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News Archiv

Blinde Zerstörungswut in Holdorf

Geschrieben von OV am 2014-02-11
Täter schmeißen Altkleidercontainer um und randalieren an Schule

Werk der Zerstörung: Unbekannte kippten einen Anhänger kopfüber in den Container an der Oberschule Holdorf. Dabei wurden sowohl Anhänger als auch Container beschädigt. Foto: Möhlmann)


Eine Spur der Verwüstung zog sich am Wochenende durch Holdorf. Unbekannte randalierten sowohl auf dem Gelände der Ober- und Grundschule als auch auf dem Parkplatz vor dem Markant-Markt an der Dammer Straße und richteten dabei einen Schaden von weit über 1000 Euro an.

Die Polizei geht davon aus, dass die Zerstörung an den verschiedenen Stellen auf das Konto der gleichen Täter geht und es sich um mehrere Personen gehandelt haben muss. Denn in den Container an der Oberschule wurde ein 750 Kilogramm schwerer Anhänger kopfüber gewuchtet. Dort schlugen die Unbekannten auch die Scheiben eines Gerätehauses ein und beschädigten die Sprechanlage und einen Briefkasten.

In dem Container landete außerdem ein Fahrrad, das ebenfalls beschädigt wurde. Auf dem Parkplatz am Markant-Markt wurde sowohl in der Nacht zu Samstag als auch in der Nacht zu Sonntag der Altkleidercontainer umgekippt und der Inhalt auf dem Platz verteilt. Außerdem wurde ein Gullydeckel ausgehoben und ein Wasserhahn an dem Verbrauchermarkt mit Gewalt abgebrochen.

Info: Hinweise nimmt die Polizei Holdorf unter der Telefonnummer 05494/1536 entgegen.



Eigene Rutsche für Krippenkinder in Sicht

Geschrieben von OV am 2014-02-10
Mütter und Erzieherinnen erklären Holdorfer Sozialausschuss, warum sich die Investition in St. Barbara lohnt

Eine Zuschuss von der politischen Gemeinde für eine Rutsche für die Krippenkinder von St. Barbara ist zum Greifen nah. Allerdings gibt es eine Bedingung.

Es war derselbe Antrag und doch war alles ganz anders: Bereits im vergangenen November hatte der Holdorfer Jugendausschuss den Zuschussantrag für eine Rutsche im Krippenbereich des Kindergartens St. Barbara auf dem Tisch. Das Ganze wurde vertagt, denn niemand aus dem Elternrat war da. Das sah bei der jüngsten Sitzung ganz anders aus, neben etlichen Eltern waren auch Erzieherinnen anwesend.

Jetzt stehen die Chancen auch gut, dass die Kinderkrippe, deren Träger die katholische Kirche ist, bei der Anschaffung einer Rutsche, die auch für die ganz Kleinen geeignet ist, von der Gemeinde unterstützt wird. Deshalb gab es am Ende sogar Applaus. Der Ausschuss hatte sich einstimmig dafür ausgesprochen, die Anschaffung einer Rutsche für rund 3000 Euro mit 80 Prozent zu bezuschussen, wenn die Kirche 20 Prozent übernimmt. „Diese 20 Prozent müssen wir einfordern“, sagte CDU-Vorsitzender Norbert von Handorff. Zuvor hatte auch Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug klar gestellt: „Uns fällt schwer, zu sagen, ja die Gemeinde bezahlt, wenn wir nicht originärer Träger sind.“ Auch den Tüv müsse die Kirche bezahlen, so Krug.

Bei der Bürgerstiftung wurde angefragt, ob sie sich an den rund 3000 Euro für die Rutsche beteiligen will. Eine Antwort steht noch aus, es soll deshalb noch einmal bei ihr angeklopft werden. Den Aufbau der Rutsche und die Sandeinfassung wollen die Eltern übernehmen. Die Idee aus den Reihen der Sitzungsmitglieder, den Erlös aus dem Osterfeuer in die Finanzierung der Rutsche zu stecken, war schnell verworfen. Denn die Mütter und Erzieherinnen erklärten, dieses Geld sei schon für den Zaun bestimmt, der den Bereich der Kindergartenkinder von dem der Krippenkinder abtrennen soll.

