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News-Archiv (bis Februar 2017)

Motorradfreunde bereiten traditionelles Treffen vor

Geschrieben von H. Vollmer am 2013-08-19
Aktionen und Gottesdienst auf dem Holdorfer Rathausplatz / Ausfahrt durch den Südkreis

Auf Bikertour: Einige Motorradfreunde fahren die vorgesehene Strecke nach dem Motorrad- Gottesdienst ab. (Foto: Vollmer)


Ausfahrt-Route festgelegt: Die Motorradfreunde Holdorf sind mitten in den Vorbereitungen für ihren 9. Motorrad- Gottesdienst. Der Rathausplatz direkt neben der St.-Peterund- Paul-Kirche soll am kommenden Sonntag (1. September) wieder Treffpunkt der Biker aus der ganzen Region werden.

Ab elf Uhr rollen die motorisierten Zweiräder im Zentrum des Südkreisortes an. Begegnung, Fachsimpeln und Klönschnack stehen noch vor dem Gottesdienst gegen 12.30 Uhr mit Pfarrer Christian Wölke auf dem Programm. Dabei wird auch den tödlich verunglückten Motorradfahrern aus der Region Weser-Ems gedacht. Die Band Together aus Lohne wird für den musikalischen Rahmen sorgen. Die Kollekte geht in diesem Jahr an den Verein Hilfe für krebskranke Kinder und Jugendliche in Lohne.

Im Anschluss an den Gottesdienst starten die Biker zu der traditionellen Ausfahrt. Etwa eine Stunde führt diese knapp 55 Kilometer über Langenberg, Steinfeld, Damme, Dümmerlohausen, Südfelde, Neuenwalde und Neuenkirchen schließlich zurück nach Holdorf.

Auf dem Rathausplatz werden Stände für Speisen und Getränke geboten. Außerdem wird Thorsten Böhmer vom Anbieter Safety4u aus Vechta über Sicherheitsfragen und -trainings für Motorrad- und Rollerfahrer informieren.

„Selbstverständlich freuen wir uns auch über die Teilnahme von Fußgängern und Autofahrern“, sagt Ulrike Hagemeier von den Motorradfreunden. Überhaupt sei die etwa 30-köpfige Gruppe daran interessiert, dass Am Motorradfahren interessierte Leute nicht nur aus Holdorf dazukommen.

„Neue Motorradfreunde, die Lust am Fahren, Gedankenaustausch und Mithelfen bei den Motorrad-Gottesdiensten haben, sind stets willkommen“, betont Ulrike Hagemeier. Der Stammtisch jeden dritten Mittwoch im Monat ab 20 Uhr bei der Gaststätte Pösse/Haverkamp stehe jedem Interessierten offen.



Klänge aus fünf Jahrhunderten über dem Kalksandsteinsee

Geschrieben von OV am 2013-08-19
Viertes Seekonzert des Musikvereins Holdorf: 60 Blasmusiker, eine Sopranistin und ein Mann am Klavier

Könner an ihren Instrumenten: Der Musikverein Holdorf musiziert auf hohem Niveau. (Foto: privat)


Für das Seekonzert am Kalksandsteinsee ist es ein Muss: Gershwins „Summertime“. Schließlich ist in dem Lied das Leben so schön einfach wie am Samstag (24. August) für die Zuhörer des Konzerts. Sie müssen nur genießen. Und vielleicht sehen sie Fische springen wie in „Summertime“. Ganz sicher aber wird ihnen am Ende des Konzerts, das der Musikverein Holdorf jetzt bereits zum vierten Mal ausrichtet, ein Feuerwerk geboten.

Doch bevor es so weit ist, heißt es „Classic meets Brass“. Dabei nutzen die 60Musiker des Musikvereins Holdorfs unter der Leitung ihres Dirigenten Josef Bruns die vielfältigen Klangfarben eines symphonischen Blasorchesters. Den Zuhörern werden Werke aus den vergangenen fünf Jahrhunderten geboten. Die 17-jährige Elisabeth Doppheide, eine Gesangsschülerin der Holdorferin Maria Laux, wird als Gesangssolistin zu hören sein. Sie singt zwei Arien. Der Dammer Kirchenmusiker Gabriel Isenberg wird sein Debüt am Konzertflügel geben mit einer Nocturne von Wolfgang Schumann. Dabei handelt es sich um eine Erstaufführung für Piano und Blasorchester.

