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News-Archiv (bis Februar 2017)

Zur Gartenschau nach Hamburg

Geschrieben von OV am 2013-07-13

Der Holdorfer Kirchenchor bietet am 10. August (Samstag) eine Fahrt zur internationalen Gartenschau nach Hamburg an. Abfahrt ist um 8 Uhr von der Kirche. Die Rückfahrt ist um 18 Uhr ab Hamburg geplant. Im Fahrpreis von 38 Euro ist Busfahrt, Eintritt und Frühstück enthalten. Anmeldungen sind bis 1. August unter 05494/386 möglich.



Pflege und Schnitt für Rosen und Haare

Geschrieben von OV am 2013-07-12
Der neue indische Kaplan für die Pfarrei St. Johannes Baptist hat viele Hobbys und scheut keine Herausforderung

Gerne im Grünen ist Kaplan Silvaraju Kativallu. Gartenarbeit ist eines seiner Hobbys. Foto: Köhne)



Deutsch lernen, das war in den letzten sechs Monaten vorrangig für den Inder Silvaraju Kativallu. Jetzt will der neue Kaplan die deutsche Kultur und die Menschen der hiesigen Region kennenlernen.

Wenig Menschen auf den Straßen, das fällt Silvaraju Kativallu immer wieder auf, wenn er durch Steinfeld oder Holdorf geht. Kativallu kommt aus Indien und ist der neue Kaplan für die Pfarrei St. Johannes Baptist Steinfeld. Fünf Jahre, das sieht sein Vertrag vor, wird er bleiben. Seit gut einer Woche hat er sein Zimmer im Holdorfer Pfarrhaus bezogen. Während Pfarrer Christian Wölke, sobald das Steinfelder Pfarrhaus saniert ist, dorthin umziehen wird, wird Kativallu sich auf Dauer in Holdorf häuslich einrichten.

„Die Leute hier sind sehr nett“, sagt der Inder in gutem Deutsch. Das hat er innerhalb von sechs Monaten im niederrheinischen Dingden auf dem Klausenhof gelernt. Drei Monate zuvor habe er schon zuhause in Indien begonnen, sich mit der deutschen Sprache zu beschäftigen. Um seine Kenntnisse noch weiter zu verbessern, sucht er jetzt jemanden, beispielsweise einen pensionierten Lehrer, der Lust hat, mit ihm zu üben. Mit dem deutschen Essen hat sich der 37-Jährige, der selber gerne kocht, auch schon angefreundet: „Es ist zwar ganz anders als indisches Essen, aber ich mag deutsches Essen. Zum Beispiel Kartoffeln. Wurst esse ich auch.“ Weniger hält er dagegen von Hering und Aal. Obgleich er einen Besuch bei der Aalräucherei Hoffmann in Dümmerlohausen, den er in Vertretung von Wölke gemeinsam mit den Senioren der Gemeinde unternommen hat, sehr interessant fand.

Auch die verschiedenen Gotteshäuser im Landkreis hat sich der Mann angeschaut, der vor neun Jahren die Priesterweihe empfangen und neben Theologie in Bangalore drei Jahre Kirchenrecht studiert hat. Ursprünglich stammt Silvaraju Kativallu aus einem kleinen Ort in Südindien. Sein Vater, der nicht mehr lebt, war Landwirt. Zu seiner 65-jährigen Mutter und seinen drei Schwestern und drei Brüdern hält der Jüngste der Familie telefonisch und per E-Mail Kontakt. „Vielleicht fliege ich im nächsten Jahr nach Indien und besuche sie“, sagt er. Hierzulande wäre er gerne auch mit dem Pkw unterwegs. Den deutschen Führerschein hat er ohne Mühe im ersten Anlauf in Dingden bestanden. Im praktischen Teil nicht so verwunderlich, da er auch einen indischen Führerschein besitzt. Dass er den theoretischen Teil sofort meisterte, findet Wölke bewundernswert: „Viele Deutsche, die keine Sprachprobleme haben, brauchen dafür mehrere Versuche.“ Jetzt sucht der Pfarrer gemeinsam mit seinem neuen Mitarbeiter noch einen günstigen Gebrauchtwagen. Denn den braucht der Kaplan künftig. Schließlich erstreckt sich die Pfarrei St. Johannes Baptist über Steinfeld, Mühlen, Holdorf und Handorf-Langenberg.

