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News-Archiv (bis Februar 2017)

Damit die Jugend weiter an der Scholle klebt

Geschrieben von OV am 2012-12-13
Nicht jeder kann Up’n Tummel in Fladderlohausen bauen / Inge Schuster (SPD) verteidigt die Vergaberichtlinien

Ist Fladderlohausen ein Dorf, in dem die Welt noch in Ordnung ist? Oder ein Ort, in dem die Zeit seit Jahrzehnten stillsteht?

„Sie kleben an der Scholle.“ Sie, damit meint Inge Schuster junge Menschen aus Fladderlohausen, die es als junge Erwachsene zurück in ihren Heimatort drängt oder nie von zu Hause weggezogen hat. Die Ortsvereinsvorsitzende der Holdorfer SPD weiß, wovon sie spricht. Sie ist selbst Fladderlohauserin. Mehrheitlich habe der Rat für die Vergaberichtlinien für die Fladderlohauser Baugebiete Up’n Tummel I und II gestimmt.

Diese sorgen dafür, dass auf den Bauplätzen, die die Gemeinde vorhält, nicht jedermann bauen kann. Vielmehr sind sie für Menschen bestimmt, die gebürtig oder von der Herkunft her aus Fladderlohausen und Grandorf stammen. Auch wer dort über drei Jahre seinen ersten Wohnsitz hatte, kann eines der sieben Grundstücke Up’n Tummel II erwerben.

Der dörfische Charakter von Fladderlohausen solle erhalten bleiben. Es gebe wenige Grundstücke. „Aber den jungen Menschen, die hier bleiben wollen, möchten wir das ermöglichen“, so Schuster. Deshalb gebe es die Vergaberichtlinien. Schuster spricht von Heimatgefühl: „Umso enger der Raum ist, umso größer ist die Identifikation.“ Nachbarschaftliche Hilfe, die gebe es noch in Fladderlohausen. Den Einwand, dass auch Zugezogene sich in eine Gemeinschaft mit einbringen, wenn sie sich willkommen fühlen, lässt Schuster gelten. Schließlich hätten die Vergaberichtlinien nichts mit Fremdenfeindlichkeit zu tun. Wer wolle, könne Grundstücke oder Immobilien von Privat kaufen, oder in einer der acht Mietwohnungen des Ortes wohnen. Über den Umweg, mehr als drei JahreMieter zu sein, habe es beim Baugebiet Up’n Tummel I Bauherren gegeben, die keine gebürtigen Lorser waren.

„Wenn die Fladderlohausener unter sich bleiben wollen, ist ihnen nicht zu helfen“, sagt der Fraktionschef der UWG, Heinrich Schonhöft. Daher habe auch er der Regelung zugestimmt. Aber eigentlich sei sie ein Unding. „In welcher Zeit leben wir eigentlich?“ Außerdem glaubt er, dass nicht die Mehrheit der Lorser hinter dieser Regelung steht. Sie aufzuweichen, indem von Einzelfall zu Einzelfall entschieden wird, hält er allerdings auch für unglücklich. Und empörend findet er, Bauwilligen von außerhalb zu unterstellen, es sei nur das günstige Bauland, das sie nach Fladderlohausen locke.

„Die Vergabe von Bauplätzen liegt in der Zuständigkeit der Gemeinde. Der Landkreis muss nur den Bebauungsplänen zustimmen“, sagt der Sprecher des Landkreises Vechta, Stefan Weidelich. Wer in Fladderlohausen bauen wolle und nicht könne, könne beim Landkreis Widerspruch einlegen.



Wichtigster Wert ist die Treue

Geschrieben von OV am 2012-12-11
Kolpingsfamilie aus Holdorf gedenkt ihrem Gründer

Treue und aktive Mitglieder (von links): Theo Lindemann, Josef Börgerding, Vorsitzender Frank Lüpke-Narberhaus, Hubert Meyer, Schriftführer Mario Thiede, Hildegard Grevenstette, Hermann Lahrmann, Karl-Heinz Harpenau. (Foto: privat)


Traditionell werden auf dem Kolpinggedenktag verdiente Mitglieder ausgezeichnet. So konnte auch am vergangenen Samstag die Kolpingsfamilie Holdorf mit ihrem Vorsitzenden Frank Lüpke-Narberhaus sechs Kolpinger ehren.

„Den wichtigsten Wert, den uns Adolph Kolping durch sein Leben mitgegeben hat, ist die Treue. Dass wir heute Mitglieder für zehn-, 40-, 50- oder sogar 60- jährige Treue auszeichnen dürfen, bestätigt diesen Wert im besonderen“, so der Vorsitzende.

Karl-Heinz Harpenau wurde für seine zehnjährige Mitgliedschaft geehrt, die Ehrenurkunde für die 40-jährige Mitgliedschaft erhielt Hildegard Grevenstette. Gleich drei Kolpingbrüder aus Fladderlohausen erhielten die goldene Ehrennadel für 50 Jahre Mitgliedschaft im Kolpingwerk: Hubert Meyer, Theo Lindemann und Hermann Lahrmann. Mit Josef Börgerding konnte sogar ein Kolpingbruder für seine 60-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet werden.

„Das Schöne an unseren Jubilaren ist, dass sie nicht nur treu, sondern auch aktiv in unserem Verein sind und somit das Vereinsleben über Generationen hin mitgestalten“, betonte Lüpke- Narberhaus. Als Beispiel nannte er die Altpapiersammlungen in der Gemeinde, bei denen viele Kolpinger mithelfen. Holdorf ist ab 2013 die einzige Gemeinde im Landkreis Vechta, in der das Papier als Bündelhaussammlung eingeholt wird.