Unter den Erstaufführungen dürfe diese eine ganz besondere sein, da der Flügel auf dem Wasser schwimmt. Noch ist das gute Instrument nicht auf dem See. Die schwimmende Bühne ist allerdings schon wieder aus dem Lager und aufgebaut. Feurig wird es bei einer Interpretation von Granada (Augustin Lara).Mit diesem Lied wurde Enrico Caruso in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts weltbekannt.

Mit Werken von Hans Zimmer, Carlos Santana und Deep Purple werden die Zuhörer dann wieder akustisch in die jüngere Vergangenheit gebeamt. Karten für das Seekonzert (Beginn 21 Uhr) im Vorverkauf: Volksbank Dammer Berge und Tourist-Information Erholungsgebiet Dammer Berge; Eintritt: zehn Euro, Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt.



Wo der Eintopf lecker schmeckt

Geschrieben von OV am 2013-08-17
Holdorfs Grundschülern gefällt das neue Angebot /Auf Tischkultur und gesunde Mahlzeiten wird Wert gelegt

Erst wenn der Teller leer ist, gibt es mehr: Uwe Fischer und Claudia Kamps bedienen die Schüler der Grundschule Holdorf. Die Schule ist wie auch die Grundschule in Handorf-Langenberg seit diesem Schuljahr Ganztagsschule. (Foto: Köhne)


Manche kennen keine Möhren, andere wissen nicht mit Messer und Gabel umzugehen. Das ist bei Grundschülern nicht selten, weiß Uwe Fischer. In Holdorf ändern er und sein Team das gerade.

Seelachs in Bratteig mit Dillrahmsoße dazu Salzkartoffeln und ein Bauernsalat: Hört sich lecker an. Ist es auch, finden die Kinder der Holdorfer Grundschule. Zwischen 50 und 60 Schüler stärken sich seit Beginn dieses Schuljahrs mittags in der Pausenhalle mit einem warmen Essen. Denn jetzt ist ihre Schule Ganztagsschule. Wie übrigens auch die Grundschule in Handorf- Langenberg.

Beide Einrichtungen werden von der Fachkliniken St. Marien- St.Vitus GmbH Neuenkirchen beliefert. Auch Schüler in Neuenkirchen und Vörden werden von ihr versorgt. Und ab Herbst kommt noch die Oberschule Neuenkirchen hinzu, wie Uwe Fischer, der Gesamtküchenleiter beider Kliniken, erklärt. Sieben Mitarbeiter wurden für die Versorgung der Schulen neu eingestellt. Fischer steht heute Claudia Kamps zur Seite. Sie übernimmt normalerweise alleine die Essensausgabe der Schüler in Holdorf. Die Kinder stehen vor der Theke geduldig an. „Das hat sich alles schon ganz gut eingespielt“, sagt Kamps. Die Portionen, die auf den Teller kommen sind klein. Darauf legt Fischer Wert. „Die Kinder können sich so oft nachholen, wie sie möchten“, sagt er. Aber am Ende soll es keine Essensreste auf den Tellern geben. Denn nicht nur für leckeres Essen sorgen Fischer und Mitarbeiter wie Claudia Kamps. Tischkultur ist ihnen wichtig. „Manche Kinder wissen gar nicht, was Messer und Gabel sind“, sagt Fischer. Wie gut zum Beispiel Möhren und Kartoffeln schmecken können, wissen manche Kinder auch nicht, deshalb gilt Fischers Devise: „Sie müssen alles kennenlernen.“

Am Vortag, erzählt Kamps, habe es bei den Kindern zunächst lange Gesichter gegeben, denn das Gericht des Tages war Eintopf. Geschmeckt hat er ihnen dann doch. „Du hast wieder gut gekocht“, das Kompliment der kleinen Esser freut Kamps immer wieder.