Gerne hält sich der neue Kaplan auch im Grünen auf. Gartenarbeit ist eines seiner Hobbys. Nicht nur Büsche und Bäume stutzt er, sondern auch Haare. Vor zwölf Jahren habe er es im Priesterseminar ausprobiert. Das Experiment gelang. Alle seine Mitbrüder ließen sich daraufhin die Haare von ihm schneiden. Nein, stylisch seien seine Schnitte nicht, eben ganz normale Frisuren. Auch sich selber schneide er die Haare. Im Nacken allerdings sei das schon schwierig, fast eine sportliche Angelegenheit. Aber kein Problem. Denn der zierliche Kaplan sagt auch: „Ich bin ein guter Sportler.“ Fußball spiele er gern. Drei Mal sei er bereits einen Marathon gelaufen, und auch über die 100-, 200- und 800-Meter- Strecke sei er so manchem davongelaufen und habe Preise im Priesterseminar eingeheimst. In Indien sei er auch regelmäßig geschwommen und habe Tennis gespielt. Den Nationalsport Cricket habe er allerdings nur als Zuschauer verfolgt. Sport treiben will er auch hier. Aber im Augenblick gebe es noch so viel zu sehen und zu probieren, dass er noch nicht dazu gekommen sei. Die nächste Herausforderung wartet auf Kativallu schon. In zwei Wochen soll er seine erste Predigt auf Deutsch halten.



iPads für Ratsleute

Geschrieben von OV am 2013-07-12
Papier ab Herbst aus Holdorfs Rat verbannt

iPads halten jetzt auch in Holdorfs Ratssaal Einzug. Zum Herbst hin sollen alle Ratsleute mit ihnen ausgestattet werden. Damit kann die Papierflut an Sitzungsvorlagen und Protokollen eingedämmt werden. Wie Heiner Themann, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, mitteilt, sei das neue Rats- und Bürgerinformationssystem bereits im Rathaus installiert: „Eine erste Einweisung ist auch schon erfolgt.“ Jetzt müsse noch alles auf den Tablets installiert werden. Jeder der 18 Ratsleute erhält so ein iPad, für die Verwaltung gibt es vier. Scheiden Ratsmitglieder aus ihrem Amt aus, müssen sie das Gerät zurückgeben. In die Umrüstung von Papier auf iPad hat die Gemeinde rund 20000 Euro für die Anschaffung der iPads und der Software investiert.

Wie Themann erklärt, verfügen die iPads über die Grundausstattung. Jedem Ratsmitglied stehe es frei, sein Gerät aufzurüsten. So könne eine Mobilfunkschnittstelle eingerichtet werden,um ins Internet zu kommen. Der Arbeitsspeicher könne vergrößert werden. Die Kosten für solche Zusatzfunktionen müsse jeder selbst übernehmen. Derzeit seien die Verwaltungsmitarbeiterinnen Barbara Schlärmann und Maria Stärk damit beschäftigt, alte Protokolle in das neue System einzupflegen. Das Recherchieren in aktuellen Sitzungen zu wiederkehrenden Themen wird so einfach.



TV Dinklage setzt erstes Ausrufezeichen

Geschrieben von OV am 2013-07-12
McDonald’s-Cup: Bezirkspokalsieger schlägt Lohne im Prestige-Duell mit 1:0 /VfL Oythe zittert sich zum 2:1

Flugstudie im HSV-Sportpark: Lohnes Torjäger Julius Liegmann gestern Abend im Clinch mit den Dinklagern Markus Espelage (links) und Tobias Schwermann. (Foto: Vollmer)



Die heiße Phase der Vorbereitung beginnt – und besonders heiß trumpfte der TVD auf. Nach dem Sieg gegen BW Lohne winkt das Halbfinale gegen einen Regionalligisten.

