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News-Archiv (bis Februar 2017)

Kindertreff kommt gut an

Geschrieben von H. Vollmer am 2010-03-19
Jugendverein Holdorf bietet seit März Hausaufgabenbetreuung an

Personelle Änderungen hat der Verein Zukunft für Jugend Holdorf zu verzeichnen, teilte die Vorsitzende Elisabeth Vodde-Börgerding während der jüngsten Hauptversammlung mit. So ist mittlerweile für den pädagogischen Mitarbeiter Hans-Jürgen Gasde die zeitlich befristete Beschäftigung abgelaufen. Zurzeit sind Melanie Gadomski und Ute Rybka-Beckermann die einzigen hauptamtlich tätigen Betreuungskräfte.

Eine positive Bilanz zog die Vorsitzende bei der Ausrichtung des Weihnachtsmarktes. Er bereite zwar sehr viel Arbeit, aber dafür komme in zweierlei Hinsicht etwas dabei herum. Zum einen sei der Verein im Gespräch und werde wahrgenommen. Zum anderen gebe es durch die Aktivitäten und Stände eine finanzielle Entlastung des knappen Haushaltes. Als eine neue Aktivität bietet der Verein seit Anfang März für 16 Grundschulkinder aus Handorf-Langenberg und Holdorf eine Förderung bei der Erledigung der Hausaufgaben an.

Nach Schulschluss bekommen die Jungen und Mädchen an der Badberger Straße einen Mittagstisch. Anschließend stehen den Schülern vier Betreuungskräfte bei der Betreuung bei den Hausaufgaben zur Seite. Die Holdorfer Firma Flexofilm unterstützt den Mittagstisch finanziell.

Zur Erledigung der vielfältigen Aufgaben will der Verein die Mitgliederwerbung verstärken. „Wir benötigen neben einer guten finanziellen Grundlage auch die tatkräftige Förderung unserer Betreuungsmöglichkeiten“, erklärte Elisabeth Vodde-Börgerding.

Das ehrenamtliche Engagement könne nicht hoch genug bewertet werden. Aus dem Bericht der hauptamtlichen pädagogischen Mitarbeiterin Melanie Gadomski war klar zu erkennen, dass das ehrenamtliche Engagement ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des Vereins sei. Der Holdorfer Jugendtreff an der Badberger Straße sei gut frequentiert. Neben einem Kindertreff freitags von 15 bis 17 Uhr mit bis zu 15 Teilnehmern habe sich auch der Mitternachtssport mit bis zu 15 regelmäßigen Besuchern etabliert.

Ebenso würden die Ferienaktionen sehr gut angenommen. Während der vergangenen Osterferien nahmen 100 Teilnehmer acht Freizeit-Angebote wahr. 240 Teilnehmer verzeichneten die 18 unterschiedlichen Aktivitäten während der Sommerferien und 152 Teilnehmer machten bei 16 Aktivitäten während der Herbstferien mit, berichtete die Sozialarbeiterin.



Fit in der Bücherei

Geschrieben von H. Vollmer am 2010-03-19

26 Jungen und Mädchen der Gruppe „Maxi Klub“ des Holdorfer Kindergartens St. Elisabeth haben in der Bücherei der St.-Peter-und-Paul-Gemeinde den Büchereiführerschein erworben, den sie stolz präsentieren.

Die Vorschulkinder wurden von den ehrenamtlichen Büchereimitarbeiterinnen in die Welt der Literatur eingeführt. Sie zeigten den Leseratten, welche Literatur, CDs und andere Medien vorhanden sind und wie sie diese ausleihen können. Am Ende der vier Lerneinheiten gab es für die Kinder den Büchereiführerschein und ein ausgiebiges Frühstück. (Text/Foto: hvo)



Landes-Verdienstabzeichen für Meyer

Geschrieben von OV am 2010-03-18
Hegering Holdorf ehrt langjährige Mitglieder /Werner Högemann seit 50 Jahren dabei

Die Geehrten mit dem Vorsitzenden der KreisjägerschaftVechta,
Georg Nieske (rechts): Franz Meyer, Werner Högemann, Bernd Többe-Bultmann und Siegfried Stangenberg (von links, Foto: fln)


Werner Högemann ist seit fünfzig Jahren Mitglied im Hegering Holdorf. Auf der Hegeringsversammlung erhielt der Handorfer Jäger hierfür die Ehrenurkunde und die goldene Nadel. Daneben konnte Hegeringsleiter Franz Meyer weitere Mitglieder für ihre langjährige Treue auszeichnen. Hans Escherhaus und Siegfried Stangenberg erhielten die silberne Nadel für 25-jährige Mitgliedschaft, Bernd Többe-Bultmann und Bernard Haverkamp wurden für 40 Jahre Mitgliedschaft im Hegering ausgezeichnet.

