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News-Archiv (bis Februar 2017)

Leonie Schulte ist neue Kindermajestät in Holdorf

Geschrieben von H. Vollmer am 2013-07-22
Königin steht mit Mattes Wobbeler bereits an der Spitze der Nachwuchsschützen in Fladderlohausen

Junge Majestäten: Dem Königspaar Leonie Schulte und MattesWobbeler (vorn Mitte) stehen Sophie Grünebaum, Marius Völkerding (vorn links), SaskiaWesterhoff, Tilman Bröring (vorn rechts), Paul Ansmann, Annika Glandorf, Laura Grun, Leon Mela, Theresa Hackmann, Matthis Krimpenfort (hinten von links) zur Seite. (Foto:Vollmer)



Leonie Schulte regiert die kommenden zwölf Monate das Kinderschützenvolk von Holdorf. Die elfjährige Kinderkönigin erzielte 27 Ringe. Nach der Proklamation durch Vize- Präsident Nicolas Vogt trat sie gestern am frühen Abend die Nachfolge von Anna Beckermann an. Als König stellte sie sich Mattes Wobbeler zur Seite. Das königliche Duo hat bereits Erfahrung im Regieren. Mattes Wobbeler ist Kinderkönig in Fladderlohausen und hat dort Leonie Schulte an seiner Seite. Bester Nachwuchsschütze nach der Kinderkönigin wurde Sina Schlotmann (26 Ringe) gefolgt von Antonia Kampers (25.) Leonie Schulte bestellte Sophie Grünebaum und Marius Völkerding sowie Saskia Westerhoff und Tilman Bröring zu Adjutanten. Zu ihrem Hofstaat gehören zudem Annika Glandorf und Paul Ansmann, Laura Grun und Leon Mela sowie Theresa Hackmann und Matthis Krimpenfort.

Bei bestem Festtagswetter versammelten sich die Schützen am Nachmittag auf dem Rathausplatz und zogen begleitet von drei Musikzügen zum Festplatz. Dort begrüßte Präsident Richard Zumloh die Schützen und ihre Gäste. Zudem zeichnete er verdiente Mitglieder aus. Großen Beifall gab es für Werner Haskamp. Der Hauptfeldwebel erhielt den Alfred-Wernke-Gedächtnispreis, die höchste Auszeichnung, die der Verein zu vergeben hat. Werner Haskamp ist seit 53 Jahren Mitglied, hat viele Jahre aktiv an Arbeitseinsätzen teilgenommen und den Knobelwart unterstützt. Zudem ist er bis heute immer wieder bereit, bis spät in die Nacht den Eintritt beim Schützenball zu kassieren.



Ein roter Blitz im Schatten der Dersaburg

Geschrieben von OV am 2013-07-22
Viktor Kuk gewinnt 5.Volkslauf des SV Handorf-Langenberg / Trotz Sommerhitze 190 Läufer und Walker am Start

Ihm nach! Viktor Kuk (mit Sonnenbrille) setzt sich gleich beim Start an die Spitze und lässt den großen Pulk der Langenberger Läufer hinter sich. (Foto: Schikora)



„Wir sind super zufrieden“, bilanzierte Organisator Maik Escherhaus. Die Party nach dem Lauf dauerte bis in die Morgenstunden. Langenberg (aha). Der Mann auf Dem Mountainbike kam mächtig ins Schwitzen. Knapp 30 Grad im Schatten, und dann ständig dieser rote Blitz in seinem Rücken. „Der musste sich richtig lang machen“, berichtete Organisator Maik Escherhaus vom SV Handorf-Langenberg schmunzelnd.

In Vertretung von Heini Evers hatte Hubert Diekhaus beim 5. Volkslauf „Rund um die Dersaburg“ die Rolle des Fahrrad- Scouts übernommen. Eine sportliche Aufgabe, wenn hinter einem Viktor Kuk läuft. Der Dammer in Diensten der LG Braunschweig, vor zwei Wochen noch Zehnter bei der Deutschen Meisterschaft über 1500 Meter, setzte auch bei der fünften Auflage des Langenberger Laufs das Glanzlicht. In 33:44 Minuten lief er im Hauptlauf über 10 km ein einsames Rennen, verwies den Lohner Christian Oelke (38:04 min) mit mehr als vier Minuten Vorsprung auf Platz zwei und feierte damit seinen dritten Sieg in Serie in Langenberg. „Toll, dass er sich die Zeit nimmt, hier bei uns zu starten“, sagte Maik Escherhaus.

