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News-Archiv (bis Februar 2017)

„Anfangs waren die Kleinen schön müde“

Geschrieben von OV am 2013-12-23
Schulsozialarbeiterin Ute Rybka-Beckermann koordiniert Ganztagsunterricht an Holdorfs Grundschule

Eine spannende Geschichte entdeckt Beatrix Schulte, pädagogische Mitarbeiterin, in einer speziellen Weihnachts-AG mit Holdorfer Grundschülern, die das Ganztagsangebot an ihrer Schule nutzen. (Foto: Köhne)



Feste Regeln beim Mittagessen, Kleingruppen bei den Hausaufgaben und Spaß bei den AGs: Der Ganztagsunterricht hat sich eingespielt.

Seit dem Sommer ist die Grundschule in Holdorf Ganztagsschule. Keine lange Zeit und dennoch hat sich bereits Routine eingestellt. Bei den Schülern und bei den pädagogischen Mitarbeitern. „Anfangs waren die Kleinen doch ganz schön müde“, sagt Ute Rybka- Beckermann, die als Schulsozialarbeiterin die Koordination des Ablaufs der Hausaufgabenbetreuung und des Angebots der Arbeitsgemeinschaften am Nachmittag übernimmt. Eine nicht unerhebliche Zahl von Kindern hatte allerdings schon Vorerfahrung. „20 bis 25 Kinder waren früher beim pädagogischen Mittagstisch und der Hausaufgabenbetreuung im Jugendtreff“, sagt Rybka-Beckermann, die auch zum Leitungsteam des vom „Verein Zukunft für Jugend Holdorf“ betriebenen Jugendtreffs gehört. Das Ganztagsangebot in der Schule, das es von montags bis donnerstags gibt, nehmen jeden Tag zwischen 55 und 61 Kinder wahr. Um 12.45 Uhr heißt es „Hände waschen“. Dann gibt es Mittagessen – bis die neue Mensa steht – in der Schulaula. Auf feste Regeln und feste Tischgruppen werde geachtet, so Rybka- Beckermann. Abräumen zum Beispiel müssen die Kinde selber. Vorher wird gewartet, bis alle am Tisch mit dem Essen fertig sind. Bevor um 13.30 Uhr die Hausaufgabenbetreuung beginnt, bleibt meist ein bisschen

Zeit zur Entspannung. Wer will, ruht sich auf den Liege-Säcken imMusikraum aus oder tankt im Sinnesgarten Kraft. Auch die Hausaufgaben werden in festen Kleingruppen gemacht. Erledigtes wird gleich nachgeschaut. Die AGs decken ein möglichst breites Spektrum von Interessen der Kinder ab – von Leserunden, Sport-, Computer- bis hin zur Theater-AG. Sowohl die Erstklässler als auch die Zweitklässler bleiben dabei jeweils zusammen. Spielen steht bei ihnen im Vordergrund. Für die Drittund Viertklässler gibt es jeden Tag zwei AGs. Mittwochs zum Beispiel Textilgestalten oder Tanzen. Hier müssen die Kinder ihre Wunsch-AGs für das Halbjahr festlegen. Besonders schön war es für sie deshalb, dass es in der Vorweihnachtszeit Abwechslung in Spezial-AGs gab. Und auch für Ute Rybka-Beckermann, die Koordinatorin des Ganztagsangebots, gab es noch vor dem Fest eine schöne Bescherung. Die Gemeinde Holdorf übernimmt bis Ende Juni die Finanzierung der Schulsozialarbeiterin. 14 000 Euro wurden dafür in den Haushalt eingestellt. „Wir sind für Kreide und Heizung zuständig“, stellt Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug klar. Er hofft, dass das Land die Frage der Finanzierung der Schulsozialarbeit bis Juni geklärt hat.



Infos zum Bahnhof

Geschrieben von OV am 2013-12-23
Landrat Albert Focke enthüllt Schild in Holdorf

Landrat Albert Focke, Vorsitzender des Zweckverbandes Dammer Berge, übergab die neue Info-Tafel zum Holdorfer Bahnhof der Öffentlichkeit. Das teilte die Gemeinde Holdorf mit. Die Tafel befindet sich auf der Höhe des restaurierten Bahnhofs direkt an dem Naherholungsweg, der von Holdorf nach Damme führt. Die Tafel, die von Bernhard Schonhöft, Ulrike Hagemeier, Benno Dräger und Bernd Ammerich inhaltlich konzipiert worden war, wurde von der Werbeagentur Nath optisch aufbereitet. Auf der Tafel steht die Geschichte des Bahnhofes. Über diese Tafel freut sich auch der Holdorfer Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug. Er dankte dem Zweckverband Dammer Berge, dass dieser die Finanzierung für diese Info-Tafel und für diejenige am Handorfer Bahnhof übernommen hat. An dem Naherholungsweg gibt es noch weitere Info-Tafeln, zum Beispiel bei der Ziegelei Stölting.



