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News-Archiv (bis Februar 2017)

Anlieger wollen Bahnübergang nicht mehr

Geschrieben von OV am 2013-06-19
Nach Unfall wird Sicherheit des Bahnübergangs Mühlenbachstraße im Holdorfer Wirtschafts- und Sicherheitsausschuss diskutiert

Der Bahnübergang Mühlenbachstraße in Holdorf: DB-Anlagenverantwortlicher Manfred Speldrich (Mitte) erklärte bei einem Ortstermin des Sicherheitsausschusses Anwohnern, Ratsmitgliedern und Bürgermeister, dass der Übergang den Sicherheitsanforderungen entspricht. Die komplette Schließung des Übergangs sei viel schneller und kostengünstiger umzusetzen als eine Schranke. Eine Garantie, den Übergang irgendwann wieder zu reaktivieren, gebe es nicht. (Foto: Köhne)


Die UWG ist wie die Anlieger für die Schließung des Bahnübergangs Mühlenbachstraße in Holdorf. Die CDU braucht bis Dienstag Bedenkzeit. Ortstermin am unbeschrankten Bahnübergang. Anwohner, Ratsleute und Bürgermeister trafen am Montagabend am Bahnübergang Mühlenbachstraße in Holdorf auf zwei Anlagenverantwortliche der Deutschen Bahn (DB). Diese erklärten, dass der Bahnübergang aus ihrer Sicht sicher sei. Die Anlieger fordern die Schließung. Im Mai hatte sich dort ein schwerer Unfall ereignet, bei dem die Nordwestbahn einen Pkw erfasste.

Im Ratssaal diskutierte anschließend der Sicherheitsausschuss vor über 30 Zuhörern heftig. Kim Rottinghaus plädierte im Namen der Anlieger für die komplette Schließung des Bahnübergangs. Die Anwohner seien sich sehr wohl bewusst, dass die Schließung auch Nachteile habe. Zum Beispiel werden Müllfahrzeuge wegen des zu geringen Wendehammers nicht mehr in die Mühlenbachstraße fahren, die dann eine Sackgasse wäre. Einer der Gründe, warum Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug bisher die komplette Schließung ablehnt. Der Zusammenhalt in der Nachbarschaft sei so gut, dass es selbstverständlich sei, die Mülltonnen derer, die das nicht können, bis in den Einmündungsbereich der Sackgasse zu bringen, so Rottinghaus. Auch der Flächennutzungsplan, der ein mögliches Baugebiet jenseits der Schranke vorsieht, ist für die Anlieger kein stichhaltiges Argument. Aus ihrer Sicht können die benachbarten Bahnübergänge genutzt werden, um dieses anzufahren.

Ähnlich wie die Anlieger argumentierte auch der Chef der UWG, Heinrich Schonhöft. Und das nicht erst seit Montag. Bereits vor Jahren hatte er sich damals noch als SPD-Ratsherr für die Schließung des Bahnübergangs stark gemacht. „Die Mühlenbachstraße wird verkehrstechnisch nicht gebraucht“, sagte er. Für seinen Antrag, den Bahnübergang komplett zu schließen, gab es von den Zuhörern Applaus. Martin Fischer, Fraktionschef der SPD, betonte er spreche nur für sich und nicht für seine Fraktion, als er sich hinter die Schließung stellte. „Ich höre immer nur Flächennutzungsplan. Holdorfs Entwicklung wird durch die Schließung nicht gefährdet.“

CDU-Chef Norbert von Handorff beantragt für seine Fraktion noch eine Fraktionssitzung als Bedenkzeit. Auch Norbert gr. Schlarmann (CDU) hatte sich gegen eine ad-hoc- Entscheidung ausgesprochen. Dem Antrag wurde zugestimmt. Der Rat soll jetzt am 25. Juni über Schließung, Durchgang für Fuß und Radfahrer, Schranken oder Rampen entscheiden.

Laut Manfred Speldrich, DB-Anlagenverantwortlicher, ist die Sicht auf die Gleise in Ordnung. „Wer sich korrekt verhält, dürfte nicht zu Schaden kommen.“



Falkner in der Oberschule

Geschrieben von H. Vollmer am 2013-06-18

Lernort Natur: Der Falkner Rouven Polep besuchte am Freitagvormittag die Schüler der Oberschule und der Grundschule Holdorf. Der Berufsfalkner vom Falkenhof im Wiesentgehege Springe hatte seinen sechsjährigen amerikanischen Wüstenbussard Mo dabei und gab den Jungen und Mädchen Auskunft über seinen Beruf.

Eingeladen hatte der Hegering Holdorf, der die Erweiterung des Naturparks Dümmer bis in den Südkreisort zum Anlass nahm, die Schüler über Naturschutz sowie Hege und Pflege aufzuklären. (Foto: Vollmer)



Greifvögel sterben kaum an Altersschwäche

Geschrieben von OV am 2013-06-18
Todesursache der toten Mäusebussarde noch nicht bestimmt / Laboruntersuchungen dauern noch an

Todesursache unklar: Einer der Greifvogel-Kadaver, der Anfang April gefunden wurde und jetzt im Labor auf mögliche Gifte untersucht wird. (Foto: Naturschutzbund /Heitmann)


Der Fund etlicher toter Greifvögel hat Naturschützer, Jäger und die Bevölkerung aufgeschreckt. Wurden die Tiere vergiftet? Eine Antwort gib es noch nicht.

