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Pächter von Wasserverband enttäuscht

Geschrieben von OV am 2014-06-11
Vertrag für Grundstück wurde nicht verlängert / Konventionelle Landwirte erklären sich solidarisch

Kein Verständnis für den Schritt des Wasserverbandes: (von links) Jürgen Schröder, Bernard Macke, Alena Pöppelmann, Josef Wernke und Heinrich Pöppelmann. (Foto: Köhne)

Seit Jahren hat der Betrieb Pöppelmann Grünlandflächen gepachtet und sorgt damit für aktiven Grundwasserschutz. Jetzt hat der Oldenburgisch- Ostfriesische Wasserverband die Pacht nicht verlängert.

Strenge Auflagen gelten für die Bewirtschaftung im Wasserschutzgebiet. An die hält sich die Familie Pöppelmann seit Jahren. Heinrich Pöppelmann hat sogar seinen Betrieb komplett auf ökologische Grünlandbewirtschaftung umgestellt. „Bis 1992 haben wir noch komplett Ackerbau betrieben“, sagt er. Grünlandflächen hat er seit Jahren vom Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) gepachtet. Umso mehr wundert und enttäuscht ihn jetzt, dass sein Pachtvertrag über eine Fläche von 26 Hektar vom OOWV nicht verlängert wurde.

Solidarität erfährt Familie Pöppelmann von konventionellen Landwirten aus der näheren Umgebung. Auch der Vorsitzende des Holdorfer Landvolks Jürgen Schröder sowie die Landwirte Josef Wernke und Bernard Macke können den Schritt des OOWV nicht nachvollziehen. Schließlich sei ökologisches Grünland die beste Methode für den aktiven Trinkwasserschutz. Die Wurzelmasse wirke wie ein Filter, erklärt Heinrich Pöppelmann. In Sachen Nitratwertminimierung sei Pöppelmann ein Vorbildbetrieb, sagen auch die anderen drei Landwirte.

Sie und auch Pöppelmann vermuten, dass die Kündigung des Pachtvertrages möglicherweise etwas mit dem derzeitigen rechtlichen Ringen des OOW um die im vergangenen Jahr vom Landkreis bewilligte Wasserfördermenge von 4,5 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr Im Wasserwerk Fladderlohausen zusammenhängt. Diese Bewilligung bedeutet, dass der Wasserverband 0,3 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr weniger fördern darf als bisher. Eigentlich hatte er auf eine Fördermenge von 5,5 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr gehofft. Vor allem die Interessengemeinschaft für umweltverträgliche Wasserförderung (IGUVW) hatte sich gegen diese Erhöhung ausgesprochen. Scheinbar teilte der Landkreis diese Bedenken. Doch der IGUVW geht die Reduzierung nicht weit genug. Zwei ihrer Mitglieder haben gegen die Bewilligung des Landkreises geklagt. Ebenso der OOVW, dem die Bewilligung zu weit geht. Heinrich Pöppelmann ist aktives IGUVW-Mitglied. Er hat außerdem seine Bedenken gegen die Durchführung der Beweissicherung Des OOWV geäußert.

Dass dies ein Grund für die Nicht-Verlängerung des Pachtvertrages ist, verneint Gunnar Meister, Pressesprecher des OOWV. „Natürlich sind einzelne Landwirte enttäuscht, wenn ihre Pachtverträge nicht verlängert werden. Flächen sind in der Region rar, die Nachfrage ist deshalb groß.“ Es sei daher ein völlig normaler Vorgang, dass der OOWV nach dem Auslaufen von Pachtverträgen den Markt sondiere und Pächter auch einmal wechselten. „Für die betroffenen Flächen gelten jedoch weiterhin unsere strengen Auflagen, damit der Grundwasserschutz gewährleistet ist“, so Meister.

Heinrich Pöppelmann und seine Unterstützer finden, eine langjährige Kooperation aufzukündigen gehöre sich nicht. Es sei ein Schritt zurück, den der OOWV tragen müsse. Außerdem brauche gerade ein auf Ökologie setzender Betrieb wie der Pöppelmanns, Planungssicherheit.