An seine Bestzeit aus dem Vorjahr (32:45 min) kam der ganz in Rot gekleidete Kuk nicht heran, dafür war es einfach zu heiß. „Bei den Temperaturen kamen auf jede Zeit ungefähr 60 Sekunden oben drauf“, erklärte Moderator Bernard Bünnemeyer. Trotz der sommerlichen Hitze gingen 190 Läufer und Nordic Walker auf den verschiedenen Strecken an den Start. Einige mussten wegen Kreislaufbeschwerden aufgeben. Eine Läuferin wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Und angesichts der Hitze hatten einige Kurzentschlossene wohl auch ganz auf einen Start verzichtet. Dennoch war man beim SV Handorf-Langenberg „sehr, sehr zufrieden mit der Resonanz“, wie Maik Escherhaus bilanzierte. „Es war einen Tacken zu warm, aber es war eine gute Veranstaltung. Wir sind super zufrieden.“

So sah es auch Bernard Bünnemeyer: „Das war eine runde Sache. Die Stimmung war wirklich toll.“ Das galt auch für die anschließende Party, die bis in die frühen Morgenstunden andauerte. Zum Laufen mag es etwas zu warm gewesen sein, zum Feiern war dieser laue Samstagabend perfekt. Und trotz des Ferientermins war auch die Zuschauerresonanz klasse. Sozusagen im Windschatten von Viktor Kuk lieferten auch auf der 5-km-Strecke zwei heimische Läufer starke Leistungen ab. Der junge Lohner Stefan Fangmann (Jahrgang 1995) siegte auf der bergigen Runde in 19:58 min vor dem Dammer Alexander Hasselbach (20:36). Für Stefan Fangmanns Familie war es ohnehin ein erfolgreicher Tag: Seine Schwester Julia gewann die 10 km der Frauen, seineMutter Elke wurde hier Dritte. Maik Escherhaus und Bernard Bünnemeyer freuten sich aber auch über die vielen Kinder, die im Ziel „stolz wie Oskar“ ihre Urkunden und Lauf-Pins entgegennahmen.

„Einige sind vor zwei Jahren die 600 m gelaufen, dann die 1100 m und jetzt die 3,5 km. Zu sehen, wie die sich entwickeln, das freut mich“, sagte Maik Escherhaus. Und auch Mountainbiker Hubert Diekhaus erfüllte am Ende seine Pflicht und kam vor Viktor Kuk ins Ziel. Für ihn ein gutes Training: Schließlich plant er in Kürze mit denMountainbikern vom OSC Damme eine Alpen-Tour. _ Info: Im Rahmen der Langenberger Sportwoche gibt es am Dienstag (23. Juli, 19.00 Uhr) das Fußballduell zwischen dem SV Langenberg (1. Kreisklasse) und Bezirksliga-VizemeisterGW Mühlen.

_ Info: Die Ergebnisse vom Lauf Rund um die Dersaburg gibt’s auf Seite 22 und im Internet unter www.erfundaus.de.



37 Tore, 1500 Fans und verdienter Sieger

Geschrieben von H. Vollmer am 2013-07-22
Bilanz für den 20.McDonald’s-Cup in Holdorf / Zwei Wermutstropfen

Schlussakt beim McDonald’s-Cup: Der BSV Rehden räumte erneut alles ab. Von links: Turnierchef Georg Högemann, Rehdens Kapitän Kevin Artmann, SponsorWerner Bist und Viktor Pekrul. (Foto:Vollmer)



37 Tore, rund 1500 Zuschauer, zwei flotte Halbfinalpaarungen und ein verdienter Turniersieger mit dem BSV Rehden: Das ist die Bilanz für den 20.McDonald’s-Cup des SV Holdorf. Der mit 1600 Euro Preisgeld dotierte Klassiker in der heimischen Fußball-Vorbereitungszeit war am Freitagabend mit einem 2:0-Finalsieg der Rehdener gegen den Regionalliga-Gefährten BV Cloppenburg zu Ende gegangen. Rehden triumphierte zum sechsten Mal in Folge im Südkreis und strich abermals die 800 Euro Siegprämie ein. Turnierchef Georg Högemann zeigte sich mit der Zuschauerresonanz an den fünf Turniertagen trotz eines leichten Rückgangs im Vergleich zum Vorjahr zufrieden;

vor allem am ersten Spieltag sowie am Halbfinal-Abend habe es eine schöne Kulisse gegeben. Stark vertreten waren wieder die Anhänger des TV Dinklage. Beim Interesse der Holdorfer Fans sei noch Luft nach oben, merkte Högemann an. Wie im Vorjahr waren die höherklassigen Teams – diesmal Rehden und Cloppenburg – für das Halbfinale gesetzt. Der neue Turniermodus habe sich bewährt, so Högemann. In den Halbfinals sahen die Zuschauer zwei flotte Duelle zwischen Rehden und Dinklage sowie Cloppenburg und Oythe – die beiden Außenseiter hielten gut dagegen.Wermutstropfen waren die Verletzungen von Cloppenburgs Tim Wernke (Schlüsselbeinbruch) und Oythes Nico Emich (doppelter Bänderriss).



