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Die Natur und die Unzufriedenheit im Blick

Geschrieben von OV am 2014-03-14
Gemeinde Holdorf reagiert bei Gewerbegebiet-Vorhaben auf Einwendungen und Ratschlag des Landkreises

Westlich der Hansalinie wäre noch Platz für ein Gewerbegebiet in Holdorf. Die Mehrheitsfraktion hat dafür bereits im September grünes Licht gegeben. SPD und UWG waren dagegen. (Foto: Köhne)


Für ein Gewerbegebiet in Holdorfs Süd-Westen gibt es Befürworter und Gegner. Jetzt wird dort zunächst die Flora und Fauna auf den Prüfstand gestellt, bevor die Planungen weitergehen oder eingestellt werden.

„Der Bürgermeister und auch die Mehrheitsfraktion sollten erkennen, dass das Gewerbegebiet westlich der Autobahn nicht machbar ist.“ Das findet Holdorfs SPD-Fraktionschef Martin Fischer. Am Dienstagabend wurde der Sitzungspunkt, den Flächennutzungsplan entsprechend zu ändern, damit künftig Industrie und Gewerbe zwischen Bundesstraße und Hansalinie angesiedelt werden kann, kurzfristig von der Tagesordnung genommen (OV berichtete). Die knappe Begründung von Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug, Gespräche mit dem Landkreis Vechta hätten ergeben, dass ein Biologe ein Jahr lang die Fauna in dem Gebiet beobachten und erfassen soll.

Wie Krug gestern auf Anfrage erklärte, werde verwaltungsintern schon länger überlegt, jetzt einen Biologen über die Fläche schauen zu lassen, oder erst dann, wenn der Bebauungsplan anfalle. Der Landkreis habe dazu geraten, schon jetzt einen Biologen einzuschalten. Mit Blick auf die verschiedenen Einwendungen zu dem Vorhaben, bei denen häufig mit Flora und Fauna argumentiert worden sei, halte auch er dies zum jetzigen Zeitpunkt für angebracht. „Würde man darauf nicht reagieren, hinterlässt das eine Unzufriedenheit.“ Die Kosten für den Biologen müsse die Gemeinde zahlen. Nach wie vor hält Krug ein Gewerbegebiet westlich der A1 für sinnvoll, „wenn es möglich ist“. Das sehen die Gewerbetreibenden genauso. „Besonders bei Neuansiedlungen schaut man sich den Standort genau an. Alles, was an der Autobahn liegt, ist positiv“, sagt der Holdorfer Unternehmer Franz-Josef Kreinest.

Für die SPD, sagt Fischer, sei von Anfang an klar gewesen, dass das Gebiet als schützenswert einzustufen sei. Gleiches gilt auch für die UWG. Sie hatte darauf hingewiesen, dass ein Gewerbegebiet im Süd-Westen Holdorfs, den Verlust eines wertvollen Stücks Natur mit seinen Tier- und Pflanzenarten bedeuten würde. Dabei hatte sie sich sachkundige Unterstützung von den hiesigen Vertretern des Naturschutzbundes (NABU) geholt. Die waren in diesem Gebiet auf Biotope gestoßen und machten Teilbereiche als bereits gesetzlich festgesetzte Überschwemmungsgebiete aus.

Doch nicht nur SPD und UWG sind gegen das Vorhaben, den Bereich für Gewerbeansiedlungen zu sichern, sondern auch die Landwirte. Jürgen Schröder, Vorsitzender des Holdorfer Landvolks, erklärt: „Uns geht es um die Fläche, die der Landwirtschaft verloren geht.Wir können nicht gut heißen, dass es zu wenig Flächen gibt, für das, was wir an Produktion haben.“ Für Industrie und Gewerbe gebe es in dem bereits vorhandenen Industriegebiet hingegen noch genügend Flächen, „die schon jahrelang brach liegen“.

