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News-Archiv (bis Februar 2017)

Pfähle für
die Sicherheit

Geschrieben von OV am 2013-09-30

Die Pfähle, die für mehr Sicherheit am unbeschrankten Bahnübergang an der Mühlenbachstraße in Holdorf sorgen sollen, sind gesetzt. Sie sollen zu einer optischen Einengung der Straße beitragen, damit Verkehrsteilnehmer ihr Tempo drosseln und ihre Aufmerksamkeit auf die Gefahrenstelle Bahnübergang lenken. Am Bahnübergang war im Mai ein Pkw mit einer Nordwestbahn zusammengestoßen. Danach war die Diskussion um mehr Sicherheit entbrannt. Der Rat hat für eine Schrankenanlage gestimmt. Bis die kommt, sind die Pfähle als Zwischenlösung gedacht. (Foto Köhne)



1000 Euro für ehrenamtliche Arbeit durch Ernteeinsatz

Geschrieben von H. Vollmer am 2013-09-28

Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug dankte kürzlich dem Holdorfer Landwirt Josef Lüpke-Narberhaus und Maria Mönnich vom Langweger Lohnunternehmen für deren Ernteeinsatz am Baugebiet Lagerweg III. Hier blieben nach dem Beginn der Ausgrabungsarbeiten einige Flächen mit Getreide stehen, das nur mit kleineren Mähmaschinen geerntet werden konnte.

Dank Hauptamtsleiter Heiner Themann wurde das Getreide abgeerntet. Das brachte einen Erlös von 1000 Euro. Das Geld wurde den Feuerwehren Holdorf und Fladderlohausen sowie dem Förderverein Schulstandort Holdorf für die ehrenamtliche Arbeit überreicht.



Warten ohne Ende auf Festnetzanschluss

Geschrieben von OV am 2013-09-28
Bewohner des Holdorfer Baugebiets Lagerweg II wollen nicht länger von der Telekom vertröstet werden

Kasten des Anstoßes: (von links) Marcel Lutz, Hillechien Schneider, Jens Meier, Michael Trumme, Rainer Gottkehaskamp ärgern sich, dass die Telekom das Baugebiet Lagerweg II in Holdorf nicht an das Telefonnetz anschließt. (Foto: Köhne)


Alles schön, alles neu – die Häuser und die Gärten. Die Bauherrn in Holdorfs Neubaugebiet könnten so glücklich sein, wäre da nicht der Ärger um den immer noch fehlenden Telefonanschluss.

Nachbarschaft verbindet. Die Häuslebauer in Holdorfs Neubaugebiet Lagerweg II schweißt außerdem die Wut auf die Telekom zusammen.

In der Widukindstraße hat nur Marcel Lutz einen Telefonanschluss, der ihn mit der Außenwelt verbindet. Für einen Hausanschluss haben Rainer Gottkehaskamp, Michael Trumme und Hillechien Schneider längst bezahlt, die Buxen sind in ihren Neubauten auch installiert, doch die Leitung ist noch immer tot. Jens Meier wollte jetzt eigentlich einen entsprechenden Antrag bei der Telekom stellen, doch wenn er auf seine Nachbarn blickt, findet er: „Das kann ich mir eigentlich sparen.“

Rainer Gottkehaskamp wartet bereits seit fünf Monaten, dass er per Festanschluss telefonieren kann. Seine Geduld sei erschöpft. Immer wieder habe er sich per Handy mit der Telekom in Verbindung gesetzt. Immer wieder hatte er einen anderen Mitarbeiter in der Leitung, dem er sein Problem schilderte. Immer wieder flatterten neue Schreiben ins Haus, wann ein Telekom-Mitarbeiter vorbeischauen würde. „Wir haben uns die Zeit freigehalten, aber niemand kam vorbei“, sagt Gottkehaskamp. Dass am 3. Oktober, wie ihm jetzt mitgeteilt wurde, ein Telekom-Mitarbeiter nach dem Rechten schaut, da kann er nur müde lachen: „Am Feiertag kommt ganz sicher niemand.“

In jeder Straße des Neubaugebiets verfüge jeweils nur ein Haushalt, wie Marcel Lutz, über einen Festnetzanschluss. Die Bewohner der Widukindstraße können sich das nur damit erklären, dass die Kapazitäten im Verteilerkasten am Lagerweg nicht ausreichen.

Schließlich sind die entsprechenden Leitungen verlegt – auch in der Widukindstraße. „Vermutlich sind die Zuleitungen zum Verteilerkasten zu klein“, glaubt die Runde. Vom Verteilerkasten aus wird auch das bereits bestehende Baugebiet Lagerweg I aus versorgt.