Schützenverein und sonst keine Hobbys

Geschrieben von OV am 2013-07-20
Holdorfs erster Schießwart nimmt seine Aufgabe ernst und genau / Fürs Motorradfahren bleibt keine Zeit

In der Waffenkammer: Dass die gesetzlichen Bestimmungen rund um die Waffe eingehalten werden, darauf achtet Rolf Kettelman, der erste Schießwart der Holdorfer Schützen, penibel. (Foto: Köhne)



Rolf Kettelmann mag den Schießsport und die Geselligkeit im Schützenverein. Auf das heute startende Schützenfest freut der Holdorfer sich wie ein Vechtaer auf Stoppelmarkt.

„Ich bin kein Aushängeschild“, sagt Rolf Kettelmann. Denn er sei nur ein mäßiger Schütze. Trotzdem hat der 50-Jährige die Schlüsselgewalt über sämtliche Schusswaffen, die dem Schützenverein Holdorf gehören. Kettelmann ist der erste Schießwart des Vereins. Vermutlich untertreibt der

gebürtige Holdorfer ein bisschen. Geschossen hat er schon, bevor er eine Schützenuniform besaß. Mit zwölf Jahren bekam er ein Luftgewehr. „Das war damals völlig normal, wenn ein ausreichend großer Garten vorhanden war. Heute ist das nicht möglich.“ Seit 2005 achtet er als erster Schießwart darauf, dass die gesetzlichen Bestimmungen rund umWaffe und Schießstand peinlichst genau eingehalten werden. Dazu gehöre zum Beispiel das Alkoholverbot auf dem Schießstand – natürlich auch beim anstehenden Schützenfest. Angetrunkene, egal ob Aufsichtspersonen oder Wettbewerber, haben dort nichts zu suchen. Jedes Jahr wieder spannend sei das Königsschießen, findet Kettelmann. „Ich bin so manches Jahr überrascht worden. Leute, die hoch gehandelt werden, werden es meist nicht.“ Kurz vor dem Schützenfest werde er immer kribbelig. „Was für den Vechtaer der Stoppelmarkt ist, ist für uns das Schützenfest.“ Wenn an den Schützentagen die Waffen abends weggestellt seien und der Schießstand heruntergefahren werde, „dann bin ich zufrieden, dann fängt das Schützenfest für mich an“.

Weniger das Schützenfest, vielmehr das Training und die vielen Wettkämpfe, denen sich die 20 Holdorfer Mannschaften stellen, bereiten Kettelmann die meiste Arbeit. Die leiste er nicht alleine: „Das geht nur im Team.“ Über 30 Holdorfer seien entsprechend geschult und geprüft, um Standaufsicht zu führen. Über 900Mitglieder hat der Holdorfer Schützenverein, 110 Sportler zählt die Schießsportabteilung, die auch dem Deutschen Schützenbund angehört. Schon etliche Deutsche Meister haben die Holdorfer gestellt. Schießen sei Kopfsache. Er selber schaue lieber zu, als selber zu schießen, sagt Kettelmann, der nicht nur erster Schießwart ist. 2008 hat er auch den Posten des Kreisschatzmeisters übernommen.

Ein Amt, bei dem sein berufliches Wissen als Finanzbeamter nicht schaden kann. Beim Finanzamt Quakenbrück ist der ledige Kettelmann tätig und froh, dass sein Arbeitsplatz nicht in seinem Heimatort liegt. Denn für die Vollstreckungsstelle sei er auch schon im Einsatz gewesen. Sein Motorrad, sagt Kettelmann, habe er verkauft. Wegen des Schützenvereins habe er dafür keine Zeit mehr. Entweder ganz oder gar nicht, das sei seine Devise. Und dann gibt der Mann mit den vielen Abzeichen an der Uniform doch noch zu, dass er im vergangenen Jahr den Vizekreismeistertitel eingeheimst hat. Ist er also doch ein Aushängeschild? Kettelmann lacht: „Wir waren zwei Teilnehmer. Ich bin also auch Letzter geworden.“





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