Zufrieden zeigte sich der Vorstand des Hegering Holdorf auch mit dem vorangegangenem Jagdjahr. Der Besatz an Niederwild hat sich gegenüber dem Vorjahr stabilisiert und auch aktuell gebe es genügend Rehe, Hasen, Fasanen und Kaninchen in den Holdorfer Gemeinschafts- und Eigenjagden. Ein wichtiger Grund hierfür sei auch eine nachhaltige Hege und Pflege des Wildes. „Wir müssen immer wieder daran interessiert sein, unserem Wild einen abwechslungsreichen Lebensraum mit genügend Schutz- und Ruhezonen zu bieten“, meinte Hegeringsleiter Franz Meyer.

Als ein gutes Zeichen sah der Hegering auch den Rückgang der Wildunfälle im vergangenen Jahr. „Wir haben erstmals an viel befahrenen Straßen ein Vergrämungspulver ausgestreut, wodurch vor allem das Rehwild nicht mehr so häufig die Straßen quert“, erklärte Kassierer Arnold Landwehr. Hierdurch sei die Zahl an Autounfällen mit Rehwild an diesen Stellen merkbar rückläufig gewesen.

Eine besondere Auszeichnung erhielt Hegeringsleiter Franz Meyer auf der Hegeringsversammlung. Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Vechta, Georg Nieske, überreichte Franz Meyer das bronzene Verdienstabzeichen der Landesjägerschaft Niedersachsen für herausragende Verdienste um die Jagd. Franz Meyer ist seit fast 20 Jahren Mitglied im Vorstand des Hegering und steht diesem seit 2004 vor.



Illegalität als Alternative gewählt

Geschrieben von OV am 2010-03-18
Familie Zizaku entzieht sich der Abschiebung / Bundesweite Ausschreibung zur Festnahme

Mit einer spektakulären Bilder-Verbrennungsaktion hatte der Vechtaer Künstler Thommes Nentwig (links) vergangene Woche seinen Protest gegen die Abschiebung der Holdorfer Familie Zizaku in Damme öffentlich gemacht. (Foto: Lammert)


Es war wohl für Zizakus der einzige Ausweg: Die Holdorfer Familie hat sich gestern Morgen durch Flucht der amtlichen Abschiebung in den Kosovo entzogen. Als kurz nach 6 Uhr fünf Polizisten sowie vier Vertreter der Zentralen Ausländerbehörde Oldenburg und der Ausländerbehörde Vechta an der Wohnung an der Großen Straße in Holdorf klingelten, war diese leer.

„Die Ausländerbehörde muss jetzt beim Landeskriminalamt die bundesweite Ausschreibung zur Festnahme veranlassen“, erklärte gestern der Pressesprecher des Landkreises, Gert Kühling, die rechtlichen Folgen für die der ethnischen Minderheit der Ashkali angehörenden Familie. Gleichzeitig würden für die über 18 Jahre alten Familienangehörigen – die Mutter sowie zwei der vier Mädchen – Abschiebehaftanträge vorbereitet. „Zuständig für die Umsetzung ist dann die Ausländerbehörde, wo die Familie aufgegriffen wird“, sagte Kühling. In den vergangenen fünf Jahren hätten sich im Landkreis Vechta nur „verschwindend wenige Personen einer Abschiebung durch Flucht entzogen“, erklärte der Pressesprecher.

Die beiden maßgeblichen Unterstützer für ein Bleiberecht der Zizakus, die Dammer Lehrerin Hilde Fritz und der Braunschweiger Professor Gottfried Orth, zeigte sich gestern betroffen, „dass Frau Zizaku, Mimose, Albina, Mevlüde und Fetijane mit Hajrije offensichtlich keine andere Möglichkeit mehr sahen, um einer Zukunft im Kosovo zu entgehen, als in die Illegalität zu gehen – sehr wohl im Wissen um die Konsequenzen.“

Fritz und Orth hatten angekündigt, am Abend vor der Abschiebung die Familie besuchen
zu wollen. Doch sie fanden nur den ältesten Sohn der Familie vor.

„Wie groß müssen Verzweiflung und Not sein, um mit vier Kindern und einer Enkelin den Weg in die Illegalität zu wählen?“, fragen sich Hilde Fritz und Gottfried Orth. „Die Sorge um die vier Töchter, deren Lebensweg in Deutschland, der mit so vielen Hoffnungen verbunden war, abgebrochen werden sollte, war offensichtlich so groß, dass die Mutter in die Illegalität einwilligte.“

Noch am Dienstag hatten Politiker der Grünen und der SPD an Ministerpräsident Christian Wulff appelliert, die Abschiebung zu verhindern. Die Grünen-Fraktion sowie die Linksfraktion hatten zudem gestern im Landtag einen sofortigen Abschiebestopp für Roma beantragt. Beide Anträge lehnte die Regierungsmehrheit von CDU und FDP aber ab.





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