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News-Archiv (bis Februar 2017)

3000 Euro für Geschenke

Geschrieben von H. Vollmer am 2013-12-04

Viele Besucher des Holdorfer Weihnachtsmarktes haben für die Aktion „sozialer Tannenbaum“ der Bürgerstiftung gespendet. Insgesamt sind 3000 Euro zusammengekommen, 500 Euro davon stammen aus der Sport-Böckmann-Stiftung. Das Geld ist für den Verein „Zukunft für Jugend“ bestimmt. So können mehr als 150 Wünsche bedürftiger Kinder erfüllt werden. (Foto: Vollmer)



Reflektoren angeschraubt

Geschrieben von H. Vollmer am 2013-12-04

500 Wildwarnreflektoren haben Mitglieder des Hegeringes Holdorf an der Landesstraße 851 zwischen Holdorf und Damme an die Leitpfosten geschraubt. „Erfreulicherweise hat uns bei dieser verkehrssichernden Investition die Allianz-Versicherung Markus Kampsen (2. von rechts) aus Damme mit 2500 Euro unterstützt“, zeigt sich Thomas gr. Schlarmann (rechts) vom Hegeringsvorstand erfreut. Siegfried Stangenberg, Meike Spielvogel, Josef Lüpke-Narberhaus und Thomas gr. Schlarmann (von links) vom Hegering Holdorf schraubten die Reflektoren an die Leitpfosten fest. (Foto: Vollmer)



„Wenn er bricht, haben wir ein Problem“

Geschrieben von OV am 2013-12-04
Antonius Timme stellt Regenrückhaltebecken und Bachumlegung vor /Klärungsbedarf bei Kompensation

Schutz vorm 100-jährigen Hochwasser bieten zwei Varianten. Für beide gibt es Argumente.

Das Problem Deichbruch gibt es bei der Renaturierung nicht. Ein Punkt, der für die Umleitung des Handorfer Mühlenbachs und Anlegungen einer Auenlandschaft spricht, wenn es um den Schutz des Ortskerns vor dem 100-jährigen Hochwasser geht. Das allerdings sei ein extremes Szenario. „Doch wenn er bricht, haben wir ein Problem“, sagte der mit den Hochwasserschutzplanungen beauftragte Antonius Timme vom Ingenieurbüro IDN.

Er stand am Montagabend den rund 60 Zuhörern in einer Bürgerversammlung Rede und Antwort zu den beiden Varianten: sechs klassische Rückhaltebecken oder die ökologische Umleitung des Baches. Dass für die Regenrückhaltebecken als Bauwerke Kompensationsflächen anfallen, wurde angesprochen. Ebenso, dass bei der Verlegung des Baches solche Ausgleichsflächen geschaffen werden. Der Bund braucht solche Flächen, um den dreispurigen Ausbau der A1 in diesem Bereich auszugleichen. Die Schaffung von Kompensationsflächen, die verkauft werden, bedeute auch, dass die teurere ökologische Variante günstiger werde als geplant, so der Vorsitzende der Kreisgruppe Vechta im Naturschutzbund, Uli Heitmann.

Kritisiert wurde aus der Versammlung heraus, dass bei der Variante der Regenrückhaltebecken Erlenbestände und andere Baumbestände weichen müssten. Möglicherweise müssten dann hier wiederum Ausgleichsflächen durch die Gemeinde angekauft werden. Angesprochen wurde auch, dass bei dieser klassischen Variante mindestens eine Kraft eingesetzt und bezahlt werden muss, die die Bauwerke kontrolliert. Denn setzen sich die Öffnungen zu – eine Plastiktüte kann genügen –, kann das Wasser nicht ablaufen. Bedenken brachte auch Josef Nietfeld aus Sicht des Fischereiverbandes bei der Regenrückhaltebecken-Variante an. Stauwerke seien für die Fische einHemmnis.

Kritisch sahen Anwesende allerdings auch, dass bei einer Umleitung des Baches, der ursprüngliche teils verrohrte Bach durch den Ort trocken fällt. Ungeziefer im Ort will auch keiner. Die ersten Bürger entwickelten während der Sitzung schon weitere Alternativentwürfe.



Wenn die Entscheidung gefallen scheint

Geschrieben von OV am 2013-12-03
Holdorfer Bürgerversammlung gibt dem Planer Hausaufgaben auf /Kostendarstellung als zu ungenau kritisiert

Interessiertes Publikum: Ingenieur Antonius Timme (rechts) stellte den Holdorfern die beiden Varianten zum Hochwasserschutz gestern Abend im Ratssaal vor. (Foto: Köhne)



Die Bürgerversammlung hat die Holdorfer für das Thema Hochwasserschutz aufgeweckt. Die Bürger bemängeln, dass der Rat schnell entscheiden will. Der Handorfer Mühlenbach ist nicht irgendein Gewässer. Es ist ein Bach, mit dem die Holdorfer viel verbindet. Sonst wären am Montagabend ganz sicher nicht über 60 Bürger in den Ratssaal gekommen. Sie informierten sich bei einer Bürgerversammlung über die zwei Varianten des künftigen Hochwasserschutzes und die Rolle, die der Handorfer Mühlenbach dabei spielen wird.

Die Anwesenden stellten Fragen, diskutierten Für und Wider der beiden Varianten. Die eine ist billiger (565 000 Euro) und beinhaltet sechs Regenrückhaltebecken; die andere ist auf den ersten Blick teurer (1,1 Million Euro) und würde mit einer Umlegung des Baches einhergehen (OV berichtete). Im Planungsausschuss hatte die CDU-Mehrheitsfraktion bereits ihre Empfehlung für die klassischen Regenrückhaltebecken ausgesprochen. Die entscheidende Frage kam aus dem Kreis der Bürger, kurz vor Schluss der Versammlung: „Wie hoch ist der politische Druck, dass schon in der nächsten Ratssitzung eine Entscheidung fallen muss?“ Die nächste Ratssitzung ist am 17. Dezember. SPD-Fraktionschef Martin Fischer gab darauf eine klare Antwort. Er glaube nicht, dass an der Variante, für die sich die Mehrheitsfraktion entschieden habe, zu rütteln sei. Allerdings hoffe er, dass vielleicht doch noch eine einvernehmliche Lösung hinzubekommen sei, bei der man die meisten Bürger mitnehmen könne.

Die Anwesenden applaudierten. „Hier klatschen 60 und nicht 100 Prozent“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Norbert von Handorff. Er unterstrich, dass der Handorfer Mühlenbach wie er jetzt durch den Ort fließe, diesem ein Gesicht gebe, das vielen Holdorfern wichtig sei. Neben den Kosten ein Grund, warum seine Fraktion nicht für die ökologisch wertvolle Umlegung des Baches ist. UWG-Chef Heinrich Schonhöft, Befürworter der Bachumlegung, unterstrich hingegen, dass man bei solch einer Maßnahme weniger auf die Kosten schauen dürfe, sondern vielmehr auf den langfristigen Nutzen auch für die kommenden Generationen. Vor der endgültigen Entscheidung für eine der Varianten hat der Planer noch zu tun. Vor allem die Darstellung der Kosten wurde als zu ungenau kritisiert. Und auch die Gemeinde musste sich den Vorwurf gefallen lassen: „Warum eine Bürgerversammlung, wenn die Entscheidung feststeht?“ Die Bürger jedenfalls sind jetzt für das Thema Handorfer Mühlenbach aufgeweckt.





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