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News-Archiv (bis Februar 2017)

Am Ende kommt der Wendehammer

Geschrieben von H. Vollmer am 2013-11-25
Freie Fahrt oder Sackgasse im Wohngebiet Ernst-Böhm-Straße/Am Dienstag will der Holdorfer Rat entscheiden

Es geht weiter mit dem Baugebiet Ernst-Böhm-III: Rund 30 Grundstücke gibt es. Nun muss die Frage beantwortet werden, wie die Straßenführung künftig aussehen soll. (Foto: Vollmer)

Ohne Straße läuft nichts in Einem Wohnbaugebiet. Wie die künftig im Baugebiet Ernst-Böhm- Straße III in Handorf- Langenberg aussehen soll, wird der Rat entscheiden.

Das Wohnbaugebiet Ernst-Böhm- Straße wächst. Inzwischen ist das Baugebiet Ernst-Böhm-Straße II größtenteils bebaut. Jetzt soll das nächste sich daran anschließende Baugebiet Ernst- Böhm-Straße III erschlossen werden. Zur Aufstellung des entsprechenden Bebauungsplans hat jüngst der Bauausschuss der Gemeinde Holdorf seine Zustimmung gegeben. Jetzt ist das neue Baugebiet auch Thema in der kommenden Ratssitzung am Dienstag (26. November). Die öffentliche Sitzung, bei der Einwohner Gelegenheit haben, die Ratsmitglieder mit ihren Fragen oder Anregungen zu konfrontieren, beginnt um 18.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses.

Das gesamte Baugebiet Ernst-Böhm-Straße erstreckt sich ausgehend von seinem ersten Bauabschnitt an der Bahnhofstraße bis hin zum Radweg an der Handorfer Straße, wenn es dann mit dem angedachten vierten Bauabschnitt seinen Abschluss findet.

Jetzt allerdings steht zunächst die Verwirklichung des dritten Bereichs mit rund 30 Grundstücken an und die Frage, wie die Straßenführung künftig aussehen soll. Zwei Varianten stehen hier zur Auswahl. Entweder wird die Straße so fortgesetzt wie sie bereits in den ersten beiden Bauabschnitten angelegt wurde. Oder sie passt sich an die topographischen Gegebenheiten an. Denn je weiter westlich die Bautätigkeiten vorrücken, desto geschwungener wird auch das Gelände.

Außerdem stellte sich bereits im Bauausschuss die Frage, ob die Straße künftig durch das gesamte Baugebiet durchgehen soll. Oder ob sie unterbrochen werden muss, sodass jeweils im Baugebiet Ernst-Böhm-Straße III und Ernst-Böhm-Straße IV Ein Wendehammer gebaut wird. Letztlich folgte der Ausschuss der Empfehlung der Verwaltung, sich bei dem Erschließungskonzept an den topographischen Gegebenheiten zu orientieren und auf den beiden höchsten Punkten die beiden Wendehammer anzulegen.

Während der Bauphase des vierten Bauabschnitts soll dieser noch über das Baugebiet Ernst- Böhm-Straße zu erreichen sein. Erst nach Abschluss aller Bautätigkeiten soll die Trennung erfolgen. Die vom Bauausschuss favorisierte Lösung, sah UWG Mitglied Bernhard Schonhöft allerdings kritisch: „Die Grundstücke erhalten so teils einen recht komischen Zuschnitt.“

Außerdem merkte er an, dass durch die Wendehammer der Verkehr aus dem Baugebiet in andere Wohngebiete des Ortes gelenkt würde: „Wir erzeugen mehr Verkehr zu Lasten der anderen Bürger.“ „Sicher wecken wir Bedürfnisse“, sagte Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug. Allerdings wies er auch auf das Verkehrskonzept hin, mit dem sich derzeit ebenfalls die Gremien der Gemeinde befassen. Dessen Ziel ist es, die verschiedenen Straßen zu klassifizieren, um den Verkehr so ideal wie möglich durch Holdorf und die anderen Orte der Gemeinde, wie Handorf-Langenberg, zu leiten. Im Fall der Wendehammer für die Baugebiete Ernst-Böhm- Straße III und IV stellte Krug aber klar: „Die Bewohner von Ernst-Böhm I und II werden sie nicht mitfinanzieren.“

Weitere Punkte der Sitzung sind die Gewerbegebiete Dopheide und Wieschhäuser. Zudem geht es um die Verlängerung der Fahrkostenunterstützung für Behinderte und die Richtlinien zur Förderung des Sozialen Wohnungsbaus.