Nicht nur Telefonanschluss, sondern auch Internetanschluss sind im Neubaugebiet Fehlanzeige. Der Funkempfang sei auch nicht gut, sagt Trumme. Dass sie sich in ihren schmucken Häusern kommunikationstechnisch wie im Steinzeitalter fühlen würden, damit haben die Bauherren nicht gerechnet. Jetzt haben sie sich hilfesuchend an die Gemeinde gewendet und das Signal erhalten, dass sie bei der Lösungssuche helfen will.

Von Telekompressesprecherin Stefanie Halle gab es gestern auf OV-Anfrage folgende Antwort: „Wir sind bereits dabei zu klären, was passiert ist und wann die Anschlüsse geschaltet werden.“



Der Kampf um das knappe Lebenselixier

Geschrieben von OV am 2013-09-28
Anhörung im Vechtaer Kreishaus: Der Wasserverband will mehr Wasser in Fladderlohausen fördern

Das Wasserwerk in Fladderlohausen: Wie viel Wasser hier künftig gefördert werden darf, soll Ende des Jahre feststehen. (Foto: Köhne)


Die Bevölkerung wächst, Industrie und Landwirtschaft gedeihen – nicht ohne Wasser. Die Argumente für und gegen eine Erhöhung der Wasserförderung in Fladderlohausen werden jetzt abgewogen.

Mit Transparenten protestierten die Holdorfer im Mai 2011 gegen das Vorhaben des Oldenburgisch Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV). Der wollte damals, und will noch heute die jährliche Fördermenge im Wasserwerk Fladderlohausen von 4,75 Millionen Kubikmeter Wasser auf knapp 5,5Millionen Kubikmeter erhöhen. Dieser Antrag des OOWV, seine Argumente dafür und die Einwände dagegen werden am 1. Oktober ab 9.30 Uhr im Kreishaus erörtert. 1500 Einwände sind beim Landkreis, der Genehmigungsbehörde ist, eingegangen. „Das sind vermutlich mehr Einwände als beim Elb- Brückenbau. So ein Verfahren hat der Kreis noch nicht gehabt“, sagt Winfried Stuntebeck, Sachgebietsleiter Wasser und Boden.

Alle, die einen Einwand erhoben haben, können an dem nicht öffentlichen Erörterungstermin teilnehmen. Allerdings ohne Transparent und Trillerpfeife. Denn eine sachlich-fachliche Auseinandersetzung ist das Ziel. „Es geht darum, sich noch ein besseres Bild machen zu können, um vernünftig abzuwägen“, sagt Stuntebeck. Gleichzeitig betont er, dass während des Erörterungstermins keine Entscheidung fällt. „Wir nehmen die Einwender und den Antragssteller gleichermaßen ernst.“

Der OOWV begründet seinen Antrag damit, dass er Reserven vorhalten muss, wie einen Sicherheitszuschlag und einen Trockenwetterzuschlag. Die jährliche Entnahme von bisher jährlich 4,75 Millionen Kubikmeter reichen laut Wasserverband dafür nicht aus. Das Wasserwerk Fladderlohausen versorgt neben Holdorf auch Steinfeld und Damme mit Trinkwasser. Außerdem beziehen die Städte Dinklage und Lohne zum überwiegenden Teil ihr Wasser von dort. Ein kleiner Teil des in Fladderlohausen geförderten Wassers geht nach Bakum und Essen. Und überall steigt der Bedarf an dem kostbaren Gut. Diesen Trend bestätigt auch der Pressesprecher des Landkreises, Stefan Weidelich. Gründe dafür seien die sich in der Wachstumsregion Oldenburger Münsterland positiv entwickelnde Wirtschaft, Landwirtschaft und auch die Bevölkerung.

Wurden 2012 im Landkreis zehn Prozent des entnommen Grundwassers zur Beregnung der Felder eingesetzt, sind es in diesem Jahr bereits zwölf Prozent. In diesem Zusammenhang gelte es auch, die sich ändernden klimatischen Verhältnisse, wie ausbleibenden Niederschlag, zu berücksichtigen, so Weidelich.

Die Holdorfer hingegen klagen schon jetzt, dass ihre Landschaft versteppt, Bäume absterben und Brunnen trockenfallen. Die Interessengemeinschaft für umweltverträgliche Wasserförderung (IGUVW) wird nicht müde zu betonen, dass die Auswirkungen einer erhöhten Wasserförderung viel schlimmer aussehen würden als die Prognosen. Die Holdorfer fürchten auch um den Heidesee als Badesee. Um ihre Position wissenschaftlich zu untermauern, hat die IGUVW einen Hydrogeologen eingeschaltet. Dieser wird beim Erörterungstermin genauso zu Wort kommen, wie die Gutachter des OOWV. „Auch jeder der Einwender, der etwas sagen möchte, wird gehört“, sagt Stuntebeck. Wer nicht zum Anhörungstermin erscheine, habe keine Nachteile. Falls noch Klärungsbedarf besteht, geht die Anhörung am 2. Oktober weiter. Eine Entscheidung soll möglichst vor Jahresfrist fallen.





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