Mehr als 4000 Spiele und sieben Ehrungen

Geschrieben von H. Vollmer am 2014-06-11
Jahreshauptversammlung der Fußball-Schiedsrichter / Lukas Bührmann erneut Nummer 1

Geehrte und Ehrende: Von links Paul Kossen, Mike Otte, Thomas Hellmann, Gerhard Brüning, Lukas von Husen, Georg Winter, Frank Middendorf, Hubert Tönjes und Karl-Heinz Arkenau. (Foto: Vollmer)

Die Schiedsrichter des Fußball-Kreisverbandes Vechta haben in der auslaufenden Saison mehr als 4000 Fußballspiele geleitet. Das teilte Mike Otte, Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses, während der Jahreshauptversammlung mit. Im Saal der Gaststätte Frilling dankten sowohl der stellvertretende NFV-Kreisvorsitzende Hubert Tönjes wie auch der Bezirks-Schiedsrichter-Obmann Georg Winter aus Wildeshausen für den geleisteten Einsatz.

Während seiner Grußworte sprach Winter von 55 Sportgerichtsverfahren, bei denen es um Vergehen und Handgreiflichkeiten gegenüber Schiedsrichtern ging. Selbst Schiedsrichter-Beobachter wurden angegriffen. Das seien haltlose Zustände, die es gelte auszuschalten. Zugegebenermaßen seien in zwei Fällen Fehlentscheidungen des Schiedsrichters Die Ursache gewesen. Das jedoch sollte Ansporn für jeden Schiedsrichter sein, das Regelwerk ordentlich zu beherrschen.

Winter und Tönjes assistierten Otte bei der Ehrung verdienter Sportler an der Pfeife. Für ihre zehnjährige Tätigkeit als Schiedsrichter wurden mit der Silbernen Schiedsrichternadel des NFV-Kreisverbandes Vechta geehrt: Karl-Heinz Arkenau (TuS Lutten), Frank Middendorf (TuS Neuenkirchen) und Lukas von Husen (GW Brockdorf). Mit der Silbernen Verdienstnadel des Niedersächsischen Fußballverbandes wurden für 25-jährige Tätigkeit als Schiedsrichter ausgezeichnet: Gerhard Brüning (Falke Steinfeld) und Thomas Hillmann von SW Osterfeine. Für seine 40-jährige Tätigkeit als Schiedsrichter wurde Paul Kossen vom 1. FC Varenesch mit der Goldenen Verdienstnadel des Niedersächsischen Fußballverbandes bedacht. Bei der Ehrung für die meisten Einsätze in der Saison 2013/2014 hatte erneut Lukas Bührmann vom SC Bakum mit 72 Einsätzen die Nase vorn, gefolgt von Sören Hilge (SV Holdorf/64) und Helmut Wessels (TV Dinklage/63).



Wer einmal da war, will immer wieder hin

Geschrieben von H. Vollmer am 2014-06-11
10.Fußball-CampbeimSVHoldorf mit Bernd Voss: Vertrauen auf gut ausgebildete Trainer – und eigene Betreuer

Frisches Obst und kühle Getränke: Oberstes Gebot ist es, die Gesundheit der Kicker im Blick zu haben. (Foto: Vollmer)

199 Teilnehmer tummeln sich an Pfingsten im HSV Sportpark. Die Gastgeber loben die gute Qualität.

Der Samstagmorgen fängt für Leon gut an: Die Sonne scheint, die Temperatur stimmt und er ist nicht allein. Im HSV-Sportpark sind mit dem zehnjährigen Kicker weitere 198 Mädchen und Jungen im Alter von 5 bis 14 Jahren dabei, die wie er etwas Neues fürs bessere Fußballspielen lernen wollen.

Drei Tage Fußballcamp, organisiert vom SV Holdorf, sind in zehn Jahren bereits zur Tradition geworden. Tradition ist es auch, dass sich der Großteil der Teilnehmer aus der Region im Stadion einfindet. „Es spricht sich eben herum, dass hier prima Bedingungen herrschen und die Trainer und Betreuer eine gute fußballerische Qualität mitbringen“, berichtet Ralf Böckmann, Geschäftsführer des gleichnamigen Sportartikelgeschäfts.

Letzteres ist auch ein Grund dafür, weshalb Sport Böckmann diesem Fußballcamp seit drei Jahren nicht nur seinen Namen zur Verfügung stellt, sondern es auch finanziell fördert. So ist der kleine HSV in der Lage, sein Fußballcamp mit Bernd Voss für unter 100 Euro Teilnehmerbeitrag durchzuführen. Darin enthalten sind Fußball-Dress, Fußball, Trinkflasche und Urkunde. Zudem gibt es eine Verlosung mit wertvollen Preisen wie 500 Euro Reisegutschein, VIP-Karten für ein Bundesligaspiel oder auch ein Trikot von Borussia Dortmund mit Unterschriften.

