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News-Archiv (bis Februar 2017)

Naturfreunde lernen Holdorfs Baumartenvielfalt kennen

Geschrieben von H. Vollmer am 2013-06-24
Thomas Wagner und Ludger Westerhoff vom Naturschutzbund führen Interessierte zu Platanen und Andentannen

Die Blicke schweifen in die Kronen: Thomas Wagner (2. von links) und Ludger Westerhoff (4. von rechts) informierten die Teilnehmer der Radtour über besondere Bäume. (Foto: Vollmer)


Ganz nach dem Motto „Natur vor der Haustür“ starteten gestern Nachmittag einige Bürger und Naturschützer zur Baumpfade-Tour durch Holdorf. Von der Aktion „Natur erleben im Landkreis Vechta“, angeregt und koordiniert vom Regionalmanagement im Kreis Vechta, erkundeten die Teilnehmer per Fahrrad gemeinsam mit den örtlichen Vorsitzenden des Naturschutzbundes (Nabu), Thomas Wagner und Ludger Westerhoff, besonders markante Bäume.

Die Teilnehmer betrachteten die Kastanien rund um die Kirche, um zu sehen, dass diese Probleme mit den Larven der Miniermotte haben. Zwischen dem Haus Keßling und Böckmann an der Großen Straße präsentiert sich eine ansehnliche Platane. Weiter ging es in die Poststraße zu der exotischen Andentanne mit weiblichen Blütenanteilen über den Mettenhof mit der imposanten Gemeinen Rosskastanie. Am Osterort gab es typische alte Hofeichen und Lindenalleen zu bewundern.

Am Einfluss des Mühlengrabens in die Verrohrung besuchte die Gruppe einige Trauerweiden, um an dem unbefestigten Weg die Gemeine Esche zu finden. Am Ahornring wurde Halt eingelegt an imposanten Robinien. Auf dem Weg zur Blutbuche am Steinbrink ragten noch ein Riesen-Mammutbaum und die Amerikanische Rot-Eiche hervor. Wallnussbaum, Pyramidenpappel, Blaue Atlas-Zeder und Stileiche unterstrichen die Artenvielfalt in Holdorf. Nach der Besichtigung eines Gemeinen Faulbaumes und schöner Schwarz-Erlen wartete zum Abschluss eine Schwarzpappel auf dem Gelände der Familie Andreas und Louise Thyen.

Roland Stahn vom Regionalmanagement lobte die Initiative des Nabu. Diese habe auf eindrucksvolle Weise gezeigt, welche Naturschätze im Baumbestand der Gemeinde Holdorf vorhanden sind.



Ganz besondere Bäume

Geschrieben von OV am 2013-06-22
„Natur erleben“ ist am Sonntag in Holdorf

„Baumpfade in Holdorf“ heißt das Motto, zu dem der Naturschutzbund (Nabu) in Holdorf am Sonntag (23. Juni) einlädt. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Natur erleben im Landkreis Vechta“ statt. Treffpunkt ist um 14 Uhr vor dem Rathaus in Holdorf. Das teilte die Gemeinde Holdorf mit.

Auf der geplanten Radtour werden „Baumpersönlichkeiten“ besucht, die durch ihr Alter, ihren Wuchs, ihre Seltenheit oder ihre Schönheit herausstechen. Zur Vervollständigung der Tour wünscht sich der Nabu noch Hinweise und Unterstützung von Holdorfer Bürgern:

Die Naturschützer suchen noch interessante, große, spektakuläre, seltene, einzigartige oder besondere Bäume (auch Obstbäume) sowie Baumgruppen in Holdorf. Sie sollen während der etwa zweistündigen Radtour durch die Gemeinde besichtigt werden. Wichtig ist, dass diese Bäume gut erreicht werden können und dass das Betreten der Flächen erlaubt ist.

Wer selber einen solchen Baum hat oder weiß, wo entsprechende Bäume stehen, meldet sich bei Ludger Westerhoff (05494/ 715) oder Thomas Wagner (05494/8237).



Keine Durchfahrt mehr für Lastverkehr

Geschrieben von OV am 2013-06-22
Künftig sollen Verbotsschilder Lkw aus Holdorfs Ortskern fernhalten / Ostumgehung wird bereits genutzt

Generalprobe Straßensperrung: Wegen Sanierungsmaßnahmen an der Fahrbahndecke ist Holdorfs Ortskern derzeit für den Verkehr gesperrt. Demnächst dürfen Pkw wieder passieren. Die Laster sollen aber außen herum fahren. (Foto: Köhne)


Stille in Holdorfs Ortsmitte. Bauarbeiten haben den Straßenverkehr ausgesperrt. Für den Lastverkehr soll das auch künftig gelten.

Nichts rollt zur Zeit in Holdorfs Ortsmitte. Für den Verkehr ist die Ortsdurchfahrt wegen der Sanierungsarbeiten an der Fahrbahndecke noch bis Ende kommender Woche voll gesperrt. Das gilt für den Bereich zwischen Ostring und Neuenkirchener Straße. Bis 24. August gehen die Arbeiten abschnittsweise bis zum Steinfelder Damm weiter und sind ebenfalls mit Sperrungen verbunden. Die Totalsperrung des Orts wirkt wie eine Generalprobe für das, was nach den Bauarbeiten kommt: Künftig soll der Schwerlastverkehr nicht mehr durch den Ortskern rollen.