CDU-Vorsitzender Norbert von Handorff stellt klar, dass zur Sitzung noch nicht alle Stellungnahmen abgegeben waren. Die sollten abgewartet werden. „Wir haben keine Eile und keine Hast.“ Schließlich sei das Ziel, mittel- und längerfristig ein Gewerbegebiet zu entwickeln. Falls das nicht gehe, müsse man sich anderweitig umschauen. Für von Handorff ist das Gewerbegebiet ein entscheidender Faktor, um die Gemeinde zukunftssicher zu machen: „Es wäre ein Schritt nach vorn.“ Dass die Landwirte sich um ihre Flächen sorgen, kann er verstehen. „Mit der Änderung des Flächennutzungsplans wollen wir lediglich verhindern, dass Stallanlagen gebaut werden.“



Holdorf verzichtet auf zu viele Vorteile

Geschrieben von OV am 2014-03-13
Rückkehr in die Hochburg des Behördenfußballs: Alle VEC-Kommunen am Samstag in Langenberg am Ball

Ab durch die Mitte: Goldenstedts Christian Fiebig kochte im letztjährigen Halbfinale die Kicker der Stadt Vechta Thomas Ecke (links) und Patrick Helfenstein ab. (Foto: Schikora)


Nach zuletzt zwei Siegen ist Titelverteidiger Goldenstedt heiß auf den Hattrick. Einzige Sorge im Team: Die Jungs könnten zu satt sein.

Nach dem Silberjubiläum geht’s in die Hochburg des Behördenfußballs: Beim Rekordsieger Holdorf steigt am Samstag (15. März) das 26. Behördenturnier für „Sportler gegen Hunger“. Alle elf Kommunen des Landkreises laufen in der Halle Langenberg auf. Insgesamt mischen 13 Teams mit, das Gros stellt dabei der Landkreis Vechta mit zwei Herrenmannschaften und einer Damen- Formation.

Nach 1992 und 2004 führt die Gemeinde Holdorf zum dritten Mal als Ausrichter die Regie. Und darauf legen die Holdorfer ihr größtes Augenmerk. Sportlich möchten die Gastgeber, die mit sechs Behördentiteln die ewige Rangliste anführen, lieber dezent im Hintergrund spielen. „Wir haben extra nicht trainiert. Wir haben ja schon den Heimvorteil, da wollten wir nicht noch mehr Vorteile haben“, erzählt Holdorfs Teamsprecher Ralf Bolles an. Dass die Gastgeber es auf dem Spielfeld ruhiger angehen lassen wollen, hängt auch mit der Teambesetzung zusammen. Geballte Erfahrung, aber fast alle über 50 Jahre – merkt Bolles an. Der Kern der Truppe stand schließlich schon bei den Triumphen 1999, 2002, 2003, 2009 und 2010 auf dem Parkett.

In die Favoritenrollen schlüpfen andere Mannschaften. Speziell in der Staffel A tummelt sich die versammelte Prominenz des Behördenfußballs: Titelverteidiger Goldenstedt, Visbek, Lohne und der Landkreis Vechta stehen zwangsläufig auf der Liste der Titelkandidaten. „Alle Namen kamen in einen Pott. Wir haben stumpf gezogen – und dann kam so was dabei heraus“, erklärt Ralf Bolles. Eine Hammergruppe, was auch von Vorteil sein kann: Es können gleich drei Mannschaften ins Viertelfinale kommen – und dann dürfte es leichter werden.

Titelverteidiger Goldenstedt scheint ganz heiß auf den Hattrick zu sein. Die Nordkreisler meldeten sich als erstes Team an und fragten dabei per Mail an, ob der Name Goldenstedt auch schon hinter der Jahreszahl 2014 eingraviert sei. Der 1. Gemeinderat Michael Wübbelmann und Torhüter Frank Seidel kommen tags zuvor extra aus dem Ski-Urlaub zurück. Einzige Sorge von Teamsprecher Steffen Boning: „Nach zuletzt zwei Siegen sind die Jungs vielleicht zu satt.“

Und wenn’s für Goldenstedt nicht reichen sollte: Bei der Tombola gibt’s für alle reichlich zu gewinnen. Rund 100 Preise haben die Holdorfer zusammengetrommelt. Fernseher, Akku-Bohrer, Deutschland-Trikot und Gutscheine: Es lohnt sich.

