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News-Archiv (bis Februar 2017)

Ein Bad im Milch-Bach: Ungesund für Fische

Geschrieben von OV am 2013-06-12
Aus Milchwerk gelangt Magermilch in Handorfer Mühlenbach / Magermilch schwimmt im Mühlenbach in Holdorf: Die Polizei prüft, ob ein Strafverfahren eingeleitet wird. Vermutlich war eine Pumpe des Milchwerks ausgefallen.

Milchige Fluten: Ein Passant fotografierte den weißen Handorfer Mühlenbach am Samstagabend. (Foto: privat)




Wo Milch und Honig fließen, ist für Fische nicht das Paradies. Magermilch ist am vergangenen Samstagabend vom Gelände der Milchwerke Gebrüder Bermes in den Mühlenbach in Holdorf gelangt. Das Gewässer trübte sich sichtbar weiß ein. Polizeisprecher der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta, Frank Soika, bestätigte das auf OV-Anfrage gestern. Vermutlich, so Soika, sei eine Pumpe in dem Werk ausgefallen. Inzwischen sei das Problem abgestellt, teilte Landkreissprecher Stefan Weidelich mit. Gerüchte, die Einleitung sei vom Landkreis genehmigt worden, dementierte er. Da es sich bei Milch um einen wassergefährdenden Stoff handle, könne eine Genehmigung überhaupt nicht vorliegen.

Derzeit werde geprüft, ob ein Strafverfahren wegen Gewässerverunreinigung eingeleitet werde, erklärte der Polizeisprecher. „Die Ermittlungen laufen noch“, so Soika. Der genaue Verursacher stehe noch nicht fest. Entdeckt wurde die Verunreinigung zufällig von einem Passanten.

Für Holdorfs Naturschützer und UWG-Ratsherren Bernhard Schonhöft ist die Milch im Bach, „ein eindeutiger Hinweis, dass der Handorfer Mühlenbach im Rahmen der geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen um Holdorf herum geleitet werden muss“. Mit Blick auf die weiß Brühe sagt er: „Für den Mühlenbach dürfte ein sehr großer ökologischer Schaden entstanden sein.“ Werksleiter Herbert Scheipers verwies bei der Bitte um Stellungnahme an das Deutsche Milchkontor in Bremen. Hier gab es auf eine schriftliche Anfrage gestern keine Antwort.

Der Pressesprecher des Oldenburgisch- Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV), Lutz Timmermann, konnte lediglich mitteilen, dass der OOWV bisher keine Kenntnis von dem Vorfall hatte. Er verwies daher auf die untere Wasserbehörde des Landkreises Vechta. Hier erklärte Pressesprecher Weidelich, dass jeder der eine Gewässerverschmutzung entdecke, dies über die Leitstelle melden könne. Diese halte Kontakt zu den Wasseroder Umweltbehörden.

Warum Milch, die doch eigentlich stark macht, das Ökosystem schwächt, weiß der stellvertretende Vorsitzende der Kreisgruppe Vechta im Naturschutzbund (Nabu), Ludger Frye. Zu viel an organischen Stoffen führt zum Sauerstoffmangel im Gewässer. Bei zu wenig Sauerstoff, droht Fischsterben. Außerdem, so Frye, komme es darauf an, ob die Milch, die in den Bachlauf gelangt sei, hygienisch unbedenklich sei oder nicht. Sei sie nicht entsprechend behandelt worden, also ultrahocherhitzt, könne sie eine Ladung Bakterien in das Gewässer bringen. „Alle Fremdstoffe gehören nicht ins Wasser“, stellt Frye generell klar und denkt dabei zum Beispiel auch an Gülle.

Wie stark ein Gewässer durch Fremdstoffe belastet wird, hängt auch von der Konzentration der jeweiligen Substanz und der Dauer sowie Häufigkeit ihrer Einleitung ab. Kommen dann auch noch hohe sommerliche Temperaturen hinzu, ist die so nahrhafte Milch besonders ungesund für Fische und andere Lebewesen in einem Gewässer.



Wohnbauförderung auch bei einem Kind

Geschrieben von OV am 2013-06-10
Holdorf SPD-Fraktion hat Katalog zu noch mehr Familienfreundlichkeit und Willkommenskultur ausgearbeitet

Die CDU-Fraktion hat ihre Gedanken zur Familienförderung vorgestellt. Heute will die SPD-Fraktion ihre Vorschläge präsentieren.

