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News-Archiv (bis Februar 2017)

Grenzen des Sondergebietes erweitert

Geschrieben von H. Vollmer am 2014-07-10
Ursprünglich vorgesehenes Areal zu klein für drei Windräder /Zwei neue Bereiche für Gewerbegebiete in Holdorf

Bislang außerhalb des Sondergebiets: Die Standorte der einzigen drei Windräder auf Holdorfer Gemeindegebiet in Ihorst sollen rechtlich abgesichert werden. (Foto: Vollmer)

Einen zusätzlichen Termin müssen die Mitglieder des Umweltausschusses eintragen: Im September beraten sie über die Mühlenbach-Umleitung

Zügig und ohne Diskussionen verlief die Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses. Am Dienstagabend verabschiedeten die Mitglieder jeweils einstimmig verschiedene Flächennutzungs- und Baupläne. Für das Gebiet der Windanlagen Ihorst wurde der Flächennutzungsplan den tatsächlichen Gegebenheiten angepasst. Die Gemeinde Holdorf hatte für die Drei Windräder ein Sondergebiet ausgewiesen. Als diese aufgebaut werden sollten, stellte sich heraus, dass zuvor der Abstand zu gering bemessen wurde. Durch den entstehenden Windschatten war mit einer verminderten Leistungskapazität der Anlagen zu rechnen.

Deshalb wurden zwei der Windräder außerhalb des Sondergebietes errichtet, ohne dass eine Grenzkorrektur des Sondergebietes erfolgte. „Um den Ist zustand planungsrechtlich abzusichern, wird diese Korrektur jetzt nachgeholt“, erklärte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug.

Der Aufstellung des Bebauungsplanes für das Wohngebiet Ernst-Böhm-Straße III wurde nach der öffentlichen Auslegung jetzt als Satzung zugestimmt. Die Gebiete Turmtannen Ost und nördlich des Harpendorfer Weges sind nach Auskunft von Dr. Wolfgang Krug zwar bereits im Flächennutzungsplan zur Bebauung frei gegeben, jedoch fehlt jeweils ein entsprechender Bebauungsplan.

Nachdem nördlich des Harpendorfer Weges die Ansiedlung eines Industriebetriebes gescheitert ist, soll dieses Gebiet wieder als Gewerbegebiet festgeschrieben werden. Der Bereich Turmtannen Ost soll ebenfalls als Gewerbegebiet genutzt werden. Die entsprechenden Bebauungspläne sollen nun erstellt und öffentlich ausgelegt werden.

Die Empfehlungen des Ausschusses müssen nun noch während der Ratssitzung am 29. Juli bestätigt werden. Im September stehen zwei weitere Termine zur Mühlenbach- Umleitung an: Dr. Wolfgang Krug teilte mit, dass für den Ausschuss am 9. September (Dienstag) ab 18 Uhr eine zusätzliche Sitzung geplant ist, am 11. September soll eine Bürgerversammlung folgen. Auch hier geht es um die Umleitung des Handorfer Mühlenbaches. Ziel, so Krug, sei es, in der Ratssitzung am 7. Oktober eine endgültige Entscheidung darüber zu treffen, welche der vier bisher ins Gespräch gebrachten Varianten umgesetzt werden soll.



„Viel Geld verschwendet“

Geschrieben von OV am 2014-07-09
UWG zur Mühlenbach-Entscheidung

Grundsätzlich begrüßt die Unabhängige Wählergemeinschaft für Holdorf (UWG) die jetzigen Planungen, den Mühlenbach aus Gründen des Hochwasserschutzes umzuleiten. Dennoch erhebt UWG Fraktionsvorsitzender Heinrich Schonhöft erhebliche Vorwürfe: Es sei dabei „eine Menge Zeit und Geld verschwendet worden“, so gestern Schonhöft gegenüber der OV. „Wir gehen dabei von einem Betrag in Höhe von 60000 bis 80000 Euro aus“.

„Die Entscheidung, den Mühlenbach nun doch umzuleiten, wird als politischer und planerischer Erfolg der Mehrheitsfraktion gewertete. Tatsächlich verbergen sich dahinter politische Entscheidungsschwäche und Planungschaos“, so Schonhöft. Bereits 2011 hätten Naturschützer dem Rat eine Renaturierung vorgeschlagen. Doch die Mehrheit im Gemeinderat habe die „bereits in der Sackgasse steckenden Planungen“ für eine Regenrückhaltevariante voran getrieben, so Schonhöft, ohne überhaupt im Besitz der Grundstücke zu sein.

Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug widerspricht: „Es stand der Gemeinde gut zu Gesicht, dass in verschiedenen Varianten gedacht wurde“, so seine Einschätzung. Zudem sei die Gemeinde auch bei der jetzt auf den Weg zu bringenden Westumleitung noch nicht im Besitz betroffener Grundstücke. Krug: „Darin steckt noch ein ganzes Stück Arbeit für uns.“



Schönheitskur für Schandfleck

Geschrieben von am 2014-07-07
In Klaus Wackers Nachbarschaft hat es 2012 gebrannt / Jetzt sind die Handwerker da

Fast fertig: Die Außenarbeiten am Haus von Klaus Wacker in Holdorf, auf die er so lange hin gearbeitet hat. (Foto: Köhne)

Inzwischen sieht es schon fast wieder wie ein ganz gewöhnliches Haus aus. Wie früher, wie vor dem Brand. Die Kacheln vom Nachbarhaus sind abgeklopft.

Es ist später Nachmittag. Die Betonmischmaschine rotiert nicht, auch das Gerüst an der Hauswand ist verwaist. Doch die Badezimmerkacheln an der Außenwand des Hauses in der Neuenkirchener Straße in Holdorf sind verschwunden. Sie erinnerten über anderthalb Jahre daran, dass das Nebenhaus abbrannte. Beide Häuser standen Wand an Wand. Klaus Wackers Haus blieb damals stehen. Brandschäden und die Kacheln des Nachbarhauses blieben ihm auch. Und eine Menge Ärger mit den Versicherungen (OV berichtete).

Jetzt ist der ehemalige Polizist aus Hessen einfach nur froh, dass die Versicherung gezahlt hat und er und seine Frau ihr Haus wieder auf Vordermann bringen können. Denn erst wenn die Handwerker sämtliche äußeren Schäden behoben haben, wird er sich um die Schäden kümmern, die im Inneren des Hauses entstanden sind.

Vor gut einem Jahr wurde das komplette Nachbarhaus abgerissen. Schon allein der Abriss der Brandruine hatte sich sehr lange hinausgezögert und war überdies sehr knifflig. Schließlich sollte das Haus der Wackers nicht noch zusätzlich durch den Abriss beschädigt werden.

Als das Nachbarhaus in der Nacht zum 28. Oktober 2012 in Flammen geriet, stand es glücklicherweise leer. Acht Personen polnischer und rumänischer Herkunft waren dort gemeldet. Der ehemalige Besitzer hat das Grundstück inzwischen an einen Lohner verkauft. Sein arg in Mitleidenschaft geratenes Haus samt Grundstück auch zu veräußern, mit diesem Gedanken hat Klaus Wacker nie gespielt.

Und jetzt, wo die Außenmauer zusehends wieder hergestellt wird, kann er sich dazu nur selbst beglückwünschen. Wackers Haus sieht allmählich wieder aus wie jedes andere ganz gewöhnliche Wohnhaus. Ein „Schandfleck“, wie er es kürzlich selbst nannte, bevor die Handwerker anrückten, ist es schon jetzt nicht mehr.

Das ist auch gut so, schließlich liegt das Gebäude nicht irgendwo in einer Sackgasse. Sondern an Holdorfs Verkehrsschneise Richtung Neuenkirchen. Auch vom Friedhof aus hat man direkten Blick auf Wackers Haus.

Allerdings sind die Friedhofsbesucher marode Bauten gewohnt. Lange war die Friedhofsmauer stark ramponiert, im Winter 2010/2011 trug ein Glatteisunfall noch sein Übriges zu ihrem desolaten Zustand bei. Im Frühjahr 2012 stand dann endlich eine neue Mauer.



Zuschuss für einen Stufenbarren

Geschrieben von OV am 2014-07-05
Holdorfer Schulausschuss stellt 1000Euro für neues Gerät in Aussicht

Seile, Kästen und Kletterwand, das alles gibt es in der Sporthalle Handorf-Langenberg. Möglicherweise steht dort bald auch ein Stufenbarren. Denn der Schulausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung dem Antrag von Bernhard Schonhöft (UWG) zugestimmt, ein solches Gerät mit 1000 Euro zu bezuschussen (drei Enthaltungen).

Gabriele Oer, Schulleiterin der Barbara-Schule hatte den Antrag auf Kostenübernahme für den Stufenbarren vorgestellt. Es sei auch der dringende Wunsch des Sportvereins, dass dieser angeschafft werde. Die Gesamtkosten betragen 3000 Euro. 1000 Euro, so Oer, könne man aus dem Schulbudget aufbringen. Sie gehe davon aus, dass sich auch der Sportverein Handorf- Langenberg beteilige.

Udo Schlarmann (CDU) hatte, bevor Schonhöft seinen Antrag formulierte, vorgeschlagen, den Sportverein Handorf-Langenberg außen vorzulassen und von Seiten der Gemeinde 2000 Euro zu zahlen. Als Antrag wurde über diesen Vorschlag allerdings nicht abgestimmt.





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