„Vor allem, wenn Bernd Voss mit seiner Fußballschule dabei ist, ist Qualität garantiert“, sagt Ralf Böckmann. Bis zu 25 Trainer bringt Bernd Voss mit, um individuell am Ball ausbilden zu können. „Der Bernd ist Kinder und Fußball verrückt“, lautet ein Satz, der nebenbei fällt. „Wir brauchen keine Fußballschulen mit Namen großer und teurer Bundesliga-Stars, sondern vertrauen auf gut ausgebildete Fußballlehrer und Betreuer aus unserem Verein“, sagt Sascha Bley, Jugendwart des kleinen HSV.

„Wenn man bei Bernd ein Camp mitgemacht hat, dann will man da immer wieder mitmachen“, sagt Paul Bley. Der 15-Jährige ist seit dem ersten Camp vor zehn Jahren bisher jedes Jahr dabei. Und diesmal auf der anderen Seite. Mit dem Lizenztrainer Gerrit Giesen hat der Sohn des HSV-Fußball-Jugendwarts die Lehrübungen für eine Gruppe Elf- bis Dreizehnjähriger übernommen. „Es macht Spaß mit ihnen zu trainieren und auch mal hinter die Kulissen zu gucken, welcher Aufwand betrieben wird“, sagt der 15-Jährige.



Eine Premiere: Die St. Barbara-Kirche als Zufluchtsort

Geschrieben von H. Vollmer am 2014-06-10
Während der Proklamation des neuen Schützenkönigs Thorsten Trumme öffnete der Himmel alle Schleusen

Seine Majestät Thorsten Trumme mit seiner Königin Alexandra und Tochter Henrieke (vorn Mitte). Nach der Proklamation stellten sie sich mit ihrem Hofstaat unserem Fotografen. (Foto: Vollmer)

Der Himmel weinte vor Glück: Als es am Pfingstsonntag zur Proklamation des neuen Schützenkönigs Thorsten Trumme gehen sollte, öffnete der Himmel all seine Schleusen und sorgte dafür, dass erstmals in der Geschichte des Schützenvereins die St. Barbara-Kirche als Zufluchtsort diente.

Schließlich lachte der Himmel wieder und mit der Inthronisation von Thorsten Trumme wurde die Ära der Schützenkönige aus dieser Familie, die Großvater August Trumme 1969 eröffnete, vorerst abgeschlossen. 1986 bestieg Johannes Trumme den Thron, ihm folgten dessen Söhne Mario im Jahr 2005 und Sebastian im Jahr 2007, während Thorsten am Samstag den Adler abschoss und damit die Trumme- Ära zur Vollendung führte.

Thorsten Trumme nahm seine Ehefrau Alexandra zur Königin und bestellte Bruder Mario und Melanie Trumme zum ersten Adjutantenpaar sowie Carsten und Anja Seidel zum zweiten Adjutantenpaar. Dem Hofstaat gehören zudem an: Michael und Corinna Bley, Otto und Evelin Bavendiek, Sebastian Trumme mit Friederike Lampe, Jörg und Sandra Deitermann, Stefan und Nicole Gerdes, Tobias und Claudia Kümmel, Frank und Claudia Osterhues, Andreas und Manuela Seidel, Olaf Hartwig mit Marion Bohne, Markus und Monika Klee, Frank und Simone Gröschel, Franz und Susanne Meyer sowie Cäcilia Trumme.

Die Insignien des Adlers schossen ab: Michael Vollbracht (Apfel), Frank Göhrs (Zepter), Christof Beckmann (Krone), Andre Fischer (rechter Flügel) und Robert Miedtank (linker Flügel). Präsident Andreas Robben verlieh Kleine Verdienstorden an Petra Többe-Bultmann, Peter Wernke und MarkusMeyer. Den Veteranenorden erhielten Reinhard Wehming, Reinhold Glandorf (beide erste Kompanie) und Elisabeth Gerken (Damenkompanie).

Bereits am Samstagnachmittag bestieg Marit Heidler als neue Königin den Kinderthron. Ihr zur Seite steht Louis Meyer und ihr Hofstaat.





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