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OV macht bei Holdorfs Bürgerstiftung mit

Geschrieben von OV am 2014-02-27
Seit Dienstagabend gibt es einen neuen Zustifter /Gemeinnützige und mildtätige Projekte im Fokus

Alle für eine gute Sache: (von links) Richard Zumloh (Bürgerstiftung), Matthias Litzenburger (OV-Anzeigenleiter), Christoph Grote (OV-Geschäftsführer) sowie von der Bürgerstiftung Ruth Honkomp, Stefan Witte und Franz-Josef Kreinest. (Foto: Köhne)


Um einen Zustifter reicher ist die Bürgerstiftung Holdorf. Die Oldenburgische Volkszeitung unterstützt die gemeinnützige Arbeit.

Schnelle und unbürokratische Hilfe, dafür steht die Bürgerstiftung Holdorf. Erstes und bestes Beispiel dafür war die Unterstützung der Holdorfer Familie, deren Wohnung im Oktober 2011 brannte. Damit die Mutter das beim Brand lebensgefährlich verletzte Töchterchen, das später seinen Verletzungen erlag, in der Spezialklinik in Hannover besuchen konnte, gab es am Tag nach dem tragischen Unglück sofort finanzielle Unterstützung von der Bürgerstiftung.

Daran erinnern sich die Vorstandsmitglieder der Stiftung, Richard Zumloh, Franz-Josef Kreinest, Ruth Honkomp und Stefan Witte, gut. Die Bürgerstiftung erhält jetzt auch Unterstützung von der Oldenburgischen Volkszeitung. Mit 5000 Euro wird sie Zustifter. Christoph Grote, OV-Geschäftsführer, und OV-Anzeigenleiter Matthias Litzenburger sind an diesem Dienstagabend mit einem entsprechenden Scheck ins Hotel zur Post gekommen. Grote signalisiert, dass die OV darüber hinaus Projekte der Stiftung unterstützen werde, die beispielsweise mit Lesen und Kindern zu tun haben.

2010 wurde die Bürgerstiftung in Holdorf ins Leben gerufen. Das Gründungskapital betrug damals 156 000 Euro. Heute ist es auf 168 000 Euro angewachsen. Aus den 41 Gründungsstiftern sind inzwischen 51 Stifter geworden. Seit Dienstagabend sind es sogar 52.

Erklärtes Ziel der Bürgerstiftung sei es, so Richard Zumloh, Projekte zu fördern. Diese sollen möglichst langfristig von Nutzen sein, sich idealerweise auch weiterentwickeln können. Die Bürgerstiftung sucht weiterhin Holdorfer, die Projekt-Ideen haben, die den Grundsätzen der Bürgerstiftung entsprechen. Zumlohs Mitstreiter am Tisch ergänzen, dass es sich dabei um Projekte aus ganz unterschiedlichen Bereichen und für verschiedene Personenkreise handeln kann, wie beispielsweise Bildung und Erziehung, ältere Mitmenschen, benachteiligte Kinder und Jugendliche, Heimatpflege, Natur- und Denkmalschutz, Sozialarbeit, Jugendsport oder auch Selbsthilfegruppen.

Bereits bestehende Projekte kann die noch recht junge Stiftung vorweisen. So läuft die Selbstbehauptungs-AG der Oberschule bereits im zweiten Jahr. Die Jugendlichen steigen dabei in Vechta in den Ring, betätigen sich sportlich und lernen ganz nebenbei respektvolles und diszipliniertes Verhalten. In der Vorbereitung ist derzeit ein Projekt mit der Uni Vechta, das Haupt- und Realschüler in ihren Begabungen fördern will.

Die Gründung der Holdorfer Bürgerstiftung, die ihr Wirkungsfeld im gemeinnützigen, aber auch mildtätigen Bereich hat, hängt eng mit der Gewerbeschau im April 2010 in Holdorf zusammen, wie Franz-Josef Kreinest berichtet. Der finanzielle Überschuss aus der Gewerbeschau, diente als Grundstein für das Stiftungskapital.



