Niedersächsische Landesforsten - Forstamt Ankum. Die Flächen liegen im Trinkwassergewinnungsgebiet und dienen der Quantität und Qualität der Grundwasserspende. „Unter Laubwald, der nicht dräniert wird, ist die Qualität des entstehenden Grundwassers hoch, da der Wald nicht gedüngt oder chemisch behandelt wird. Ein Wald stellt die extensivste Nutzung einer Fläche überhaupt dar“, so Björn Staggenborg. Zudem verbraucht ein Laubwald im Gegensatz zum Nadelwald im Winterhalbjahr kaum Wasser, welches die Wasserspende erhöht.

Um einen artenreichen Laubmischwald zu gestalten wurden insgesamt 52.600 Bäume und Sträucher gepflanzt. Vorzufinden sind neben der Trauben-, Stiel- und Roteiche, 14 verschiedene Baumarten und die Kiefer. Die Nadelbaumart Kiefer hat eine sogenannte Vorwaldfunktion. „Die Kiefer soll als Pionierbaumart als Schutz vor Sonne und Wind dienen und im zukünftigen Wald nur eine geringe Rolle spielen. Daher ist die Kiefer einzeln in alle anderen Baumarten eingemischt“, informiert der Forstmitarbeiter.   Da die Konkurrenz zwischen den einzelnen Baumarten oft zur Selektierung einer dominanten Baumart führt sind die verschiedenen Baumarten immer als Gruppe angepflanzt. Der Wald wird so artenreich gepflanzt, um ihn möglichst stabil gegenüber dem Klimawandel zu gestalten. Der Wald wird dauerhaft nach dem LÖWE Programm (Langfristige Ökologische Waldentwicklung) der Niedersächsische Landesforsten bewirtschaftet. „Das heißt: Der Wald wird dauerhaft CO₂ binden und diversen Tierarten einen Lebensraum bieten“, stellt Björn Staggenborg in Aussicht.