Mit einer kleinen Überraschung startete gestern der 20.McDonald’s-Cup in Holdorf: Außenseiter TV Dinklage hielt in einem Prestige-Duell den favorisierten Fußball-Landesligisten BW Lohne mit 1:0 (1:0) nieder. Der zweite Bezirksligist konnte indes kein zweites Ausrufezeichen setzen: Vizemeister GW Mühlen mühte sich beim 1:2 (0:2) gegen den VfL Oythe nach schwachem Start vergeblich um den Ausgleich.

Im Eröffnungsmatch erwischte der TV Dinklage einen optimalen Start: Nach einem Freistoß von Chris Neteler staubte Florian Lange, der von GW Mühlen kam, bereits in der 10.Minute zum Tor des Spiels ab. Die Dinklager wirkten in der Folgezeit bissiger und beherzter, letztendlich kauften sie so den Lohnern den Schneid ab. Beide Teams gingen engagiert zu Werke und kamen durchaus zu Möglichkeiten, unterm Strich ging die Pausenführung des TVD in Ordnung. In diesem Prestige- Duell stellte der Bezirkspokalsieger zweifellos das heißere Team. Nach der Pause wechselten beide Mannschaften durch, so dass der Spielfluss litt. Spätestens nach gut einer Stunde übernahm Lohne die Spielregie, aber klare Chancen, die zwingend zum Ausgleich hätten führen müssen, gab es nicht. Auch Landesliga- Torschützenkönig Mursel Smakolli (29 Treffer), der von BW Hollage nach Lohne kam, fiel bei seinem BWL-Debüt nicht weiter auf. „Man konnte merken, dass die Spieler schwere Beine hatten“, stellte Lohnes Trainer Daniel Dauny nach dem Abpfiff fest. Unterm Strich war er relativ zufrieden. Seinem Gegenüber Matthias Lünsmann ging’s da verständlicherweise noch etwas besser: „Mit der ersten Halbzeit bin ich sehr zufrieden, wir haben fast nichts zugelassen. Später sind wir ein bisschen müde geworden.“

Im Gegensatz zu diesem engen Match diktierte der VfL Oythe seine Auseinandersetzung in der ersten Halbzeit zeitweise nach Belieben, schon nach gut 20 Minuten schien die Vorentscheidung gefallen. Nach einem Foul von GWM-Torhüter Maurice Planteur an Markus Kohls versenkte Dennis Jex den fälligen Elfmeter zum 1:0 (18.), nur wenig später erhöhte A-Jugend- Torschützenkönig Nico Emich aus kurzer Entfernung auf 2:0 (22.).Mit dieser Führung ging es in die Pause, womit Mühlen zu dem Zeitpunkt noch gut bedient war. Oythe nutzte seine Räume und agierte komplett überlegen, hätte aber zwei, drei Tore nachlegen müssen. Nach der Pause drehte Mühlen, das schon die Substanz aus drei Testspielen besaß, mächtig auf. Während Oythe zum Schluss platt war, besaß Mühlen Reserven. Es saß mehr drin als nur der Anschluss durch den herrlichen 20-m- Schlenzer von Aydin Sünün (75.). Die Grün-Weißen wurden übrigens von Co-Trainer Nils Jacobsen für den urlaubenden Trainer Ingo Soremba betreut. Schon heute Abend steigt der zweite Spieltag in Holdorf. Beide Landesligisten sind wieder im Einsatz. In der Gruppe A trifft BW Lohne um 18.30 Uhr auf den SV Holdorf, der bekanntlich vom Lohner Josef Vornhagen trainiert wird. In der Gruppe B spielt ab 20.15 Uhr der VfL Oythe gegen den TuS Neuenkirchen, der wie Holdorf sein erstes Turnierspiel absolviert.





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