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News-Archiv (bis Februar 2017)

CDU-Fraktion will jetzt auch Bach umleiten

Geschrieben von OV am 2014-07-02
Durchbruch bei Holdorfs Hochwasserschutz

Umgeschwenkt auf Bachverlegung: Silvia Boye und Norbert von Handorff sind, wie ihre CDU-Fraktionskollegen, inzwischen auch für eine ökologisch wertvolle Umleitung des Gewässers. (Foto: Köhne)



Seit über zwei Jahren ist der künftige Hochwasserschutz ein Thema in Holdorf. Jetzt ist die CDU von ihrer bisherigen Position abgerückt.

Die CDU als Holdorfer Mehrheitsfraktion verfolgt nicht länger die Regenrückhaltung als geeignete Maßnahme für den künftigen Hochwasserschutz in Holdorf. „Im Fraktionsbeschluss haben wir die Regenrückhaltung gekippt“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Norbert von Handorff.

Bisher hatte die CDU-Fraktion die Regenrückhaltung mit sechs Drosselstauwerken der ökologischeren Variante – einer von UWG und SPD favorisierten Gewässerumleitung – vorgezogen (die OV berichtete mehrfach). Allerdings hatte eine Bürgerversammlung im Dezember innerhalb der Fraktion diese Position aufgeweicht. CDU-Ratsherr Ludger Westerhoff hatte vorgeschlagen, weitere Konzepte einzuholen. Das Planungsbüro DSL aus Westerkappeln (Schwerpunkt Wasserbau) und das Planungsbüro Rötker (Schwerpunkt Ökologie) wurden zusätzlich zum bereits engagierten Planungsbüro IDN beauftragt, Vorschläge für die Umleitung des Handorfer Mühlenbachs vorzulegen. Jetzt liegen von Frank Diederich, Fachbüro DSL, sieben Varianten einer Verlegung vor. In der CDU-Fraktionssitzung habe Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug jetzt mitgeteilt, dass der Landkreis eine Regenrückhaltung mit sechs Drosselstauwerken so einfach nicht genehmigen würde, so von Handorff. Außerdem sind solche Maßnahmen nicht förderfähig.

Mit den Umleitungsvarianten wolle man sich jetzt ergebnisoffen beschäftigen, sagt Ratsvorsitzende Silvia Boye (CDU). Dazu gehört auch eine Bürgerversammlung am 11. September. Die Entscheidung für eine der Varianten ist nach der Beratung im Planungs- und Umweltausschuss für die Ratssitzung am 7. Oktober vorgesehen. An diesem Zeitplan wolle man festhalten, so von Handorff und Boye. Neben der Bürgerversammlung finden sie wichtig, dass betroffene Anlieger eigens informiert werden. Eine Umleitung, die zu einem großen Teil das Wasser westlich oder östlich der Autobahn entlang führt, ist inzwischen hinfällig. Der sechsspurige Ausbau der Autobahn würde hier die Zeitschiene vorgeben. Außerdem sieht der Bund inzwischen davon ab, Regenwasser von der Autobahn in den Kanal einzuleiten. Es gibt Varianten, die beginnen vor dem Naturlehrpfad. Auch wenn der Handorfer Mühlenbach dann im Bereich des Naturlehrpfades möglicherweise trocken fällt, kann man mit ihnen ökologisch punkten. Bei den kürzeren Varianten, die erst in Höhe der Tankstelle Dinkgrefe beginnen und wie die längeren am Klärwerk enden, wäre ersteres nicht der Fall. Allerdings würden diese nicht günstiger ausfallen, da hier in die bestehende Regenrückhaltung investiert werden müsste. Die reinen Herstellungskosten für die unterschiedlichen Varianten bewegen sich zwischen drei und sechs Millionen Euro.

Krug hofft, dass bis Anfang September auch Zahlen für Unterhaltungskosten, mögliche Fördergelder und die erreichbaren Öko-Ausgleichspunkte ermittelt sind. „Unsere frühe Entscheidung für Gründlichkeit vor Schnelligkeit, besonders hervorgerufen durch die Bürgerbeteiligung, war grundsätzlich richtig“, sagt von Handorff. UWG und SPD hatten im Vorfeld dagegen gestimmt, ein weiteres Planungsbüro bei der Variantensuche hinzuzuziehen.



Bad wird in Ferien zur Baustelle

Geschrieben von OV am 2014-06-30
Nach einem neuen Lifter bekommt Holdorfs Hallenbad behindertengerechte Umkleiden

Trügerische Ruhe: m Holdorfer Schwimmbad wird in der Sommerpause umgebaut. (Foto: Köhne)

In der Sommerpause rücken die Handwerker an. Ab dem 18. Juli werden für 45000 Euro unter anderem neue Duschen eingebaut. Über eine Treppe ins Becken anstatt der vorhandenen Leitern wird heute im Schulausschuss wiederholt diskutiert.

Sommerpause heißt es ab 18. Juli für den Badebetrieb in Holdorfs Hallenbad. Das bedeutet allerdings nicht, dass Stillstand rund ums Becken herrscht und kein Mensch den Bereich der Umkleiden betreten wird. Ganz im Gegenteil. In der Sommerpause beginnt der Umbau, damit es künftig einen behindertengerechten Umkleidebereich gibt. Gleichzeitig soll auch eine behindertengerechte Dusche eingebaut werden. Auch ein Sanitärbereich soll entsprechend eingerichtet werden.