2007 wurde die Kinderkrippe St. Barbara als erste Kinderkrippe in der Gemeinde Holdorf eröffnet. Der Zuschuss von 10 000 Euro, den es damals gab, wurde in den Innenbereich gesteckt. Der Etat des Kindergartens sei ausgelastet, erklärte eine der Mütter. Sie hatte auch geschildert, dass der Außenbereich nicht für Kinder unter drei Jahren ausgelegt sei. Da eine entsprechende Abgrenzung fehle und die große, nicht für sie geeignete Rutsche die Kleinen aber locke, seien sie ganz schnell in diesem Bereich. Für die Kleinen gebe es nur eine Nestschaukel und Sand, durch Spenden finanziert.

Wenn man Krippenplätze biete, müsse man auch die Ausstattung vorhalten, sagte eine andere Mutter. Es sei traurig, wenn die Eltern für Spielsachen sorgen und sich um Sponsoren kümmern müssten. Dass die Rutsche Kosten von rund 3000 Euro verursachen wird, erklärten die Eltern auch damit, dass ein gewisser Sicherheitsstandard gefordert sei. Und schließlich sei die Krippenrutsche nicht nur für ihre, sondern auch für nachfolgende Krippenkinder gedacht.



Ideale Geländeform für eine BMX-Bahn

Geschrieben von OV am 2014-02-08
Dorfgemeinschaft Handorf-Langenberg favorisiert Wald als Standort / Sicherheitsausschuss noch skeptisch

Startplatz für die BMX-Radler: Für Annelie Lausch geben die Bodenwellen im Wald in Handorf-Langenberg die künftige BMX-Bahn vor, die sich aus drei Bahnen zusammensetzen soll. Auf dem kleinen Hügel könnte das Vergnügen beginnen. (Foto: Köhne)


Die Hügel im Wald sind wie für das BMX-Fahren gemacht. Trotzdem gibt es Bedenken gegen den Vorschlag der Dorfgemeinschaft Handorf-Langenberg für eine BMX-Bahn im Wald.

Die Kinder in Handorf- Langenberg wünschen sich eine BMX-Bahn. Die Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Annelie Lausch, hat es schriftlich. Sie hat nicht nur die Erst- bis Sechstklässler in Handorf-Langenberg dazu befragt, sondern auch die in Holdorf. 91 Fragebögen kamen zu Lausch zurück: „Alle positiv. 22 Kinder möchten sich sogar aktiv am Bau beteiligen. Nur ein Kind fand den Standort nicht gut.“

Über den sind sich auch die Erwachsenen uneins, wie die jüngste Sozialausschusssitzung zeigte. Die Dorfgemeinschaft Handorf-Langenberg möchte die möglichst naturnah gestaltete Bahn in dem Wald am Naherholungsweg anlegen, der zwischen Siedlung und Industriestraße liegt. Mario Trumme (CDU) fürchtet aber an diesem Standort Vandalismus. Schon jetzt werde der Wald als Treffpunkt von Jugendlichen genutzt. Wenn Motorräder über die Bahn pflügten, sei sie schnell zerstört. Trumme glaubt deshalb, „dass die Unterhaltung der Bahn an der Stelle viel Geld kosten wird“.

3000 Euro, wie von der Gemeinde für alle anfallenden Kosten angepeilt, reichen da nicht. Außerdem findet Trumme unter dem Aspekt der Sicherheit, dass das Gelände zu uneinsichtig ist und zu weit von der Siedlung entfernt liegt. Über eine BMX-Bahn für Handorf-Langenberg wird bereits seit 2011 debattiert.

Im Laufe dieser Diskussion hat Trumme vorgeschlagen, sie in der Nähe des Sportvereins Holdorf anzusiedeln. Der Ratsherr, selbst Handorf-Langenberger, sagt auch: „Ich hätte den Standort auch lieber in Handorf- Langenberg als in Holdorf.“

Einstimmig wurde in der aktuellen Sitzung das Thema vertagt. „Nicht um das Ganze nach hinten zu schieben, sondern intern zu schauen, was wir machen können“, so Trumme.

Für Annelie Lausch ist der Standort ideal. Schon allein durch seine hügelige Beschaffenheit. Großartige Erdverschiebungen oder Aufschüttungen seien nicht nötig. Natürlich sei auch die Dorfgemeinschaft bereit über andere Standorte nachzudenken. Sie in eine BMX-Bahn zu verwandeln, würde garantiert teurer werden.