Ideen zur Familienförderung ist ein Punkt der heutigen Sitzung des Kultur- und Sozialausschusses der Gemeinde Holdorf. SPD-Fraktionschef Martin Fischer und SPD-Ortsverbandsvorsitzende Inge Olberding haben dazu verschieden Vorschläge ausgearbeitet.

„Wir wollen eine vernünftige, freundliche Familienpolitik“, sagt Olberding. Viele bestehende Leistungen, die es in Holdorf gibt, sind aus Sicht der beiden gut, wie die Angebote zur Kinderbetreuung. Ein Punkt ist den beiden besonders wichtig: die Unterbringung der Asylbewerber. Diese werden in einem Gebäude des Bauhofs einquartiert. Der Bauhof liegt noch ein gutes Stück hinter Fladderlohausen. Nachbarn gibt es dort nicht. „Was ist das für eine Willkommenskultur?“, fragen sich die SPD-Politiker nicht zum ersten Mal. Bereits in Ausschüssen haben sie das angesprochen. Sie finden die Unterbringung unsozial. Sie wollen die Asylbewerber im Ort untergebracht wissen und haben auch schon eine Idee.

Da die Hausaufgabenbetreuung mit dem Ganztagsangebot in die Schule verlegt wird, wird in den Blockhäusern beim Jugendtreff Platz frei. „Die Menschen dort unterzubringen, wäre ideal“, sagt Olberding. Eine Kontaktperson stände mit dem Jugendtreff dann auch immer zur Verfügung.

Nachrüsten müsste man nach Ansicht von Fischer und Olberding auch den Zuschuss für Familien beim Kauf von Bauland. Bisher gilt hier ein Zuschuss von zwei Euro pro Quadratmeter ab dem dritten Kind. Echte Familienförderung sieht, so Fischer, für die SPD-Fraktion anders aus: „Ein Zuschuss für alle Familien – auch mit einem Kind.“ Der Fördersatz soll dabei aber so bleiben wie bisher. Eine entsprechende Förderung schlägt die SPD auch beim Kauf bestehender Immobilien vor, auch um den Ortskern zu stärken. Bedingung: die Familie muss mindestens zehn Jahre das Haus bewohnen.

Mit Blick auf die offene Ganztagsschule schlägt die SPD ein zusätzliches Hausaufgabenbetreuungsangebot außerhalb des Ganztagsangebots vor. „Es gibt auch Familien, die für ihre Kinder nicht das Ganztagsangebot wollen.“ Diese Kindern müssten aber trotzdem auch die Möglichkeit haben, Hilfe bei den Hausaufgaben zu erhalten, findet Olberding.

Außerdem müsse es zusätzlich Betreuungsangebote von montags bis freitags bis 17 Uhr geben, „wenn man die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ernst nehmen will“. Sprachunterricht für Kinder ausländischer Neubürger sind Fischer und Olberding ganz wichtig. Ebenso Sprachkurse für ausländische Frauen und Treffs, wo sie mit ihren Kindern auf deutschen Frauen und deren Kinder stoßen.

Vorschläge hat die SPD unter anderem auch zur Schülerbeförderung, zur Schwimmbadermäßigung und zu Zuschüsse für Mitgliedsbeiträge der Vereine. Die Ausschusssitzung beginnt heute um 18 Uhr im Ratssaal.



Gut Ihorst: Kein Kaufobjekt

Geschrieben von OV am 2013-06-08

„Schlicht Unsinn“, sagt Dr. Bernhard Richter zu den Gerüchten, dass Gut Ihorst verkauft werde beziehungsweise schon verkauft sei. Richter ist Generalbevollmächtigter der Gräflich von Spee’schen Zentralverwaltung. Gut Ihorst ist im Besitz der Familie von Spee. Richtig sei, dass ein neuer Pächter für das Gebäudeensemble gesucht werde. Man sei im Gespräch mit verschiedenen Interessenten wegen der Vermietung.

Ob künftig wieder ein Café oder ein ähnliches Angebot für die Öffentlichkeit dort Platz finden wird, dazu kann Richter nichts sagen. Schließlich wolle man den Interessenten die künftige Nutzung – vom großzügigen Wohnen bis Schulungsräumen – nicht vorschreiben. Eine langfristige Nutzung sei wichtig, damit die Gebäude nicht verfallen. Inzwischen, so Richter, sei die Renovierung der Kapelle abgeschlossen.



Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A

Geschrieben von Gemeinde Holdorf am 2013-06-07




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