Die Aufträge seien bereits vergeben, so Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug. Die Kosten würden rund 45 000 Euro betragen. Inzwischen ist auch der Lifter wieder voll funktionsfähig, wie Schwimmmeister Daniel Fraß bestätigt. Vorübergehend hatte der Wagen des Lifters einen Defekt. Der Lifter war die erste Anschaffung, die die Gemeinde auf dem Weg zu einem barrierearmen Schwimmbad 2012 tätigte. 15 000 Euro hatte damals diese Anschaffung gekostet, die Nutzer, die bis zu 130 Kilo auf die Waage bringen, bequem und sanft ins Nass absenkt und auch wieder heraus hievt.

Wie auch beim jetzigen Umbau des Umkleidebereichs war im Vorfeld der Arbeitskreis Lokale Teilhabe maßgeblich an den Überlegungen beteiligt. Bevor der Lifter angeschafft wurde, war auch über eine Treppe diskutiert worden, die den Einstieg ins Becken erleichtern könnte. Derzeit gibt es nur Leitern, die steil ins Wasser führen. Als sich der Rat für die Anschaffung eines Lifters entschied, sprach er sich damit nicht gegen die Treppe aus, sondern stellte diese zurück. Irgendwann, hieß es damals, solle es sie geben. Schon jetzt ist die Treppe wieder in den Blickpunkt gerückt. Heut wird sie erneut in der öffentlichen Sitzung des Schulaussschusses thematisiert. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Ratssaal. Zur Diskussion stehen auch die Öffnungszeiten des Schwimmbads. An der Sitzung wird auch Schwimmmeister Fraß teilnehmen. Außerdem wird es einen Sachstandsbericht zu den Arbeiten am Neubau der Oberschule geben. Mit den Arbeiten im Außenbereich wurde inzwischen begonnen.

Nach den Sommerferien soll die neue Mensa, in der künftig Holdorfs Oberschüler und Grundschüler speisen, in Betrieb genommen werden.



Satzung für 30 neue Baugrundstücke

Geschrieben von OV am 2014-06-28
Holdorfer Planungsausschuss trifft sich am Dienstag

Der Planungs- und Umweltausschuss der Gemeinde Holdorf tagt am 8. Juli (Dienstag). Die öffentliche Sitzung beginnt um 18 Uhr im Ratssaal.

Unter anderem geht es dabei um die Ausstellung des Bebauungsplans für Handorf-Langenbergs neues Wohnbaugebiet Ernst-Böhm-Straße III. Dort sind 30 Baugrundstücke geplant. Dem Bebauungsplan hatte der Rat bereits vor gut einem Monat zugestimmt.

Darauf folgte seine öffentliche Auslegung. In der Sitzung sollen die während der öffentlichen Auslegung eingegangenen Anregungen abgewogen werden.

Außerdem geht es um die Änderung des Flächennutzungsplanes im Bereich der Windenergieanlage Ihorst und um die Aufstellung des Bebauungsplans „Turmtannen Ost“. Hier steht der Aufstellungsbeschluss an. Ein weiteres Thema ist das Industriegebiet nördlich des Harpendorfer Weges.



Langenberg hat eine Herbert-Klose-Straße

Geschrieben von H. Vollmer am 2014-06-27
Diskussionen um Baugebiet Lagerweg III /UWG befürchtet Emissionen durch neu gebauten Schweinestall

Heinrich Schonhöft (UWG) meint, dass die Gemeinde Holdorf die Aufgabe habe, durch ein Gutachten ein klares Bild über die Keimbelastung im Baugebiet Lagerweg III zu schaffen.

Gegen die Stimmen der Schonhöft-Brüder Heinrich und Bernhard (UWG) und einer Enthaltung von Elisabeth Vodde- Börgerding (SPD) hat der Gemeinderat Holdorf dem Bebauungsplan zum Wohnbaugebiet Lagerweg III zugestimmt. Kritikpunkt Der UWG ist und bleibt die Kollision des Baugebietes mit den Emissionen des neu gebauten Schweinestalls.

Diese reichen in einem Radius von 200 Metern in die bebaubare Fläche hinein. Bernard Schonhöft gab wie bereits in den vorherigen Ausschusssitzungen zu bedenken, dass nicht nur reiner Geruch zu erwarten sei. Es gebe Unsicherheiten, dass darüber hinaus Groß- und Feinstaub, ultrafeine Partikel sowie Schimmelpilze, Bakterien und Endotoxine trotz der Filteranlage des Schweinestalles austreten. Die Gemeinde als Gefahrenabwehrbehörde habe die Aufgabe, durch ein Gutachten ein klares Bild zu schaffen, ob Keimbelastungen vorliegen, meinte Heinrich Schonhöft.

Kritik gab es zu dem Vorhaben, dort einen Kinderspielplatz einzurichten und von interessierten Grunderwerbern eine Grunddienstbarkeit unterschreiben zu lassen, dass Gerüche in Kauf genommen würden. Einstimmig fassten die Gemeinderatsmitglieder den Beschluss, die Straße zu den Baugebieten Ernst-Böhm-Straße III und IV den Straßennamen Herbert- Klose-Straße zu vergeben. Eindeutige Ablehnung gab es für den Antrag der UWG, den Landschaftsplan der Gemeinde Holdorf zu aktualisieren. Für Aktivitäten im Rahmen der Dorferneuerung genehmigten die Politiker zusätzlich 12 000 Euro im Nachtragshaushaltsplan zur Verfügung zu stellen. Diese sind für die Erstellung eines Dorfplatzes am Voßberg und in Grandorf vorgesehen.

Zudem genehmigten sie als außerplanmäßige Aufwendungen im Haushaltsjahr 2013 eine Summe in Höhe von 7501 Euro nachträgliche Kosten für die Vermessung des Baugebietes Lagerweg II und eine Entschädigung für das Forstamt im Baugebiet Bäke Esch. Anschließend erteilten sie Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug Entlastung für den Haushaltsabschluss im Jahr 2013.





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