„Ich bin total zufrieden“, sagt Anita König, die Leiterin der Grundschule. Auch die Zusammenarbeit mit dem Verein Zukunft für Jugend Holdorf bei der Ganztagsbetreuung laufe gut. Das hören Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug und sein allgemeiner Vertreter Heiner Themann gern. Sie habe sich unter die Schüler gemischt, um sich von der Umsetzung der Ganztagsschule zu überzeugen. In der Holdorfer Grundschule ist die Versorgung durch die Fachkliniken St. Marien-St. Vitus GmbH ein Provisorium, bis die gemeinsame Schulmensa von Oberschule und Grundschule errichtet ist. In Handorf-Langenberg wird es aber eine Dauerlösung bleiben. Dort essen 18 Kinder zu Mittag im Pfarrheim St. Barbara, das gegenüber ihrer Schule liegt.



Pfähle sollen Bahnübergang sicher machen

Geschrieben von OV am 2013-08-15
Bis Schranke in die Mühlenbachstraße kommt, soll Maßnahme Autofahrer zu langsamem Fahren zwingen

Bahnübergang Mühlenbachstraße: Eine Schranke wird kommen. Bis dahin soll eine seitliche Begrenzung die Fahrbahn je 400 Meter beidseits der Schienen enger erscheinen lassen und die Autofahrer zu einer angemessenen Geschwindigkeit zwingen. Die Anwohner der Straße hatten gehofft, dass die gesamte Straße in die Maßnahme einbezogen wird. (Foto: Köhne)


Mit Begrenzungspfählen am Straßenrand wird die Mühlenbachstraße optisch eingeengt. Autos sollen dadurch langsamer fahren und den unbeschrankten Bahnübergang aufmerksam passieren.

Seit Ende Juni ist beschlossene Sache, dass eine Schranke künftig den unbeschrankten Bahnübergang an der Mühlenbachstraße in Holdorf sichern soll. Die CDU-Fraktion hatte dies gegen die Stimmen der SPD und UWG in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause durchgesetzt.

Trotzdem lieferte der unbeschrankte Bahnübergang Mühlenbachstraße jetzt wieder Diskussionsstoff in der jüngsten Sitzung des Wirtschafts- und Sicherheitsausschusses. Es ging darum, wie der Bahnübergang möglichst rasch sicherer gemacht werden kann, bis die Schranke endgültig steht. Der Ausschuss sprach sich dafür aus (eine Enthaltung), wie von den Anliegern der Mühlenbachstraße angeregt beidseitig der Straße Begrenzungspfähle einzusetzen. Diese Pfähle sollen in einem Abstand von zehn Metern zwischen Oderstraße und Bäkeesch aufgestellt werden und eine optische Einengung erzielen. Erhoffte Folge: Die Autofahrer werden sich dem Bahnübergang langsam nähern. Die Kosten von 15 Euro pro Pfahl und damit rund 1200 Euro übernimmt die Gemeinde.

Kim Rottinghaus, Sprecherin der Anlieger, war die so in Aussicht gestellte Sicherung von 400 Metern vor und hinter dem Bahnübergang allerdings zu wenig. Sie schlug vor, die Pfähle von der Dammer- bis zur Grandorfer Straße aufzustellen. Dann würden die Anlieger die Pfähle auch in Eigenleistung in den Boden rammen. Wenn aber nur 800 Meter gesichert würden, müsse dies die Gemeinde machen.

Ein Vorschlag, der für SPD Fraktionschef Martin Fischer indiskutabel war: „Ich halt von dieser Schacherei gar nichts. Die Kosten der Pfähle übernehmen wir und die Arbeiten eine Fachfirma oder der Bauhof. Sonst drehen wir uns im Kreis und werden wortbrüchig.“ Schließlich sei man sich einig gewesen, den Bahnübergang so schnell wie möglich sicher zu machen. Norbert gr. Schlarmann (CDU) äußerte: „Ich habe immer mehr das Gefühl, es geht den Anliegern um Verkehrsberuhigung.“ Von Anfang an war bei der Diskussion klar, dass Schwellen bei der Sicherung aus Sicht des Landkreises ausscheiden. Einige Monate bevor es im Mai zum Zusammenstoß eines Pkw mit der Nordwestbahn an dem Bahnübergang gekommen war, wurden dort angebrachte Schwellen wieder abmontiert. Denn sowohl aus Sicht des Landkreises als auch der Bahn lenken solche Schwellen Autofahrer zu sehr von der Gefahrenquelle Bahnübergang ab.





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