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News-Archiv (bis Februar 2017)

Kritische Fragen zum EWE-Netzverkauf Thema im September

Geschrieben von OV am 2013-07-09

Kritische Fragen hat Holdorfs UWG-Fraktionsvorsitzender Heinrich Schonhöft zum EWE-Netzverkauf an die Kommunen gestellt. Sie blieben bisher unbeantwortet. In der jüngsten Ratssitzung hatte Schonhöft darum gebeten, dieses Thema öffentlich zu behandeln. Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug schlug vor, es unter Mitteilungen in ein paar Sätzen zu thematisieren und es dann möglicherweise im September als öffentlichen Tagesordnungspunkt im Rat zu behandeln.

„Jeder Kommune steht es offen, ob sie sich an der EWENetz AG beteiligt oder nicht.“ Schonhöft aber fragt sich zum Beispiel: Hat die EWE überhaupt noch die Bonität, die den Kommunen die notwendige Sicherheit liefern kann? Welche Folgen auch für den Steuerzahler hätte eine Insolvenz beziehungsweise ein Verkauf der 75-Prozent Netz-Anteile durch die EWE-Netz GmbH? Eine Aussage aber ist klar. Schonhöft sieht den Netzverkauf skeptisch, wie sein Fragenkatalog belegt.



Eine Prämie für den Abriss verkommener Altbauten

Geschrieben von OV am 2013-07-08
UWG Holdorf setzt Schwerpunkt zur Familienförderung beim Thema Bauen

Wie bereits CDU und SPD legt jetzt auch die UWG ihre Vorschläge zur Familienförderung In Holdorf vor. Dabei setzt sie einen Schwerpunkt auf das Thema Bauen und Wohnen, wie UWG-Ratsherr Martin Lampe mitteilt. Ein Vorschlag lautet, vor allem für junge Familien mit Kindern den Erwerb von Altbauimmobilien zu fördern. „Die Leerstände alter Immobilien nehmen zu. Wir wollen den Kauf intakter Altbauten unterstützen und dafür sorgen, dass alte Siedlungen lebendig bleiben“, sagt Lampe. Dabei schaue man zu den Städten Lohne und Damme, wo es diese Förderung schon gebe. Handele es sich um stark sanierungsbedürftige, verkommene Bauten, denke die UWG auch über eine Abrissprämie für die Käufer nach.

Konkrete Zahlen für den Zuschuss beim Kauf alter Immobilien nennt Lampe noch nicht: „Dass muss einfach angemessen sein.“ Aber auch wer schon im Besitz eines Hauses ist könnte, wenn es nach der UWG geht, Unterstützung erhalten, wenn es um die Dämmung geht. Dämmung lohne sich in jedem Fall – für den Hausbesitzer wie auch für die Umwelt. Wer in die Dämmung investiere und ein hohes Dämmniveau erreiche, solle künftig nicht nur auf einen Zuschuss der KFW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) bauen, sondern auch auf einen der Gemeinde, findet die UWG.

In Neubaugebieten sollten Grundstücke für soziale Zwecke vorgehalten und günstiger angeboten werden. Auch ein Mehrgenerationenhaus wie es in der Gemeinde Goldenstedt existiert, hält die UWG für erstrebenswert. „So ein Mehrgenerationenhaus erfüllt viele Zwecke. Bei alten Menschen wirkt es der Einsamkeit entgegen. Arbeitslose könnten bei der Hausaufgabenhilfe oder Pflegedienstleistungen eingebunden werden.“ Für die Integration von Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, hält Lampe ein Mehrgenerationenhaus für ideal. Mit den Vorschlägen von CDU, SPD und UWG wird sich ein Arbeitskreis befassen, der sich aus Vertretern der Verwaltung und Frank Lüpke-Narberhaus (CDU), Inge Olberdig (SPD) und Martin Lampe zusammensetzt.



Ein Spielplatz für Lorse

Geschrieben von OV am 2013-07-05
Neue Spielgeräte für Kaiserstraße empfohlen

In Lorse soll es wieder einen Spielplatz geben. Der Sicherheitsausschuss der Gemeinde Holdorf hat sich jüngst einstimmig dafür ausgesprochen, den Spielplatz in der Kaiserstraße wieder herzustellen. Dafür stellt die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von maximal 5000 Euro in Aussicht. Der Rat hat allerdings darüber noch nicht endgültig entschieden. Das Grundstück, auf dem der Spielplatz geplant ist, ist im Besitz der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde. Diese habe, so hieß es im Ausschuss, ihr Einverständnis zu den Plänen gegeben. Allerdings werde sie die Wartung der Geräte nicht übernehmen. Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug merkte dazu an, dass die Gemeinde sich für die Wartung der Spielgeräte wie bei den anderen Spielplätzen auch verantwortlich sehen. Eine Anwohnerin hatte zuvor erläutert, dass es in Fladderlohausen keinen Platz gebe, wo sich Eltern und Großeltern treffen und die Kinder miteinander spielen können.



