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News-Archiv (bis Februar 2017)

Nun auch Handorf-Langenberg mit dabei

Geschrieben von OV am 2008-04-16
Projekt Eigenheimförderung um zwei Grundstücke in Harpenaus Hof erweitert

Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Der Grundstücks- und Wirtschaftsausschuss sprach sich am Montagabend für die von der CDU-Fraktion beantragte Eigenheimbauförderung in Holdorf aus. Und mehr noch: Gegenüber dem Antrag von vor zwei Wochen, der an gleicher Stelle auf Anregung der SPD-Fraktion noch einmal zur Beratung in die Fraktionen verwiesen wurde, legte am Montag CDU-Fraktionschef Norbert von Handorff bei den Förderrichtlinien nach.

Zusätzlich zu den ursprünglich für die Förderung vorgesehenen acht Grundstücken im Baugebiet Bäkeesch IV sollen nun auch zwei Grundstücke in Harpenaus Hof in Handorf-Langenberg mit aufgenommen werden. Damit folgten die Christdemokraten einer Anregung von Martin Fischer (SPD) aus der ersten Sitzung. Norbert von Handorff machte noch einmal deutlich, dass die Förderung zunächst ein Versuch ist, auf diesem Gebiet etwas zu bewegen. „Wir werden 2009 erneut darüber beraten müssen.“

In diesem Zusammenhang sollte dann auch geklärt werden, ob die dato geltende Regelung, in neuen Baugebieten 20 Prozent der Grundstücke für Aussiedler vorzuhalten, überholt ist. Die SPD hatte zu bedenken gegeben, dass in Bäkeesch IV aufgrund dieser Regelung Aussiedler keine Möglichkeit haben, die Förderung zu erhalten. Allerdings gelte dies nicht für die beiden Grundstücke in Handorf- Langenberg.

Stimmt der Rat am Dienstag der Empfehlung des Ausschusses zu, gelten folgende Richtlinien: Die Förderung läuft bis 31. Dezember 2009 und gilt nur für die zehn Grundstücke in Bäkeesch IV und Harpenaus Hof. Generell gibt es für die Bauherren 3000 Euro auf den Grundstückspreis. Zusätzlich können je 3000 Euro für bis zu vier Kindern unter 18 Jahre vom Grundstückspreis erlassen werden. Letzteres wird auch nachträglich gewährt, wenn innerhalb von zehn Jahren nach Grundstückskauf Kinder geboren werden. Voraussetzung für die Förderung ist eine zehnjährige Eigennutzung des Hauses.

Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug bezeichnete die neue Richtlinie als einen Meilenstein in der Familienförderung in Holdorf. Zwar gebe es sicher noch viele andere Ideen. Holdorf habe aber das umgesetzt, was die Finanzen hergäben. Insgesamt sollen 100 000 Euro für die Förderung bereitgestellt werden. Ein nächster Schritt ist die Förderung im Bereich der Industrie- und Gewerbeansiedlung. Hier sollen bis zum Sommer von den Fraktionen Vorschläge erarbeitet werden, empfahl der Ausschuss.



Feuerwehr gewöhnt sich an große Hitze

Geschrieben von OV am 2008-04-15
Holdorfer üben im Wärmecontainer

Temperaturen bis zu 600 Grad Celsius werden in den Containern gemessen, in denen die Feuerwehrleute den Einsatz bei einem Wohnungsbrand übten. (Foto: Niehues)


Richtig heiß wurde es jetzt den Atemschutzgeräteträgern der Feuerwehren Holdorf und Fladderlohausen in Garrel. Denn dort hatten sie die Möglichkeit, an einem Wärmegewöhnungstraining teilzunehmen. Bei dem Training geht es darum, die Möglichkeiten und auch die Grenzen der Schutzbekleidung unter realen Bedingungen zu testen.

In dieser Anlage wird mit realistischer thermischer Belastung ein Wohnungsbrand dargestellt. Die Container werden mit Holz befeuert, teilweise werden Temperaturen bis über 600 Grad Celsius gemessen.

In zwei angrenzenden Containern ist die Einrichtung eines Zimmers aufgebaut. Ausgerüstet mit einer Wärmebildkamera konnten die Holdorfer versuchen, kriechend den „Brandherd“ zu erreichen. Beim Vorgehen konnten die Feuerwehrleute erfahren, dass kniend und in Bodennähe, noch erträgliche Verhältnisse herrschen, während in Kopfhöhe bereits 150 Grad gemessen wurden.



