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News-Archiv (bis Februar 2017)

Niederländischer Lastwagen kippt in den Graben

Geschrieben von OV am 2014-02-06
Fahrer bleibt unverletzt / Dieseltank wird beschädigt / Spezialfirma übernimmt Bergung

Aufwändige Bergung: Eine Spezialfirma rückte an, um den Lastwagen mit einem Spezialkran aus dem Graben zu hieven. Zuvor wurde der beschädigte Tank leergepumpt. (Foto: Vollmer)


Ein niederländischer Lastzug landete gestern Morgen auf der Bundesstraße 214 in Holdorf auf der Fahrt zwischen Kreisel und Autobahnauffahrt im Graben.

Laut Polizei hatte der 33-jährige Fahrer aus Gelsenkirchen Glück. Er blieb unverletzt. Beschädigt wurde der Tank des Lkw. Rund 600 Liter Diesel seien ausgelaufen, teilte Kreissprecher Stefan Weidelich mit. Eine vom Landkreis beauftragte Entsorgungsfirma habe den restlichen Diesel aus dem Graben abgesaugt und das verunreinigte Erdreich, rund zehn Tonnen, ordnungsgemäß entsorgt.

Wie die Feuerwehr Holdorf mitteilte, die sofort zum Einsatzort eilte, hatten bereits Mitarbeiter einer nahen Waschanlage unter den defekten Dieseltank Behälter gestellt. Der Arbeitseinsatz sei für die Kameraden daher kurz gewesen.

Zu dem Unfall kam es laut Polizei, weil ein unbekannter Fahrzeugführer mit seinem Lkw Mercedes auf die Fahrbahn des 33-Jährigen geriet. Dieser wich in den Grünstreifen aus, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Den Sachschaden beziffert die Polizei mit 10 000 Euro. Unfallzeugen werden gebeten, sich bei der Polizeistation Damme, Telefon 05491/950-0, zu melden.



Pläne für eine BMX-Bahn

Geschrieben von OV am 2014-02-05
Holdorfs Sozialausschuss tagt heute

Der Bau einer BMX-Bahn in Handorf-Langenberg steht heute auf der Tagesordnung des Jugend-, Kultur- und Sozialausschusses. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Ratssaal. Den Stand der Pläne zu der BMX-Bahn wird Annelie Lausch, Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Handorf-Langenberg, vortragen. Seit Längerem ist eine BMX-Bahn immer wieder Thema in dem Ausschuss. Inzwischen scheint sie konkrete Formen anzunehmen.

Die Dorfgemeinschaft hat bei einer Firma wegen einer Ortsbesichtigung, Zeichnung und Angebot angefragt. Weitere Themen sind ein Zuschussantrag für eine Rutsche für die Krippengruppe im Kindergarten St. Barbara und die Änderung von Förderrichtlinien für die Vereins- und Jugendarbeit.



Versiegelung des Bodens wird zur Schlitterpartie

Geschrieben von OV am 2014-02-05
Keine Lösung bei Bodenreinigung der Grundschule Holdorf in Sicht
Grundschüler sind, sind die neu versiegelten Bodenplatten glatt. Schlingern ist auch mit Straßentretern angesagt. (Foto: Köhne)


Gereinigt, aber nicht wirklich sauber ist die Aula der Grundschule Holdorf. Ein Bodenexperiment, das die Lage verbessern soll, lässt Kinder stürzen.

Der Schneemann an der Eingangstüre der Grundschule Holdorf darf als Warnhinweis verstanden werden. In der Aula der Schule herrscht akute Glättegefahr. Am Montag, dem ersten Schultag nach den Zeugnisferien, seien mehrere Kinder gestürzt, berichtete am Montagabend Schulsozialarbeiterin Ute Rybka-Beckermann im Schulausschuss der Gemeinde Holdorf.

Der Grund: In der Aula der Schule, in der die Schüler Pantoffeln tragen, wurden in den Ferien zwei kleinere Teilflächen des Fußbodens neu versiegelt – zur Probe. „Wenn sich das als praktikabel erweist, soll im Sommer die ganze Aula versiegelt werden“, hatte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug vor dem Einwurf über die Stürze erklärt. Anlass für diese Probeversiegelung sind Klagen der Schulleitung und der Elternvertreter darüber, dass die Reinigung in der Grundschule nicht so klappt wie gewünscht (OV berichtete).

Bereits im Herbst wurde beanstandet, dass vor allem die Aula, die derzeit auch als provisorische Mensa genutzt wird, nicht gründlich genug gereinigt werde. Auf diese Klagen hat die Gemeindeverwaltung reagiert.

Mit dem Chef der beauftragten Reinigungsfirma, Nils Bogdol und zwei Mitarbeitern habe man Gespräche geführt, so Krug. Die Reinigungsexperten hätten erklärt, die Reinigung sei wegen des grobporigen Bodens schwierig. Deshalb schlugen sie in Abstimmung mit der Verwaltung die inzwischen umgesetzte Probeversiegelung vor. Außerdem solle eine engere Abstimmung zwischen dem Hausmeister der Schule und dem Projektleiter der Firma einmal wöchentlich erfolgen. „Ab Sommer, wenn die Mensa fertig ist, wird sich die Situation ändern“, so Krug.