Die Kümmels stellen die Mehrheit im Team

Geschrieben von OV am 2013-07-05
Fünf Brüder wollen mit dem SV Handorf-Langenberg in die Fußball-Kreisliga aufsteigen – plus zwei Cousins

Ein fußballverrücktes Quintett: Die fünf Kümmel-Brüder, hier auf einem drei Jahre alten Familienfoto. Hinten von links Tobias, Nils und Benjamin, vorne von links Christoph und Matthias. Foto: Fischer



Das gibt es nur beim SV Handorf-Langenberg. Fünf Brüder, zwei Cousins – über die Hälfte einer Fußballmannschaft kommt aus einer Sippe. Leichtes Spiel für die Stadionsprecher.

Jungs, die gern Fußball spielen, gibt es überall. Brüder, die im gleichen Verein kicken, sind auch keine Seltenheit. Aber fünf Brüder, die gemeinsam mit ihren zwei Cousins über die Hälfte einer Elf stellen, die gibt es nur einmal im ganzen Land – und zwar beim SVHandorf-Langenberg. Dort laufen für die erste Herrenmannschaft die Brüder Tobias (36), Benjamin (34), Christof (25), Matthias (24) und Nils (18) Kümmel und ihre Cousins Daniel Kümmel und Michael Bussmann auf. Außerdem bei jedem Spiel zur Stelle ist ihr treuester Fan und gehbehinderter Vetter Andreas Kümmel. „Da kommt der FC Kümmel“, sei ein beliebter Spruch, wenn er mit seinen Brüdern beim Spiel eintreffe, erzählt Tobias Kümmel. Er ist auch Spielertrainer der Mannschaft. „Wenn die Kümmels nicht da sind, können wir nicht spielen“, sagt Martin Fischer, Geschäftsführer des SV Handorf-Langenberg und Vorsitzender im Fußballkreisverband Vechta. Und der oberste VEC-Fußballer hat recherchiert. Ergebnis: Fünf Brüder in einer Fußballmannschaft, die gibt es niedersachsenweit und sogar bundesweit nur beim SVHandorf-Langenberg.

Und in geringer Abweichung hat das schon Tradition. Denn auch Ulrich Kümmel, der Vater von Tobias und seinen ballverliebten Brüdern, stürmte bereits mit seinen Brüdern Hans-Jürgen, Wolfgang und Peter für den SV Langenberg über Schotter und Rasen. „Wir sind zwischen 1953 und 1965 geboren. Als wir Kinder und Jugendliche waren, gab es nichts anderes als Fußballspielen“, erzählt Ulrich Kümmel. „Wir hatten Spaß dabei und sind beim Fußball geblieben.“ Inzwischen gibt es mehr als Fußball. „Ich hab mal Handball ausprobiert und ein, zwei Jahre in der Kreisauswahl gespielt“, gesteht Tobias Kümmel. Doch letztlich ist er wieder zum Fußball und natürlich zum SV Handorf- Langenberg zurückgekehrt. Es sei die Gemütlichkeit, die Geselligkeit, das Familiäre, das den Verein in Langenberg auszeichne, erklärt der Älteste der fünf Brüder, warum sie dem Verein bisher alle treu geblieben sind. Bis auf zwei Ausnahmen. Er, Tobias, kickte vier Jahre für Holdorf und Matthias lief dort zwei Jahre auf. „Irrwege, die zu den Wurzeln zurückführen“, nennt das Martin Fischer und lacht.

Von den Spielertypen her seien die fünf Kümmels ganz unterschiedlich, sagt Fischer. Konkurrenzdenken, so Tobias, habe unter ihnen nie geherrscht: „Weil wir zuvor immer in unterschiedlichen Mannschaften gespielt haben und auch jetzt unterschiedliche Positionen besetzen.“ Wenn es um die Bundesliga geht, sind sie allerdings verschiedener Meinung. Wie seine Mutter seien seine Brüder Dortmund- Fans. Er selber halte zu Bayern, so Tobias Kümmel. Vater Ulrich drücke immer Schalke die Daumen. Die Schalke- und die Dortmund-Fahne wehen im Kümmelschen Garten. Der SV Handorf-Langenberg hat den Aufstieg aus der 1. Kreisklasse mit seinem FC Kümmel knapp verpasst. Aber das kann noch werden – früher oder später. Denn die nächste Generation Kümmel-Kicker steht schon auf dem Feld. Tobias’ Sohn und die drei Jungs von Benjamin spielen in der F-Jugend. Yb





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