Trockene Füße für Handorf-Langenbergs Hallensportler

Geschrieben von OV am 2012-12-10
Entwässerungskonzept für die Sporthalle umgesetzt / Versickerungsbecken und Leitungsrohre im Grünstreifen

Kein Zutritt für Wasser: Bei Starkregen drang vor kurzem noch Wasser in die Sporthalle ein. Jetzt sollen ein Versickerungsbecken und neue Regenwasserrohre das verhindern. (Foto: Köhne)


Eine Senke im Grünstreifen gegenüber der Sporthalle Handorf- Langenberg. Zum Rodeln auf keinen Fall wunderbar. Denn bei der Senke handelt es sich um das neue Regenrückhaltebecken, das bei Starkregen helfen soll, die Sporthalle trocken zu halten. Und auch, wenn der Schneefirn sie derzeit überdeckt, sind in die Versickerungsfläche am Boden Steine eingearbeitet, erklärt Heinz-Josef Überwasser vom beauftragten Ingenieurbüro Frilling in Vechta.

Doch das Regenrückhaltebecken, in das knapp 140 Kubikmeter Wasser passen, ist nicht die einzige Maßnahme, die die Gemeinde Holdorf für die Entwässerung der Sporthalle in Auftrag gegeben hat. Bereits ersetzt sind auch die alten Rohre des Regenwasserkanals durch Rohre mit einem größeren Durchmesser.

Die Ableitung erfolgt in den Handorfer-Mühlenbach. Rund 30 000 Euro sollte dies ursprünglich kosten. Für das Regenrückhaltebecken sind Kosten von rund 45 000 Euro veranschlagt. Überwasser glaubt, dass das Ganze möglicherweise etwas günstiger wird. Grund: Die neuen Leitungsrohre für den Regenwasserkanal wurden nicht in die Straße, sondern in die parallel zu ihr verlaufene Grünfläche verlegt. Dadurch, so der Planer weiter, müsse die Straße nicht aufgerissen werden.

Anfang November wurde mit der Umsetzung der Entwässerungsmaßnahmen begonnen. Jetzt fehlt noch der Zaun, der das Versickerungsbecken umgeben soll. Schließlich liegt gleich gegenüber die Schule. Und als Spielplatz ist das Becken verlockend, aber nicht ungefährlich.



CDU-Landtagsabgeordnete Clemens Große Macke und Dr. Stephan Siemer zu Gast

Geschrieben von OV am 2012-12-09
Bürgerfragestunde in Holdorf

Lebhafte Diskussion: Dr. Stephan Siemer (links) und Clemens Große Macke (am Rednerpult) informierten unter Leitung von Norbert gr. Seilfarmamt (rechts) die Bürger. (Foto: Esslinger)


Die beantragte erhöhte Entnahme des Grundwassers und die damit verbundenen negativen Folgen für die Umwelt sowie die Petition zu diesem Thema an den Landtag standen im Mittelpunkt einer Bürgerfragestunde der Holdorfer CDU, die kürzlich im Hotel .,Zur Post" unter der Leitung des CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Norbert gr. Schlarmann stattfand.

Als Gäste nahmen CDU-Landtagsabgeordneten Clemens Große Macke und Dr. Stephan Siemer teil, heißt es in einer Mitteilung.

Der Oldenburgisch-Ostfriesische- Wasserband (OOWV) hat beim Landkreis Vechta beantragt, jährlich 5..5 Kubikmeter Trinkwasser im Holdorier Wasserwerk zu fördern. Der Abgeordnete Dr. Stephan Siemer wies darauf hin, dass sowohl der Landesumweltausschuss als auch der Umweltexperte der CDU-Landtagsfraktion Ulf Thiele sich vor Ort ausführlich mit dem Thema befasst hätten.

Es sei beim Heidesee deutlich geworden, wie sehr der Grund Wasserspiegel gesunken sei. Siemer lobte in diesem Zusammenhang die gute Arbeit der Mitarbeiter der Kreisverwaltung. Er sei sicher, dass der Antrag auf die Wasserentnahme sorgfältig geprüft werde. Dem Wasserverband empfahl er. auch andere Lösungsvorschläge zu prüfen, die Ängste und Sorgen der Bürger ernst zu nehmen und diesen mit einer größeren Transparenz ZU begegnen. Große Macke lobte den fachlich guten Petitionsantrag an das Land, der mit ganz enormen Wissen und viel Arbeit erstellt worden sei. Als Mitglied des Umweltausschusses des Landes werde er ihn kritisch begleiten.

Der Abgeordnete nahm auch Stellung zu Fragen des ländlichen Raumes und erklärte: „Wir dürfen uns von selbsternannten Experten nicht die ländlichen Strukturen zerreden lassen. Gerade im Oldenburger Münsterland sind die Mittelständler, Landwirte und Bürger auf eine verlässliche Politik aus Hannover angewiesen. Aus diesem Grund ist die Wahl am 20. Januar au.ch eine Richtungswahl."

Abschließend wurde auch das Thema Krankenhäuser und ihre Krise angesprochen. Dazu Große Macke: „Wenn in der klinischen Versorgung weiße Flecken entstehen und 2200 Mitarbeiter vor der Arbeitslosigkeit stehen, dann ist das kein örtliches Problem. Es kann nicht richtig sein, „dass wir dem erstbesten Vorschlag nachlaufen, hier haben wir die beste Lösung zu suchen."





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