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News-Archiv (bis Februar 2017)

Alle Kastanien an der Kirche werden ersetzt

Geschrieben von OV am 2014-03-08
Spender für neue Bäume an Holdorfs Kirchplatz gesucht / Fällung wegen Pilzbefalls

Kastanien-Rest: Auch der Baumstumpf soll noch weggefräst werden. (Foto: Köhne)


Die beiden großen Kastanien, die bisher ihren Schatten auf den Parkplatz des Holdorfer Rathauses warfen, sind weg.

Die Bäume, die auf Kirchengrund standen, waren krank, sagt Pfarrer em. Helmut Middendorf: „Das konnte jeder mit eigenen Augen sehen.“ Der Kastanienbaum, der direkt am Buswartehäuschen stand, sei auch äußerlich über zwei Meter Höhe mit Pilzen besetzt gewesen.

Über 100 Jahre seien die morschen Bäume vermutlich alt gewesen, erklärt Middendorf. Beim letzten Sturm habe jeder der beiden Bäume einen starken Ast verloren. Das bestätigt auch Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug: „Es ist schade um die Bäume, die Ortsbild prägend waren. Aber das Risiko war einfach zu groß.“

Eine Spezialfirma aus Fladderlohausen entfernte die Baumriesen. Bereits im vergangenen Jahr, so Middendorf, mussten drei der Kastanien an der Kirche entfernt werden. Jetzt stehen noch fünf. Aber auch deren Tage sind gezählt. „Auch sie müssen offensichtlich zeitnah entfernt werden“, glaubt Middendorf. Doch der Platz rund um die Kirche soll dann nicht baumlos bleiben. Neue, nicht zu kleine Bäume sollen angepflanzt werden. „Wer einen Baum spenden möchte, darf sich gern bei der Kirchengemeinde melden“, sagt Middendorf.

Es sei noch keine Entscheidung gefällt worden, was für Bäume genau gepflanzt werden sollen, so Middendorf. Einen Zusammenhang zwischen dem Engerlingsbefall des Rasens des benachbarten Pfarrhauses (OV berichtete) und der Erkrankung der Kastanien sieht Middendorf nicht. Die Rasenfläche sei im Übrigen inzwischen neu eingesät worden.

An die beiden kürzlich entfernten Kastanien erinnern noch die beiden Baumstümpfe. Aber auch die sollen noch fachmännisch weggefräst werden, damit dort Rasen wachsen kann.



Vorstandswechsel beim Wirtschaftsforum

Geschrieben von H. Vollmer am 2014-03-07
Claudia Bindrim löst Maria Keßling als Schatzmeisterin in Holdorf ab

Einzige Frau im Vorstand: Mit Claudia Bindrim hat das Wirtschaftsforum Holdorf eine neue Schatzmeisterin. Darüber freuen sich der Vorsitzende Günter Böckmann, sein Stellvertreter Christian Schnieders und Schriftführer Ralf Blömer (von links). (Foto: Vollmer)

Eine Neubesetzung im Vorstand des Wirtschaftsforums Holdorf ergaben die Wahlen während der Generalversammlung im Hotel zur Post. Gründungsmitglied Maria Keßling kandidierte nach sechs Jahren aktiver Kassenführung als Schatzmeisterin nicht wieder. Ihre Nachfolge tritt Claudia Bindrim an. Vorsitzender Günter Böckmann dankte Maria Keßling für ihren Einsatz und lobte die immer korrekt geführten Bücher.

Rückblickend stellte Günter Böckmann fest, dass sowohl die Frühjahrs- wie auch die Herbstkirmes nicht so gut besucht waren. „Wir müssen überlegen, wie wir uns einbringen, damit diese attraktiver werden“, gab er zu bedenken. Die Weihnachtsverlosung mit 20000 ausgefüllten Teilnahmescheine sei erfolgreich, jedoch wünsche er sich eine noch größere Beteiligung der Geschäfte. Auch in diesem Jahr soll der Weihnachtsmarkt wieder über zwei Tage geöffnet werden und mit dem Verein Zukunft für Jugend durchgeführt werden. Die zeitliche Ausweitung auf den Samstag und Sonntag habe ein positives Echo gefunden. Der Vorsitzende dankte dem Zimmerermeister Ralf Kramer, der vier neue Hütten gebaut hat und sich lediglich den Materialwert erstatten ließ.

In Kürze will der Vorstand Angebote für Großleinwände besorgt haben. Dann soll mit den Mitgliedern eine Entscheidung getroffen werden, ob und welches Vorrundenspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft wieder in Form eines Public Viewings gezeigt werden soll.

Fest stehe allerdings bereits mit dem 25. und 26. April (Samstag und Sonntag) der Termin für die Igeha 2015. Handel und Gewerbe sollten sich möglichst früh für eine Teilnahme entscheiden und sich bei Christian Schnieders (Telefon 05494/ 6530) beziehungsweise Ralf Rottinghaus (05494 8706) melden.

Zum Thema Lückenbebauung im Ort stellte Günter Böckmann klar, dass die innerörtliche Verdichtung mit Baugrundstücken für die Geschäftswelt von Vorteil sei, da Einkaufsmöglichkeiten zu Fuß erreicht werden können.