Schulklasse erhält Preis für kreative Idee

Geschrieben von H. Vollmer am 2013-11-25
Drittklässler der Barbara-Schule sind Landessieger des Lidl-Schüler-Fitnesscups

Stolze Sieger: Die heutigen Viertklässler der Barbara-Schule freuten sich über ihre Auszeichnung. Mit dabei waren (hinten von links) Moderatorin Julia Neumann, Elternratsvorsitzender Thorsten Trumme Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug und Klassenlehrerin Burgis Schwertmann. (Foto: Vollmer)

Die dritte Klasse der Barbara-Schule ist der Landessieger des Lidl- Schüler-Fitnesscups in Niedersachsen. Die Grundschüler, die mittlerweile die vierte Klasse besuchen, freuen sich über ein Preisgeld in Höhe von 2000 Euro für die Förderung des Unterrichts im Bereich Sport und Ernährung. Dazu gab es einen Pokal, Siegerurkunden und ein Spiele-Set, das Moderatorin Julia Neumann überbrachte.

Ute Barthel vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und Mitglied der Expertenjury des Lidl-Schüler-Fitnesscups, lobte die Leistung der Schüler: „Die Klasse hatte eine ganz besonders kreative Idee, ihre Ergebnisse der Fitnesswoche aufzubereiten“. In der Ausstellung präsentierten sie den anderen Schülern Plakate und luden zu einem gesunden Frühstück ein. Besonders gut habe der Jury gefallen, dass auch in Zukunft einmal im Monat ein gemeinsames und gesundes Frühstück mit allen Kindern der Schule stattfindet.

Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug lobte den Ideenreichtum der Grundschüler. Der herausragende Platz unter 400 Einsendern belege, dass auch die kleinen Schulen große Leistungen erbringen. Lob gab es auch vom Elternratsvorsitzenden Thorsten Trumme.



Viele Ansätze zum Gülleproblem

Geschrieben von H. Vollmer am 2013-11-23
Uwe Bartels zu Gast in Holdorf: Agrarbranche ist auf dem richtigen Weg

Für Uwe Bartels, von 1998 bis 2003 niedersächsischer Landwirtschaftsminister, ist eine Lösung zum Thema „Nährstoff-Überschuss in unserer Region“ ein zentrales Thema. Kürzlich sprach der Vorsitzende des Agrar- und Ernährungsforums auf Einladung der Gemeinde Holdorf und des Landvolks über mögliche Lösungen.

Ins Zentrum seines Vortrags stellte der einstige Bürgermeister von Vechta Zahlen aus dem Nährstoffbericht in Bezug auf Wirtschaftsdünger der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, die in begrenztem Maße das Aufkommen und den Fluss von Gülle in und aus Niedersachsen dokumentieren. Demnach beträgt der Gesamt-Nährstoffanfall im Bereich Weser-Ems 192 Kilogramm Natrium pro Hektar und 103 Kilogramm Phosphor pro Hektar. Deutlich niedrigere Werte weisen die anderen Gebiete Niedersachsens aus. Hier liegt der Nähstoffanfall bei 119 Kilogramm Natrium pro Hektar und 60 Kilogramm Phosphor pro Hektar.

Die Landwirtschaft brauche eine Vielzahl von Lösungsangeboten, die Ressourcen schonend sind, eine ökologische Prüfung bestehen, keinen Landwirt in ökonomische Schwierigkeiten bringen und die von der Bevölkerung akzeptiert werden, lautete das Credo von Uwe Bartels. „Das, was wir jetzt organisieren, muss auf einem hohen Qualitätsniveau geschehen“, forderte Uwe Bartels. Man sei in der Entwicklung auf dem richtigen Weg, das habe beispielsweise die Landwirtschaftsmesse Agritechnica In Hannover gezeigt.

