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News-Archiv (bis Februar 2017)

Kreisligisten schießt man nicht einfach weg

Geschrieben von OV am 2015-01-02
17. Volksbanken-Supercup des SV Holdorf: Titelverteidiger TVDinklage ist der logische Favorit am Sonntag

Im Dauereinsatz: Max gr. Schlarmann (links) testete schon beim OV-Supercup gegen Langfördens Simon Stadtholte. Nach dem Silvesterlauf geht’s heute und Sonntag in die Holdorfer Halle. (Foto: Schikora)


Der Gastgeber eröffnet das Turnier, und zwar gegen die Gastgeber: Holdorf I gegen Holdorf II – da sind alle sofort im Geschehen drin.

Der Favorit beim 17. Volksbanken-Supercup des SV Holdorf am Sonntag (4. Januar) steht fest: An Titelverteidiger TV Dinklage, kurz vor Weihnachten noch ins Finale des OV-Supercups gestürmt, führt kein Weg vorbei, wenn die Frage nach dem Turniersieger beantwortet werden soll. Der TVD ist als Landesligist ohnehin das ranghöchste Team, außerdem haben die Dinklager diesmal nicht mit den Nachwehen ihres Kohlessens zu kämpfen – das steigt erst eine Woche später.

Insgesamt zehn Mannschaften spielen um die Siegprämie von 300 Euro, für den unterlegenen Finalisten bleiben immerhin noch 200 Euro. Die letztjährigen Halbfinalisten sind neben dem TV Dinklage wieder am Start, nämlich Amasyaspor Lohne, GW Mühlen und der SV Holdorf. Die Gastgeber wollen übermorgen eine ähnlich gute Rolle spielen wie vor zwölf Monaten, als sie das Neunmeterschießen um Platz drei gegen GW Mühlen mit 3:2 gewannen. „Mit einer Mannschaft wollen wir schon ins Halbfinale kommen“, gibt HSV-Fußballobmann Marc von Grafen die Marschrichtung vor. Mit der eigenen Reserve haben die Gastgeber schließlich ein zweites Eisen im Feuer.

Holdorfs Erste habe noch Luft nach oben, wie von Grafen im Rückblick auf den OV-Supercup mit nur einem Punkt bemerkte. Und eine weitere Erkenntnis sollten seine Spieler ebenfalls von diesem ersten Hallenturnier mitgenommen haben: „Man kann nicht mal eben einen Kreisligisten aus der Halle schießen“, meinte er mit Blick auf das Scheitern an Kreisligist BW Langförden. Folglich sollten die Holdorfer wie auch die anderen Bezirksligisten mit dem nötigen Respekt an klassentiefere Teams wie TuS Neuenkirchen, GW Brockdorf, BW Lüsche oder auch Kreisklassist SV Langenberg herangehen.

Gleich zur Eröffnung des Turniers gibt es eines der vielleicht brisantesten Duelle des Tages, denn die Holdorfer Erste trifft auf die eigenen Zweite. Da sind alle mit dem ersten Anpfiff um 13.00 Uhr gleich im Turnier drin.

Info: Bereits am heutigen Freitag zieht der SV Holdorf sein internes Vereinsturnier für „Sportler gegen Hunger“ mit 13 Mannschaften durch. Beginn: 17.30 Uhr.

Volksbanken-CupGruppe A: SV Holdorf I (Bezirksliga), SV Holdorf II (Kreisliga). GW Brockdorf (Kreisliga), Amasya Lohne (Bezirksliga). RW Damme (Bezirksliga)

Gruppe B: TV Dinklage (Landesliga), BW Lüsche (Kreisliga), TuS Neuenkirchen (Kreisliga), SV Langenberg (Kreisklasse), GW Mühlen (Bezirksliga)

Zeitplan: Turnierbeginn 13.00 Uhr, Halbfinals 17.45 Uhr, Finale 18.20 Uhr



Krippen-Café

Geschrieben von OV am 2015-01-02
Krippenbauer laden ins Pfarrheim ein

Die Krippenbauer laden am Sonntag ein zum Krippen-Café ab 14.30 Uhr im Holdorfer Pfarrheim. Der Erlös der Kaffeetafel kommt der Erhaltung/Erweiterung der Holdorfer Krippe zugute.



Kindersegnung

Geschrieben von OV am 2015-01-02
Sonntag in der Kirche St. Peter und Paul und a

Am Sonntag (4. Januar) sind besonders alle Familien mit Kindern herzlich zur Kindersegnung um 15.30 Uhr in St. Peter und Paul eingeladen.



Der 108. Geburtstag ist ein Fest in Sicherheit

Geschrieben von OV am 2015-01-02
Hochbetagte Flüchtlingsfrau lebt seit Juni mit ihrem Sohn in Damme / Glückwünsche von Landkreis und Stadt

Blumengrüße zum seltenen Altersjubiläum: Stellvertretender Landrat Friedhelm Biestmann und Sozialamtsleiter Helmut Wolf gratulierten Sabria Khalaf (von links). (Foto: M. Niehues)


Eine Urkunde von Ministerpräsident Stephan Weil überbrachten die Gratulanten. Im März 2014 erreichte die Syrerin nach langer Odyssee den Kreis Vechta.

