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News Archiv

Offizialat und Caritas wollen Hilfe für Flüchtlinge wecken

Geschrieben von OV am 2014-10-11
Elisabeth Vodde-Börgerding berät Pfarrgemeinden im Oldenburger Land / Ihre Stelle wird jetzt aufgestockt

Bei einer Tagung in Stapelfeld wurde Offizialatsrat Bernd Winter kürzlich überrascht. In der Katholischen Akademie ging es um Projekte, in denen caritatives Handeln und Seelsorge zusammengehören. Der Titel: „Sorgende Gemeinschaften“.

Prälat Peter Kossen erwähnte in seiner Moderation eher am Rande die Flüchtlingshilfe Langförden. Diese habe spontan Beifall vom Publikum erhalten, berichtet Winter: „Das zeigt mir, dass es wahrgenommen wird.“ Winter und Caritas-Direktor Dr. Gerhard Tepe wollen ehrenamtliches Engagement wie in Langförden im gesamten Oldenburger Land wecken. Denn die Zahl der Flüchtlinge aus den Kriegs- und Krisengebieten der Welt hat auch hierzulande stark zugenommen.

Der Caritasverband und das Offizialat wollen Hilfsprojekte anschieben


Städte und Gemeinden sind oft überfordert, genügend Wohnraum zur Verfügung zu stellen und die Menschen ausreichend zu betreuen. Gerade Christen hätten den Auftrag, Menschen in Not beizustehen und zu helfen, schreiben Winter und Tepe in einem gemeinsamen Brief an die Pfarrgemeinden der Region. Der Landes-Caritasverband und das Offizialat wollen entsprechende Projekte anschieben und bieten Hilfe an. Sie weisen darauf hin, dass mit Elisabeth Vodde-Börgerding (in Holdorf wohnhaft und dort vielseitig im Gemeinderat, Verein Zukunft für Jugend und der SPD ehrenamtlich engagiert – Anm. d. Ortschronisten) eine Expertin auf diesem Gebiet die Akteure in den Gemeinden beraten wird. Sie kümmert sich bei der Caritas seit Jahren mit hohem Einsatz um Flüchtlinge und Migranten. Ihre Stelle wurde jetzt aufgestockt.Winter und Tepe weisen darauf hin, dass sich Vodde-Börgerding auch von sich aus bei den Gemeinden melden wird, und bitten darum, sie zu unterstützen.

Langfördener Vorbild in der Flüchtlingshilfe für dörfliche Integration


Als Vorbild dient die Flüchtlingshilfe Langförden. So erreichte etwa der Visbeker Ludger Penkhues, dass eine syrische Familie wiedervereint wurde. Am 30. September kam die Familie am Flughafen in Bremen an.Es flossen Tränen der Freude. Die Langfördener initiierten Patenschaften für Flüchtlinge, bringen ihnen Deutsch bei und integrieren sie im dörflichen Leben. Für Winter ist dies ein Beispiel, wie es funktionieren kann.

 Info: Elisabeth Vodde-Börgerding, Telefon 04441/ 8707-637; 05491/905555-15; 01520/8995390.



Andre Erfmann geehrt

Geschrieben von OV am 2014-10-11
Viel Lob für den Sportler des Jahres

Engagiertes Vereinsmitglied: Fußballer Andre Erfmann. (Foto: Klose)


Andre Erfmann ist der Sportler des Jahres in Handorf-Langenberg: Der langjährige Fußballer in der 1. Herrenmannschaft des Sportvereins (SV) Handorf- Langenberg wurde kürzlich geehrt: Anlass war die Sportgala des SV Handorf-Langenberg und des Reitsportclubs Handorf-Langenberg, teilte der Verein mit. Erfmann sei nicht nur ein erfolgreicher Fußballer, sondern engagiere sich sehr im weiteren Vereinsleben, so bei den Arbeitseinsätzen wie bei den Arbeiten für den Hallenvorraum und der Platzsanierung. Zudem habe er stets das gute Miteinander im Verein im Blick, lobte SV-Vorsitzender Maik Escherhaus vor zahlreichen Gästen im Saal Frilling.



Gewerbesteuereinnahmen sind gesunken

Geschrieben von OV am 2014-10-10
500000 Euro weniger als erwartet in der Gemeindekasse / Holdorfer Rat verabschiedet Nachtragshaushalt

Frisch saniert bereit zur Erfrischung: Die Gemeinde Holdorf investiert in die barrierearme Gestaltung des Hallenbades. (Foto: Honkomp)


Der Kämmerer legte in der Sitzung des Holdorfer Gemeinderates den Entwurf für den Nachtragshaushalt vor.

500000 Euro weniger Gewerbesteuer als ursprünglich veranschlagt fließen 2014 in die Haushaltskasse der Gemeinde Holdorf: 3,5 Millionen Euro statt vier Millionen. Damit sinkt auch die Zuweisung aus der Gewerbesteuerumlage um 100000 Euro auf 740000 Euro. Aus diesem Grund sei die Aufstellung eines Nachtragshaushalts notwendig geworden, erläuterte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug in der jüngsten Sitzung des Holdorfer Gemeinderates. Der Rat verabschiedete den Nachtrag einstimmig.