Hobbyreiter erinnern sich an damaliges Vereinsleben

Geschrieben von H. Vollmer am 2014-02-27
Ehemalige Reiter treffen sich in Holdorf

Reiter der ersten Stunde: Der Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Holdorf, Dr. Aloys Brand, und Jugendwartin Ruth Meyer begrüßten die Reitersenioren Gottfried Holthaus, Werner Heil, Josef Blomendahl, Albert Honkomp, Heino Röpke, Heinz Pöppelmann, Franz Borgmann, Georg Ansmann und Bernd Giere (von links). (Foto: Vollmer)


Ein Wiedersehen nach mehr als 50 Jahren gab es jetzt für die ehemaligen Mannschaftsreiter des Reit- und Fahrvereins Holdorf.

Sie sind in den 1950er und 1960er Jahren aktiv geritten, sind für den Verein mit ihren Pferden über Hürden gesprungen und haben Dressuren einstudiert. Nun tauschten die Senioren im Kasino der Reitsporthalle ihre Erlebnisse aus. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verein 1947 wiederbelebt. Heinrich Kampers aus Ihorst war damals Trainer, berichteten die Ehemaligen. „Wir haben mit unseren Pferden nach zehn Stunden Feldarbeit auf dem Gelände von Josef Lupke neben dem Dorfanger an der Neuenkirchener Straße trainiert“, erinnert sich Heino Röbke. Wenn es zu Vergleichswettkämpfen ging, wurden bis zu zehn Pferde auf die Ladefläche eines Lkw von Josef Harpenau geladen, berichteten die Reiter.

Einige erinnern sich noch gern an die Pferderennen auf dem Gelände bei den Hühnerställen an der Industriestraße. Hier wurde alle drei Jahre ein Rennen zwischen Reitern aus Neuenkirchen, Damme und Holdorf ausgetragen. „Wir waren erfolgreich im Oldenburger Münsterland unterwegs“, berichtet Bernd Giere. Albert Honkomp ergänzt: „Wir waren allesamt Meldereiter bei den Schützenvereinen der Gegend“.



Holdorfer Rat stimmt für neues Baugebiet

Geschrieben von H. Vollmer am 2014-02-27
Trotz Diskussionen Ja zum Bebauungsplan für Lagerweg / Unterschiedliche Preise an Ernst-Böhm-Straße

Bilder eines Jahres: Zu Beginn der Ratssitzung übergab Holdorfs Ortschronist Heinrich Vollmer (rechts) an Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug, Ratsvorsitzende Silvia Boye und Heimatvereinsvertreter Bernhard Sieve entsprechende DVDs. Am 9. März (Sonntag) stellt er die Bilder ab 15 Uhr im Hotel zur Post vor. (Foto: Stickfort)

Römerring, Arminiusstraße, Karlstraße und Lentfriedstraße sollen die neuen Wege im Baugebiet Lagerweg III in Holdorf künftig heißen.

Während seiner ersten Sitzung im neuen Jahr hat der Gemeinderat Holdorf den Weg für den Bebauungsplan des Wohngebietes Lagerweg III frei gemacht. Diskussionsbedarf meldete jedoch die UWG-Fraktion an. Sie spricht sich gegen die Errichtung eines Kinderspielplatzes und die Bebauung von vier Grundstücken aus. Denn diese liegen in einem Immissions- Radius von 200 Metern zu einer Schweinemastanlage.

Bernard Schonhöft argumentierte, dass besonders bei Kindern eine Belastung mit Feinstaub gesundheitliche Schäden nach sich ziehen könne. Problematisch sei, dass in dem Bereich landwirtschaftliche Gerüche geduldet würden. Das würde bedeuten, dass mögliche Schädigungen der Gesundheit beim Grundstückkäufer und der Familie hingenommen werden würden. Gegen die Stimmen der UWG und zwei Enthaltungen in der SPD stimmten die Ratsmitglieder dennoch dem Bebauungsplan zu. Einig waren sich dagegen die Ratsmitglieder, in dem Baugebiet die Straßennamen Römerring, Arminiusstraße, Karlstraße und Lentfriedstraße zu vergeben.