Im Gegensatz zu den Vorjahren haben die Organisatoren Ralf Bolles und Sebastian Wolke die Vorrunde in drei Gruppen geplant. Daher gibt es weniger Spiele und kürzere Wartezeiten. Die Vorrunde kann so von 12.30 Uhr bis kurz nach 16.00 Uhr durchgezogen werden. Außerdem wird ein Viertelfinale eingestreut: Damit können noch acht der 13 Mannschaften ihr Glück über die K.o.-Runde suchen.

Das Finale selbst ist gegen 18.00 Uhr geplant, anschließend geht’s nahtlos über in den gemütlichen Abschluss im schmucken Clubraum der Sporthalle in Handorf- Langenberg. Dort dürfte es aber auch schon im gesamten Turnierverlauf hoch hergehen, denn die Kontaktpflege zwischen den Mitarbeitern der einzelnen Behörden gehört zum Pflichtprogramm des Events in der Hochburg des Behördenfußballs. „Football is coming home“ – zum Rekordsieger.



Biologe soll ein Jahr die Fauna beobachten

Geschrieben von H. Vollmer am 2014-03-13
Holdorfer Ausschuss verschiebt Beratung über Gewerbegebiet an der A 1

Mit 16 Minuten Sitzungszeit wird die Zusammenkunft der Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses als eine der kürzesten in die Geschichte der Gemeinde Holdorf eingehen.

Der Grund: Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug beantragte, die Beratung zur Änderung des Flächennutzungsplanes für das von der Mehrheit des Rates gewünschte Gewerbegebiet westlich der Autobahn von der Tagesordnung zu nehmen. Dessen Begründung: Gespräche mit dem Landkreis Vechta hätten ergeben, dass ein Biologe ein Jahr lang die Fauna in dem Gebiet beobachten und erfassen soll.

Zudem seien noch nicht alle Stellungnahmen und Einwände von Naturschutzverbänden, Grundstückseigentümern, Landwirten und der Landwirtschaftskammer bei der aktuellen Beschlussvorlage berücksichtigt.

Krug schlug vor, das Ergebnis der einjährigen Beobachtungszeit abzuwarten und das Thema danach neu auf die Tagesordnung zu setzen.

Verabschiedet wurde dagegen die Änderung des Flächennutzungsplanes im Bereich der Windenergieanlagen im Gebiet Ihorst, um dort den Bestandsschutz sicherzustellen. Außerdem stimmten die Mitglieder der Aufstellung des Bebauungsplanes für das Baugebiet Ernst- Böhm-Straße III zu.



Ludger Osterhus geehrt

Geschrieben von H. Vollmer am 2014-03-13
Holdorfer erhält Siefried-Ansmann-Gedächtnispreis des SV Holdorf

Engagiertes Mitglied beim SV Holdorf: Ludger Osterhus. (Foto: Vollmer)


Ludger Osterhus hat auf der Generalversammlung des Sportvereins SV Holdorf den Siegfried-Ansmann-Gedächtnispreis erhalten.

Großer Beifall begleitete Osterhus, als der zweite Vorsitzende Manni Pohlmann ihn mit der höchsten Auszeichnung des SV Holdorf ehrte. Seit Jahren pflegt der zum erweiterten Vorstand gehörende Sportler die Mitgliederverwaltung.

Eine Selbstverständlichkeit sei für ihn, bei fast allen Arbeitseinsätzen wie Platzinstandsetzung, Bodenplatten verlegen oder auch Wall ausmähen dabei zu sein.





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