Entsprechende Durchfahrt- Verbotenschilder für Lkws werden aufgestellt. Wie am Montagabend im Sicherheitsausschuss anklang, haben zwei an der Neuenkirchener Straße ansässige Gewerbetreibende gegen das Verbot Bedenken geäußert. Ihre Laster müssten einen Umweg fahren, um auf die Autobahn zu kommen. Denn auch von der Steinfelder Straße bis Neuenkirchener Straße sollen Lkws künftig nicht mehr fahren. Udo Schlarmann (CDU) sprach sich entschieden dagegen aus, die angedachte Lösung aufzuweichen. Widerspruch regte sich nicht. Denn im Holdorfer Gemeinderat ist man sich fraktionsübergreifend einig. Der Lkw-Verkehr soll im Ort eingedämmt werden.

SPD-Fraktionschef Martin Fischer sieht die Bedenken der beiden Geschäftsleute nicht als Hindernis für das künftige Lkw- Verbot. Allerdings sagt er auch: „Wir müssen die Bürger und auch die Geschäftsleute mitnehmen.“ Eine Anwohner-Fragestunde hält er zu diesem Thema für angebracht. Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug nannte die künftige Regelung suboptimal. Denn Laster, die Richtung Neuenkirchen möchten, werden auch weiterhin die Dammer Straße und damit einen innerörtlichen Bereich passieren. Eine andere Lösung aber, so Krug, habe er nicht.

Aber natürlich wird schon seit längerem in der Gemeinde an eine Umgehung gedacht. Mit der Industriestraße gibt es jetzt die östliche Umgehung. Dass auch eine westliche Umgehung folgt, hält der Vorsitzende des Sicherheitsausschusses Mario Stickfort (CDU) für wichtig. Dass die Verbotsschilder sofort die gewünschte Wirkung erzielen, glaubt er nicht: „Die Erfahrung zeigt, dass es ein langer Lernprozess ist, bis sich auch die Ortsansässigen an Schilder gewöhnen.“ Bei der östlichen Umgehung, der Industriestraße, habe dieser schon eingesetzt. Der Entschluss, mit den Schildern regulierend einzugreifen, sei parteiübergreifend und angesichts des hohen Lkw-Aufkommens auch nötig, stellt er klar.

Auch Heinrich Schonhöft, UWG-Fraktionschef, hält die Regelung für einen guten Schritt. Ähnliches habe er vor Jahren vorgeschlagen. „Die Idee mit der Industriestraße hatte ich allerdings nicht.“ Wie Stickfort denkt auch er langfristig an eine Westumgehung. Wie die verlaufen könnte, da sind sich die Fraktionen allerdings noch nicht einig.



Erzähl-Café hilft an Demenz Erkrankten

Geschrieben von H. Vollmer am 2013-06-22
Malteser bauen Betreuungsangebot aus / Zugang zur Dorfgemeinschaft ermöglichen

Gezielte Betreuung wird an Demenz erkrankten Menschen beim Erzähl- Café geboten. Projektleiterin Petra Blome und die ausgebildeten Betreuer Marten Sager und Doris Brunck (hinten von links) bieten ein abwechslungsreiches Programm. (Foto: Vollmer)


Mit dem Projekt „Erzähl- Café“ bauen die Malteser zurzeit ein Betreuungsangebot für demenziell Erkrankte und deren Angehörige im Landkreis Vechta auf. Ein Anlaufpunkt ist das Pfarrheim St. Peter und Paul in Holdorf. Dort steht ein ausgebildetes Betreuungsteam jeden Freitag von 14.30 bis 17.30 Uhr zur Verfügung und bietet ein abwechslungsreiches Programm.

Petra Blome, Leiterin des Projektes, weiß die Hilfe ehrenamtlicher Betreuungspersonen zu schätzen. Diese sind speziell ausgebildet und bieten Kennenlernrunden und Erinnerungsarbeiten. Sie singen mit den zumeist älteren Menschen, bieten Bewegungsübungen und Sitztanz an. Zu den Betreuern gehören Marten Sager und Doris Brunck. „Gedächtnistraining und Fotosafaris zählen zu den gern ausgeführten Übungen“, wissen sie zu berichten. Das Erzähl-Café soll nicht nur dem an Demenz erkrankten Menschen gut tun, sondern auch deren pflegenden Angehörigen. Diese erhalten auf diese Weise Zeit für sich, um persönliche Dinge zu erledigen oder einfach nur mal von der Pflegearbeit auszuspannen.

Marten Sager, von Hauptberuf Lehrer in Osnabrück, möchte seine freie Zeit sinnvoll einsetzen. Deshalb hat er sich weitergebildet, und als Pflegediensthelfer sowie Betreuungsassistent ausbilden lassen. Anlass war die Aktion „Eine Gemeinde 1000 Facetten“ in Damme. Den Beginn seines ehrenamtlichen Engagements in der Seniorenarbeit setzte die Mitarbeit beim Begleitdienst von Menschen, die die heilige Messe besuchen wollen.

Doris Brunck hat die Demenzerkrankung in der eigenen Familie kennengelernt. Das nahm die gelernte Floristin zum Anlass, den Beruf der Pflegehelferin und Demenzassistentin zu erlernen. „Es ist interessant, mit diesen Menschen zu arbeiten“, sagt sie. Mit dem Erzähl-Café will sie den Betroffenen Zugang zur Dorfgemeinschaft ermöglichen. Das geschieht durch Spaziergänge und die Kontaktpflege zu verschiedenen Altersgruppen.

Das Erzähl-Cafe kann mit allen seinen Angeboten für zehn Euro die Stunde genutzt werden. Nähere Infos sind unter der kostenfreien Rufnummer 0800/ 3730/700 und bei Petra Blome unter 0170/8042/352 erhältlich.





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