Dort wurden Transporter vorgestellt, die sowohl Gülle als auch Getreide in getrennten Kammern transportieren können. Bartels unterstütze ein Nährstoffstrommanagement, bei dem beispielsweise nur Lohnunternehmer mitmachen können, die zertifiziert sind, um schwarze Schafe auszuschließen.



Jedes Jahr kommt eine Krippenfigur dazu

Geschrieben von H. Vollmer am 2013-11-23
Grundschüler der Barbara-Schule basteln für Basar / Figuren sind in Handorf-Langenberg sehr beliebt

Fleißige Handwerker: Marie-Louise Thyen (2. von links) leitet die Schülerinnen Carolin Eberhard, Jana Osterhues, Nele Schröder, Mascha Trimpe, Luca Tappe und Paula Meyer (von links) beim Basteln der Krippenfiguren an. (Foto: Vollmer)

Angefangen hat alles mit ein paar Schafen, die die Kinder für den Weihnachtsbasar gebastelt haben. Die kamen bei den Besuchern so gut an, dass die Idee entstand, noch mehr Figuren zu basteln.

„Heute ist Endspurt“, sagt Marie-Louise Thyen, verteilt Stoffreste, Scheren und Klebstoff an die sechs Mädchen der dritten und vierten Klasse. Im Gruppenraum der Barbara-Schule in Handorf-Langenberg zeigt sie diesen gestern Vormittag, wie die Umhänge für die Hirten-Figuren zugeschnitten werden müssen. Zum Wochenende sollen Figuren aus Salzteig fertig sein. Denn da steht im Barbaraheim der Weihnachtsbasar auf dem Programm.

Seit Jahren ist die Erzieherin im Organisationsteam des Weihnachtsbasars. Vor drei Jahren kam ihr die Idee, einen sogenannten Kindertisch einzurichten, an dem Kinder des St.-Barbara- Kindergartens und der Barbara- Schule ihre selbst angefertigten weihnachtlichen Basteleien anbieten können.

Marie-Louise Thyen leitete im Kindergarten und in der Schule die Kinder beim Basteln an. Damals gestalteten sie unter anderem Schafe und Duftanhänger. „Die Schafe waren sehr begehrt. Die Leute wollten diese an ihre Krippen stellen“, berichtet Thyen. Da kam ihr die Idee, mit den Mädchen und Jungen Jahr für Jahr neue Krippenfiguren zu kreieren, bis ein Ensemble aus Heiliger Familie, Hirten, Schafen, Ochsen und Eseln sowie die Heiligen drei Könige vollständig ist. Im kommenden Jahr stehen Maria und Josef auf dem Bastelplan. Außerdem sollen noch Lagerfeuer, Hirtenhunde, Kamele und Engel folgen. Paula Meyer aus der dritten Klasse findet diese Idee ganz toll. Vor allem, weil der Erlös aus dem Verkauf dem Kindergarten und der Schule zugute kommt. „Meine Oma hat schon alle Figuren, die wir hier gebastelt haben zuhause“, erzählt die Neunjährige. Auch die Familie ihrer Mitschülerin Nele Schröder hat die Figurensammlung zuhause. „Bei uns sind immer alle gespannt, welche Figuren jedes Jahr neu dazukommen“, berichtet das Mädchen, während sie einem Hirten den Hut an den Kopf klebt.

Seit den Herbstferien bastelt Thyen, die in Langförden geboren und aufgewachsen ist, mit den Kindern bis zu vier Mal in der Woche die Figuren. Je nach Aufgabe mal mit ganzen Klassen oder auch in Sechsergruppen. Die Nachfrage der Krippenfiguren auf dem Basar ist enorm. Die Ideen für neue Figuren gehen der Erzieherin nicht aus. In den vergangenen Jahren hat das Organisationsteam des Basars von den Spenden beispielsweise ein Klettergerüst in der Turnhalle des Kindergartens mitfinanziert. Für die Pausenhalle der Grundschule haben sie große Spielbausteine angeschafft.





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