Warten auf den Lückenschluss

Geschrieben von OV am 2008-04-10
Bau des Radweges von Fladderlohausen nach Neuenkirchen

Wünschenswert ist er sicher, realisierbar indes wohl erst in einigen Jahren: Der Lückenschluss des Radweges zwischen Fladderlohausen und Neuenkirchen-Vörden.

In der Sitzung des Planungs- und Umweltausschuss hatte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug mitgeteilt, dass die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Regionalstelle Osnabrück (früher Straßenbauamt) den Radweg an der Landesstraße nicht in die Dringlichkeitsliste sondern nur als weiteren Bedarf aufgenommen hat. Das heißt, so Krug, dass frühestens in zwei, drei Jahren mit dem Bau des rund zwei Kilometer langen Teilstückes gerechnet werden kann.

Um möglicherweise schneller ans Ziel zu kommen, sollten sich die beiden Kommunen mit dem Landkreis Vechta absprechen. Was nun auch erfolgen soll, empfahl der Ausschuss.

Nicht gefolgt ist man dem Vorschlag, an der neuen Bücherei Absperrbügel als Sicherheitsmaßnahme zu installieren. Stattdessen sollen nun Fahrradständer an der Seite zur Dammer Straße aufgestellt werden.



Lukrative Grundstücke für individuelles Bauen

Geschrieben von OV am 2008-04-09
Gemeinde Holdorf plant Bebauung entlang der Straße Im Bäkeesch / Künftig wieder komplette Erschließung

Platz für schmucke Eigenheime stellt die Gemeinde auf der linken Seite entlang der Straße Im Bäkeesch in Holdorf zur Verfügung. (Foto: Niehues)


Individuelles Bauen auf Grundstücken ab 800 Quadratmetern will die Gemeinde im Holdorfer Ortskern ermöglichen. Entlang der Straße „Im Bäkeesch“ sollen danach auf einer 30 Meter tiefen und rund 900 Meter langen, gemeindeeigenen Fläche demnächst lukrative Baugrundstücke angeboten werden. Der Planungs- und Umweltausschuss unter Leitung von Ludger Westerhoff empfahl am Montagabend dafür die Aufstellung des Bebauungsplanes „Im Bäkeesch“.

Die Idee ist nicht neu: Im Zuge des Flächenankaufes in diesem Gebiet durch den Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) hatte der damalige ehrenamtliche Bürgermeister Josef Wernke schon angeregt, eine Teilfläche für die Wohnbebauung einzuplanen. Mit der Übernahme des Klärwerkes und der Abwasserbeseitigung durch den OOWV tauschte 2003 die Gemeinde diese Flächen gegen Flächen am Klärwerk.

Vor diesem Hintergrund folgte der Ausschuss dem Hinweis des Ratsvorsitzenden Bernard Echtermann, den damaligen Grundstückseigentümern eine Nachentschädigung zu zahlen. Die Grundstückseigentümer hatten nämlich damals die Flächen an den OOWV zur Sicherung des Grundwasserschutzes angegeben. Die Zahlung soll allerdings immer erst dann erfolgen, wenn ein Grundstück verkauft wird. Begonnen werden soll der Verkauf im Süden. Je nach gewünschter Grundstücksgrößen schließen sich die weiteren Bauplätze an.

Zudem wird die Gemeinde beauftragt, weitere Grundstücksverhandlung aufzunehmen, da auf dem rund 900 Meter langen Teilstück noch zwei Flächen landwirtschaftlich genutzt werden. Wie Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug in der Sitzung mitteilte, gibt es bereits vier Interessenten, die sich ihren Traum von einem großzügigen Eigenheim an dieser Stelle verwirklichen möchten.

Die Erschließung dieses Wohngebietes könnte dann auch wieder komplett von der Gemeinde übernommen werden. Das möchte jedenfalls das Bauamt, wie dessen Leiter Wilfried Schweigel in der Sitzung vorstellte. Denn seit der OOWV aufgrund der Übernahme des gesamten Schmutz- und Regenwasserkanals der Gemeinde bei Erschließungsmaßnahmen nun für die Verlegung des Kanals zuständig ist, gibt es immer wieder Probleme auf den Baustellen. Vor allem bei der Koordinierung der Maßnahmen, sagte Schweigel.

Deshalb soll die Gemeinde diesen Part wieder übernehmen und mit Abschluss der Erschließung den Kanal dann dem OOWV übergeben. Grundsätzlich stimmte der Ausschuss dem Vorschlag der Gemeinde zu. Damit könnte den Bauherren wieder die Erschließungskosten aus einer Hand – sprich von der Gemeinde – angeboten werden. Die Verwaltung soll nun auch mit Blick auf die Abrechnung weiter mit dem Wasserverband verhandeln.





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