UWG-Sprecher Heinrich Schonhöft war hingegen dagegen, im Baugebiet Ernst-Böhm- Straße III unterschiedliche Grundstückspreise zu verlangen. Bei den betroffenen Grundstücken, für die fünf Euro Zuschlag pro Quadratmeter erhoben werden sollen, handele es sich nicht um eine besondere Lage. Im Gegenteil, durch die auftretenden Fallwinde, würden die Immissionen von den Schweinemastanlagen der Firma Schwertmann genau dorthin getragen. Unterstützung erhielt er von Martin Fischer (SPD), der infrage stellte, dass die Gemeinde eine Garantie für unverbaubare Nachbarschaft geben könne.

Nicht ganz unstrittig war die Erhöhung der finanziellen Förderung von Vereinen, die eine aktive Jugendarbeit betreiben. Der jährliche Förderzuschuss von zehn Euro pro Vereinsmitglied, das unter 18 Jahre alt ist, wurde ab Januar 2014 auf 12,50 Euro angehoben. Nach Ansicht der SPD ist das zu wenig. Die Ratsmitglieder fassten den Beschluss, bis zu den Haushaltsplanungen 2015 die Richtlinien zur Förderung der Vereins- und Jugendarbeit zu überarbeiten. Außerdem beschloss der Rat, den Zuschuss der Gemeinde Holdorf zur Durchführung der offenen Ganztagsschule auf 45 500 Euro zu erhöhen.



„Und wie immer, bitte nicht auf die Hose kleckern“

Geschrieben von OV am 2014-02-26
Sportlehrerin Claudia Kamps tischt in Holdorf den Grundschülern das Mittagessen auf

„Nudelpfanne mit oder ohne Kleckersoße“: Maria Kamps ist die gutgelaunte Seele hinter der Bain-Marie in Holdorfs Grundschule. Ihr Arbeitgeber sind die Fachkliniken St. Marien-St. Vitus. (Foto: Köhne)


Die Häkelmütze auf den Kopf gesetzt, die Schürze um die Hüften gebunden und Claudia Kamps Arbeitstag beginnt. Die 50-Jährige steht hinter der Bain-Marie, in der heute eine italienische Nudelpfanne mit Tomatensoße dampft und gibt Holdorfs Grundschülern davon auf deren Teller. Zuvor hat Kamps die Tische nett eingedeckt und an die Tafel geschrieben, was die Kinder erwartet. In einen Klecks hat sie notiert: „Und wieder bitte nicht auf die Hose.“ Humor darf auch beim Essen nicht fehlen, findet sie.

Bei den Kindern trifft die große Frau mit der sportlichen Figur den richtigen Ton. Kamps, selber Mutter zweier Kinder, ist Sport- und Gymnastiklehrerin. Zehn Jahre hat sie in ihrem Beruf in einem Kinderkurheim auf der Nordseeinsel Langeoog gearbeitet. Dann leitete sie in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in Krefeld den Sportbereich. Ursprünglich stammt sie aus dem Schwabenland. „Als Kind habe ich geturnt und wusste, dass ich später etwas mit Sport machen will.“ Seit zehn Jahren lebt Kamps mit ihrem Mann in Holdorf und fühlt sich wohl – auch ohne als Sportlehrerin tätig zu sein. Kamps Schwester, die bereits in Holdorf lebte, hat die beiden dorthin gelotst: „Es war eine Art Familienzusammenführung.“ Klein und überschaubar, das mag Kamps an ihrer Wahlheimat.

Vor vier Jahren fing Kamps nebenbei an, im Catering zu arbeiten. „Als es hieß, die Grundschule wird Ganztagsschule und für die Mensa-Verpflegung wird jemand gebraucht, war das genau mein Ding.“ Schön sei auch, dass sie frei habe, wenn ihre Kinder, die das fünfte und dritte Schuljahr besuchen, frei haben.

Und irgendwie hat ihr neues Arbeitsfeld dann doch mit ihrem alten viel gemein: „Im Kinderkurheim habe ich als Gymnastiklehrerin wie im erzieherischen Dienst gearbeitet.“





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