Mündlich zugesagt haben die katholische Kirche und ein privater Eigentümer schon vor längerem, dass ihre Waldflächen für die Bahn genutzt werden können. Und selbst wenn die Sandbahn irgendwann nicht mehr genutzt würde, „kann die Natur sich das Ganze problemlos zurückholen“.

Den Vorschlag, die Bahn am Heidesee anzusiedeln, hält Lausch für keine gute Idee. Schließlich stamme der Wunsch einer BMX-Bahn von den Handorf- Langenberger Kindern. Für die müsse auch mal etwas getan werden. Auch Trumme weiß, das BMX-Fahren hat in Handorf- Langenberg Tradition. Vor Jahren habe es auf einem Firmengelände eine BMX-Bahn gegeben.



Damit auch die Vereine auf ihre Kosten kommen

Geschrieben von OV am 2014-02-07
Mehr Geld für Vereins- und Jugendarbeit Holdorfs Sozialausschuss hat einer Änderung der Förderrichtlinie zugestimmt. Ein Teilerfolg für die Antragsteller. Denn sie hatten eine höhere Fördersumme angepeilt.

Gute Jugendarbeit hat ihren Preis: Deshalb haben der SV Holdorf und der SV Langenberg jetzt einen Antrag gestellt, von dem auch die Jugendarbeit in den anderen Vereinen profitiert. (Archivfoto: Schikora)


Sie bietet eine vernünftige Beschäftigung, fördert Körper oder Geist, macht außerdem Spaß und das für Jugendliche zu einem geringen Preis. Die Vereins- und Jugendarbeit. Und dennoch verursacht sie Kosten und zwar für die Vereine, ganz gleich ob Sportverein oder Kinderchor. Und die Kosten steigen.

Daran soll jetzt die Förderrichtlinie der Gemeinde Holdorf angepasst werden. Im Sozialausschuss einigte man sich darauf, sie zunächst um 2,50 Euro pro jugendlichem Vereinsmitglied zu erhöhen. Nicht einstimmig. Inge Olberding (SPD) kam das „kleinkrämerisch“ vor. Sie forderte daher eine Erhöhung um fünf Euro, konnte aber keine Mehrheit gewinnen.

Grund, dass sich der Sozialausschuss überhaupt mit der Richtlinie befasste, war der gemeinsame Antrag des Sportvereins Handorf-Langenberg und des Sportvereins Holdorf. Sie hatten sich dafür ausgesprochen, die Förderrichtlinie für die Vereins- und Jugendarbeit der Gemeinde Holdorf zu ändern und die Förderung um zehn Euro auf dann 20 Euro zu erhöhen. Die geltende Regelung wurde 2007 vom Gemeinderat verabschiedet und sieht seit 2008 unter anderem vor: „Allen Vereinen wird eine Förderung von zehn Euro pro Mitglied, das das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat und seinen Wohnsitz in Holdorf hat, gewährt.“

Zehn Euro sind zu wenig, das erklärten Marcel Brune, Vorsitzender des SV Handorf-Langenberg und Michael Niemann, Kassenwart des SV Holdorf. Niemann sagte, dass der Verein etwa die Integration fördere. Damit alle Mitglieder einer Mannschaft mit den gleichen Utensilien ausgerüstet seien, würde die Ausstattung durch den Verein teils mit Hilfe von Sponsoren übernommen bei Kindern und Jugendlichen, die sonst darauf verzichten müssten.

Vor allem durch die Qualifizierung der Trainer und Betreuer entstünden immense Mehrkosten, warf der SPD-Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender des Niedersächsischen Fußballverbandes im Kreis Vechta, Martin Fischer, als Zuhörer ein. Er gab dem CDU-Fraktionschef Norbert von Handorff allerdings recht, dass der Antrag früher hätte eingehen müssen. Von Handorff hatte darauf hingewiesen, dass die Gemeinde keine Schulden machen wolle. Außerdem habe sie 2008 den Betrag erst verdoppelt: „Das jetzt wieder zu tun, halte ich für unangemessen.“ Eine Erhöhung um 2,50 Euro auf 12,50 Euro sei hingegen bereits im Haushalt eingeplant. Fischer hatte während der Haushaltsberatungen darauf hingewiesen, dass ein Antrag der Vereine zu erwarten sei.

Für die 12,50 Euro stimmten sechs Mitglieder, zwei waren dagegen. Vom Antrag der Sportvereine profitieren auch die anderen Vereine, vorausgesetzt der Rat stimmt der Änderung zu.





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