Elisabeth Vodde-Börgerding bleibt Vorsitzende

Geschrieben von H. Vollmer am 2014-03-07
Generalversammlung bestätigt Vorstand des Holdorfer Vereins Zukunft für Jugend

Erfolgreiches Trio für die Kinder- und Jugendarbeit: die wiedergewählten Vorstandsmitglieder Inge Olberding, Andrea Wördehoff und Elisabeth Vodde-Börgerding (von links). (Foto: Vollmer)


Der Verein Zukunft für Jugend ist in der Gemeinde Holdorf der Garant für eine umfassende Jugendarbeit. Ausgestattet mit Zuschüssen der Gemeinde organisiert der Verein Angebote in den Bereichen Freizeit und Bildung sowie eine Entwicklungsförderung junger Menschen und deren Familien. Die Kontinuität, zukünftige Aufgaben zu erledigen, bleibt gewährleistet. Das ergaben die Berichte der Vereinsleitung während der Generalversammlung und die turnusmäßigen Vorstandswahlen.

So wurde Elisabeth Vodde-Börgerding in ihrem Amt als 1. Vorsitzende für zwei weitere Jahre wiedergewählt. In ihren Ämtern bestätigt wurden ebenfalls die 2. Vorsitzende Andrea Wördehoff und Geschäftsführerin Inge Olberding.

Die neue Jugendpflegerin Andrea Stangenberg ist seit Oktober im Jugendtreff tätig und strukturiert zurzeit die Angebote für junge Menschen neu. Der Jugendtreff an der Badberger Straße ist Anlaufpunkt für alle interessierten jungen Menschen, die ihre Freizeit sinnvoll verbringen möchten. So bestehen während der Öffnungszeiten altersspezifische Freizeitangebote, die in Rücksprache mit den jungen Menschen erarbeitet wurden.

Auch die Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeiterin Ute Rybka-Beckermann trägt zu einer effektiven Kinder- und Jugendarbeit bei. Die Erzieherin betreut Schüler bei den Hausaufgaben an der Oberschule Holdorf und ist zuständig für die Schulsozialarbeit an den Holdorfer Schulen.



„Warum darf in Engter der Wald kaputtgehen?“

Geschrieben von OV am 2014-03-06
Landwirt kritisiert Nachbarschaftshilfe der Wasserverbände

58 Betroffene haben sich zur Beweissicherung des Wasserverbandes beim Landkreis Vechta zu Wort gemeldet.

Horst Brüggemann ist auf Engter Gebiet in Sachen Grundwassergewinnung mindestens genauso versiert wie Franz Greve. Greve ist der Kopf der Interessengemeinschaft für umweltverträgliche Wasserförderung (IGUVW) in Fladderlohausen. „Aus welchem Grund darf der Oldenburgisch- Ostfriesische Wasserverband seine Brunnen nicht nutzen? Und warum darf jetzt hier in Engter der Wald kaputtgehen?“, fragt der 71-jährige Brüggemann.

Er ist stinksauer, dass derzeit vom Wasserverband Bersenbrück erwogen wird,Wasser aus dem Wasserwerk Engter abzuziehen, um dem Oldenburgisch- Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) unter die Arme zu greifen. Denn der darf nur noch 4,5 Millionen Kubikmeter Wasser jährlich fördern. Das sind 0,3 Millionen Kubikmeter Wasser im Jahr weniger als bisher. Der OOWV fürchtet durch diese Reduzierung gerade in Trockenperioden, seinem Versorgungsauftrag nicht gerecht werden zu können. Und er sucht nach Lösungen. Diese in Engter finden zu wollen, ist für Brüggemann eine ganz schlechte Idee. Auf seinen weitläufigen Ackerflächen setze er schon seit Jahrzehnten Regenmaschinen ein. Die Gräben seien trocken.

Der Fladderlohauser Franz Greve bewertet diesen Lösungsansatz etwas anders: „Was sollen wir dagegen haben? Dem OOWV gehen so die Argumente aus, alle B-Pläne der Kommunen zu blockieren.“ Außerdem glaubt er, dass es auch technisch relativ unkompliziert sein dürfte, einen Teil des derzeitigen Versorgungsgebiets des OOWV im Südkreis künftig an den Wasserverband Bersenbrück anzukoppeln. Ein paar Rohre seien heutzutage einfach verlegt, so Franz Greve.

Der OOWV hofft hingegen immer noch, dass er auch künftig aus eigener Kraft das nötige Wasser bereitstellen kann. Er hat gegen die Bewilligung des Landkreises und damit gegen die Reduzierung geklagt. Außerdem hat er, wie vom Landkreis gefordert, ein Konzept zur Beweissicherung vorgelegt. Dieses war beim Landkreis einzusehen und bis zum 28. Februar konnten Betroffene und Träger öffentlicher Belange dazu ihre Bedenken äußern.

Wie Landkreissprecher Stefan Weidelich auf Anfrage mitteilte, haben sich insgesamt zehn Träger öffentlicher Belange und 58 Betroffene dazu geäußert. „Diese Stellungnahmen werden durch den Landkreis momentan gesichtet“, so Weidelich. Ob und wo die Beweissicherung Mängel aufweist, dazu gab er keine Auskunft, nur den Hinweis: „Die Beweissicherung ist Teil des Bewilligungsbescheides, der derzeit beklagt wird. Zu diesem laufenden Verfahren sind keine Auskünfte möglich.“

Auch die UWG Holdorf hat ihre Bedenken zur ökologischen Beweissicherung eingebracht – auch wenn sie kein Träger öffentlicher Belange und auch kein Betroffener ist. Dabei nimmt sie auch Bezug auf eine Stellungnahme des gewässerkundlichen Landesdienstes (GLD), die deutlich mache, dass derzeit eine geringere Grundwasserneubildung stattfinde. Grundwasserneubildung, die gibt es auch in Engter so gut wie gar nicht, sagt Brüggemann.





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