Über einen Monat ist es her, dass sechs verendete Greifvögel dem Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) zur Untersuchung übergeben wurden. Denn der Verdacht liegt nahe, dass auch sie wie ein bereits am 1. März in Fladderlohausen tot aufgefundener Rotmilan vergiftet wurden. Bei letzterem hatte eine entsprechende Untersuchung des Laves bestätigt, dass er an dem verbotenen Gift Mevinphos verendet war (OV berichtete mehrfach).

„Es liegt immer noch kein abschließendes Ergebnis vor“, sagt Stefan Weidelich, Pressesprecher des Landkreises, hinsichtlich der drei zwischen Steinfeld und Holdorf Anfang April tot aufgefundenen Mäusebussarde und drei weiterer toter Greifvögel. Diese waren am 10. April auf einem Acker zwischen Ihorst und Klein Brockdorf sichergestellt worden. „Influenza liegt nicht vor. Die toxologische Untersuchung dauert aber noch an“, so Weidelich. Er verweist für weitere Auskünfte auf das Laves.

Dr. Silke Klotzhuber, stellvertretende Leiterin der Pressestelle des Laves erklärt, dass in der Pathologie des Laves nicht nur die toten Greifvögel aus dem Landkreis Vechta untersucht werden müssen. Außerdem bräuchten die toxikologischen Untersuchungen ihre Zeit. „Weil man nicht genau weiß, wonach man suchen muss, ist es wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. “Und das dauert.

Sobald die Ergebnisse vorliegen würden, würden sie an den Landkreis Vechta weitergeleitet werden, so Klotzhuber. Derzeit sei es jedoch noch nicht möglich, eine Aussage zur Todesursache der Tiere zu treffen. Auch wenn es nicht sicher ist, ob die Tiere tatsächlich vergiftet wurden, schließt die Polizei das nicht aus. Man gehe guten Hinweisen nach, die aus der Bevölkerung gekommen seien, heißt es.

Wie Dr. Oliver Krone vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin erklärt, gibt es immer noch Jäger, Taubenzüchter und Hühnerbesitzer, die die Greifvögel als Konkurrenten sehen. Beim Seeadler sind außerdem Kollisionen mit der Eisenbahn nicht selten. Auch Flüge gegen Stromdrähte, gegen Windräder, und Scheiben sowie Zusammenstöße im Autoverkehr würden heimische Greifvögel das Leben kosten. „An Altersschwäche stirbt kaum eines der Tiere“, so Krone. Dabei könnten beispielsweise Seeadler rund 40 Jahre alt werden.

Gute Modelle sind für den Experten die „Hannoversche Erklärung gegen illegale Verfolgung von Greifvögeln in Niedersachsen“ und die „Düsseldorfer Erklärung“ mit der gleichen Zielsetzung für Nordrhein-Westfalen.

Die Erklärung für Niedersachsen haben 2007 der niedersächsische Umweltminister, der niedersächsische Landwirtschaftsminister, der Nabu-Landesverbandsvorsitzende sowie der Präsident der Landesjägerschaft unterschrieben, ebenso schließt sich der Bund für Umwelt und Natur (BUND), die ornithologische Vereinigung und der Adlerschutz den Forderungen an. „Die Verfolgung ohne staatliche Ausnahmegenehmigung zum Beispiel mit Gift, Fallen und Waffen ist nach dem Jagdrecht und dem Naturschutzrecht eine Straftat, die mit empfindlichen Strafen bis hin zum Freiheitsentzug von fünf Jahren geahndet werden kann“, heißt es in der Erklärung. Weiter: „Es wird nicht geduldet, dass die Erfolge im Greifvogelschutz von Kriminellen zunichte gemacht werden.“

Alle Greifvögel sind geschützt. Sie unterliegen dem Naturschutzrecht und dem Jagdgesetz. Sie stehen auf der Liste der jagdbaren Arten dürfen aber nicht gejagt werden. Denn für sie gilt eine ganzjährige Schonzeit.

Auch wenn die offizielle Todesursache für die sechs Greifvögel noch nicht feststeht, hat ihr Fund die hiesigen Naturschützer und Jäger alarmiert. Beide setzten Belohnungen für Hinweise aus, die zur Ergreifung der Täter führen. Die Jäger haben eine Belohnung von 1500 Euro, die Kreisgruppe des Naturschutzbundes (Nabu) hat 1000 Euro Belohnung in Aussicht gestellt. Außerdem suchten die Jäger ihre Reviere nach Giftködern ab. Gefunden haben sie nichts.



Neue Krippe eingeweiht

Geschrieben von H. Vollmer am 2013-06-17

Bitten um Gottes Segen für die neue Kinderkrippe am Kindergarten St. Dominikus in Holdorf: Pastorin Kerstin von Stuckrad und Pfarrer Christian Wölke feierten gestern Nachmittag gemeinsam mit den etwa 80 Mädchen und Jungen, den Mitarbeiterinnen und ihren Gästen einen Dank- und Einsegnungsgottesdienst.

Die Kindertagesstätte besteht seit 20 Jahren an der Badberger Straße. Im Anschluss startete ein umfangreiches Fest in den Räumen und auf dem Gelände. (Foto: Vollmer)





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