Sie ist vermutlich der älteste Flüchtling der Welt: Gestern feierte Sabria Khalaf ihren 108. Geburtstag in Damme. Erstmals nach langer Zeit konnte sie dieses Fest in Sicherheit feiern – bei zufriedenstellender Gesundheit und mit wachem Geist. Im März 2014 war die hochbetagte Syrerin in den Landkreis Vechta gekommen. Voran ging eine sieben Monate dauernde und 3000 Kilometer lange Odyssee. Die Yesidin war mit ihrem noch lebenden ältesten Sohn Kanal Ali vor dem Krieg in ihrer Heimat geflohen, nach dramatischen Ereignissen auf dem Mittelmeer schließlich mittellos in einer Flüchtlingsunterkunft in Athen gelandet.

Ihr in Holdorf lebender Sohn Sharuan Ali setze alles daran, seine Mutter und seinen Bruder zu sich zu holen – mit Erfolg. Das Wiedersehen in Holdorf war ein Freudenfest mit vielen Verwandten, die mittlerweile in Deutschland Asyl gefunden hatten. Die Behörden hatten die Einreise Sabria Khalafs unterstützt. Seit Juli vergangenen Jahres lebt sie nun mit ihrem Sohn Kanal Ali, mit dem sie aus dem Heimatdorf Otelja geflohen war, in Damme.

Hier gratulierten ihr gestern der stellvertretende Landrat des Landkreises Vechta, Friedhelm Biestmann sowie als Vertreter der Stadt Damme Helmut Wolf, Sozialamtsleiter und Beauftragter für Integration, zum Geburtstag. Erholt von den Strapazen der Flucht habe sie sich mittlerweile gut, erzählte die Altersjubilarin. Allerdings sei sie oft traurig, weil eine Tochter noch in Syrien sei, übersetzte Scherin Silli, die für Sozialamtsleiter Wolf inzwischen zur sehr hilfreichen und geschätzten Integrationslotsin wurde.

Die Gratulanten trafen in Osterdamme auf eine Familie, die sich hier wohl fühlt. Begrüßt wurden sie mit arabischem Kaffee und Gebäck. Sabria Khalaf zeigte sich sehr dankbar dafür, nun in Zukunft sicher schlafen zu dürfen.

Noch vor dem Ersten Weltkrieg 1907 – wurde sie geboren. Von ihren 17 Kindern leben noch fünf – vier in Deutschland, zwei davon in Holdorf und Damme. Um die Tochter, die noch in Syrien lebt, macht sie sich große Sorgen. Sie lebe nicht in einer Großstadt, übersetzt Scherin, „aus denen fliehen viele Syrer, sondern in einem Dorf“. Auch diese Tochter möchte gerne nach Deutschland. Der Wunsch der Mutter, nach ihrer Flucht ihre Kinder noch einmal zu sehen, ging in Erfüllung. In Damme lebt sie nun mit Sohn Kanal Ali und seiner Ehefrau. Der Familie gefällt es hier gut, bestätigt ihr Sohn: „Vom Anfang bis zum Ende Dammes sind die Menschen nett und begegnen uns mit Respekt“. Nur äußert er den Wunsch einer Wohnung im Parterre, damit er seine Mutter im Rollstuhl im Frühling nach draußen fahren kann. Sozialamtsleiter Wolf nimmt den Wunsch zur Kenntnis. Vielleicht kann man ja mit einer anderen Familie tauschen, überlegt er.

Scherin Silli übersetzt in Kurdisch, sie spricht aber mehrere Sprachen. Seit 14 Jahren lebt sie in Damme, absolvierte die Ausbildung zur Integrationslotsin. „Mein erstes Ziel war es Deutsch zu lernen, ich habe es mir selbst beigebracht“, sagt sie stolz. Heute ist ihre Arbeit sehr gefragt, sie fährt zu Übersetzungen im gesamten Landkreis und hilft bei Papieren, Briefen, Antragsstellungen. „In Damme leben zurzeit 56 Syrer, da gibt es überhaupt keine Probleme“, so Wolf.

Besonders freut er sich in diesem Zusammenhang über die rund 10000 Euro Spendengelder von Dammer Unternehmen und Bürgern, um den Flüchtlingen zu helfen. Immer wieder spricht auch Sabria Khalaf mit in die Runde, ist interessiert an den Menschen, die sie besuchen und hält ihre Geschenke fest in den Händen.

Die Urkunde vom Ministerpräsidenten Stephan Weil genießt Hochachtung, aber am meisten freut sich die Seniorin über die Aufmerksamkeit zu ihrem Geburtstag durch die Besucher. Friedhelm Biestmann schließt den Besuch mit den Worten: „So Gott will, sehen wir uns in einem Jahr hier wieder“. Sabria Khalaf erwidert in ihrem Glauben des anderen Religionen gegenüber als tolerant geltenden Jesidentums mit Umarmung, Kuss auf Hand und Stirn, übersetzt: „Gott beschütze dich.“





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