Neujahrsempfang mit Grapentin und „Allerley Geschrey“

Geschrieben von OV am 2013-12-21

Zum Neujahrsempfang für Gewerbetreibende der Gemeinde Holdorf lädt die Gemeinde am 14. Januar (Dienstag) ein. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr im Hotel zur Post. Als Gastredner ist Martin Grapentin, Vorstandsvorsitzender der Landesbank zu Oldenburg, eingeladen. Er wird über das Thema „Implikationen von Basel III auf die hiesigen Unternehmen“ sprechen. Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug wird auf das Jahr 2013 zurückblicken und auch einen Ausblick auf 2014 geben. Für die musikalische Gestaltung ist das Ensemble „Allerley Geschrey“ der Kreismusikschule Vechta engagiert.



„So lange kann die Region nicht warten“

Geschrieben von OV am 2013-12-20
Für Wasserverbandbereichsleiter Egon Harms ist der Bau eines neuen Wasserwerks eine Frage der Zeit

Auf eine Erhöhung der aktuellen Fördermenge in Fladderlohausen hat der OOWV gehofft. Mit einer Reduzierung hat er nicht gerechnet. Ein Plan-B? Fehlanzeige.

Die Gemeinde Holdorf wächst. Sie plant, im kommenden Jahr neue Baugebiete zu erschließen. Wenn demnächst Bedarf besteht, soll nahe der Autobahn auch ein neues Gewerbegebiet entstehen. Doch mit der Entscheidung des Landkreises, dass der OOWV künftig nur noch 4,5 Kubikmeter Grundwasser im Wasserwerk Fladderlohausen fördern darf, sind auch solchen Plänen vorerst Grenzen gesetzt. Das gilt nicht nur für Holdorf, sondern auch für die übrigen Städte und Gemeinden, die über Das Wasserwerk in Fladderlohausen mit kostbaren Gut versorgt werden, wie die Stadt Dinklage.

Der Grund: eine Alternative für die neue Situation hat der OOWV nicht parat. Dass sein Antrag auf Erhöhung der Fördermenge auf 5,5 Millionen Kubikmeter Grundwasser im Jahr nicht in vollem Umfang bewilligt wird, damit hat er kalkuliert. „Aber mit einer Kürzung haben wir nicht gerechnet. Dafür haben wir keinen Plan-B“, sagt Egon Harms, Bereichsleiter Gewässerschutz Beim OOWV.

Ein Witz ist in seinen Augen der Vorschlag, in Dinklage ein Wasserwerk zu errichten. Tatsächlich gab es von 1961 bis 1971 dort ein Versuchswasserwerk. „Die Geologie passte nicht. Die Brunnen taugten nichts.“ Das Wasserwerk wurde stillgelegt und das Wasserwerk in Fladderlohausen in Betrieb genommen. Immer wieder gern als Alternative ins Feld geführt wird auch das Verbundsystem. Ein Überschuss im einen Wasserwerk könnte den Bedarf im anderen ausgleichen. Hört sich gut an. Doch so einfach ist die Sache nicht. „Wasserwerke sind nicht so untereinander verbunden wie Energienetze. Vom Werk gehen dicke Leitungen ab, die dann immer dünner werden, ähnlich wie beim Spinnennetz nur ohne Ringleitung“, erklärt Harms. Leite man jetzt Wasser von Thülsfelde nach Holdorf und brauche man es nicht sofort, werde es gammelig, man müsse es chloren, das wolle keiner. „Wasser kann man nicht behandeln wie Strom. Wasser ist ein Lebensmittel.“

Ringleitungen, die nur hin und wieder bei erhöhtem Bedarf genutzt würden, würden verkeimen. Rein rechtlich sei Lastrup noch das einzige Wasservorranggebiet, auf das der OOWV bei Planungen zurückgreifen könne. Wie viele Jahre verstreichen würden, bis alle Verfahrensschritte durchlaufen und dort ein Werk stehen würde, kann Harms nicht sagen.Nur so viel: „So lange kann die Region nicht warten.“ Lastrup war der Plan-B für einen nicht in vollem Umfang bewilligten Antrag. Da wäre Zeit nicht so ein entscheidender Faktor gewesen,

jetzt aber drängt sie. „Jetzt müssen wir 300 000 Kubikmeter Wasser jährlich kompensieren“, rechnet Frank Eger, OOWV-Verbandsvorsteher, vor. Problem seien dabei die Jahrhundertsommer. Hier würden die Grenzen der Kapazitäten erreicht. Das Limit für das, was die Umwelt durch die Wasserförderung ausbaden muss, sieht hingegen Franz Greve, Sprecher der Interessengemeinschaft für umweltverträgliche Wasserförderung (IGUVW) längst überschritten. „Bei einer Förderung von 3,5 Millionen Kubikmetern Wasser pro Jahr sterben dieWälder ab.“ Mit der Bewilligung von 4,5 Kubikmetern habe sich der Landkreis keinen Gefallen getan. Die Frage, ob auch die IGUVW gegen die Entscheidung klagen wolle, sei verfrüht: „Wir müssen erstmal die Unterlagen haben.“





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