In der kurzen Beratung, die der Abstimmung voran ging, machte Krug deutlich, dass es auch unerwartete Zuwächse gab: So stiegen die Einnahmen aus der Grundsteuer B – das ist die Steuer, die Grundstückseigentümer für bebaute oder bebaubare Grundstücke und Gebäude entrichten müssen – um 70000 Euro von veranschlagten 850000 Euro auf 920000 Euro.

Auch der Anteil, der der Gemeinde aus der Einkommenssteuer der Bürger zufließt, entwickelte sich positiver als erwartet: Hier verzeichnete Kämmerer Thomas gr. Schlarmann mit einem Plus von 100000 Euro einen Anstieg von 1,85 Millionen Euro auf 1,95 Millionen. Entlastet wurde der Holdorfer Haushalt 2014 durch auf 2015 verschobene Investitionen: Ursprünglich waren für Baumaßnahmen am Bahnübergang Mühlenbachstraße 520000 Euro eingeplant gewesen; laut Nachtrag investiert die Gemeinde hier in diesem Jahr jedoch nur noch 20000 Euro.

Zudem sollen auch Aufwendungen für die Dacherneuerung der Oberschule in Höhe von insgesamt 135000 Euro erst im Haushalt des nächsten Jahres verbucht werden. Ein weiterer Grund für Mehrkosten: Im Nachtragshaushalt wurde der Betrag für den Ausbau des Baugebietes Lagerweg III um 225000 Euro auf insgesamt 475000 Euro aufgestockt.

Hallenbad und Rathaus durch Mehrkosten nun barrierearm

Der Posten für den Grunderwerb erhöhte sich um 200000 Euro auf 500000 Euro. Auch die Planungskosten für Aufgaben im Zusammenhang mit der räumlichen Entwicklung der Gemeinde schlugen mit einem höheren Betrag zu Buche: insgesamt 120000 Euro anstatt 60000 Euro. Mehrkosten gegenüber den ursprünglichen Haushaltsansätzen gab es auch im Zusammenhang mit der Holdorfer Schwimmhalle: Für die Heizungsanlagen und weitere Einbauten wurden 20000 Euro fällig. Angesetzt worden waren 10000 Euro. In die barrierearme Gestaltung der Schwimmhalle investierte die Gemeinde 58500 Euro anstatt 45500 Euro. Zudem musste der Kämmerer 10000 Euro für das Verfahren mit dem Oldenburgisch-Ostfriesischem Wasserverband aus der Gemeindekasse zahlen. Auch das Rathaus wurde für Rollstuhlfahrer einfacher zugänglich: durch eine zusätzliche Investition in Höhe von 20000 Euro. Insgesamt stellte Bürgermeister Krug fest: „Dieser Haushalt ist nicht so üppig wie sonst, aber grundsolide und wird mit einer schwarzen Zahl enden.“ Eine Einschätzung, die in der Gemeinderatssitzung auf keinerlei Widerspruch stieß.



Rat beschließt: Haus Espelage wird Flüchtlingsunterkunft

Geschrieben von OV am 2014-10-09
Am Montag Sondersitzung des Holdorfer Sozialausschusses / Entscheidung über Wohncontainer steht noch aus

Das Haus Espelage steht leer: Nun wird die Gemeindeverwaltung es für die Aufnahme von Flüchtlingen vorbereiten. Foto: Honkomp


Die Gemeinde Holdorf wird das Haus Espelage an der Bundesstraße 214 für die Aufnahme von Flüchtlingen instand setzen. Dies beschloss der Gemeinderat am Dienstagabend in nicht-öffentlicher Sitzung.Ursprünglich hatte die Gemeinde das Anwesen für die gewerbliche Vermarktung der Fläche erworben. Doch nun habe vor dem Hintergrund der zu erwartenden Zuweisungen an weiteren Flüchtlingen die Nutzung als Unterkunft für sie Vorrang, erklärte gestern Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug.

sei noch keine Entscheidung darüber getroffen worden, ob möglicherweise auch Wohncontainer auf dem Espelage-Areal aufgestellt werden sollen. Dies wird Thema einer Sondersitzung des Holdorfer Jugend-, Kultur- und Sozialausschusses am Montag (13. Oktober) sein. Sie beginnt um 18 Uhr im Rathaus. Hier steht die Beratung zur Suche nach Möglichkeiten zur Unterbringung von Asylbewerbern und Obdachlosen im Mittelpunkt. In der vorherigen Sitzung des Sozialausschusses war die Anschaffung von Wohncontainern diskutiert worden.

Derzeit sind beim Bauhof der Gemeinde in Fladderlohausen neun Asylbewerber untergebracht. Laut Verteilungsplan des Landkreises sei bis Ende Juni 2015 voraussichtlich mit mindestens 18 weiteren Flüchtlingen zu rechnen, erwartet die Gemeindeverwaltung. Doch auch eine „Aktualisierung und Erhöhung der Kontingente“ sei nicht unwahrscheinlich. In der Sitzung am kommenden Montag soll nun unter anderem geklärt werden, ob die Obdachlosen- und Asylbewerberunterkunft beim Bauhof dauerhaft genutzt werden soll. Weiterhin bittet Bürgermeister Krug Hausbesitzer, der Gemeinde Wohnungen oder Häuser, die für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden könnten, zu melden. „Dabei wird die Gemeinde als Mieter auftreten.“ Die Verwaltung ist erreichbar im Rathaus unter Telefon 05494/9850.





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