Schulleiterin Anita König sieht nicht, dass die Halle durch die Nutzung als Mensa extrem verschmutzt wurde. Vielmehr glaubt sie, dass die Reinigung davon abhängt, ob die jeweilige Reinigungskraft mit der eingesetzten Reinigungsmaschine umgehen kann oder nicht. Zuletzt habe die Pausenhalle nämlich wieder gut ausgesehen. Zwei ortsansässige Kräfte hätten die Maschine bedient, die damit umzugehen verstünden.

Auch Stephan Möhring (SPD) äußerte seine Zweifel, dass die Beschaffenheit des Bodens schuld am mäßigen Putzerfolg sei: „In den letzten 25 Jahren wurde er ja auch sauber.“ Der Konrektor der Oberschule, Michael Averbeck, kritisierte, dass dem Hausmeister die Weisungsbefugnis für die Reinigungskräfte fehle. Ulrike Bolles vom Schulvorstand der Grundschule bemängelte außerdem, dass beim ersten Gespräch zwischen Verwaltung und Reinigungsfirma die Schulleiter nicht miteinbezogen wurden. Für König ein weiteres Manko: „Die Reinigungskräfte wechseln ständig.“

„Das Thema bleibt aktuell. Es geht aber auch nicht, aus den Verträgen auszusteigen“, so der Vorsitzende des Schulausschusses, Jan-Dierk Brand (CDU). Die Verträge wurden im Sommer für zwei Jahre abgeschlossen. Bereits gestern leitete die Firma erste Maßnahmen ein, um die Rutschgefahr einzudämmen. Glatt war es trotzdem.



Mietshäuser locker in Baugebiet streuen

Geschrieben von OV am 2014-02-04
Holdorfer Planungsausschuss spricht sich gegen eine geschlossene erste Baureihe durch Mehrparteienhäuser aus

Für Holdorfs neues Baugebiet Lagerweg III werden die Vorgaben des Bebauungsplans für Mietobjekte umgekrempelt.

Zur Straßenfront hin sollten die Mietshäuser stehen. Dahinter die Einfamilienhäuser – so sah der Bebauungsplan für Holdorfs neues Baugebiet Lagerweg III ursprünglich aus. Jetzt aber hat der Planungsausschuss sich dafür ausgesprochen, die Mietshäuser lieber in das Baugebiet locker einzustreuen. Ein gutes Beispiel dafür haben sie vor Augen: im Lagerweg II wird nach diesem Prinzip gebaut.

Wegen dieser neuen Entscheidung soll der Bebauungsplan aber nicht eigens geändert werden. Zwar hatte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug darauf hingewiesen, dass ohne eine Bebauungsplanänderung die für vier Wohneinheiten gedachten Bauplätze dann als Einfamilienhausbaugrundstücke unter Wert verkauft würden.

Gleichzeitig hatte aber auch er gesagt: „Eine Änderung im B-Plan führt zu Verzögerungen.“ Ein Baustart im Sommer wäre dann nicht möglich. Für eine bessere Gestaltung müsse man Opfer bringen, fand der CDU-Vorsitzende, Norbert von Handorff. Das Opfer: die vier Wohnungen, die ohne B-Plan-Änderung verloren gehen.

25 Prozent der Baugrundstücke, das sind 15 Stück, sind maximal im Lagerweg III für Mietwohnungen vorgesehen. Höchstens zwei solcher Bauplätze kann ein Investor bis zum 31. Dezember 2015 erwerben. Und nach Ablaufen der Frist zwei weitere, falls vorhanden. Außerdem sprach sich der Planungsausschuss dafür aus, dass die Bebauung mit einem bezugsfertigen Wohnhaus nach genehmigten Plänen innerhalb von drei Jahren durch den Käufer oder dessen Erben erfolgen muss. Wird mit dem Bau innerhalb der Frist begonnen, das Haus allerdings nicht bezugsfertig hergestellt, kann die Gemeinde einen Zuschlag von zehn Euro pro Quadratmeter zum bereits gezahlten Kaufpreis einfordern.

Mit Blick auf das Baugebiet Ernst-Böhm-Straße III in Handorf Langenberg sprach sich der Ausschuss unter seinem Vorsitzenden Frank Lüpke-Narberhaus dafür aus, dass Bauherren, die ein Grundstück in kompletter Waldrandlage erwerben, einen Aufpreis von fünf Euro pro Quadratmeter zahlen.

Auch für das Handorf-Langenberger Neubaugebiet gilt, dass für den Bau von Mietobjekten maximal 25 Prozent der Baugrundstücke angeboten werden. Würde dieses Kontingent voll ausgeschöpft, würden hier insgesamt sieben Mietshäuser entstehen. Wie Bauamtsleiterin Sabine Fisser mitteilte, sind im Lagerweg II die 25 Prozent beim Erwerb von Mietwohnungsgrundstücken ausgeschöpft. Im Ernst- Böhm-Straße II hingegen ist erst eine Fläche für ein Mehrparteienhaus vergeben.





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